„Artgemeinschaft“: Razzia bei zwei AfD-Kandidaten wegen verbotener Neonazi-Vereinigung

Die AfD-Politiker Sebastian Koch und Simon Lansmann sollen an einer Feier im Dunstkreis der verbotenen „Artgemeinschaft“ teilgenommen haben. Beide wollen für die AfD in den Landtag Sachsen-Anhalt. Ermittler haben am Donnerstagmorgen in fünf Bundesländern Wohnungen von Anhängern und Sympathisanten der verbotenen Neonazi-Vereinigung „Artgemeinschaft“ durchsucht. Von den Durchsuchungen betroffen sind auch zwei AfD-Politiker, die sich in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 6. September stellen. Der Spiegel hatte zuerst berichtet.
Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigte gegenüber CORRECTIV am Donnerstag die Ermittlungen wegen des Vorwurfs des Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. „Bei den Durchsuchungen wurden keine Personen festgenommen, aber zahlreiche Dokumente sichergestellt, die nun gesichtet werden“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle auf CORRECTIV-Anfrage. Verbotene Gruppe „Artgemeinschaft“: „Sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung“
Der Verein „Artgemeinschaft“ wurde im September 2023 verboten. „Wir verbieten eine sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung. Das ist ein weiterer harter Schlag gegen den Rechtsextremismus“, kommentierte die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) die Entscheidung. Die „Artgemeinschaft“ Laut Spiegel kam es aber im Juni 2026 zu einer sogenannten Sonnenwendfeier in Gardelegen (Altmarkkreis, Sachsen-Anhalt), an der Personen aus dem Dunstkreis der „Artgemeinschaft“ teilnahmen. Bei der Feier sollen Zeremonien mit Tierhörnern abgehalten und Lieder der „Hitlerjugend“ gesungen worden sein. Alles erinnerte offenbar stark an die „Artgemeinschaft“. An der Feier in Gardelegen nahmen laut Medienberichten auch die AfD-Politiker Sebastian Koch (AfD-Listenplatz 8) und Simon Lansmann (AfD-Listenplatz 19) teil. Beide treten für die AfD Sachsen-Anhalt auch bei der kommenden Landtagswahl an. Gegenüber CORRECTIV schweigt die AfD Sachsen-Anhalt zu den Razzien: „Die Berichterstattung ist bekannt, aber ich werde sie nicht kommentieren“, sagte Pressesprecher Patrick Harr, der früher selbst bei der 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) war

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siehe auch: Durchsuchungen in mehreren Bundesländern Razzia bei zwei AfD-Landtagskandidaten aus Sachsen-Anhalt wegen verbotener Rassistensekte Die »Artgemeinschaft« sah sich als Hüterin einer »germanischen Rasse«. Nun hat die Polizei nach SPIEGEL-Informationen 15 Objekte mutmaßlicher Unterstützer des verbotenen Vereins durchsucht. Auch zwei AfD-Kandidaten sind betroffen. Rund drei Jahre nach dem Verbot der völkisch-rassistischen »Artgemeinschaft« gehen Sicherheitsbehörden in fünf Bundesländern gegen mutmaßliche Anhänger und Sympathisanten des aufgelösten Vereins vor. Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei nach SPIEGEL-Informationen insgesamt 15 Objekte in Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Halle (Saale). Nach Angaben einer Behördensprecherin gegenüber dem SPIEGEL werde wegen »Vorwurfs des Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot« ermittelt. Nach SPIEGEL-Recherchen betraf die Razzia unter anderem Objekte in Lippstadt (NRW), im brandenburgischen Zossen und in Gardelegen-Ipse in Sachsen-Anhalt. Illegales Treffen eines verbotenen Vereins? Dort war die Polizei bereits im Juni wegen einer sogenannten Sonnwendfeier im Einsatz gewesen. Nach SPIEGEL-Recherchen fand die als »privat« deklarierte Veranstaltung  am Anwesen des AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann statt. Die Polizei kontrollierte damals die Zufahrt und stellte Gäste aus dem Dunstkreis der »Artgemeinschaft« fest. Einige der Teilnehmer hielten eine Zeremonie mit Tierhörnern und Sprüchen ab, die stark an Rituale der »Artgemeinschaft« erinnerte. Auch ein Lied der »Hitlerjugend« (HJ) wurde gesungen; Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt – Razzien bei AfD-Männern wegen verbotener Artgemeinschaft Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt rückt die Polizei bei zwei AfD-Kandidaten an. Ihnen wird vorgeworfen, die rechtsextreme Artgemeinschaft fortgeführt zu haben. Das Treffen fand am Abend des 20. Juni statt, auf einem Gehöft in Ipse bei Gardelegen in Sachsen-Anhalt. Auf dem Fest sollen damals Gesichter aufgetaucht sein, die man aus anderem Kontext kennt: von der Ende 2023 durch das Bundesinnenministerium verbotenen rechtsextremen Artgemeinschaft. Und auch der Gastgeber war kein Unbekannter. Es handelte sich um Simon Lansmann, Rinderzüchter und AfD-Landtagskandidat. Am Donnerstagmorgen nun bekam Lansmann wieder Besuch, diesmal von der Polizei. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Halle wurden Immobilien von ihm und 14 weiteren Personen in fünf Bundesländern durchsucht. Ihnen wird vorgeworfen, die Artgemeinschaft trotz Verbot fortzuführen. Unter ihnen war nach taz-Informationen auch Sebastian Koch, ein weiterer AfD-Landtagskandidat. Auch er soll bei dem Treffen am 20. Juni in Ipse dabei gewesen sein. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle bestätigte der taz, dass der zentrale Verdachtspunkt für die Durchführung der Maßnahme die Zusammenkunft am 20. Juni in Ipse war. Durchsuchungen habe es auch in Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegeben. (…) Den Verdacht, dass frühere Aktive die rechtsextreme Gruppe trotzdem fortführen, gab es schon länger. Die taz hatte bereits im Mai ein Treffen im Brandenburger Dorf Arenzhain beobachtet, zu dem auch einstige Mitglieder angereist waren. Rund 70 Personen waren damals vor Ort, darunter auch Kinder. Zuvor hatte die taz über einen Sprengstofffund auf dem Hof eines früheren Artgemeinschaftsmitglieds in Weißenborn in Sachsen-Anhalt berichtet. Fest mit Lied der Hitlerjugend Zuletzt hatte dann der Spiegel das Treffen im Juni in Ipse offengelegt. Ein bekränzter Holzpfahl soll dort aufgestellt worden sein, Männer hätten mit Tierhörnern hantiert und ein Kampflied der Hitlerjugend gesungen. Auch die Partnerin von Gastgeber Simon Lansmann, der aktuell AfD-Stadtrat ist, stand laut Spiegel früher auf einer Mitgliederliste der Artgemeinschaft. Lansmann ließ danach dem Magazin über seinen Anwalt ausrichten, es sei kein illegales Treffen gewesen, von der Artgemeinschaft oder nationalsozialistischem Liedgut distanziere er sich. Die Razzien gegen die beiden AfD-Männer in Sachsen-Anhalt werfen erneut ein Schlaglicht auf das radikale Personal des Landesverbandes. Die dortige AfD war schon 2023 durch den Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden. Im Umfeld von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund arbeiten heute auch Rechtsextreme einer anderen bereits 2009 verbotenen Neonazi-Gruppe, der Heimattreuen Deutschen Jugend; Razzia gegen mutmaßliche Anhänger der rechtsextremen “Artgemeinschaft” In Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern laufen derzeit Razzien. Sie richten sich gegen mutmaßliche Anhänger der verbotenen rechtsextremen “Artgemeinschaft”. Ein Schwerpunkt der Aktion liegt in der Altmark. Ermittler durchsuchen seit Donnerstagmorgen 15 Objekte in fünf Bundesländern. Wie die Staatsanwaltschaft Halle MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, geht es dabei um ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. Es richtet sich den Angaben nach gegen die verbotene rechtsextreme “Artgemeinschaft” und konkret gegen 15 deutsche Beschuldigte. Betroffen sind Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Ein Schwerpunkt der Razzia liegt in Gardelegen in der Altmark und dort nach MDR-Informationen unter anderem im Ortsteil Ipse. Die Durchsuchungen dauern derzeit noch an. (…) Das Bundesinnenministerium hatte die “Artgemeinschaft — Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung e. V.” mit Verfügung vom 4. August 2023 verboten und aufgelöst, das Verbot wurde Ende September 2023 vollzogen. Nach Auffassung des Ministeriums richtete sich die Vereinigung gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte das Verbot am 29. April 2026 als rechtmäßig. Die Richter sahen im Selbstverständnis der Gruppe zentrale Elemente der NS-Rassenlehre.

Staatsschutz ermittelt: Eingang von Berliner AfD-Büro mit Fäkalien beschmiert

Nach einer Klebstoff-Attacke folgt Sachbeschädigung mit Fäkalien: Die Polizei prüft, ob beide Vorfälle am AfD-Büro in Johannisthal zusammenhängen. Ein Parteibüro der AfD in Berlin-Johannisthal ist erneut Ziel einer Sachbeschädigung geworden. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen Mitarbeiter am Mittwochnachmittag festgestellt haben, dass das Türschloss und der Türgriff augenscheinlich mit Fäkalien beschmiert waren, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall wurde demnach der Behörde online gemeldet. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

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Molkerei Müller kündigt Verträge mit Brandenburger Bauern – #AfDMüller

Milchbauern in Brandenburg müssen offenbar neue Abnehmer für ihre Milch finden. Denn die Molkerei Müller soll die Verträge mit vielen Betrieben in Nord- und Ostbrandenburg gekündigt haben. Der Bauernverband spricht von einem “harten Schlag” – vor allem wegen der kurzen Kündigungszeit. Die Molkerei Müller hat offenbar die Lieferverträge mit Milchbauern aus Brandenburg gekündigt. Das haben Recherchen des rbb ergeben, die der Landesbauernverband bestätigt hat. Die Kündigungen sollen demnach in den kommenden Monaten in Kraft treten. Wie viele Milchbauern genau betroffen sind, ist unklar. Laut Landesbauernverband geht es vor allem um mittelgroße Betriebe mit 400 bis 800 Kühen in Nord- und Ostbrandenburg, bei denen der Milchliefervertrag mit der Unternehmensgruppe Theo Müller fristgerecht aufgekündigt wurde. Das Unternehmen äußerte sich auf rbb-Nachfrage bislang nicht zu den Kündigungen.Verband kritisiert kurze KündigungszeitDer Landesbauernverband sprach von einem “harten Schlag ins Kontor”, weil die Bauern nun kurzfristig andere Abnehmer für ihre Milch finden und wahrscheinlich niedrigere Preise in Kauf nehmen müssten. Meike Mieke vom Landesbauernverband sagte dazu, dass die betroffenen Landwirte weniger Auswahlmöglichkeiten hätten. Die Wertschöpfungskette Milch sei einmal mehr gestört. Das Land Brandenburg brauche mehr Verarbeitungsunternehmen, die den Landwirten die Treue halten, so Mieke weiter. Wie Mieke am Dienstag dem rbb mitteilte, soll die Aufkündigung unter anderem Betriebe in Ostprignitz-Ruppin und in der Prignitz betreffen.

via tagesschau: Molkerei Müller kündigt Verträge mit Brandenburger Bauern

Abstoßendes Video mit AfD-Spitzenkandidat sorgt für Wirbel – doch der schweigt zu den Vorwürfen

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird mit großer Spannung erwartet. Wenige Tage vor der Wahl tauchen fragwürdige Aufnahmen mit AfD-Mann Ulrich Siegmund auf. Es ist eine befremdliche Szene, die sich in dem fraglichen Video abspielt, das in sozialen Medien kursiert. Die Aufnahmen zeigen den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Miguel Klauß und den Spitzenkandidaten der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund. Beide sind mit Wintermänteln bekleidet, die im Hintergrund zu sehende Vegetation deutet auf eine Aufnahme in der eher kalten Jahreszeit hin. Die beiden AfD-Politiker schlendern vor dem Stuttgarter Landtag in Richtung einer Grünfläche, auf der sich laut Klauß „ägyptische Nilgänse“ tummeln.
Klauß zeigt auf eine Nilgans und sagt zu Siegmund: „Das ist eine Nilgans, das ist eine invasive Art. Hochaggressiv. Scheißt hier alles voll und vertreibt die heimischen Enten.“ Anschließend fragt der Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg den Parteikollegen aus Sachsen-Anhalt: „Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?“ Weiter heißt es in dem Gespräch, dass die Gans ein „großes Stadtbildproblem“ sei. Man lasse sie gewähren, „weil sie jetzt nun mal da sind“. Außerdem habe sie „keine natürlichen Feinde“. Klauß endet mit den Worten: „Das kommt uns sehr bekannt vor.“ Siegmunds vielsagende Antwort: „Viele Parallelen.“ (…)
„Wie bewertet Ulrich Siegmund das obige Gespräch und den Gedankenaustausch? Vergleicht Ulrich Siegmund in dem Gespräch die Nilgans mit Migranten? Was meint Siegmund mit ,viele Parallelen’?“, wollte unsere Redaktion wissen. Auch 48 Stunden nach Eingang der schriftlichen Anfrage und zwischenzeitlicher zweimaliger telefonischer Nachfrage: Schweigen im Siegmund-Kosmos.

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Mutter, Ehefrau, Erzieherin: das Frauenbild der AfD

In Sachsen-Anhalt könnte die rechtsextreme AfD bald den ersten Ministerpräsidenten Deutschlands stellen. Die Partei plant einen Rundumschlag gegen alles, was nicht in ihr Weltbild passt, darunter Frauen- und Gleichstellungspolitik. (…) Würden die Pläne der AfD Sachsen-Anhalt umgesetzt, hätte das weitreichende Konsequenzen. Für Migranten und Homosexuelle, Kirchen und Schulen, Kultur und Justiz. Ich war vor Kurzem in Magdeburg, der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt, und habe dort mit Menschen gesprochen, die direkt von den Plänen der AfD betroffen wären. Ich war bei Vereinen, denen die Förderungen entzogen werden sollen, habe mit dem Vorsitzenden des Richterverbandes über den geplanten Umbau der Justiz gesprochen, Lehrer und Gewerkschafterinnen gefragt, wie sie damit umgehen, dass die AfD die Lehrpläne umschreiben will.
Die Förderungen für Frauen und Gleichstellung etwa in der Wissenschaft will die AfD in Sachsen-Anhalt einstellen, Frauenquoten abschaffen. Das Abtreibungsrecht soll verschärft werden. Das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“, heißt es im Programm, müsse „auch für ungeborenes Leben gelten“. Die AfD will, dass bei Beratungsterminen vor einem geplanten Schwangerschaftsabbruch verpflichtend eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt wird.  Und dann wäre da noch die Gleichstellungspolitik, mit der die AfD Schluss machen will. In Magdeburg habe ich mit der Landesbeauftragten für Frauen- und Gleichstellungspolitik gesprochen. Sarah Schulze setzt sich gegen Diskriminierung, Vorurteile und Gewalt ein. Doch wenn es nach der AfD geht, soll sich das wohl ändern. Unter dem Titel „Gleichstellungsbeauftragte abschaffen“ hat die Partei dem Thema in ihrem Programm einen eigenen Unterpunkt gewidmet.

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7,2 Millionen Jobs in Gefahr: Bayerische Industrie rechnet mit AfD-Plänen für Schengen- und Euro-Austritt ab

Die bayerische Wirtschaft warnt vor den Plänen der AfD, aus Schengenraum und Euro auszutreten. Eine Studie des Prognos-Instituts beziffert allein den Wohlstandsverlust durch 20 Minuten Wartezeit an Grenzen auf 800 Millionen Euro jährlich für Deutschland. Forderungen der AfD nach einem Austritt Deutschlands aus dem Schengenraum und aus dem Euro haben die bayerische Industrie auf den Plan gerufen.
„Solche Gedankenspiele sind ein Frontalangriff auf die deutsche und die bayerische Wirtschaft. Europa ist unser außenwirtschaftlicher Stabilitätsanker“, erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).
Insgesamt hängen 7,2 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland am Handel mit Europa, hat eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag der vbw ergeben. 550 Milliarden Euro Wertschöpfung sind demnach von der Nachfrage aus anderen EU-Ländern abhängig. „Wir brauchen ein geeintes Europa mehr denn je, wirtschaftlich ebenso wie politisch“, betonte Brossardt gegenüber unserer Zeitung. Auch die Freizügigkeit, die der Schengenraum ermöglicht, sei für die Wirtschaft unverzichtbar. Allein die Annahme zusätzlicher Wartezeiten für Pendler von 20 Minuten je Grenzübertritt ergäbe laut Studie einen jährlichen Wohlstandsverlust von 7,9 Milliarden Euro im Schengenraum, 800 Millionen allein für Deutschland.
„Wer solche Vorschläge macht, schadet der Wirtschaft und den Beschäftigten“, sagte der vbw-Chef. Industrie: Europa bringt Stabilität „Im internationalen Vergleich ist die EU für Deutschland deutlich wichtiger als andere große Wirtschaftsräume“, betont Brossardt. „Sie bietet stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, deren Bedeutung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten weiter zunimmt.“

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Mehrheit lehnt zentrale AfD-Forderungen ab

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nimmt eine bundesweite Umfrage entscheidende Aussagen aus dem AfD-Wahlprogramm in den Blick. Bei einem Kernthema der Partei fällt das Ergebnis besonders deutlich aus.
Eine Mehrheit der Bundesbürger lehnt zentrale Forderungen aus dem AfD-Wahlprogramm für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv hervor. Besonders deutlich fiel die Ablehnung bei Aussagen zu ausländischen Fachkräften aus.
Demnach stimmten nur 17 Prozent der Aussage zu, ausländische Ärzte seien wegen »Sprachschwierigkeiten» und »anderer kultureller Herkunft« oft kaum geeignet, deutsche Bürger richtig zu behandeln. Lediglich 16 Prozent unterstützten die Aussage, die Anwerbung von Fachkräften »aus fremden Kulturen« führe zu Problemen und gefährde etwa im Gesundheits- und Pflegesektor das Wohl der Patienten. Auch mehrere schulpolitische Forderungen der AfD fanden keine deutliche Mehrheit. So stimmten in der Umfrage nur 24 Prozent der Forderung zu, Lehrkräfte sollten bei Meinungsäußerungen von Schülern nicht mehr mit ihrer eigenen Meinung mitdiskutieren dürfen. 31 Prozent befürworteten zusätzliche Beschwerdemöglichkeiten für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

via spiegel: Mehrheit lehnt zentrale AfD-Forderungen ab

FCK AfD