Die gefährlichen Söhne von Prigoschin und Kadyrow

Pawel Prigoschin und Adam Kadyrow, die Söhne zweier russischer Machtfiguren, nutzen offenbar die Netzwerke ihrer Väter: Der eine soll Wagner-Söldner in Afrika führen, der andere zeigt Nähe zu bewaffneten Kreisen in Tschetschenien. Sie sind jung, bewaffnet und mächtig: Pawel Prigoschin (28) und Adam Kadyrow (18) treten in die Fussstapfen ihrer berüchtigten Väter. Der eine kassiert in Afrika mit Gold und Waffen ab, der andere scharrt eine eigene Truppe um sich. Beide stehen für ein Erbe, in dem familiäre Loyalität, bewaffnete Macht und politische Interessen eng miteinander verknüpft sind. WER IST PAWEL PRIGOSCHIN? Pawel Prigoschin ist der Sohn von Jewgeni Prigoschin (1961–2023), dem Gründer der russischen Wagner-Gruppe. Sein Vater baute eine private Söldnertruppe auf, die unter anderem in der Ukraine, in Syrien und in Afrika kämpfte. In afrikanischen Staaten sicherte Wagner Regierungen militärisch ab und erhielt dafür Zugang zu wertvollen Rohstoffen. Nach dem Tod seines Vaters bei einem Flugzeugabsturz 2023 übernahm der Spross das Kommando. Laut dem Sender NTV befehligt er in der Zentralafrikanischen Republik mittlerweile rund 500 Wagner-Söldner und macht mit Gold und Waffen Millionen. (…) Adam Kadyrow ist der jüngste Sohn von Ramsan Kadyrow (50), dem Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Möglich ist die autoritäre Gewaltherrschaft Kadyrows durch seine enge Allianz mit Wladimir Putin (74), der seinem loyalen Statthalter in Tschetschenien weitgehend freie Hand lässt. (…) Kadyrow Junior postete auf Instagram einen Beitrag mit einem Foto einer Gruppe bewaffneter Männer, die als «Team K-13» bezeichnet wird. Recherchen des unabhängigen Mediums «Verstka» zufolge gehören dazu Verwandte der Kadyrow-Familie sowie Söhne hochrangiger tschetschenischer Politiker und Sicherheitsbeamter. Insgesamt sind neben Kadyrow 18 Männer auf dem Foto zu sehen. Tschetschenische Behörden bestritten Berichte, wonach Junior eine eigenständige bewaffnete Formation gegründet habe.

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siehe auch: Vom „Playboy“ zum Söldner-Chef: Prigoschins Sohn führt Wagner-Geschäft in Afrika fort. Hunderte Wagner-Kämpfer hören weiter auf einen Söldner-Führer namens Prigoschin. In einem afrikanischen Land scheint dessen Macht grenzenlos zu sein. Mit dem Tod von Jewgeni Prigoschin verlor die Söldnertruppe Wagner im August 2023 ihren Anführer. Der Name lebt unter den gefürchteten Kämpfern dennoch weiter. Und das nicht nur im Gedenken an den bei einem Flugzeugabsturz gestorbenen Warlord – denn dessen Sohn mischt längst in verantwortungsvoller Position mit. Über die Rolle von Pawel Prigoschin berichtet das Wall Street Journal (WSJ) ausführlich. Zwar soll der Kreml weitgehend die Kontrolle über die vor allem in Afrika operierenden Wagner-Söldner übernommen haben. Doch in Bangui hat demnach der 28-Jährige das Sagen über eine Gruppe von rund 500 Kämpfern und die dortigen Aktivitäten sogar ausgebaut. Diese Informationen beruhen dem Artikel zufolge auf Aussagen ehemaliger Wagner-Mitarbeiter, von Regierungsvertretern, Geschäftsleuten und Forschern in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Prigoschin-Sohn herrscht über Wagner-Söldner: Kontrolle über Goldminen und Kämpfe gegen Aufständische Bereits im Alter von 25 Jahren habe Prigoschin das Erbe seines Vaters angetreten. Seither soll er sich, einst als „Playboy“ verschrien, als Naturtalent entpuppt haben. Unter Berufung auf die Genfer Denkfabrik Global Initiative Against Transnational Organized Crime schreibt das WSJ, dass das Familienunternehmen der Prigoschins jährlich mehr als 400 Millionen US-Dollar erwirtschafte. Von der Millionenstadt aus sollen seine Söldner die Kontrolle über Goldminen besitzen. Außerdem sorgen sie für den Personenschutz von Präsident Faustin-Archange Touadéra und bekämpfen aufständische Gruppen. So haben sie sich unverzichtbar gemacht.

Toter nach Konzert: Verhafteter ist Blood-and-Honour-Nazi

Bei einer Auseinandersetzung nach einem Konzert im Kanton Schwyz starb ein junger Deutscher (†27). Der mutmassliche Totschläger (42) ist langjähriges Mitglied des Neonazi-Netzwerks Blood and Honour – er sitzt in U-Haft. Die Rekonstruktion einer dramatischen Nacht. Hitlergrüsse, Neonazi-Rock – und ein toter junger Mann (†27): Was geschah in der Samstagnacht vor einer Woche im Tuggener Ausgehlokal Bandits? «Wir waren ohne Schutz, hilflos und haben bei den Securitys um Unterstützung gebettelt», schreibt ein junger Mann, der dabei war, auf Facebook. «Die Mutter des Toten im Arm, während die Täter zu Landser weitertanzten.» Neonazis provozierten mit Hitlergrüssen Recherchen von SonntagsBlick zeigen, wie dramatisch der Abend in Tuggen SZ verlief. Und liefern neue Details zum mutmasslichen Täter: einem langjährigen Neonazi des Netzwerks Blood and Honour. Bewahrheiten sich die Augenzeugenberichte, ist der Verstorbene das erste öffentlich bekannte Todesopfer von rechtsextremer Gewalt in der Schweiz seit Jahrzehnten. Dabei begann der Abend friedlich. Gitarrenriffs der deutschen Oi-Band Krawallbrüder schepperten durch die Halle, die Menge grölte zu den eingängigen Deutschrock-Liedern. Dann kam es zum Tumult. Eine Gruppe von Neonazis provozierte mit Hitlergrüssen und rempelte andere Konzertbesucher an. Die meisten im Publikum waren unpolitisch, einige aus dem linken Lager – die Oi-Szene ist gespalten. Rechtsextremist sitzt in U-Haft Die Störer wurden von Securitys aus dem Saal geworfen, sollen aber kurz darauf wieder aufgetaucht sein. An der Afterparty nach Mitternacht dann die Eskalation: Der DJ legte auf Wunsch von Neonazis einen Song der rechtsextremen Band Landser auf. Wieder Hitlergrüsse, wieder Rempeleien. Als andere Personen einschritten, entwickelte sich eine Schlägerei, bei der ein Deutscher mit einem Faustschlag niedergestreckt wurde. Die Rega flog ihn ins Spital, wo er kurz darauf starb. Keine 24 Stunden später verhaftete die Polizei einen 42-jährigen Schweizer. SonntagsBlick weiss: Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Schwyz ordnete Untersuchungshaft für mindestens drei Monate an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung. Das heisst: Der Mann steht im Verdacht, den 27-jährigen Deutschen absichtlich oder zumindest wissentlich und willentlich getötet zu haben. «Frauen wurden verprügelt» Mehrere Quellen bestätigen gegenüber SonntagsBlick, dass es sich beim verhafteten Mann um ein langjähriges Mitglied des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks Blood and Honour handelt. Er war mit Kameraden am Konzert und gehörte zur Gruppe, die mit rechtsextremen Gesten provozierte. Der Konzertbesucher auf Facebook schreibt: «Frauen wurden verprügelt, die ihren Männern Hilfe leisten wollten. (…) Welche radikalen Kreise an jenem Abend in Tuggen aufmarschierten, zeigt eine brisante Personalie: Mit dabei war offenbar auch Neonazi R. M.* (55), Spitzname Manole. Er pflegte engste Verbindungen zur rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die in Deutschland zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin ermordete. M. war unter dem Decknamen «Primus» knapp zehn Jahre als «V-Mann» für den deutschen Verfassungsschutz in der Region Zwickau in Sachsen tätig. Laut Zeugenaussagen beschäftigte er dort zwischen 2000 und 2001 sowohl Beate Zschäpe als auch Uwe Mundlos, beide Teil des NSU-Kerntrios. Später flüchtete er in die Schweiz. 2016 lehnten die hiesigen Behörden ein Auslieferungsgesuch Deutschlands ab. M. lebt heute im Sarganserland. Auch er war Teil des Blood-and-Honour-Netzwerks.

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siehe auch: Tödlicher Streit auf Aftershowparty Nach Krawallbrüder-Konzert in Tuggen – 27-Jähriger stirbt bei Massenschlägerei Nach einem Krawallbrüder-Konzert in der Schweiz starb ein Mann bei einer Schlägerei. Ein Landser-Song soll eine Rolle gespielt haben. Die Band distanziert sich von Rechtsextremismus. Warum kann sie offenbar Neonazis nicht fernhalten? Nach einem Konzert der saarländischen Deutschrock-Band „Krawallbrüder“ in der Schweiz ist es zu einer Massenschlägerei gekommen. Dabei ist ein 27-jähriger Deutscher gestorben. Der Tumult soll ausgebrochen sein, nachdem ein DJ auf der Aftershowparty ein Lied der in Deutschland verbotenen und wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilten Neonazi-Band Landser abgespielt haben soll.

RASSISTISCHER ANSCHLAG BEI PARIS – Verdächtiger stand unter Drogen und hatte Hitlers „Mein Kampf“ in der Wohnung

Ein Toter, fünf Verletzte und Hinweise auf ein rassistisches Motiv: Nach den Schüssen in Pariser Vororten wurde in der Wohnung des Verdächtigen Hitlers „Mein Kampf“ entdeckt. Zudem stand der Mann unter Drogeneinfluss. ach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran. Zudem teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris am Sonntag mit, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. (…) Der Angreifer hatte am Freitag in den Pariser Vorstädten Trappes und La Verrière aus seinem Auto heraus das Feuer eröffnet. Er tötete einen Menschen und verletzte fünf weitere, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Der vorbestrafte 39-Jährige wurde schließlich im nahegelegenen Coignières festgenommen. In seinem Auto wurden eine Maschinenpistole und eine Tränengasbombe entdeckt

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siehe auch: Täter aus Pariser Vorstadt stand unter Drogen Der 39-Jährige, der in der Nähe von Paris einen Menschen getötet und mehrere verletzt hat, handelte offenbar unter Drogeneinfluss. Die Angehörigen erheben Vorwürfe gegen die Ermittler. Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. (…) In der Wohnung des Angreifers im Ort Plaisir fanden die Ermittler Gasflaschen, Zünder und einen Zeitschaltmechanismus. Zudem stießen sie auf eine Ausgabe von Adolf Hitlers »Mein Kampf« sowie eine Bibel und einen Koran. Seine Eltern und zwei weitere Menschen aus seinem Umfeld kamen ebenfalls in Polizeigewahrsam.

NACH SUIZIDVERSUCHEN Angeklagter im Antifa-Ost-Prozess gestorben: Schwere Vorwürfe gegen Dresdner Gericht

Es ist eines der spektakulärsten Verfahren vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Dresden: Seit November 2025 verhandeln die Dresdner Richter gegen sieben mutmaßliche Mitglieder einer linksextremen kriminellen Vereinigung. Nun hat das Verfahren eine dramatische Wendung erfahren. Nach Informationen von MDR INVESTIGATIV ist der Angeklagte Henry A. in der Nacht zum Samstag verstorben. Das bestätigte sein Anwalt Felix Isensee dem MDR auf Nachfrage. Vorangegangen waren mehrere Suizidversuche des 38-Jährigen aus Leipzig. Im September war das Verfahren gegen ihn daher abgetrennt worden. Bereits damals hatten die Verteidiger von Henry A. schwere Vorwürfe gegen den Staatsschutzsenat und insbesondere dessen Vorsitzenden Richter erhoben. Sie warfen dem Gericht vor, trotz des psychischen Zustands ihres Mandanten auf dessen Teilnahme an der Hauptverhandlung bestanden und dabei seine Gesundheit gefährdet zu haben. Anfang September war öffentlich geworden, wie dramatisch sich die Situation des Angeklagten bereits Wochen zuvor zugespitzt hatte. Bei der Fortsetzung des Prozesses am Oberlandesgericht hatten dessen Verteidiger eine gemeinsame Erklärung verlesen. Demnach habe Henry A. am 15. August einen weiteren Suizidversuch unternommen. Seitdem habe er im Koma gelegen. Schon zuvor soll es zu zwei weiteren Suizidversuchen gekommen sein. Nach Angaben seiner Verteidigung war Henry A. deshalb Anfang August zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit auf Grundlage einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig in einer psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht worden. Trotzdem wurde zunächst weiter verhandelt – mit Henry A. Seine Anwältinnen hatten daher bereits im August beantragt, das Verfahren gegen ihren Mandanten abzutrennen. Der Staatsschutzsenat vertagte die Entscheidung damals. Dabei lagen offenbar unterschiedliche medizinische Einschätzungen vor. Während ein vom Gericht bestellter psychiatrischer Sachverständiger Henry A. für verhandlungsfähig hielt, hatte dessen behandelnder Arzt nach Darstellung der Verteidigung von einer Fahrt nach Dresden abgeraten. Um den Angeklagten gesundheitlich zu stabilisieren, sei zunächst eine Unterbrechung der Verhandlung erforderlich gewesen. Auf Grundlage der Beratung durch einen Gutachter hatte der Vorsitzende Richter entschieden, dass Henry A. könne auch während seiner psychiatrischen Unterbringung zur Hauptverhandlung nach Dresden gebracht werden könne, in Begleitung von Justizpersonal oder Polizeibeamten. Mitte August war der Angeklagte daraufhin vom Landeskriminalamt ohne zusätzliche medizinische Begleitung aus Leipzig nach Dresden gefahren worden. Nach Darstellung seiner Anwältin hatte das Gericht für den Fall, dass Henry A. nicht freiwillig mitkommen würde, auch eine zwangsweise Vorführung in Aussicht gestellt.

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Prague honors Roma resistance fighters against Hitler

More than 1,400 Roma fought against the German Nazi occupation in Czechoslovakia. A new exhibition in Prague showcases the stories of partisans and soldiers whose fates barely received any attention for decades. For more than half a million Roma in Czechia and Slovakia, October 15, 2026, marks an important milestone. That day, an exhibition on a largely forgotten chapter of Czech history opened at the Museum of the Romani National Revival in Prague. The exhibit explores the role of Czech and Slovak Romani resistance fighters during the Nazi German occupation and the dismantling of Czechoslovakia from 1938 to 1945. Until now, Czech and Slovak Roma appeared in the history of World War II almost exclusively as victims of the Holocaust against Roma and Sinti. In the so-called Protectorate of Bohemia and Moravia, Nazi Germany murdered approximately 90% of the Czech Roma during World War II. (…) Scuka called on those present: “Bring your children and grandchildren here so they can see for themselves and realize that the Roma have heroes too!” He also pointed out that this topic had been completely marginalized in Czech and Slovak historical writing for decades and that the Roma had therefore decided on their own to document the fates of their war heroes. The exhibition presents the detailed life stories of 100 of the most significant Roma partisans and Roma soldiers from the Czech underground army and resistance groups who fought against the Nazis. “We found over 1,400 Romani fighters in the archives. From among them, we selected the 100 most interesting stories for this exhibition,” said exhibition curator Radoslav Scuka at the opening.

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Mann in Linz wegen NS-Propaganda zu sieben Monaten bedingt verurteilt

Das Urteil gegen einen 27-Jährigen ist nicht rechtskräftig. Im Verfahren ging es um mindestens 71 Fälle von NS-Propaganda. Das Schwurgericht am Landesgericht Linz verhängte am Freitag am späten Nachmittag sieben Monate bedingte Freiheitsstrafe gegen einen 27-jährigen Schichtarbeiter aus St. Martin im Mühlkreis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Verurteilte akzeptierte die Entscheidung, die Staatsanwaltschaft Linz bat hingegen um Bedenkzeit. Ein sofortiger Haftantritt bleibt dem Mann erspart, sofern die gesetzlichen Bedingungen für einen bedingten Strafnachlass erfüllt sind. Im Strafregister wird eine strafrechtliche Verurteilung grundsätzlich vermerkt, während eine Diversion diesen Eintrag nicht nach sich zieht. Dem Verfahren lagen mindestens 71 Fälle zugrunde. Der Vorwurf betrifft den Zeitraum zwischen April und Ende November 2024: Der 27-Jährige soll NS-Propaganda in Form von Videos, Postings und Bildern einem breiteren Kreis von Personen übermittelt haben. Zu den Vorwürfen gehörte, dass er den systematischen Mord an jüdischen Menschen bejaht und Adolf Hitler glorifiziert haben soll. Die rechtliche Grundlage für den Verdacht auf nationalsozialistische Wiederbetätigung bildete Paragraf 3g des Verbotsgesetzes

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Brisante E-Mails Steckt ein AfD-Werber hinter SVP-Wahlkämpfen?

Die SVP betont stets, keine Kontakte zu ausländischen Parteien zu pflegen. Nun wirft ein bislang unbekanntes E-Mail an Alice Weidel die Frage auf, ob ein ehemaliger AfD-Werber auch für die SVP Wahlkampagnen gestaltete. Das E-Mail erreichte Alice Weidel (47) an einem Samstagmorgen im Januar 2018. Sie war damals Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion mit Alexander Gauland (85), der in Kopie gesetzt war. Der Absender: Thor Kunkel (63), eine schillernde Figur mit Wohnsitz auf der Riederalp im Kanton Wallis. Der gebürtige Frankfurter ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, obwohl er 2017 bei der Bundestagswahl Kreativchef des AfD-Kampagnenteams war und auch bei der Europawahl 2019 mitwirkte. «Bikini statt Burka» Kunkel entwarf für die Rechtsaussen-Partei neben dem Slogan «Trau dich, Deutschland!» auch die selbst innerhalb der AfD umstrittene Kampagne «Bikini statt Burka». Kunkel galt früher auch als vielversprechender Schriftsteller, bis er mit einem Sex-Roman über dekadente SS-Männer ein Tabu zu viel brach. Nun zeigen Recherchen von SonntagsBlick: Kunkel soll an mehreren SVP-Wahlkampagnen beteiligt gewesen sein. Zumindest schrieb er an besagtem Samstagmorgen im E-Mail an Alice Weidel: «Ich werde übrigens die drei anstehenden Kantonal-Wahlkämpfe für die SVP hier in der Schweiz leiten.» Und: «Am 15. Feb. gehts in Zürich los!» Eine gewaltige Attacke Das E-Mail stammt aus den sogenannten AfD-Files, rund 300 Gigabyte gestohlene Daten mit über 400’000 E-Mails, die Hacker diese Woche ins Netz stellten.

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