“Fratze des Nationalsozialismus” – AfD empört mit Bauhaus-Vorstoß

Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen, sind die Tage des Bauhaus gezählt. Mehr als 90 Jahre später fordert die AfD in Sachsen-Anhalt eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der bedeutsamen Kunstschule. Die Kritik an dem Vorstoß fällt heftig aus. Die sachsen-anhaltische AfD-Landtagsfraktion sieht das Bauhaus als “Irrweg der Moderne” und hält an ihrer Forderung nach einer kritischen Auseinandersetzung fest. Die Geschichte um das Bauhaus sei insgesamt zu wenig kritisch aufgearbeitet, sagte Fraktionsvize Hans-Thomas Tillschneider. Kulturstaatsministerin Claudia Roth äußerte sich empört. “Damit zeigt die AfD, welchen Geistes Kind sie ist”, sagte die Grünen-Politikerin der “Süddeutschen Zeitung”.Das Bauhaus mit den Standorten Berlin, Dessau und Weimar war eine wichtige Schule für Kunst, Design und Architektur im 20. Jahrhundert. Im Landtag von Sachsen-Anhalt fordert die AfD eine “kritische Auseinandersetzung” mit dem Bauhaus, ein entsprechender Antrag soll am Freitag beraten werden. In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. “Hier zeigt die AfD die Fratze des Nationalsozialismus”, hatte FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack dazu gesagt. Als “Irrweg der Moderne” habe man das Bauhaus 1933 wahrgenommen. 100 Jahre Bauhaus seien ein Meilenstein der Kultur und der Baugeschichte, so Silbersack. Eine Diskreditierung werde man nicht zulassen.

via ntv: “Fratze des Nationalsozialismus” AfD empört mit Bauhaus-Vorstoß

siehe auch: Antrag der AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt AfD-Kritik am Bauhaus erinnert Claudia Roth an die Nazis Für die AfD in Sachsen-Anhalt ist das Bauhaus ein »Irrweg der Moderne«. Kulturstaatsministerin Roth erkennt darin Argumente der NSDAP. Kritik kommt auch von der FDP. Nachdem die AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt das Bauhaus als »Irrweg der Moderne« bezeichnet hat, hat sich Kulturstaatsministerin Claudia Roth zu Wort gemeldet. Sie hält die Aussagen für »absolut inakzeptabel«. Und weiter: »Dass jetzt die AfD mit erschreckend ähnlichen Argumenten und Formulierungen wie einst die NSDAP versucht, gegen das Erbe des Bauhaus heute vorzugehen, ist in höchstem Maße alarmierend«, sagte sie der »Süddeutschen Zeitung« . Das Bauhaus mit den Standorten Berlin, Dessau und Weimar gilt als wichtige Schule für Kunst, Design und Architektur im 20. Jahrhundert. Die AfD in Sachsen-Anhalt, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird, fordert eine »kritische Auseinandersetzung« mit dem Bauhaus. Am Freitag soll ein entsprechender Antrag im Landtag diskutiert werden.

As Election Nears, Kelly Warns Trump Would Rule Like a Dictator

John Kelly, the Trump White House’s longest-serving chief of staff, said that he believed that Donald Trump met the definition of a fascist. Few top officials spent more time behind closed doors in the White House with President Donald J. Trump than John F. Kelly, the former Marine general who was his longest-serving chief of staff (…) He said that, in his opinion, Mr. Trump met the definition of a fascist, would govern like a dictator if allowed, and had no understanding of the Constitution or the concept of rule of law. He discussed and confirmed previous reports that Mr. Trump had made admiring statements about Hitler, had expressed contempt for disabled veterans and had characterized those who died on the battlefield for the United States as “losers” and “suckers” — comments first reported in 2020 by The Atlantic.

via ny times: As Election Nears, Kelly Warns Trump Would Rule Like a Dictator

siehe auch: “Increasingly unhinged and unstable”: Harris blasts Trump for alleged Hitler praise. Vice President Kamala Harris called former President Trump “increasingly unhinged and unstable” on Wednesday, warning voters two weeks before the election of his desire for “unchecked power.” Vice President Kamala Harris called former President Trump “increasingly unhinged and unstable” on Wednesday, warning voters two weeks before the election of his desire for “unchecked power.” The big picture: Harris’ comments come after the New York Times published a report a day earlier with John Kelly’s allegation that the former president on multiple occasions praised Adolf Hitler and said the Nazi leader “did some good things.” Kelly, Trump’s longest-serving White House chief of staff, also raised concerns that Trump would rule like a dictator if elected next month and said he believes the GOP presidential nominee meets the definition of a fascist. What she’s saying: “This is a window into who Donald Trump really is, from the people who know him best,” Harris said at the Naval Observatory in Washington, D.C., in response to Kelly’s comments. She called it “deeply troubling and incredibly dangerous that Donald Trump would invoke Adolf Hitler.” She also addressed Trump’s recent comments labeling political opponents as the “enemy from within.” “Anyone who refuses to bend a knee or dares to criticize him would qualify in his mind as the enemy within, like judges, like journalists, like nonpartisan election officials,” she said; ‘Trump is descending into this madness’: In Racine, Walz decries Trump’s reported Hitler remarks. In a Wisconsin campaign stop, Democratic vice presidential candidate Tim Walz slammed former President Donald Trump over published reports that the Republican presidential nominee had spoken admiringly during his term in office of Adolf Hitler and his generals. “As a 24-year veteran of the military, that makes me sick as hell, and it should make you sick,” Walz said to the crowd at Memorial Hall in Racine on Tuesday night. “The guardrails are gone. Trump is descending into this madness.”  The Minnesota governor made the remarks during the second of two stops in Wisconsin and after an earlier rally in Madison with former President Barack Obama. With less than two weeks left in the presidential race, polling shows a narrow race between Trump and Democratic candidate Kamala Harris.

AfD und BSW stimmen dagegen : EU-Parlament billigt Ukraine-Hilfen aus eingefrorenem russischen Vermögen

Mit großer Mehrheit wurde das Hilfspaket für die Ukraine von bis zu 35 Milliarden Euro im Europaparlament abgesegnet. Parlamentspräsidentin Metsola sprach von einem „historischen Votum“. Die AfD und das BSW stimmten dagegen. Ein neues EU-Darlehen für die Ukraine von bis zu 35 Milliarden Euro hat eine wichtige Hürde genommen. Das Europaparlament billigte das Paket am Dienstag in Straßburg mit großer Mehrheit. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sprach von einem „historischen Votum“ und einer „starken Botschaft“, dass Russland als Angreifer für die Schäden in der Ukraine aufkommen müsse. Zins und Tilgung des Darlehens sollen durch die Erlöse aus eingefrorenem russischen Vermögen finanziert werden. Für das neue Hilfspaket stimmten 518 Abgeordnete, dagegen votierten 56, bei 61 Enthaltungen. Gegen die Ukraine-Hilfen sprachen sich unter anderem Parlamentarier der AfD und des Bündnisses Sarah Wagenknecht (BSW) aus. Die Mittel sollen im kommenden Jahr ausgezahlt werden und den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine im russischen Angriffskrieg decken.

via tagesspiegel: AfD und BSW stimmen dagegen : EU-Parlament billigt Ukraine-Hilfen aus eingefrorenem russischen Vermögen

Im Israel-Hass vereint – Ein Nazi-Rapper dreht einen Pro-Palästina-Clip – migrantische Tiktok-Nutzer feiern ihn

Ein Neonazi-Rapper mit kommunistischer Vergangenheit veröffentlicht einen Pro-Palästina-Clip auf Tiktok – und wird vor allem von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gefeiert. Über die verbindende Kraft von Israel-Feindschaft und Antisemitismus. „Politisch mögen wir zwar unterschiedlicher Meinung sein dennoch find ich das sehr mutig von dir“, kommentiert eine junge Muslima, die auf Tiktok vor allem Koch- und Putzvideos veröffentlicht, unter dem Video des Nazi-Rappers „Makss Damage“. Eine junge Frau, die auf ihrem Profilbild ein weißes Kopftuch trägt, schreibt: „Damit hätte ich nicht gerechnet. Hammer Typ!“ – und garniert ihren Kommentar mit einem Herzchen-Emoji. Und ein Nutzer mit einem türkischen Namen schreibt bloß: „Coolster Nazi der Welt“. Der rechtsextreme Rapper „Makss Damage“ hat in der vergangenen Woche einen propalästinensischen Videoclip auf Tiktok veröffentlicht und wird seitdem von muslimischen Palästina-Unterstützern und Nutzerinnen und Nutzern mit arabischem, afghanischem oder türkischem Migrationshintergrund gefeiert. Das etwa einminütige Musikvideo wurde binnen weniger Tage mehr als 400.000-mal angesehen, hat mehr als 35.000 Likes und wurde über 2700-mal kommentiert – überwiegend positiv. Was ist da los? (…) Fritsch trat in den darauffolgenden Jahren auf Neonazi-Demonstrationen und -Konzerten auf, machte rassistischen, antisemitischen und Holocaust-verherrlichenden Nazi-Rap. In seiner neuen politischen Heimat eckte er damit bei einigen Rechtsrock-Puristen an, die Rap für eine „entartete“ Musik schwarzer Amerikaner hielten. Seit 2023 ist Fritsch mit seiner Musik beim rechtsextremen Label „Neuer Deutscher Standard“ vertreten. Dieses Label stand ursprünglich der neurechten „Identitären Bewegung“ nahe, hat sich aber mittlerweile zur Plattform für klassische Neonazis wie „Makss Damage“ durchradikalisiert. „Wundert‘s dich, wenn jemand Bock auf Intifada hat?“ Ausgerechnet dieser Rechtsextreme bekommt nun reihenweise Applaus von Menschen, die er und seine „Kameraden“ eigentlich aus Deutschland abschieben wollen.

via rnd: Im Israel-Hass vereint Ein Nazi-Rapper dreht einen Pro-Palästina-Clip – migrantische Tiktok-Nutzer feiern ihn

#PROZESS IN #FRANKFURT – Dann vergleicht sich der angeklagte „#Reichsbürger“ mit Stauffenberg

Im Terrorprozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main sagt am Dienstag der angeklagte ehemalige Bundeswehr-Oberst Maximilian Eder aus. Während die Bundesanwaltschaft von einem „Willen zur Herbeiführung eines Systemsturzes“ überzeugt ist, sprechen die Verteidiger von „gelebter Demokratie“. Anzeige Am Dienstagmittag bringen jeweils zwei Justizbeamte neun Angeklagte in eine mit Stacheldraht eingezäunte und stark gesicherte Leichtbauhalle. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Halle eigens für diesen Prozess bauen lassen. Zwei Dutzend Verteidiger sitzen ebenfalls im Saal – und die Journalisten hinter schusssicherem Glas. Bereits seit Monaten verhandelt das Gericht gegen eine „Reichsbürger“-Gruppe um den Immobilienunternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß, die nach einer Razzia im Dezember 2022 bundesweit bekannt wurde. An diesem Tag bekommt das Gericht Versatzstücke der Ideologie der Gruppe „QAnon“ zu hören. Es geht um eine abstruse Verschwörungsfantasie: Die Welt werde von einer pädokriminellen Elite regiert, die unter der Erde satanische Missbrauchsrituale an Kindern durchführe. Anhänger dieses Mythos setzten bereits Gewalt ein: Nachdem im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016 gestreut worden war, dass in einer Pizzeria in Washington, D.C. ein Kinderpornoring agiere, in den auch die demokratische Kandidatin Hillary Clinton verwickelt sei, drang ein Mann mit einem halbautomatischen Gewehr in die Pizzeria ein, um die angeblich festgehaltenen Kinder zu befreien. Der Gruppe um Prinz Reuß wirft die Bundesanwaltschaft eine „schwere staatsgefährdende Gewalttat“ vor. Die Angeklagten sollen aufgrund einer tiefen Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eine terroristische Vereinigung gebildet und konkrete Vorbereitungen getroffen haben, um „die staatlichen Strukturen in Deutschland mit Waffengewalt zu beseitigen“, heißt es in der im Mai verlesenen Anklage.Am Dienstag beschäftigt sich das Gericht mit Videomitschnitten öffentlicher Auftritte eines ehemaligen Obersts der Bundeswehr. Der Angeklagte Maximilian Eder hatte sich im Laufe der Corona-Pandemie einen Namen in der Protestszene gegen staatliche Maßnahmen gemacht. Von „Menschheitsverbrechen“ und einem „Genozid“ spricht Eder in den Videos in Bezug auf die Corona-Maßnahmen. Spricht von seiner Arbeit an einem „anderen System“ Strafbar sind diese und weitere Äußerungen nicht. Die Ankläger der Bundesanwaltschaft erkennen darin allerdings einen „Willen zur Herbeiführung eines Systemsturzes“. Die Ermittler sind überzeugt, dass der feste Glaube an einen kinderfolternden „Deep State“ und die Ablehnung von Corona-Maßnahmen bei Eder die Überzeugung wachsen gelassen habe, sich an einer gewaltsamen Änderung der staatlichen Verhältnisse beteiligen zu müssen. In der Anklage heißt es, dass die Gruppe geplant habe, mit einer bewaffneten Gruppe in den Bundestag einzudringen, um dort Abgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung festzunehmen. Zur Umsetzung des Vorhabens sei sie „in konkrete Vorbereitungshandlungen“ eingetreten. Unter den Videos, die die Ankläger heranziehen, ist etwa eines, das Eder im November 2022 selbst veröffentlicht hatte. Darin sagt der ehemalige Soldat im Monat vor seiner Festnahme: „Unser politisches System kann man zum Wackeln kriegen, wenn ein paar Wenige, Entschlossene, Engagierte, Mutige anpacken. Und das wird alles gewaltfrei und friedlich erfolgen, wenn die Leut’ mitmachen. Am besten selber abdanken, und wenn Den Haag das nicht macht, wird es Nürnberg 2.0 geben.“ Im ganzen Land gäbe es „Leute, die das richten werden“.

via welt: PROZESS IN FRANKFURT Dann vergleicht sich der angeklagte „Reichsbürger“ mit Stauffenberg

siehe auch: Reichsbürger-Prozess beim OLG Frankfurt Wirre Corona-Kritik als Indiz für Putsch­pläne? Ungefähr die Hälfte des großen Reichsbürger-Prozesses gegen die Gruppe um Prinz Reuß ist vorbei. Nun legte das Gericht einen Schwerpunkt auf der Szene der Corona-Kritiker und Impfgegner. Die Rede war sogar von einem “Genozid”. Im Prozess um die mutmaßlichen “Reichsbürger” um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat sich das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main mit Videos des angeklagten Ex-Soldaten Maximilian Eder befasst. In diesen geißelt Eder die Maßnahmen während der Covid19-Pandemie. “Unser politisches System können wir zum Wackeln bringen. Es geht nicht gegen das System – es geht gegen diejenigen, die das System missbrauchen”, sagt Eder in einem im November 2022 veröffentlichten Video, in dem er in Tarnfleck im Bayerischen Wald sitzt. Es werde abgerechnet mit “einer zu erneuernden Justiz”. Eders Forderung: Ampel-Politiker wie Kriegsverbrecher behandeln Für die Corona-Maßnahmen verantwortliche Politiker sollten freiwillig abdanken und verschwinden oder sich der Justiz stellen. “Das sind Menschheitsverbrechen gewesen”, sagt Eder in dem Video, nennt die Impfpolitik einen Genozid und kündigt ein anderes politisches System vor Weihnachten 2022 an: “Wir werden dieses Dunkeldeutschland, das wir momentan im Namen von Corona erleben, in ein Lichtdeutschland überführen.” Ein zweites Video zeigt Eder bei einer Versammlung gegen die Corona-Maßnahmen in München. Als Redner fordert er: “Dieses Drangsalieren der Bevölkerung muss aufhören.” Was die Politiker gegen Kinder, Jugend und Alte unternähmen, sei “gegen alle Menschenwürde”. Bei einer Demonstration in Baden-Baden im April 2022 prophezeit er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang: “Alle werden Richtung Den Haag wandern oder Richtung Nürnberg 2.0, da werden wir uns etwas einfallen lassen.”

“Minderwertige Kultur”: Streamer äußert sich rassistisch und wird gesperrt

Der Kampf um Aufmerksamkeit im Internet scheint eine gefährliche Spirale zu sein, die leicht überfordern kann. Der Name Zack Hoyt sagt nur wenigen etwas. Der dazugehörige Nickname Asmongold sehr wohl. Der US-Amerikaner gehört zu den populärsten Streamern der Welt und hat allein auf der Streamingplattform Twitch 3,5 Millionen Follower. Hoyt fiel in den letzten Jahren immer wieder durch unpassende Äußerungen auf, dieses Mal scheint er den Bogen jedoch überspannt zu haben. “I don’t give a fuck. They’re terrible people.” So klang Hoyt im Wortlaut, als er im Stream von seiner Community auf den Gaza-Krieg angesprochen wird. Gemeint sind die Palästinenser, die laut dem Streamer “einer minderwertigen Kultur” angehören und die “Menschen für ihre Identität tötet”. Die Palästinenser hätten den Genozid in ihrem Rechtssystem verankert, deshalb hätte er keinerlei Mitleid mit den Kriegsopfern der letzten Monate. Die Plattform reagierte wenige Stunden nach der Ausstrahlung und sperrte Asmongold. Auch Partner reagierten und kündigten gemeinsame Deals, Mitarbeiter seiner Firma One True King (OTK) distanzierten sich auf Social Media von ihrem Kollegen.

via standard: “Minderwertige Kultur”: Streamer äußert sich rassistisch und wird gesperrt

AfD unterläuft Grenze zu Rechtsextremen: Reaktionen aus Bayern

Die AfD gilt bundesweit als rechtsextremistischer Verdachtsfall. Dabei gibt es einen Unvereinbarkeitsbeschluss der Partei: Niemand aus extremen Gruppierungen darf Mitglied werden. Der BR hat gezeigt, wie dies unterlaufen wird. Reaktionen aus Bayern. Höchste Gerichte haben es bestätigt: Die AfD in Deutschland ist bundesweit ein rechtsextremistischer Verdachtsfall, einige Landesverbände sind sogar als gesichert rechtsextrem eingestuft. Und das, obwohl es schon seit Jahren einen Unvereinbarkeitsbeschluss der Partei gibt. Danach darf niemand in die AfD aufgenommen werden, der in einer extremistischen Gruppierung war oder ist. BR-Recherchen haben an Beispielen aufgedeckt, dass dieser Beschluss unterlaufen wird. Die Reaktionen der bayerischen Parteien ließen nicht lange auf sich warten. Die Unvereinbarkeitsliste der AfD sei das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist – sagt Cemal Bozoğlu von den Landtags-Grünen. Er begrüßt die Recherchen des BR, die gezeigt hatten, dass es die AfD nicht so genau nimmt, ihr Parteibuch keinen Extremisten zu geben. Dabei sollte diese Liste mit extremistischen Gruppierungen ursprünglich doch die interne Brandmauer der AfD sein, so CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek: “Im besten Falle ist es ja die Abgrenzung und der Versuch zu zeigen, dass man eben nicht rechtsextrem ist. Aber das gelingt eben nicht. Und was jetzt zutage getreten ist aufgrund der Recherche des Bayerischen Rundfunks, zeigt einfach, dass diese Partei aus meiner Sicht nicht zum demokratischen Spektrum gehört.”

via br: AfD unterläuft Grenze zu Rechtsextremen: Reaktionen aus Bayern