Sachsen-Anhalt – Schulamt streicht Abmahnung eines Lehrers für Kritik an AfD

Ein Lehrer aus Stendal wurde abgemahnt, weil er kritisch über die AfD gesprochen hat. Jetzt entfernt das Schulamt die Abmahnung – vor einem Gerichtstermin. Eigentlich könnte sich Max Heckel freuen. Die Abmahnung, gegen die er eineinhalb Jahre lang gekämpft hat, wird aus seiner Personalakte gestrichen. „Wegen Zeitablaufs“ entfernt sie das Landesschulamt – rund einen Monat, bevor das Magdeburger Arbeitsgericht über den Fall verhandeln sollte. Doch Max Heckel freut sich nicht. Er ist sauer. Er wollte, dass das Gericht über seinen Fall entscheidet, „damit die Lehrer in diesem Land endlich Rechtssicherheit haben“. Reich, frei von Moral, nicht bei Verstand Heckel ist Lehrer an einer Sekundarschule in Stendal, er unterrichtet Werken. Kurz nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 hatten ihn Schüler gefragt, ob er die AfD gewählt habe. Heckel hatte das verneint und auf weitere Nachfrage anhand von Schaubildern erklärt, dass die Steuerpolitik der AfD vor allem reiche Menschen begünstige. Abschließend hatte er erklärt, wer die AfD wähle, sei entweder „sehr reich, frei von Moral oder nicht bei klarem Verstand“. So schildert es Heckel selbst. So hat es auch das Landesschulamt dargestellt. Eltern sollen sich über diesen Satz beschwert und an die AfD gewandt haben. Ulrich Siegmund persönlich, damals schon Spitzenkandidat der AfD, schaltete sich ein. Seine Ehefrau arbeitet an derselben Schule wie Max Heckel. Siegmund reichte eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Heckel ein und drang im Oktober 2025 in öffentlicher Sitzung des Magdeburger Landtags auf eine Entscheidung des Landesschulamts. (…) Nach taz-Recherchen dürfte Heckels Fall einmalig sein. Auch der Bildungsgewerkschaft GEW, BildungsexpertInnen und JuristInnen war kein Fall bekannt, in dem ein Schulamt einen Lehrer wegen Aussagen über die AfD abgemahnt hatte. Heckel ging mit einem Anwalt gegen die Abmahnung vor. Er wollte gerichtlich feststellen lassen, dass sie unrechtmäßig war. Der für den 27. November angesetzte Verhandlungstermin vor dem Magdeburger Arbeitsgericht entfällt nun. Auf taz-Anfrage bewertet ein Sprecher des zuständigen Bildungsministeriums das Streichen der Abmahnung als „konsequent und sachgerecht“. Das Landesschulamt hatte Heckel zuvor im Rahmen eines Vergleichs angeboten, die Abmahnung zu entfernen. Heckel hatte sich darauf nicht eingelassen. Er wollte ein Urteil. Abmahnungen würden durch Zeitablauf generell an Relevanz für das Arbeitsverhältnis verlieren, sagt der Sprecher nun.

via taz: Sachsen-Anhalt Schulamt streicht Abmahnung eines Lehrers für Kritik an AfD

Er soll einen Mitarbeiter beleidigt haben: AfD-Politiker von Ryanair-Flug nach Mallorca ausgeschlossen

Marcel Queckemeyer soll einen Ryanair-Mitarbeiter mit türkischen Wurzeln herabgewürdigt haben. Ein Sprecher der Partei weist den Vorwurf zurück: Der Politiker habe sich nur für andere Passagiere eingesetzt. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Marcel Queckemeyer ist von Ryanair von einem Flug nach Palma de Mallorca ausgeschlossen worden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Queckemeyer soll demnach einen Mitarbeiter der Fluggesellschaft beleidigt haben. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) schreibt, sei es zwischen anderen Reisenden und dem Mitarbeiter zu einem Streit gekommen, weil dieser deren Gepäck beanstandet haben soll. Der AfD-Politiker habe sich daraufhin eingemischt und den beteiligten Mitarbeiter lautstark kritisiert. Dabei, so die „NOZ“, soll Queckemeyer zu dem Mitarbeiter mit türkischen Wurzeln gesagt haben: „Im Leben nichts geschissen kriegen und dann hier am Flughafen arbeiten.“ Queckemeyer selbst äußerte sich zu dem Vorfall bislang nicht. Ein Sprecher der AfD Niedersachsen wies den Vorwurf jedoch vollumfänglich zurück. Queckemeyer habe weder jemanden beleidigt noch sei dieser Satz so gefallen. Der Darstellung des Sprechers zufolge soll sich der AfD-Mann für andere Passagiere eingesetzt und die Gepäckbestimmungen kritisiert haben. Dabei habe sich die Kritik aber ausschließlich gegen die Servicepraxis und das Ryanair-Management gerichtet, nicht gegen den Mitarbeiter, heißt es. (…) Ryanair verfolge eine „strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber Fehlverhalten von Passagieren“ und werde auch weiterhin entschlossen „gegen ungebührliches Verhalten von Passagieren vorgehen“. Es gehe darum, sicherzustellen, „dass alle Passagiere und die Besatzung in einer respektvollen und stressfreien Umgebung reisen können“, heißt es weiter.

via tagesspiegel: Er soll einen Mitarbeiter beleidigt haben: AfD-Politiker von Ryanair-Flug nach Mallorca ausgeschlossen

siehe auch: Vor Mallorca-Flug abgewiesen: AfD-Abgeordneter Queckemeyer darf nicht an Bord Marcel Queckemeyer mischte sich in einen fremden Gepäck-Streit ein und verpasste seinen Flug. Die Fluggesellschaft spricht von einer Null-Toleranz-Politik gegen Fehlverhalten. er AfD-Bundestagsabgeordnete Marcel Queckemeyer darf einen Mallorca-Flug nicht antreten – eine Airline verweigert ihm die Mitnahme, weil er sich verbal danebenbenommen haben soll. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Oktober am Airport Münster/Osnabrück, bestätigt wurde er erst später vom AfD-Landesverband Niedersachsen. Nach Darstellung mehrerer Medien wartete der Politiker auf seinen Flug, als sich ein anderer Reisender wegen seines Gepäcks mit einem Flughafenmitarbeiter anlegte. Queckemeyer schaltete sich ein und übte scharfe Kritik. Über den Fall berichteten unter anderem die Neue Osnabrücker Zeitung und der WDR. Airline beruft sich auf „Null-Toleranz-Politik“ Die Fluggesellschaft entschied daraufhin, den Mann nicht an Bord zu lassen. Gegenüber dem WDR erklärte sie, dem Passagier sei „aufgrund seines störenden Verhaltens vom Gate-Mitarbeiter am Flughafen Münster zu Recht die Beförderung auf diesem Flug verweigert“ worden.

Bild KI-generiert

#MeToo erreicht Boris Palmer

Eine ehemalige Gemeinderätin wirft dem Tübinger Oberbürgermeister sexuelle Übergriffe vor. Die Affäre könnte für Palmer politische Folgen haben. Um Boris Palmer war es zuletzt ruhiger geworden, was wohl auch dem glücklichen Umstand zu verdanken ist, dass er die KI für sich entdeckt hat. Bevor er seine Meinung meist über Social Media in die Welt postet, verriet er unlängst, lässt er sie noch einmal von Chat GPT checken, ob er über die Stränge schlägt. So hat Tübingens Oberbürgermeister so manchen Shitstorm umschifft. (…) Nun ist Palmer erneut in die Schlagzeilen geraten. Eine frühere Gemeinderätin hat schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. In einem 17-seitigen Papier schildert sie eine Affäre mit dem Oberbürgermeister und wirft ihm »sexuelle Übergriffe« und »emotionalen Missbrauch« vor. Sie veröffentlichte auch Chats, in denen sie ihn mit den Vorwürfen konfrontierte. Die Staatsanwaltschaft Tübingen prüft den Fall. Es liegt eine Anzeige vor. Palmer weist die Vorwürfe als haltlos zurück und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen. Die Medien bat er darum, seine Privatsphäre zu respektieren. Auszüge aus den Chats mit Palmer und das Schreiben der Betroffenen liegen dem »nd« vor.

via nd: MeToo erreicht Boris Palmer

A 22-year-old man arrested in Milan for plotting attacks against a synagogue and a mosque

A 22-year-old man arrested in Milan accused of preparing terrorist attacks against a synagogue and a mosque with white supremacist ideology. The Italian security forces have arrested this Thursday in the city of Milan, in the north of the country, a 22-year-old whom is accused of having prepared attacks against a synagogue and a mosque. (…) According to the investigation, the young man —whose identity has not been revealed— would have been gathering information with “terrorist purposes”, in addition to having acquired chemical products intended for the manufacture of bombs. He would also have distributed and shared propaganda to incite hatred. The authorities have indicated that among his material were found manifestos and texts by Anders Breivik, the terrorist responsible for the massacres in Oslo and Utoya in 2011. Likewise, among his belongings content of white supremacist, Holocaust-denying and xenophobic nature was found.

via democrata_ A 22-year-old man arrested in Milan for plotting attacks against a synagogue and a mosque

siehe auch: 22-year-old man suspected of planning attacks on synagogue, mosque arrested in Milan Suspect had allegedly planned assembly of explosives down to the smallest detail Carabinieri police said Thursday that they have arrested a 22-year-old man suspected of planning attacks on a synagogue and on an Islamic place of worship in the Milan area, The suspect had allegedly “planned in minute detail how to assemble explosive devices and modify firearms” for the attacks.

The Centocelle School Attack and the Consolidation of Nihilistic Violent Extremism in Italy

The Centocelle School Attack and the Consolidation of Nihilistic Violent Extremism in Italy By Francesco Marone 2nd November 2026 In Insights On Friday 18 September 2026, during the first week of the new school year, a 13-year-old Italian student entered a classroom at a middle school in Rome’s Centocelle district, wearing a helmet with a smartphone attached via an improvised harness. He sprayed an irritant at his teacher and stabbed her three times under the armpit with a 20-centimetre diving knife, while transmitting the attack live on Telegram to a small group. A Congolese-born classmate of the same age intervened, disarming and stopping the attacker. The Carabinieri, Italy’s national gendarmerie, arrived at the school shortly afterwards. The 66-year-old teacher sustained relatively minor injuries and was discharged from hospital with a seven-day recovery prognosis. This act of violence bears hallmarks associated with nihilistic violent extremism (NVE) and with the most radical fringes of the True Crime Community (TCC), the heterogeneous online milieu in which perpetrators of mass killings and terrorist attacks are aestheticised, celebrated, and, at times, emulated in real life. This Insight examines the Centocelle case, on the basis of currently available open-source information, and places it within an unusual sequence of NVE-adjacent school incidents that occurred in Italy in 2026. On 25 March, a 13-year-old in Trescore Balneario (northern Italy) stabbed his French language teacher in a school corridor while livestreaming the attack on Telegram, after publishing an English-language pre-attack text titled “The Final Solution” containing NVE-adjacent references. On 29 May, a 12-year-old in San Vito Lo Capo (southern Italy) tried to stab his technology teacher in class, wearing a helmet covered in handwritten TCC-linked references and recording the act with the intention of livestreaming it. This sequence is particularly remarkable in a country where premeditated school attacks have historically been rare. Even the most notable earlier NVE case, the 2025 arrest of a 15-year-old near Bolzano (northeastern Italy) over an alleged 764-inspired murder plot, did not directly involve a school.

via gnet: The Centocelle School Attack and the Consolidation of Nihilistic Violent Extremism in Italy

DR afslører: To danskere står bag verdensomspændende sadistisk netværk

I det sadistiske online netværk, der kalder sig 1414, afpresses børn og unge til at udøve alt fra hærværk til dyremishandling, selvskade og vold. Der er panik i øjnene på den kat, der dukker frem på videoen. Om halsen har den et reb – og videoen viser derefter, hvordan katten er ved at blive hængt.  På den næste video ser man en person, der med knivstik punkterer fordækket på en hvid varevogn. Og på en tredje video skærer en ung pige med et barberblad fire nøje udvalgte cifre ind i sin hals: 1414. Det er netop disse fire cifre, der binder de tre videoer sammen. For på den hvide varevogn er der med spraymaling skrevet 1414. Og på væggen bag katten står der også 1414. Tallet 1414 henviser til navnet på et sadistisk online netværk, som både Europol og to eksperter i online ekstremisme beskriver som et af de mest fremtrædende i verden. DR kan nu på baggrund af omfattende research afsløre, at 1414-netværket – der fortsat er aktivt – er blevet startet og ledet af to danskere. DR har forelagt researchen for EU’s politisamarbejdsmyndighed, Europol, der bekræfter, at netværket er stiftet af to danskere. – Det er en af de mest berygtede grupper, som vi overvåger lige nu. Den er stiftet af de her fyre fra Danmark, siger teamlederen i Europols Project Compass, der har som hovedformål at bekæmpe sadistiske online netværk.

via dr: DR afslører: To danskere står bag verdensomspændende sadistisk netværk

Teenager zum Suizid animiert? Junger Mann wegen sadistischer Online-Gruppe festgenommen – #com

Ein 19-Jähriger aus dem Kreis Tuttlingen soll ein Online-Sadisten-Netzwerk gegründet haben. Die Ermittler beschreiben ein grausames Vorgehen gegenüber Kindern und Jugendlichen. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg und die Polizei haben den jungen Mann als Verdächtigen ermittelt und festgenommen. Der 19-Jährige aus dem Kreis Tuttlingen soll Gründer und Mitglied einer Sadisten-Community im Internet gewesen sein. Der Fall lässt sich wohl der Szene sogenannter Com-Netzwerke zuordnen. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen ihn am frühen Montagmorgen fest. Grundlage ist ein Haftbefehl, den das Cybercrime-Zentrum beantragt hatte. Schwere Vorwürfe gegen 19-Jährigen Der Beschuldigte, ein Deutscher, soll eine Online-Gruppe aufgebaut haben, deren Mitglieder gezielt Kinder und Jugendliche im Netz kontaktieren. Nach Angaben der Ermittler richtet sich die Gruppe an junge Menschen, die aus ihrer Sicht bereit sind, sich selbst zu schädigen. Den 19-Jährigen belasten Vorwürfe wie versuchten Mord in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung sowie die Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige bis zur Festnahme in dem Netzwerk aktiv war (…) Die Ermittler beschreiben ein besonders grausames Vorgehen: Die Opfer sollen aufgefordert worden sein, die eingeritzten Symbole und Namen mit ihrem austretenden Blut an eine Wand zu schreiben. Diese sogenannten Wall- oder Bloodsigns sollten sie anschließend per Live-Stream oder als Videoaufnahme an die Täter schicken

via swr: Teenager zum Suizid animiert? Junger Mann wegen sadistischer Online-Gruppe festgenommen