AfD sagt Veranstaltung in Krefeld mit Bundesvorstand Tino Chrupalla ab

Eigentlich hatte die Landespartei am Wochenende in Krefeld zu einer Veranstaltung mit dem Bundesvorsitzenden einladen wollen. Nach einer Absage des Hallenbetreibers hat sie den Termin nun aber abgeblasen – und spricht von Drohungen durch Linksextreme. Eigentlich hatte die AfD NRW am kommenden Wochenende in der Veranstaltungshalle Kaya Plaza an der Gladbacher Straße in Krefeld eine Veranstaltung abhalten wollten. Auch der Bundesvorsitzende Tino Chrupalla war dazu eingeladen. Nun aber kommt es anders:Kostenpflichtiger Inhalt Nach der Absage des Besitzers der Veranstaltungshalle, Mustan Kaya, fällt der Termin nun aus. Ein Ersatzort sei in der Kürze der Zeit nicht zu bekommen, heißt es von der AfD. Diese sieht sich dabei als Opfer: „Die Hallenbetreiber wurden massiv von Linksextremen bedroht und hatten daher Sorge um ihre geschäftliche Existenz und die körperliche Unversehrtheit (…) Hallenbetreiber Kaya widerspricht dieser Darstellung entschieden. „Es hat keinerlei Drohung gegeben. Wie sollte es auch? Ich habe abgesagt, bevor etwas öffentlich wurde. Den Veröffentlichungen der Partei bin ich sofort öffentlich entgegen getreten“, betont er. Vielmehr habe er im Nachgang viel Zuspruch erfahren. Grund für seine Absage sei ein eigener Migrationshintergrund. Schon in der vergangenen Woche hatte er gesagt, dass er aus diesem Grund nicht an die AfD habe vermieten wollen.

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Neuer Höchststand bei Zahl der Reichsbürger in Sachsen

Die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter in Sachsen ist wieder gestiegen. Wie aus Zahlen des Sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz hervorgeht, wurden vergangenes Jahr rund 3.100 Personen in Sachsen der Szene zugeordnet – das sind 100 mehr als noch im Jahr 2023. Ende 2022 hatte die Zahl bei 2.500 Personen gelegen. Damit ist die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter in Sachsen seit 2020 kontinuierlich gestiegen. Aus einer Antwort des Justizministeriums aus einer Anfrage von Juliane Nagel (Die Linke) geht hervor, dass im Jahr 2024 in Sachsen insgesamt 444 Ermittlungsverfahren gegen Personen aus der Szene der Reichsbürger und Selbstverwalter geführt wurden

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MERZ, DER STRATEGE: So ist Demokratie?

In der Demokratie gehe es „auch mal richtig hart zur Sache“, hat Friedrich Merz zur Verteidigung seiner Bundestagsanträge gesagt. Er selbst hatte aber verhindert, dass über die Sache verhandelt wurde. Die Altkanzlerin hat Friedrich Merz an seine eigenen Worte erinnert, dass während des Interregnums bis zur Bundestagswahl keine Gesetzesinitiativen eingebracht werden sollen, über die man sich nicht mit der Regierung in der Sache geeinigt hat. Zur Sache hat sie wenig gesagt. Und sie trifft einen Punkt: Es geht fast gar nicht um Inhalte. Als Merz nach seiner Niederlage am vergangenen Freitag im „Heute-Journal“ verkündete: „So ist Demokratie“, in der es „auch mal richtig hart zur Sache gehen“ müsse, sprach er den vielleicht falschesten Satz in der gesamten Debatte. Denn Anstoß der Misere war seine präpotente Ankündigung vom 23. Januar, der Entschlussvorschlag sei alternativlos, könne nicht verhandelt werden, und es gebe dazu nur die Möglichkeit der Zustimmung oder der Ablehnung. Es war eine politische Erpressung: Wenn ihr zustimmt, dann sind die Stimmen der AfD bedeutungslos, wenn ihr nicht zustimmt, habt ihr die AfD mit Macht ausgestattet. Keine Chance für Kompromisse Das Perfide an diesem Vorgang ist, dass Merz in der ersten Abstimmung am 29. Januar dem Parlament gar keine Chance gab, das zu tun, was die parlamentarische Praxis nahelegt: Kompromisse zu suchen, wenn man keine eigene Mehrheit hat. Ohne eigene Mehrheit ist man im Parlament nur ein Spieler unter anderen. Sieht man das ein, wird man feststellen müssen, dass diese Strategie eine von Gnaden der AfD war. Es geht nämlich auch der AfD nicht um die Sache, sondern in nicht unklugen Spielzügen darum, die Union vor sich herzutreiben und sie zu nötigen, in der Migrationspolitik den eigenen manichäischen Aufriss des Themas zu übernehmen. Ohne eigene Mehrheiten macht man sich mit unverhandelbaren Sätzen von anderen abhängig. Der Spieler Merz wurde im Lauf des Spiels selbst zum Spielball. Gemerkt hat er es erst am Freitag. Merz wollte Handlungsfähigkeit de­mons­trieren – und zwar in jenem neuen Stil, wie ihn Donald Trump beherrscht: durch dezisionistische Unbedingtheit und mit einem Willen zur Durchsetzung über alle Regeln hinweg. Dafür nimmt er in Kauf, ein komplexes Politikfeld in das Format populistischer Vereinfacher zu bringen. Ich will mich nicht damit abfinden, dass der Vorsitzende der CDU, eine der letzten europäischen Mitte-rechts-Parteien, die dem populistischen Werben Paroli geboten hat und auf deren Stabilität das Land nicht verzichten kann, ein solches Hasardspiel treibt. Denn Merz könnte doch dies wissen: Wenn es gelingt, Themen so zu setzen, dass dem politischen Publikum Disruptionen und radikale Entweder-oder-Lösungen plausibel erscheinen, werden diejenigen Kräfte gewinnen, die solches als exklusives Geschäftsmodell anbieten. Die AfD bestimmt mit ihrem Politikstil die Debatte. Dabei geht es nicht nur um Inhalte und eine Kritik an der bisherigen Migrations-, Wirtschafts- oder Energiepolitik, sondern es geht um den rhetorischen Aufriss von Konflikten. Die AfD ist gut darin, manichäische Verhältnisse zu etablieren. Wer sich auf dieses Spiel einlässt, überlässt ihr das Feld.

via faz: MERZ, DER STRATEGE: So ist Demokratie?

Die Union legitimiert die AfD und diffamiert alle Migranten

Friedrich Merz schafft ein Umfeld, in dem Antisemitismus gedeiht, wenn er die Punkte der AfD übernimmt. In den vergangenen Jahren hat sich der politische Diskurs in Europa bei Themen wie Migration, Asyl und humanitären Normen stark nach rechts verschoben – ein Trend, der durch den Wahlsieg Donald Trumps in den USA im vergangenen November noch verstärkt wurde. In vielen Mitgliedsländern der Europäischen Union vertreten die etablierten politischen Kräfte mittlerweile Positionen zu Migration und Asyl, die früher ausschließlich der extremen Rechten zuzuordnen waren. In Deutschland bedeutet dies, dass die Mitte-Rechts-CDU ihre lang gehegten Grundsätze, die extreme Rechte zu isolieren, aufgegeben hat und neue Gesetzesvorschläge einbringt, die sich eng an die Rhetorik und die Agenda der AfD anlehnen. Das legitimiert die fremdenfeindlichen Kräfte in Deutschland. Der mit 348 Stimmen angenommene Antrag der CDU/CSU zum Umgang mit Migration fordert die Abschaffung des Asylrechts für alle, die auf dem Landweg nach Deutschland kommen. Die Ironie ist verblüffend: Der Bundestag eröffnete seine Sitzung am 29. Januar 2025 mit einer Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und beendete sie mit der Legitimierung der Zusammenarbeit mit der AfD. (…) Die öffentliche Sicherheit ist zwar ein berechtigtes politisches Anliegen, aber die unverhohlen fremdenfeindlichen Untertöne der Narrative gegen Flüchtlinge und Asylbewerber lassen vermuten, dass derartige gesetzgeberische Maßnahmen nur wenige Wochen vor der Bundestagswahl durch populistische Bemühungen ausgelöst werden, um Wähler von der extremen Rechten anzuziehen. Möglicherweise bewirkt sie jedoch genau das Gegenteil: Sie lenkt Wähler der rechten Mitte in Richtung der nun legitimierten AfD. Die Kritik im Bundestag konzentrierte sich auf Merz‹ Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD, doch es gibt auch andere Gründe, die gegen seine Gesetzesinitiativen sprechen. Die evangelische und die katholische Kirche äußerten sich zum Beispiel bestürzt über den »Zeitpunkt und den Ton« der Debatte. In einem gemeinsamen Schreiben warnten sie davor, dass die Debatte geeignet sei, »alle in Deutschland lebenden Migranten zu diffamieren und Vorurteile zu schüren«.

via jüdische allgemeine: Die Union legitimiert die AfD und diffamiert alle Migranten

Aufstand der Anständigen 02. Februar 2025 Berlin 02.jpg
Von Stephan SprinzEigenes Werk, CC BY 4.0, Link

Google owner drops promise not to use AI for weapons

Alphabet guidelines no longer refer to not pursuing technologies that could ‘cause or are likely to cause overall harm’ The Google owner, Alphabet, has dropped its promise not to use artificial intelligence for purposes such as developing weapons and surveillance tools. The US technology company said on Tuesday, just before it reported lower-than-forecast earnings, that it had updated its ethical guidelines around AI, and they no longer referred to not pursuing technologies that could “cause or are likely to cause overall harm”. Google’s AI head, Demis Hassabis, said the guidelines were being overhauled in a changing world and that AI should protect “national security”. In a blogpost defending the move, Hassabis and the company’s senior vice-president for technology and society, James Manyika, wrote that as global competition for AI leadership increased, the company believed “democracies should lead in AI development” that was guided by “freedom, equality, and respect for human rights”. They added: “We believe that companies, governments, and organisations sharing these values should work together to create AI that protects people, promotes global growth, and supports national security.” Google’s motto when it first floated was “don’t be evil”, although this was later downgraded in 2009 to a “mantra” and was not included in the code of ethics of Alphabet when the parent company was created in 2015. The rapid growth of AI has prompted a debate about how the new technology should be governed, and how to guard against its risk

via guardian: Google owner drops promise not to use AI for weapons

KI-generiert

Tausende demonstrieren friedlich gegen AfD – X sieht nur „Terroristen“

Großdemo in Neu-Isenburg: Rund 10.000 protestieren gegen die AfD-Wahlkampfveranstaltung. Auf X wird ein anderes Bild der Demo gezeichnet. Neu-Isenburg – Rund 10.000 Menschen haben am Samstag (1. Februar) gegen die Wahlkampfveranstaltung der AfD im südhessischen Neu-Isenburg demonstriert. Spitzenkandidatin Alice Weidel und Tino Chrupalla waren als Redner in der Hugenottenhalle angekündigt. Gegen den Auftritt der beiden AfD-Vorsitzenden machte ein Bündnis aus unterschiedlichen Gruppen wie die Bürger aus Neu-Isenburg oder Fridays for Future (FFF) Frankfurt mobil. Gerechnet hatte die Polizei zunächst mit rund 1.000 Teilnehmern – es kamen ungefähr zehnmal so viele. Der Protest richtete sich nach der vergangenen Sitzungswoche im Bundestag in weiten Teilen auch gegen die Union und deren verschärfter Migrationspolitik. Auf den Plakaten der Demonstranten, die ab vormittags vom Bahnhof in Richtung Hugenottenhalle zogen, standen Sprüche, wie „Wer mit Faschisten paktiert, hat nichts kapiert“. Einige Fotomontagen, die Friedrich Merz bei der Hochzeit mit Weidel zeigten, waren zu sehen. Tenor: Die Union als Steigbügelhalter der AfD. An der Hugenottenhalle angekommen, standen die Demonstranten unversöhnlich den wenigen AfD-Anhängern gegenüber, die sich draußen zeigten und die provozierend AfD- und Deutschlandflaggen schwenkten. „Alle zusammen gegen den Faschismus“ und „Wir sind mehr“ schallte es ihnen zornig entgegen. An der Wahlkampfveranstaltung der in Teilen rechtsextremen Partei nahmen rund 1.000 Zuhörer teil. (…) Auffällig ist, welches Narrativ von der Demo auf X (ehemals Twitter) verbreitet wird. Dort wird die 10.000-Teilnehmer-Demo von AfD-Anhängern auf die Störaktionen reduziert. Gibt man in der Suchleiste „Neu-Isenburg“ ein, werden einem vor allem Posts angezeigt, die die Gewalt auf der Demo thematisieren. Posts wie: „Ich war in Neu-Isenburg und habe nur Terroristen gesehen …“ Auf X, der Plattform von AfD-Freund Elon Musk, scheint sich das Kräfteverhältnis umzukehren, das am Samstag auf der Straße herrschte. Die Beobachtung deckt sich mit den Ergebnissen verschiedener Untersuchungen, die nahelegen, dass rechte Inhalte auf X verstärkt verbreitet werden. So explodierte die Reichweite der AfD auf der Plattform regelrecht, seit der Tesla-Gründer die Partei offen unterstützt. Eine Analyse der „Bundesdatenschau“ zeigt, dass Alice Weidel die Liste der Posts mit den meisten Impressionen in den vergangenen zwei Wochen anführt und in den Top-Vier noch einmal vertreten ist. Dass Weidels erhöhte Reichweite auf X „mit Musks Aktivitäten zu tun hat, scheint sehr offensichtlich“, schreiben Sami Nenno und Philipp Lorenz-Spreen in einer Untersuchung für das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, auch wenn für eine Anpassung des Algorithmus zugunsten Weidels keine Indizien zu finden seien.

via fr: Tausende demonstrieren friedlich gegen AfD – X sieht nur „Terroristen“

FCK AfD

Künstliche Intelligenz im Wahlkampf Rechts, weiblich, Fake

Profile von vermeintlich jungen Frauen mischen im Wahlkampf mit. Sie äußern sich politisch eher rechts und geben an, die AfD bei der Bundestagswahl zu wählen. Das Problem: Sie sind KI-generiert. “Die Gefahr kommt nicht von #Rechts sondern von #Linken und dem #Islam”, schreibt eine vermeintlich türkische junge Frau auf dem Kurznachrichtendienst X. “Ich bin ein deutsches Mädel und bin stolz auf mein Land. Nicht nur zur WM”, schreibt eine andere.Doch diese Frauen sind nicht echt, sie sind KI-generiert. Profile wie diese gibt es einige, manche werden professioneller betrieben als andere. Einige geben in der Profilbeschreibung an, KI-generiert zu sein, andere nicht. Kein Account kennzeichnet die verbreiteten Inhalte als KI-generiert. Sie alle eint ihre politische Ausrichtung. “Diese Accounts oder die Figuren, Avatare, die sich dort äußern, äußern sich häufig eher rechts, eher pro Trump”, sagt Vera Schmitt, Leiterin der XplaiNLP Research Group an der Technischen Universität Berlin. Häufig seien auch prorussische Positionen zu erkennen (…) Die Accounts der KI-Frauen mit Namen wie Larissa, Sophia, Aylin oder Lara kommentieren aktuelle politische Geschehnisse aus einer rechten Perspektive und stehen der AfD nahe. Sie äußern sich in Videos, Bildern oder Text auf sozialen Netzwerken wie X, Instagram oder TikTok.Nicht alle Inhalte sind dabei offensichtlich rechte Meinungsäußerungen. Neben Beiträgen zum Alltag der fiktiven Frauen lassen sich auch popkulturelle Anspielungen finden

via tagesschau: Künstliche Intelligenz im Wahlkampf Rechts, weiblich, Fake

siehe auch: Wie KI-generierte Influencerinnen Wahlkampf für die AfD machen Influencerinnen, komplett mittels Künstlicher Intelligenz geschaffen, verkörpern auf Social Media traditionelle Frauenbilder, äußern sich ausländerfeindlich – und machen Wahlkampf für die AfD. Eine Recherche des ARD-Faktencheck-Netzwerks. KI-generierte Profile auf X und Instagram machen Wahlkampf für die AfD Sie verkörpern klassische Schönheitsideale und äußern sich ausländerfeindlich Häufig sind die KI-generierten Personen noch als solche zu erkennen, in Zukunft könnte sich das laut Experten aber ändern Ein typisches Influencer-Video auf Instagram – so wirkt es zumindest auf den ersten Blick. Eine junge braunhaarige Frau sitzt auf einem Sofa und spricht in die Kamera. Sie stellt sich als Larissa vor, 22 Jahre alt, angeblich aus dem brandenburgischen Senftenberg. Auf X, ehemals Twitter, hat Larissa mehr als 4.000 Follower, bei Instagram sind es knapp 500. Auch ein Tiktok-Profil hat sie. Doch die Frau, die sich als Larissa vorstellt – sie ist nicht echt. Ihre Fotos, Videos und Stimme sind durch Programme erschaffen worden, die Künstliche Intelligenz nutzen. Künstlich generierte Charaktere in den sozialen Medien sind nicht neu, sie haben in den letzten Jahren mit der technologischen Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz immer weiter zugenommen. Doch die Inhalte von KI-Larissa wurden nicht nur für Werbezwecke oder zum Spaß erstellt – sie macht Wahlkampf für die AfD.

AfD-KI-Rolemodel Larissa