Ausschreitungen bei Gen-Z-Demos : Migranten als Chaoten? Pistorius setzt sich von Dobrindt ab

Alexander Dobrindt macht Chaoten aus dem migrantischen Milieu für die Krawalle bei den Gen Z-Demos verantwortlich. Boris Pistorius widerspricht: Das führe in die falsche Richtung. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich deutlich von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) distanziert. Auf die Frage, ob es richtig sei, für die Krawalle von Samstagabend Chaoten aus dem migrantischen Milieu klar zu benennen, sagte Pistorius in der ZDF-Sendung “Berlin direkt”: Wenn es so wäre, wäre es sicher richtig, es so zu benennen. Ich weiß nicht, ob es so ist. „ Boris Pistorius, SPD Und weiter: “Was sind denn migrantische Gruppen? Sind das Menschen, die in dritter Generation in Deutschland leben und deutsche Staatsangehörige sind?” Pistorius sagte: Ich glaube, das führt in die falsche Richtung.” Klar sei, dass es sich bei den Tätern um Extremisten und Straftäter gehandelt habe. Sie würden das Anliegen der vielen friedlichen Demonstranten nachhaltig schädigen. Ein Thema bei den Protesten der Gen Z vom Wochenende: Die Wehrpflicht. Dobrindt hatte die Krawalle verurteilt und vor allem bestimmte Gruppen als Urheber von Ausschreitungen genannt. “Gewaltbereite linke Gruppen” sowie “migrantische Chaoten” hätten die friedlichen Demonstrationen gekapert, so Dobrindt im ZDF. Was wir da gesehen haben, ist eindeutig Landfriedensbruch. (…) Ich erwarte, dass es harte Strafen gibt. „ Alexander Dobrindt, CSU Dobrindt nannte das Vorgehen der Polizei “hochprofessionell” und “deeskalierend”. Auch das habe dazu beigetragen, dass es keine Bilder wie zuletzt aus Frankreich gegeben habe. Das Bildungssystem sei seit Jahrzehnten marode und es passiere nichts, sagt Jugendforscherin Nina Kolleck bei ZDFheute live. Das seien ganz reale Sorgen, die die Jugendlichen umtreiben. 01.11.2026 | 17:09 min Linke werfen Dobrindt Rassismus vor Scharfe Kritik an Dobrindt kommt von der innenpolitischen Sprecherin der Linken, Clara Bünger. Dass Dobrindt die Herkunft mutmaßlicher Täter in den Mittelpunkt stelle, sei unerträglich, sagt Bünger ZDFheute: Mit seinen Aussagen bedient er rassistische Ressentiments. Und das vermutlich sogar wider besseren Wissens. „ Clara Bünger, Die Linke Schließlich zeige die kriminologische Forschung seit Langem, dass Kriminalität durch verschiedene soziale und individuelle Faktoren sowie konkrete Tatgelegenheiten beeinflusst werde. Sie lasse sich “nicht einfach mit der Herkunft eines Menschen erklären”. Die Sorgen einer ganzen Generation würden nicht mit rassistischen Narrativen verschwinden, sondern durch eine Politik, die ihre Anliegen ernst nehme, so Bünger.

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Russia arrests neo-Nazi minor over terror plot

Russia’s Federal Security Service (FSB) revealed on Sunday the details of yesterday’s terror plot. The agency arrested a minor, who posed a threat to the Tsaritsyno Museum Reserve in Moscow, after receiving an alert from Washington. The apprehended minor posted pictures from the museum on his TikTok profile wearing tactical gear, sunglasses and headphones, and holding what appeared to be an assault rifle.

via breakingthenews: Russia arrests neo-Nazi minor over terror plot

siehe auch: Nach US-Warnung vor drohendem Anschlag in Moskau – Minderjähriger Russe festgenommen. Das Zarizyno-Museum steht in einer Schloss- und Parkanlage im Süden von Moskau Quelle: picture alliance/Zoonar/Stanislav Sablin US-Ermittler informierten den russischen Geheimdienst über einen bevorstehenden Anschlag auf ein Museum nahe Moskau. Nun steht ein 17-jähriger Russe im Fokus der Ermittler. Nach einer US-Warnung vor einem womöglich geplanten Anschlag in Moskau haben die russischen Behörden einen Minderjährigen festgenommen. Es seien unter anderem auf der Internet-Plattform Tiktok Fotos des Verdächtigen in Kampfmontur und offenbar mit einer Waffe entdeckt worden, teilte am Sonntag der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit. Die Ermittler hätten zudem auf seinem Handy „ein Abonnement eines neonazistischen Telegram-Kanals“ sowie in seinem Suchverlauf Recherchen zu terroristischen Anschlägen und Massenmorden gefunden. Bei der Festnahme des Teenagers seien in seiner Wohnung die genutzte Kleidung und die Gegenstände aus seiner vorherigen Veröffentlichung gefunden worden. Zudem habe der Verdächtige eine „bedeutende Zahl“ von Suchanfragen im Internet über „Terrorakte, Massenmorde und andere gewaltsame Aktionen“ abgesetzt; Minor detained after U.S. warned Russia of possible Moscow terror attack, FSB says The FSB said that it had “verified” the information received from U.S. law enforcement, and “as a result of these operations, a Russian minor was detained,” Russia’s TASS state news agency reported; U.S. Embassy Warns of Potential ‘Mass Casualty Event’ in Moscow one day ago The United States Embassy in Moscow on Saturday issued an urgent security alert, warning of a potential mass casualty event in the Russian capital.  “The U.S. Embassy in Moscow is aware of a credible threat of a mass casualty event TODAY October 31, at the Tsaritsyno Museum Reserve in Moscow at Dolskaya Ulitsa 1, Moscow, Russia 11569. The U.S. government is coordinating with appropriate Russian authorities on a response,” the statement said. The statement also warned people to avoid the area and take measures to ensure personal safety.  Later on Saturday, state media reported that the Federal Security Service (FSB) had received information from the U.S. regarding the potential terrorist attack.  “We have received information from U.S. partners regarding plans for a terrorist attack in Moscow. We are taking appropriate action,” the FSB told state media. Tsaritsyno was evacuated Saturday while musician Lilia Pechenkina was playing a concert. “Just as I was playing the last piece in the program, an evacuation announcement came over the loudspeaker,” Pechenkina told news outlet Ostorozhno, Novosti!. The Tsaritsyno Museum Reserve has been closed for “technical reasons,” a journalist from Ostorozhno, Novosti! was told by security. Around 50 law enforcement officers have been dispatched to the area, and police vehicles are patrolling the perimeter, the Baza Telegram channel, which allegedly has ties to the Russian security services, reported.

Polizei ermittelt – Auf frischer Tat ertappt: Jugendliche sprühen Hakenkreuz

In Dortmund erwischt die Polizei drei Jugendliche beim Sprühen von Graffiti. In ihren Rucksäcken machen die Beamten weitere Entdeckungen. Drei Jugendliche im Alter von 13, 14 und 15 Jahren sollen am Samstagnachmittag (31. Oktober) auf einem Garagenhof an der Siegburgstraße in Dortmund Graffiti gesprüht haben. Unter anderem sprühten sie nach Angaben der Polizei auch ein Hakenkreuz. Ein Zeuge hatte die Gruppe beobachtet und die Polizei verständigt. Die Beamten trafen die drei Dortmunder noch vor Ort an. Bei der Durchsuchung ihrer Rucksäcke fanden sie ein Pfefferspray und ein Messer. Beide Gegenstände wurden sichergestellt. Das Hakenkreuz wurde anschließend unkenntlich gemacht. Staatsschutz prüft weitere Schmierereien Mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten wurden die drei Jugendlichen zur erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht. Im Zuge der Ermittlungen erfuhr die Polizei von weiteren Graffiti in der Nähe. Auf einem Basketballplatz an der Friedrich-Naumann-Straße waren ebenfalls rechtsradikale Symbole aufgesprüht worden. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet und prüft nun einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Taten.

via tonline: Polizei ermittelt Auf frischer Tat ertappt: Jugendliche sprühen Hakenkreuz

a photo of a police car
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Scottish neo-Nazi club reveals links to major US hate group

A SCOTTISH neo-Nazi fight club has revealed links to one of the most active white supremacist groups in the United States. Speaking on a far right podcast, a representative of Caledonia Club said that members of Patriot Front had visited Scotland, describing how the group had learned about the American organisation’s structure. Caledonia Club – formerly Active Club Scotland – is part of the wider international Active Club movement, which combines physical exercise with far right beliefs. A report by anti-racism campaign group Hope Not Hate in 2024 found that the Scottish group’s members included individuals who had made bomb threats and marched with National Action, a proscribed neo-Nazi terrorist organisation. Speaking about his experiences with Caledonia Club, the representative – who wasn’t named on the podcast – described meeting members of Patriot Front as one of his “favourite memories”. “One of the coolest experiences we had was we had some of the Patriot Front members come over to Scotland, and that was a really good opportunity to speak with them and find out more about how their organisation runs and is structured,” he said. “It’s a very impressive organisation that they have.” He added that he hopes that Caledonia Club could eventually emulate the scale of the American extremist group, which was founded in 2017 following the deadly Unite the Right rally in Charlottesville, Virginia.

via thenational: Scottish neo-Nazi club reveals links to major US hate group

Rechtsruck – Wenn die Schule kippt

Hakenkreuze und Hitlergruß? Das N-Wort? An einigen deutschen Schulen werden solche Vorfälle kaum noch ernst genommen. Eine Recherche über Ignoranz, Wegschauen, Verunsicherung – und vereinzelt mutigen Widerstand. Hakenkreuze auf Tischen und Wänden, ein Zettel mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und dem Namenszug »Adolf Hitler«: Die Fotosammlung, die ein Lehrer in Thüringen, der hier Jörn Bal heißen soll, in gut zwei Jahren an der Regelschule Rositz als Beweismaterial zusammengetragen hat, ist erschreckend. Und mindestens ebenso erschreckend findet es der 43-Jährige, »dass die Schulleitung im Jahr 2025 auf entsprechende Meldungen von mir nicht reagiert hat«. Bal unterrichtete als Seiteneinsteiger an der Regelschule in Rositz, einer Gemeinde im Osten Thüringens, etwa auf halber Strecke zwischen Leipzig und Gera gelegen. Bei der Landtagswahl 2024 kam die AfD hier auf 51 Prozent der Stimmen. Bal dokumentierte an der Schule nicht nur rechtsextreme Symbole, sondern auch, wie sehr Schülerinnen und Schüler im Alltag rechtsextremen und rassistischen Einstellungen ausgesetzt sind; durch andere Jugendliche, aber auch durch Erwachsene: »Migranten-Schüler wurden vom Schulpersonal gezielt fertiggemacht«, so formulierte es der Lehrer in Eingaben unter anderem an Polizei und Verfassungsschutz. Bal sagt: »Mir ist nicht bekannt, dass meine Anzeigen zu irgendetwas geführt hätten.« Außer bei ihm selbst. Im Herbst 2025 wurde der Seiteneinsteiger an eine Schule im Nachbarort abgeordnet. Offizielle Begründung: zur Nachqualifizierung. Der Schulleiter weist Bals Vorwürfe bis heute zurück, wie interne Schreiben belegen, die dem SPIEGEL vorliegen. Unbeirrt, sagt Bal, habe er dem Bildungsministerium im Dezember 2025 seine Beschwerden über rechtsextreme Aktivitäten gemeldet – bis sein Arbeitgeber, das Staatliche Schulamt Ostthüringen, sein Arbeitsverhältnis zu Mitte Februar 2026 beendete. Der Lehrer vermutet, dass er mit seiner »standhaften demokratischen Haltung« genervt habe. Das Schulamt bestritt dies. Es verwies stattdessen auf formale Fehler, die der 43-Jährige auf seinem Weg zum Dauervertrag gemacht habe. Bal klagte – und bekam recht. Anfang August entschied das Arbeitsgericht Gera, dass das Land Thüringen den Lehrer weiterbeschäftigen muss.

via spiegel: Rechtsruck Wenn die Schule kippt

Limesschüler reinigen Stolpersteine – eine Woche nach Afd-Veranstaltung

Schüler der Limesschule haben in Altenstadt über 50 Stolpersteine gereinigt und Blumen abgelegt. Eine Schülerin beschreibt, warum die Steine sich nie ganz sauber kriegen lassen – und was ihr das bedeutet. Altenstadt – Eine Woche nach der Veranstaltung einer in Teilen gesichert rechtsextremen Partei in der Altenstadthalle setzten Schüler der Limesschule ein starkes Zeichen in Altenstadt. Mit einer besonderen Aktion widmeten sie sich der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie reinigten Stolpersteine, hielten inne und machten deutlich, dass Erinnerung nicht selbstverständlich ist, sondern Pflege braucht. (…) Die Beschäftigung mit den Steinen bedeutete für die Jugendlichen nicht nur, eine sichtbare Spur der Erinnerung freizulegen, sondern sich auch mit der Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitbürger auseinanderzusetzen. Bartek findet es schön, dass diese Menschen nicht vergessen werden. Er würde das gerne öfter machen. Die symbolische Geste des Kniefalls bei der Reinigungsarbeit empfindet er als völlig normal. „Das waren alles normale Menschen. Die haben nichts gemacht und konnten nichts dafür.“ Nina empfand den Moment als sehr emotional. „Aber es gibt einem auch ein gutes Gefühl.“ Nach der Reinigung einiger Steine erklärte sie eine Symbolik der Aktion. Das Reinigen sei mehr als nur äußerliche Pflege. „Man kriegt die Steine gar nicht ganz komplett sauber. Da ist immer noch Schmutz vorhanden. Das verdeutlicht mir, wie man damals mit den Menschen umgegangen ist.“ (…) Für die Jugendlichen bot die Aktion Gelegenheit, Geschichte nicht allein im Unterricht zu behandeln, sondern an den Orten selbst zu erfahren. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte und ein respektvolles Miteinander keine Selbstverständlichkeit sind, erhält dieses Engagement besondere Aktualität. Sarah Marwald fand es schön, dass junge Menschen sich so engagieren. Dorothee Hildebrand sprach die Normalität an, mit der die Jugendlichen diese Aktion durchführten. Die Limesschüler haben mit ihrer Aktion gezeigt: Erinnerung beginnt nicht erst bei großen Gedenkveranstaltungen. Sie zeigt sich auch im Kleinen. Im Reinigen eines Steins, im Lesen eines Namens und in der Bereitschaft, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Denn damit Erinnerung nicht verblasst, braucht sie Menschen, die sich um sie kümmern.

via fnp: Limesschüler reinigen Stolpersteine – eine Woche nach Afd-Veranstaltung

Rechtsextremismus bei der Feuerwehr: Das sagt der Präsident, das sagen die Regeln

Zwei Verdachtsfälle sorgen bei Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen. Ein Blick in die Satzungen und auf frühere Fälle zeigt, welche Konsequenzen möglich sind. Extremismus und die Mitgliedschaft in der Feuerwehr schließen sich aus. Diese Regel hat sich die Feuerwehr im Land selbst gegeben. Satzung des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Paragraf 1: „Die engagierten Mitglieder retten, löschen, bergen und schützen ungeachtet von Nationalität, Rasse, Religion oder Hautfarbe. Schon deshalb schließen sich Extremismus und die Mitgliedschaft in der Feuerwehr aus.“ Doch was bedeutet dieser Grundsatz konkret? Was passiert, wenn ein Kamerad durch rechtsextreme Äußerungen auffällt? Und wer entscheidet, ob er weiter zu Einsätzen ausrücken darf? Solche Fragen stellen sich nach zwei Vorfällen innerhalb weniger Wochen. In Neustrelitz soll sich ein Angehöriger der Altstrelitzer Feuerwehr in sozialen Netzwerken mehrfach menschenverachtend geäußert haben. In Schwichtenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Galenbeck, richten sich Vorwürfe gegen den stellvertretenden Ortswehrführer. Öffentlich gemacht wurden beide Fälle von der Initiative „Retter gegen Rechts“. Wie diese Initiative arbeitet und wer dahinter steckt, wird in diesem Text näher beleuchtet. Landespräsident warnt vor Generalverdacht Landesfeuerwehrpräsident Uwe Pulss findet zu den Vorwürfen deutliche Worte. „Extremistische und insbesondere rechtsextremistische Einstellungen und Verhaltensweisen haben in unseren Feuerwehren keinen Platz.“ Zugleich warnt Pulss davor, aus den beiden Fällen Rückschlüsse auf alle Feuerwehrangehörigen zu ziehen. „Zwei konkrete Verdachtsfälle rechtfertigen keinen pauschalen Verdacht gegenüber den mehr als 45.000 Mitgliedern unserer Feuerwehren.“

via nordkurier: Rechtsextremismus bei der Feuerwehr: Das sagt der Präsident, das sagen die Regeln

JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons