Alle außer AfD und BSW: Putins Trolle haben es auf Ost-Wahlen abgesehen

Gefälschte ARD-Videos, erfundene Skandale, KI-Propaganda: Russland hat deutsche Politiker im Visier – ausgerechnet vor den Ost-Wahlen im September. Berlin – Wenige Wochen vor den Landtagswahlen im September haben deutsche Sicherheitsbehörden eine erhebliche Zunahme russischer Desinformationskampagnen festgestellt. Wie aus Sicherheitskreisen am Dienstag verlautete, zielen die Kampagnen darauf ab, CDU, SPD, Grüne und FDP zu diskreditieren – alle relevanten Parteien also, mit Ausnahme der AfD und des BSW. Die russische Flagge weht über Russlands Botschaft in Berlin. © Markus Lenhardt/dpa Die Aktionen seien Teil der Operation „Matrjoschka“, die bereits bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr beobachtet habe, berichtet die dpa. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt, am 20. September folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Kurz vor Ost-Wahlen: Russische Trolle verbreiten Videos samt gefälschter Medienlogos Im Zentrum der Kampagne stehen demnach Videos in einer niedrigen dreistelligen Zahl, die mit den Logos bekannter Medienhäuser wie ARD oder BBC versehen sind, um ihnen den Anschein von Glaubwürdigkeit zu verleihen. Verbreitet würden sie vor allem über die Plattform X, wo viele der Beiträge inzwischen aber bereits wieder gelöscht worden seien. Die Inhalte richten sich laut dpa gezielt gegen lokale Politiker, denen fälschlicherweise Veruntreuung von Geldern sowie sexuelle Belästigung und Missbrauch vorgeworfen werden.

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Frankfurter Reichsbürgerprozess – Angeklagter Ex-Soldat bestätigt versuchten Waffenkauf

Erstmals hat im Frankfurter Reichsbürgerprozess ein Angeklagter bestätigt, dass die mutmaßlichen Umstürzler um Heinrich XIII. Prinz Reuß versucht haben sollen, im größeren Umfang Waffen zu kaufen. Dabei fielen sie aber wohl auf Betrüger herein. Nach Angaben des angeklagten Ex-Soldaten Peter W. sei ein kriminelles Brüderpaar in der Schweiz mit der Beschaffung von Waffen beauftragt worden. Dies habe ihm sein ehemaliger Vorgesetzter, der mitangeklagte ehemalige Oberstleutnant der Bundeswehr, Rüdiger von P., berichtet. Insgesamt 30.000 Euro seien dafür an die beiden Brüder geflossen. Ziel sei es gewesen, Teile des militärischen Arms des Netzwerks vollständig auszustatten, erklärte Peter W. am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt. Allerdings seien die Waffen nicht – wie von der Anklage behauptet – für einen Sturm auf den Reichstag in Berlin bestimmt gewesen, sondern für die Befreiung von Kindern, die angeblich in unterirdischen Verliesen gefangen gehalten würden. Seines Wissens seien die Waffen jedoch nie geliefert worden. (…) Bereits vergangene Woche hatte W. eingeräumt, dass seitens der Gruppe eine militärische Aktion im Reichstag geplant gewesen sein soll und dass er dafür das Gebäude ausgekundschaftet habe. Damit widersprach er der Einlassung der mitangeklagten ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten Birgit Malsack-Winkemann, die ihn im Jahr 2021 zweimal durch den Reichstag geführt hatte.(…) Das Geld, das an das Schweizer Brüderpaar geflossen ist, sei für die Observierung von angeblich im Grenzgebiet zwischen Deutschland und der Schweiz existierenden unterirdischen Verliesen gedacht gewesen, in denen nach Vorstellung von Maximilian E. und weiterer Angeklagter massenweise Kinder gefangen, gefoltert und sexuell missbraucht würden. Laut Anklage soll insgesamt ein höherer sechsstelliger Betrag an das Schweizer Brüderpaar geflossen sein – ohne dass es jemals zu den versprochenen Ergebnissen oder Lieferungen kam. Der 58-jährige Peter W. war in den letzten Monaten immer stärker in den Fokus der Beweisaufnahme geraten. Chatprotokolle und Zeugenaussagen hatten nahegelegt, dass er tatsächlich an Planungen zur Erstürmung des Reichstags beteiligt war. Zudem hatte ihn ein Mitangeklagter im Münchner Reichsbürgerprozess unter anderem als “gewaltbereit” bezeichnet.

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siehe auch: REICHSBÜRGER UM PRINZ REUSS: Ex-Soldat bestätigt, dass es  Versuche gab, Waffen zu kaufen. In der Fortsetzung seiner Aussage bestätigt Peter Wörner im Frankfurter Reichsbürgerprozess einen weiteren Punkt der Anklage: Die Gruppe soll versucht haben, Waffen im größeren Stil zu beschaffen. Der im Frankfurter Reichsbürgerprozess angeklagte Peter Wörner hat am Mittwoch bestätigt, dass die Gruppe um Heinrich XVIII. Prinz Reuß versucht habe, Waffen zu beschaffen. Mit diesen sollten „Teile des Militärs vollständig ausgestattet“ werden – jedoch nicht, wie er sagt, für einen Angriff auf den Bundestag, sondern lediglich für die Befreiung missbrauchter Kinder.  Ob bei einem Sturm auf das Reichstagsgebäude, wenn es denn so weit gekommen wäre, auch Waffen eingesetzt worden wären, könne er nicht beantworten: „Weil ich nicht weiß, was bestellt wurde und in welchem Umfang.“ Vergangene Woche hatte der frühere KSK-Soldat Wörner ausgesagt, es sei eine „militärische Aktion“ am Bundestag geplant gewesen. „Bei einer militärischen Aktion ist man ausgerüstet und hat auch Waffen“, sagte er da. Er sei jedoch zu keiner Zeit davon ausgegangen, dass ein Mensch dabei zu Schaden komme, weil der vermeintliche Hellseher Thomas T. vorhergesagt habe, dass dies nicht geschehe. T. steht am Oberlandesgericht München wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an den Plänen der Gruppe vor Gericht.

Bis zu fünf Jahre Haft für Mitglieder der “Letzten Verteidigungswelle” – #terror

Im Terrorprozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der “Letzten Verteidigungswelle” vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg sind am Mittwoch Haftstrafen von anderthalb bis fünf Jahren verhängt worden. Die Schuldsprüche gegen die Angeklagten, die zur Tatzeit zwischen 14 und 21 Jahre alt waren, wurden unter anderem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und gefährlicher Körperverletzung gefällt. Die rechte Zelle hatte Spreng- und Brandanschläge auf Geflüchtete und Linke geplant und bereits erste Taten verübt. 28 Tage hatte der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichtes verhandelt, wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Erst zum Urteil waren wieder Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Richterin: “Eindeutig eine terroristische Vereinigung” Nach Überzeugung des Gerichts verübte und plante die Gruppe Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen. Außerdem sollen Mitglieder sogenanntes “Pädo-Hunting” – also Jagd auf Menschen, die sie für Pädophile hielten – gemacht haben. Die “Letzte Verteidigungswelle” sei eindeutig eine terroristische Vereinigung, sagte die Vorsitzende Richterin. Sie sei darauf ausgerichtet gewesen, Mord und Totschlag zu begehen. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht das festgestellt hat. Die Angeklagten hätten sich in menschenverachtenden Chats ausgetauscht, so die Richterin. Ihr Ziel sei ein gesellschaftlicher Umsturz gewesen – ein damals 15-Jähriger habe dann die Regierung übernehmen wollen. Verurteilungen nach Jugendstrafrecht Die Verurteilungen der zur Tatzeit jugendlichen und heranwachsenden Angeklagten ergingen nach Jugendstrafrecht. Die Strafe für den jüngsten Angeklagten, anderthalb Jahre Haft, wurde zur Bewährung ausgesetzt. Noch immer sind vier der Verurteilten minderjährig – der jüngste ist 15 Jahre alt. Drei Verurteilte sind heute 17, zwei 19 und zwei 22 Jahre alt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im Verfahren hatten die Angeklagten nach Angaben der Vorsitzenden Richterin zwar gestanden, einige hätten ihren Anteil jedoch heruntergespielt. Viele hätten aber aufrichtige Reue gezeigt. Einige hatten sich demnach auch bereit erklärt, an Deradikalisierungsprogrammen teilzunehmen.

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siehe auch: Angriff auf Asylbewerberunterkunft in Schmölln: Neonazi-Teenager der „Letzten Verteidigungswelle“ zu Haftstrafen verurteilt Hamburg. Jung und radikal: Acht Angeklagten wird in Hamburg der Prozess gemacht. Sie sollen unter anderem eine Asylbewerberunterkunft in Schmölln angegriffen haben. Jetzt fiel das Urteil. Seit zwei Jahren sind die Sicherheitsbehörden in Alarmstimmung. Es ist Sommer 2024, als Polizei und Nachrichtendiensten junge Neonazis auffallen. Sie treten in geschlossenen Gruppen auf, organisieren Demonstrationen, mobilisieren vor allem gegen den Christopher Street Day und die queere Community. Und sie sehen aus wie Neonazis der 1990er-Jahre: Springerstiefel, rasierte Köpfe. Ihre Namen: „Jung & Stark“, „Letzte Verteidigungswelle“ oder „Deutsche Jugend Voran“. „Bomberjacke, plus TikTok“, sagt ein Verfassungsschützer unserer Redaktion. Denn die Gruppen treffen sich vor allem online, vernetzen sich in Chatgruppen. Mitglieder der „Letzten Verteidigungswelle“ hatten etliche Chats, regionale Ableger, die Angeklagten nannten sich „Gauleiter“ oder „Propagandaminister“ – einer von ihnen war der „Führer“. Aus ihrer NS-Ideologie machten sie keinen Hehl, fühlten sich in ihren Messengerdiensten in einem geschützten Raum, und ahnten nicht, dass erst eine Journalistin undercover mitgelesen hatte – und später auch der Inlandsgeheimdienst. Prozess gegen die „Letzte Verteidigungswelle“: Junge Neonazis schwerster Verbrechen beschuldigt Sie verstehen sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“, wollten mit Gewalt, vor allem gegen Migranten und politische Gegner, einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in Deutschland bewirken. So sieht es der Generalbundesanwalt. Zu diesen Taten zählten Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und Einrichtungen des politisch linken Spektrums – gegebenenfalls auch mit Todesopfern; Rechtsextremer Anschlag in Altdöbern: Haftstrafen im Terror-Prozess Das Oberlandesgericht Hamburg hat acht Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ zu Haftstrafen zwischen eineinhalb und fünf Jahren verurteilt. Nach Angaben des Gerichts ging es unter anderem um versuchten Mord, Brandstiftung und die Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Für die Lausitz ist das Urteil besonders relevant: Zu den abgeurteilten Taten gehört neben dem Brandanschlag auf das Kulturhaus „Kultberg“ in Altdöbern auch ein geplanter Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Senftenberg. Urteil nach monatelangem Prozess Das Oberlandesgericht Hamburg sprach am Mittwoch sieben mutmaßliche Mitglieder sowie einen Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppierung „Letzte Verteidigungswelle“ schuldig. Nach übereinstimmenden Berichten von Deutschlandfunk und Tagesschau verhängte das Gericht Jugendstrafen zwischen eineinhalb und fünf Jahren. Ein 15-jähriger Angeklagter aus Hessen erhielt eine Jugendstrafe von eineinhalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Verurteilten wurden unter anderem wegen Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mordes, schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Da mehrere Angeklagte zur Tatzeit minderjährig waren, fand das Verfahren seit März überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Lediglich die Urteilsverkündung war öffentlich. Anschläge in Altdöbern und Senftenberg Teil des Verfahrens Zu den abgeurteilten Taten gehört auch der Brandanschlag auf das bewohnte Kulturhaus „Kultberg“ in Altdöbern im Oktober 2024. Nach Überzeugung des Gerichts und der Bundesanwaltschaft wurde das Gebäude in Brand gesetzt. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, das Kulturhaus brannte jedoch vollständig aus. Ebenfalls Bestandteil des Verfahrens war ein geplanter Brandanschlag auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft in Senftenberg. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sollte die Tat Anfang 2025 verübt werden. Sie konnte jedoch durch die vorherige Festnahme der Tatverdächtigen verhindert werden. Darüber hinaus verübte die Gruppe nach Überzeugung des Gerichts einen versuchten Brandanschlag auf eine Asylunterkunft im thüringischen Schmölln. Außerdem griffen Mitglieder mehrfach Männer an, die sie für pädophil hielten. Laut Gericht kamen bei den Brand- und Sprengstoffanschlägen keine Menschen zu Schaden, was nach Einschätzung der Anklage lediglich glücklichen Umständen zu verdanken war.

Querdenken-nahe Zeitung „Klartext“ auf Frankfurter Wochenmarkt verteilt

Die Bürgerzeitung „Klartext“ ist in den vergangenen Monaten mehrfach auf dem Bornheimer Wochenmarkt verteilt worden. Personen haben das Heft, das immer wieder auf Querdenken-nahen Veranstaltungen vertreten ist, offenbar unangemeldet auf der Berger Straße ausgegeben. Auch ein Marktstand war involviert. Die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt, die den Markt organisiert, teilt mit, dass sie von der Praxis nichts mitbekommen habe. Ein Leser hatte die FR darauf aufmerksam gemacht, dass seit März wiederholt eine Person auf dem Markt gestanden und die kostenlose Zeitung verteilt habe. Mehrere Exemplare seien zudem auf einem Gewürzstand zwischengelagert worden. An der Kreuzung Berger/Wiesenstraße sei die Zeitung beworben worden: Mit Kreide hatte dort jemand im Februar „Klartext. Die Bürgerzeitung lesen gefährdet ihre Dummheit! Hier kostenlos erhältlich“ geschrieben. Ein Pfeil zeigte Richtung Uhrtürmchen. Fotos belegen das. Auch waren die Zeitungen Mitte Juni bei einem Besuch klar zu sehen. Ein Mann, mit einem weißen T-Shirt mit der Aufschrift „Querdenken“ stand direkt neben dem Brunnen auf der Berger Straße und bot das Heft Klartext an. Weitere Exemplare lagen auf einem nahen Stand.

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Ermittlungen nach Vorfall an Wahlstand in Bayern: Hat der AfD-Bürgermeisterkandidat einen Angriff von Linken erfunden? #lügenafd

Nach einer Rangelei an einem AfD-Stand beklagen Parteivertreter einen Angriff auf einen Kandidaten. Doch ein Video wirft Zweifel auf – und die Ermittlungen bringen ein überraschendes Ergebnis. Gut fünf Monate nach einem Gerangel an einem AfD-Infostand in Oberbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht mehr gegen drei vermeintliche Angreifer, sondern gegen das vermeintliche Opfer. Der damalige AfD-Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Rott am Inn, Michael Maurer, werde der falschen Verdächtigung verdächtigt, teilte die Staatsanwaltschaft Traunstein mit. Für Maurer, der nach dem Vorfall die vermeintlichen Angreifer wegen Körperverletzung angezeigt hatte, gilt die Unschuldsvermutung. Es gebe nach den eingestellten Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen die vermeintlichen Angreifer Anhaltspunkte, dass Maurer selbst eine verfolgbare Straftat begangen hat, teilte die Staatsanwaltschaft mit. (…) Der AfD-Kandidat habe sich für einen kurzen Moment an der Rangelei beteiligt, dann sein Gleichgewicht verloren und sei nach vorn zu Boden gefallen, sagte eine Behördensprecherin. „Eine aktive Einwirkung auf den Kandidaten durch eine andere Person ist nicht festzustellen.“  So sei dem Mann kein Bein gestellt und er sei auch nicht am Boden liegend angegriffen worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Die der linken Szene zuzuordnenden Menschen hätten sich vielmehr passiv verhalten und von Maurer entfernt. Zwei unbeteiligte Zeuginnen hätten das bestätigt.

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siehe auch: Große Wende nach vermeintlichem Angriff auf AfD-Politiker in Rosenheim. in Vorfall an einem AfD-Infostand in Oberbayern hat eine überraschende Wendung genommen: Rund fünf Monate nach dem Gerangel in Rosenheim richtet sich das Ermittlungsinteresse der Staatsanwaltschaft nicht mehr gegen die zunächst beschuldigten Gegendemonstranten – sondern gegen den AfD-Bürgermeisterkandidaten selbst. Falscher Verdacht? Ermittlungen gegen Michael Maurer Michael Maurer, der damalige AfD-Kandidat für das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Rott am Inn, steht nun im Fokus der Staatsanwaltschaft Traunstein. Der Vorwurf: falsche Verdächtigung. Maurer hatte nach dem Vorfall vom 28. Februar Strafanzeige gegen mehrere Personen aus der linken Szene wegen Körperverletzung gestellt. Diese Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Für Maurer gilt die Unschuldsvermutung. Die Behörde erklärte, es gebe nach Abschluss des Körperverletzungsverfahrens Anhaltspunkte dafür, dass Maurer selbst eine verfolgbare Straftat begangen haben könnte; Vorfall in Rosenheim Angriff war keiner: Jetzt wird gegen den AfD-Kandidaten ermittelt. Der vermeintlich linke Übergriff auf einen AfD-Bürgermeisterkandidaten war gar keiner. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Kommunalpolitiker. Die Staatsanwaltschaft in Traunstein hat die Ermittlungen gegen drei Personen aus der linken Szene eingestellt, denen aus der AfD ein Übergriff auf den Bürgermeisterkandidaten der AfD im bayerischen Rott am Inn vorgeworfen wurde. Die Personen sind nach den Feststellungen der Ermittler unschuldig. Stattdessen wird nun gegen das anfängliche Opfer ermittelt. Das Geschehen hatte sich am 28. Februar* in Rosenheim an einem Wahlkampfstand der AfD abgespielt: Bürgermeisterkandidat Michael Maurer ging bei einem Handgemenge zu Boden, der 70-Jährige fiel aufs Kopfsteinpflaster. Sein Parteifreund, der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart, fotografierte den am Boden liegenden Maurer und verbreitete die Nachricht von einem Angriff “ortsbekannter Linksextremisten”. Maurer hatte zunächst erklärt, Tritte zwischen die Beine bekommen zu haben, deshalb gestürzt zu sein und dann am Boden liegend von einer jungen Frau und einem jungen Mann gegen Beine und Brust getreten worden zu sein. (…) Das Verfahren gegen die jungen Männer ist nach Paragraf 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt: Es gibt keinen hinreichenden Tatverdacht. Pressesprecher Rainer Vietze auf t-online-Anfrage: “Da die Ermittlungen ergeben haben, dass die drei Beschuldigten keine Straftat begangen haben, wurden deren Daten wegen erwiesener Unschuld gesperrt.” Strafantrag, kein Strafantrag, doch Strafantrag Am selben Tag leitete die Staatsanwaltschaft ein neues Verfahren ein: Gegen den AfD-Bürgermeisterkandidaten wird wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung ermittelt. Sprecher Vietze: “Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse besteht ein Anfangsverdacht gegen den Beschuldigten, da es aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte möglich erscheint, dass er eine verfolgbare Straftat begangen hat.”; Angeblicher Angriff auf AfD-Politiker: Justiz ermittelt jetzt gegen Michael Maurer selbst Verfahren gegen drei Beschuldigte aus der linken Szene wurden eingestellt. Videoaufnahmen und Zeugenaussagen widersprechen der Darstellung des früheren AfD-Bürgermeisterkandidaten.. Nach einem öffentlich als linker Übergriff dargestellten Vorfall am Rande eines AfD-Wahlkampfstands in Rosenheim ermittelt die Staatsanwaltschaft Traunstein jetzt gegen den früheren AfD-Bürgermeisterkandidaten von Rott am Inn, Michael Maurer. Das teilte der Sprecher der Behörde, Rainer Vietze, dem Nachrichtenportal t-online mit. Der Vorwurf laute auf falsche Verdächtigung

Männer greifen queere Frau nach dem Hamburger CSD an

Kurz nach dem Hamburger CSD mit rund 300.000 Teilnehmenden wird eine queere 30-Jährige angegriffen. Der Staatsschutz prüft den Verdacht auf Hasskriminalität. Drei junge Männer haben nur Stunden nach dem Ende der Hamburger CSD-Demo eine queere Frau angegriffen. Die drei 20 bis Mitte 20 Jahre alten Männer brachten die 30-Jährige in der Nacht zu Sonntag im Stadtteil St. Pauli zu Fall, einer sprang ihr dann auf die Beine, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei die Frau leicht verletzt worden. Der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der gefährlichen Körperverletzung übernommen. Den Ermittlungen zufolge war es vor dem Angriff vor einer Szene-Bar in der Talstraße zunächst zu Streitigkeiten zwischen einer Frau und den drei Männern gekommen, nachdem diese die Frau belästigt hatten. Als daraufhin die 30-Jährige der Frau zu Hilfe gekommen sei, habe das Trio sie erst bedroht, die Flüchtende dann verfolgt und schließlich in der Simon-von-Utrecht-Straße angegriffen.

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Augsburg: AfD-naher Jugendverein meldet Demo gegen Dragqueen an

In Augsburg laufen Rechte Sturm gegen den Auftritt von Dragqueen Vicky Voyage in der Stadtbücherei. Der AfD-nahe Jugendverein Aljuza will am Mittwochnachmittag eine Demonstration gegen den Auftritt von Dragqueen Vicky Voyage in der Stadtbücherei abhalten. Laut Polizei werden 200 Teilnehmende beim rechtsextremen Protest erwartet. Die kostenlose Veranstaltung für Kinder und Eltern soll um 15:30 Uhr beginnen. In der Ankündigung zur bereits ausgebuchten Kinderbuch-Lesung heißt es: “Hosen für Jungs und Röcke für Mädchen? Zwei Mamas oder zwei Papas? – Wer sagt eigentlich, was normal ist und was nicht? Drag-Queen Vicky Voyage zeigt bei diesem besonderem Bilderbuchkino, dass das Anders Sein zum Leben gehört und dass alle so leben dürfen, wie sie es sich wünschen.” Aljuza (“Alternatives Jugendzentrum Augsburg”) macht dagegen Front. Bei der Lesung würden “obszöne Körperkult-Ideen” verbreitet. Besonders erregt zeigt sich der Verein darüber, dass eine Dragqueen die Bücher vorliest: “Dass solche Bücher ausgerechnet von Personen vorgetragen werden, die im Bereich ‘Drag’ tätig sind – einer klar erwachsenen, sexualisierten Unterhaltungsform -, macht die Sache nur noch unerträglicher und zeigt, wie weit die ideologische Entgrenzung bereits fortgeschritten ist.” Laut der “Augsburger Allgemeinen” (Bezahlartikel) handelt es sich bei dem Jugendverein um ein “Nachwuchsprojekt einiger AfDler aus dem Raum Augsburg”. Bei dem Verein sei in führender Position auch ein Mitarbeiter des AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Jurca aktiv, der vor drei Jahren rechtskräftig wegen Vergewaltigung verurteilt worden war. Gegen die rechte Demo formierte sich auch Protest: So plant ein linkes Zentrum am frühen Nachmittag eine Demo gegen Aljuza. “Wir werden die Lesung sowohl vor rechten Übergriffen und Störversuchen schützen, als auch den Rechten nicht unbeantwortet die Straße überlassen, um ihren fundamentalistischen und sexistischen Müll zu verbreiten”, heißt es in der Ankündigung.

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