Hausverkauf: Treffpunkt für rechte Szene verschwindet – #fassfabrik #hachenburg

Der Veranstaltungsort Fassfabrik galt bisher als rechter Knotenpunkt im Westerwald. Jetzt ist die Immobilie verkauft worden – der Klubraum wird geschlossen. Die Gemeinde ist erleichtert. Nach einem Besitzerwechsel der sogenannten Fassfabrik in Hachenburg wird der dortige Treffpunkt für die rechte Szene verschwinden. Der Käufer habe zur Bedingung gemacht, dass der vorherige Eigentümer dem bisherigen Mieter des Treffpunktes kündige, sagte Stadtbürgermeister Stefan Leukel (parteilos). Dies sei geschehen, sodass das Ende des dortigen Klubraums zum 15. Dezember besiegelt sei. Zuvor hatte die “Rhein-Zeitung” darüber berichtet. In Hachenburg, einer Gemeinde mit rund 6.300 Einwohnern im Westerwald, sei man darüber erleichtert: “Das sind natürlich sehr gute Nachrichten für Hachenburg”, sagte der Bürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. Hachenburg sei “weltoffen und tolerant” und wolle sich auch so präsentieren. Eine Investorengruppe aus der Stadt habe die Immobilie gerade gekauft. Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering, der aus Hachenburg stammt, sagte: “Wir sind natürlich sehr erfreut, dass sich da eine Regelung abzeichnet und sind auch dankbar, dass Investoren das kaufen und für den sozialen Wohnungsbau umnutzen wollen.” Zuletzt hatte eine Razzia Anfang Oktober bei einer mutmaßlich rechtsextremen Kampfsportveranstaltung in dem Gebäude für bundesweite Schlagzeilen gesorgt.

via stern: Hausverkauf: Treffpunkt für rechte Szene verschwindet

Gießener CDUler bei Reichsbürger-Kongress: Er zweifelt Deutschland als souveränen Staat an

Ein Gießener CDU-Mitglied äußerte sich in einem Youtube-Video am Rande eines Reichsbürger-Treffens. Die Partei prüft nun ein Ausschlussverfahren gegen den Mann. Es sind heftige und womöglich auch strafrechtlich relevante Aussagen, die da seit einigen Tagen in einem bei Youtube ausgestrahlten Film zu hören sind. Die »Leichenberge«, die auf Filmaufnahmen aus Konzentrations- und Vernichtungslagern nach dem Zweiten Weltkrieg zu sehen waren, seien keine Juden gewesen, sondern »Deutsche, die gemordet und gequält« worden seien, sagt eine Frau in die Kamera. Auf die Frage des Reporters, ob der Holocaust stattgefunden habe, antwortet sie: »Nein, auf keinen Fall.« Entstanden ist das auf der Wetzlarer Plattform Hessencam veröffentlichte Video am 20. Oktober im Herborner Stadtteil Seelbach (Lahn-Dill-Kreis). Dort fand nach Recherchen von Hessencam und anderen Medien in einem Gasthof ein »Zukunftskongress« statt, den die Reichsbürger-Organisation Verband Deutscher Wahlkommissionen durchgeführt haben soll. Als prominentester Redner war Matthes Haug aus Baden-Württemberg zu Gast, der als führender Kopf der Szene gilt und dem Kontakte zur von den Sicherheitsbehörden ausgehobenen Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß nachgesagt werden. (…) Einer, der vor Beginn der Veranstaltung Auskunft gab, ist vielleicht nicht in der Gießener Stadtpolitik, aber zumindest in der Gießener CDU und im Stadtteil Allendorf bekannt. Es geht um Karl Kramer, der seit der vergangenen Kommunalwahl für die CDU im Ortsbeirat sitzt. Sein Besuch und mehr noch seine Aussagen, die er gegenüber Hessencam machte, werden für ihn nicht folgenlos bleiben. In der vergangenen Woche trat der CDU-Kreisvorstand zu einer Sondersitzung zusammen, um ein Parteiausschlussverfahren gegen den Diplom-Physiker einzuleiten. (…) Bereits die Teilnahme an der genannten Veranstaltung, in deren Mittelpunkt ein bekannter Aktivist der Reichsbürger-Bewegung gestanden habe, sei mit einer Mitgliedschaft in der CDU unvereinbar und stelle »in erheblicher Form ein parteischädigendes Verhalten dar«. Gegenüber Hessencam hatte sich Kramer zu den Inhalten des Grundgesetzes bekannt, aber Zweifel geäußert, ob die Bundesrepublik Deutschland ein eigenständiger Staat sei. Da sei noch »einiges rechtlich zu regeln, damit wir halt eben tatsächlich wieder ein souveräner Staat sind«, sagte Kramer. »Stinksauer« mache ihn »diese ganze Kriegstreiberei«, sagte er ferner über die militärische Unterstützung der Ukraine und nannte den Kiewer Maidan-Aufstand, bei dem vor gut zehn Jahren rund 100 Menschen durch Sicherheitskräfte getötet wurden, einen »Putsch« gegen die russlandhörige Regierung. »Stinksauer« sei er auch darüber, dass es noch keine Strafverfahren gegen Politiker und Medien gebe, die in der Corona-Pandemie auf Impfungen gedrängt hätten.

via hna: Gießener CDUler bei Reichsbürger-Kongress: Er zweifelt Deutschland als souveränen Staat an

Mob vor dem “Haus am See” – #Reichsbürger-Vortrag eskaliert: #Polizei muss #Platzverweise durchsetzen

Während im “Haus am See” eine Expertin einen Vortrag über die Szene hält, müssen Polizisten vor dem Restaurant mit Zwang für Ruhe und Sicherheit sorgen. Dort war eine Bedrohungslage entstanden. Sie rufen ein „Königreich Deutschland“ aus, erkennen die in der Republik geltenden Gesetze nicht an und propagieren den „Systemausstieg“. Mit eindringlichen Worten warnte Andrea Röpke, Expertin für Rechtsextremismus, vor Reichsbürgern und sogenannten Selbstverwahrern. Im vollbesetzten Saal des Hauses am See in Otterstedt beklagte sie den rasch anwachsenden Teil terroristischer Gefährder und sieht deren Gefolgschaft auch in Ottersberg und Umgebung. Im Anschluss an den etwa einstündigen Vortrag schlossen sich Vertreterinnen der „Omas gegen Rechts Ottersberg“ sowie der Zusammenschlüsse „Worpswede gegen Rechts“ und „Bündnis für Demokratie“ mit Wortbeiträgen an; eine lebhafte Diskussion stand am Ende der Zusammenkunft. Vor dem Gebäude riefen währenddessen gewaltbereite Extremisten der sogenannten „Shaef-Gruppe“ die Polizei auf den Plan, nachdem sie trotz eines Hausverbotes durch den Veranstalter versuchten, die Lokalität zu betreten. Nach dem Eintreffen der Beamten erhielt die Personengruppe einen Platzverweis, der ebenfalls nicht befolgt wurde. In der Folge setzten die Polizisten ihre Anordnungen mit Zwang durch, wobei es zu tätlichen Angriffen auf die Beamten kam, bei denen einer von ihnen leicht verletzt wurde. Nachdem die Störer die Örtlichkeit verlassen hatten, wurden Strafanzeigen gegen sie eingeleitet

via weser-kurier: Mob vor dem “Haus am See” Reichsbürger-Vortrag eskaliert: Polizei muss Platzverweise durchsetzen

https://twitter.com/UlrichBohnen/status/1851589312476782947

Süd-Tiroler AfD

Jean-Pascal Hohm, deputato della AfD in Brandeburgo, era presente all’assemblea della Süd-Tiroler Freiheit. Il Verfassungsschutz tedesco lo ha “attenzionato” come estremista di destra. Un politico proveniente dagli ambienti più radicali dell’estrema destra tedesca “ospite” dell’assemblea provinciale della Süd-Tiroler Freiheit dello scorso weekend. A rivelarlo è un articolo pubblicato sul portale Brennerbasisdemokratie: si tratta di Jean-Pascal Hohm, neo-parlamentare della Alternative für Deutschland (AfD) nel Land Brandeburgo, in Germania. A invitare Hohm in Sudtirolo è stata la portavoce della Junge Süd-Tiroler Freiheit, Melanie Mair, nota per le sue affermazioni legate al concetto di estrema destra „Remigration“ ovvero l’espulsione forzata (per non dire deportazione) delle persone che non sono considerate “tedesche”.  “Zu Gast in Süd-Tirol”: il post di ringraziamento di Jean-Pascal Hohm, deputato AfD del Brandeburgo. Foto: Jean-Pascal Hohm/Instagram Classe 1997, eletto nel distretto di Cottbus – dove è portavoce del partito – Jean-Pascal Hohm è stato esplicitamente classificato come “estremista di destra” nella relazione annuale 2023 dell’Ufficio federale per la protezione della Costituzione (Bundesamt für Verfassungsschutz, BfV), l’organo che si occupa di sorvegliare le attività contrarie alla Carta costituzionale tedesca.

via salto: Süd-Tiroler AfD

Prozess zu gekauften Listenplätzen – Kriegskasse der AfD wieder vor Gericht

Das Oberlandesgerichtgericht Celle musste sich mit angeblich gekauften Listenplätzen befassen. Der Mann, der den Wirbel ausgelöst hatte, blieb fern. Zugegeben es wird langsam unübersichtlich, was die diversen Verfahren rund um die sogenannte „Kriegskasse“ der AfD in Niedersachsen angeht. Vor mehr als zwei Jahren hat der Ex-AfD-Landtagsabgeordnete Christopher Emden öffentlich behauptet, er sei vom jetzigen Landesvorsitzenden Ansgar Schledde aufgefordert worden, 4.000 Euro auf ein privates Konto Schleddes einzuzahlen – für einen sicheren Listenplatz bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2022. Dieser Vorgang beschäftigt die Justiz nun immer noch und zwar gleich an mehreren Fronten: Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt seit mehreren Monaten gegen Schledde wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Der Staatsgerichtshof in Bückeburg befasst sich mit der Frage, ob die Unregelmäßigkeiten bei der Listenaufstellung der AfD so gravierend waren, dass die Landtagswahl wiederholt werden müsste. Hier wird eine Entscheidung im Dezember erwartet

taz: Prozess zu gekauften Listenplätzen Kriegskasse der AfD wieder vor Gericht

siehe auch: Berufungsprozess: Neue Vorwürfe gegen AfD-Landeschef Schledde Niedersachsens AfD-Chef Ansgar Schledde soll Geld für aussichtsreiche Listenplätze verlangt haben. So behauptet es AfD-Aussteiger Christopher Emden. Ob er das weiterhin tun darf, muss das Oberlandesgericht (OLG) in Celle entscheiden. Das Landgericht Verden war zuvor zu dem Schluss gekommen, dass Emdens Vorwürfe glaubhaft sind – Ansgar Schledde legte gegen das Urteil Berufung ein. Am Mittwoch startete nun in Celle das Berufungsverfahren. Allerdings ohne Emden. Der ließ sich über seine Anwältin, die auch seine Frau ist, aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen. Nicht zum ersten Mal (…) Eine NDR Recherche zeigte: Auf Schleddes Konto haben mehrere AfD-Politiker, die inzwischen im Bundes- und Landtag sitzen, eingezahlt. Dabei geht es um mehr als 40.000 Euro. Teils mit den Verwendungszwecken “Ausgleich Aktionskasse” oder “K-Kasse”. Schledde und die Mitglieder, die auf das Konto eingezahlt haben, dementieren die Vorwürfe. “Kein einziger Euro wurde der AfD zur Verfügung gestellt.” Das Geld sei nicht für Parteizwecke verwendet worden, hieß es im April.

Rechtsextreme #Terrorzelle – #NSU #Oberlandesgericht #Dresden will keinen Prozess gegen #Zschäpe-Vertraute führen

Susann E. soll den NSU-Terroristen beim Leben im Untergrund geholfen haben. Das Oberlandesgericht Dresden lehnt die Anklage wegen Terrorunterstützung gegen sie allerdings ab. Verhandelt werden soll nun vor einem Landgericht. 13 Jahre nach Bekanntwerden der rassistisch motivierten Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) hat das Oberlandesgericht Dresden die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen Susann E. wegen des Vorwurfs der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung abgelehnt. Nur einen Punkt aus der Anklage der Bundesanwaltschaft hat das Gericht nach SPIEGEL-Informationen zur Hauptverhandlung zugelassen, es geht um den Vorwurf der Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung. Verhandelt werden soll darüber am Landgericht Zwickau. Der Beschluss des Dresdner Gerichts trägt das Datum vom 25. Oktober 2024, er ist fast 50 Seiten lang und liegt dem SPIEGEL vor. Der Generalbundesanwalt kann gegen die Entscheidung sofortige Beschwerde einlegen. Zehn Morde in acht Jahren Susann E. gilt als engste Vertraute der NSU-Terroristin Beate Zschäpe im Untergrund. 1998 war Zschäpe gemeinsam mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt untergetaucht. In den Jahren 2000 bis 2006 erschoss das Trio neun Männer türkischer und griechischer Herkunft, 2007 töteten sie eine Polizistin. Susann E. lernte die drei Neonazis über ihren späteren Ehemann André E. kennen. Ab 2006 habe sich zwischen ihr und Susann E. eine enge Freundschaft entwickelt, so hatte Zschäpe es im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ausgesagt. Im Februar 2024 hatte die Bundesanwaltschaft Anklage gegen Susann E. erhoben.  Die Behörde wirft der heute 43-Jährigen vor, in drei Fällen die terroristische Vereinigung NSU unterstützt zu haben. Laut Anklage soll Susann E. spätestens seit Anfang 2007 gewusst haben, dass die Mitglieder des NSU mit falschen Identitäten im Untergrund lebten und bereits rassistisch motivierte Morde begangen hatten. In diesem Wissen soll Susann E. ihnen dabei geholfen, unentdeckt zu bleiben.

via spiegel: Rechtsextreme Terrorzelle NSU Oberlandesgericht Dresden will keinen Prozess gegen Zschäpe-Vertraute führen

Streit um #Asylpolitik – #Gericht verweist auf #Homo­sexuelle in Nazi-Deutschland: #Melonis #Albanien-Pläne kommen vor den #EuGH

Italiens Pläne für Flüchtlingslager in Albanien werden in der EU aufmerksam verfolgt. Jetzt geht es vor den Europäischen Gerichtshof. Ein Gericht in Bologna zieht einen Vergleich mit Nazi-Deutschland. Die Pläne der italienischen Rechtsaußen-Regierung zur Unterbringung von Mittelmeer-Flüchtlingen außerhalb der Europäischen Union werden nun auch zu einem Fall für die europäische Justiz. Auf Antrag eines Gerichts in Bologna soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg einen neuen Erlass prüfen, mit dem die rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit Hilfe der asylrechtlichen Einstufung von “sicheren Herkunftsländern” ihr Vorhaben retten will. In seiner Begründung verwies das norditalienische Gericht unter anderem auch darauf, dass alle gesellschaftlichen Gruppen, auch Homo­sexuelle, in einem als “sicher” eingestuften Herkunftsland sicher sein müssten. Konkret zitierte das Gericht in Bologna eine EuGH-Entscheidung, wonach ein Land nur dann als sicher eingestuft werden kann, wenn tatsächlich alle gesellschaftlichen Gruppen im gesamten Land sicher sind. Zur Erläuterung zogen die Richter­innen einen Vergleich mit Nazi-Deutschland: “Deutschland unter dem Naziregime war für die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung ein äußerst sicheres Land: Abgesehen von Juden, Homo­sexuellen, politischen Gegnern, Menschen mit Roma-Volkszugehörigkeit und anderen Minderheitengruppen konnten sich mehr als 60 Millionen Deutsche eines beneidenswerten Zustands der Sicherheit erfreuen.” Melonis erster Versuch, über die Asylanträge von Migrant­innen in einem Lager in Albanien entscheiden zu lassen, war an der italienischen Justiz gescheitert. Die beiden erst kürzlich eröffneten Lager stehen jetzt wieder leer.

via queer: Streit um Asylpolitik Gericht verweist auf Homo­sexuelle in Nazi-Deutschland: Melonis Albanien-Pläne kommen vor den EuGH