Permafrostboden in Gefahr – In Sibirien muss bereits der Boden gekühlt werden – #klima

Auch in Sibirien herrscht aktuell eine Hitzewelle. Um wichtige Gebäude auf dem tauenden Permafrostboden zu retten, werden dort unterirdisch riesige Tiefkühlungen gebaut. Keine Überlandstraße führt nach Norilsk, 4.500 Kilometer trennen die Stadt von der Ukraine. Die größte Gefahr für die nördlichste Großstadt der Welt geht nicht von Drohnen oder Raketen aus. 300 Kilometer nördlich des Polarkreises zeigt sich der Feind auf den Thermometern: Im Winter sinken die Werte auf lebensfeindliche Tiefen, im Sommer lassen sie den Permafrostboden tauen, der der Stadt Halt gibt. Die Temperaturen in der arktischen Region reichen gerade wieder an die 30 Grad heran. Am 27. Juni war es mit 32,2 Grad so warm wie dort noch nie, 30,3 Grad am 26. Juli bedeuteten einen neuen Rekord für den Monat Juli, starkes Tauwetter für das Erdreich. Gut zehn Millionen Quadratkilometer Russlands liegen auf gefrorenem Boden, eine Fläche 30-mal so groß wie Deutschland. Städte, Pipelines, Straßen, Flughäfen sowie Bergbau- und Energieanlagen sind auf Eis im Untergrund gebaut. Inzwischen muss der Boden dort mit Tiefkühlanlagen nachgerüstet werden: Die Frage ist nicht länger, wie man auf gefrorenem Boden baut, sondern wie man das schwindende Eis konserviert, um wichtige Infrastruktur zu retten. Es ist Anpassung an den Klimawandel in ihrer extremsten Form, eine wichtige Anlage soll die unterirdische Kühlung 50 Jahre Zeit verschaffen. Sibirien schien wegen der Probleme mit dem trügerischen Untergrund 2020 sogar aus dem All sichtbar zu bluten: Auf Satellitenfotos zog sich eine rote Spur durch die karge, braune, von Moosen und Mooren geprägte Landschaft. Der Fluss Ambarnaja hatte sich durch rund 20.000 Tonnen ausgelaufenes Dieselöl über viele Kilometer verfärbt. Der Klimawandel sei schuld an einer der schwersten Russlands, erklärte der Konzern Nornickel, der mit seinen Werken auch dafür verantwortlich ist, dass Norilsk Russlands Stadt mit der schlechtesten Luftqualität ist. Jetzt hatte sich im aufgeweichten Boden ein Stützpfeiler eines Tanks verschoben. Ein Reservetank des Heizkraftwerks TETs-3 verlor die Stabilität, die Welle des Öls überwand alle Barrieren. Der Konzern zahlte im März 2021 nach heutigem Kurs rund 1,6 Milliarden Euro Strafe und Manager wurden verurteilt.

via t-onlien: Permafrostboden in Gefahr In Sibirien muss bereits der Boden gekühlt werden

Unsägliche Entgleisung Pfarrer Abel rechtfertigt Attentat auf dem Berliner CSD als “Zeichen Gottes”

Fast auf den Tag vor einem Jahr ist der in Fulda bekannte Winfried Abel, der bis 2014 Pfarrer von St. Andreas in Fulda-Neuenberg war, schon einmal mit einem homophoben Kommentar negativ aufgefallen. Seinen offenen Brief im Online-Magazin kath.net von damals hat er jetzt in der Freitagsausgabe der Fuldaer Zeitung mit einem unsäglichen Leserbrief noch weit übertroffen. Wie im Bild unten im Wortlaut nachzulesen, versteigt sich der 87-Jährige zu der Behauptung, das terroristische Attentat auf den Berliner Christopher-Street-Day, bei dem eine Frau ermordet und zahlreiche Teilnehmer schwer verletzt wurden, sei “ein Signal des Himmels und ein Aufruf zur Besinnung und Umkehr.” Abels unheiligen Zorn hat die schlichte Tatsache hervorgerufen, dass sein Glaubensbruder, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, den brutalen islamistischen Anschlag in seiner Heimatstadt mitfühlend kommentierte: “Wie schrecklich! Ein so frohes und bewegendes Fest brutal zu zerstören!” Darüber, dass ein Bischof den CSD froh und bewegend nennt, empört sich Abel besonders, denn für ihn ist es “eine Parade der Schamlosigkeit und eine zur Schau gestellte Verherrlichung der Perversion”. Des Weiteren befürchtet Pfarrer Abel, “die einst so prächtige, nun arg zusammengeschrumpfte Fronleichnamsprozession werde in Fulda künftig durch “die Parade halbnackter Leiber” verdrängt werden. Dann muss man in Abels kruder und unchristlicher Logik wohl auch hier mit den tödlichen “Zeichen Gottes” rechnen? Diese Argumentation ist zutiefst menschenverachtend und disqualifiziert den 87-Jährigen als Mensch und als Seelsorger.

via osthessen-news: Unsägliche Entgleisung Pfarrer Abel rechtfertigt Attentat auf dem Berliner CSD als “Zeichen Gottes”

siehe auch: Bistum Fulda distanziert sich von homophoben Äußerungen eines Pfarrers Ein Anschlag als “Signal des Himmels”? Ein Pfarrer hat sich in einem Leserbrief homophob über den Angriff auf den Berliner CSD ausgelassen. Das Bistum Fulda distanziert sich – und betont seine Solidarität mit der queeren Community. Der Geistliche hatte den Anschlag des mutmaßlich islamistisch motivierten Attentäters auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin in einem Leserbrief in der Fuldaer Zeitung als “göttlichen Aufruf zur Umkehr” bezeichnet. Der CSD sei eine “Parade der Schamlosigkeit” und “halbnackter Leiber” sowie eine “Verherrlichung der Perversion”, hieß es in dem Leserbrief in der Freitagsausgabe. Zwar verurteilte der Pfarrer den Anschlag mit einer Toten und 29 teils schwer verletzten Menschen als “Gräueltat”. Trotzdem sollten Christen ihn als “Signal des Himmels” verstehen. Bistum: Unterstützen Engagement des CSD Auf hessenschau-Anfrage teilte das Bistum am Samstag mit, die Äußerungen des Pfarrers würden weder die Position des Bistums noch die Haltung seiner Verantwortlichen wiedergeben. Man weise insbesondere die Deutung zurück, der Anschlag sei Ausdruck eines göttlichen Handelns gewesen, so das Bistum Fulda. Es könne und dürfe nicht hingenommen werden, “dass in unserem Land Menschen sich aufgrund ihrer sexuellen Identität als existenziell bedroht erleben”.

CSD-Demo in Hamburg: 300.000 Menschen waren dabei

Eine Woche nach dem Anschlag in Berlin hat in Hamburg die CSD-Demo stattgefunden. Die Beteiligung war noch größer als erwartet. Die Demonstration verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle. Rund 300.000 Menschen waren nach Polizeiangaben bei der Hamburger CSD-Demo auf der Straße. 60 Trucks und viele Gruppen zu Fuß zogen heute durch die Hamburger Innenstadt, um ein buntes Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen. Zehntausende Menschen säumten die Straßen des Demonstrationszuges, der um 12 Uhr in der Lübecker Straße begonnen hatte. Gegen 16.30 Uhr ging die Demo zu Ende. Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen, sagte eine Polizeisprecherin nach Beginn der Demonstration. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen. Viele kamen im Anschluss an die Hamburger Binnenalster und den den Rathausmarkt, wo noch bis Sonntag das CSD-Straßenfest stattfindet. Der Verein Hamburg Pride sprach von einer Rekordbeteiligung bei einem Hamburger CSD. (…) Mit dabei sind in diesem Jahr auch Politikerinnen und Politiker aus der Bundespolitik. Die grüne Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sagte, sie sei gekommen “um ein Zeichen zu setzen, dass wir uns die Lebensfreude nicht nehmen lassen”. Dies sei nach dem Anschlag auf den Berliner CDS am vergangenen Wochenende besonders wichtig. “Hier zeigen Zehntausende Menschen, wenn nicht Hunderttausende, dass wir die Angst nicht gewinnen lassen dürfen”. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, sagte, die Demo sei ein wichtiges Zeichen und es sei “eine tolle Stimmung”. “Jetzt erst recht” Ein Hupkonzert der “Dykes on Bikes”, das sind Frauen auf Motorrädern, und eine große Konfettikanone gaben am Mittag den Startschuss zur Demonstration. “Jetzt erst recht” war hier immer wieder zu hören. “Wir suchen hier das Gemeinschaftsgefühl”, meinte Manuel Opitz von “Hamburg Pride” – in der Community, aber auch mit dem Rest der Gesellschaft. Das sei das Besondere am CSD: dass alle zusammen auf die Straße gehen und zeigen, dass die Gesellschaft dabei ist und trägt. Auf den Plakaten wird es politisch: “Unsere Körper, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen”, “Wir sind hier, um zu bleiben” – und: “Taten statt Worte, Merz!”

via ndr: CSD-Demo in Hamburg: 300.000 Menschen waren dabei

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Festivalbesucher verhindern AfD-Infostand – Band schlägt Tanz-Workshop am Rathaus vor

Ein geplanter AfD-Infostand auf dem Diepholzer Rathausplatz fand am Samstag nicht statt. Rund 50 Besucher des Appletree Garden Festivals unterstützen einen spontanen Gegenprotest – eine Band hatte die Musikliebhaber zuvor auf die Aktion hingewiesen. Ein für Samstagvormittag angekündigter Infostand der AfD auf dem Rathausplatz in Diepholz hat nicht stattgefunden. Wie der Kreisverband zuvor mitgeteilt hatte, sollte der Stand Teil einer Reihe wöchentlicher Informationsveranstaltungen bis zur Kommunalwahl im September sein. (…) Auf der gegenüberliegenden Straßenseite versammelte sich ein friedlicher Gegenprotest. Nach Angaben mehrerer Teilnehmer war der Infostand erst kurzfristig bekannt geworden, sodass keine offizielle Gegenveranstaltung mehr angemeldet werden konnte. Unter den Demonstrierenden befanden sich Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“ sowie zahlreiche Besucher des Appletree Garden Festivals, das an diesem Wochenende in Lüdersbusch stattfindet. Mehrere Festivalgäste berichteten, die Band „Von wegen Lisbeth“ habe am Vorabend während ihres Auftritts auf den geplanten AfD-Stand hingewiesen und augenzwinkernd vorgeschlagen, einen Tanz-Workshop vom Festivalgelände zum Rathaus zu verlegen. Im Laufe des Vormittags kamen rund 50 Festivalbesucher hinzu und unterstützten den Gegenprotest – ohne Parolen, Banner oder Musik.Gegen 10.20 Uhr verließen die AfD-Anhänger mit ihrem Fahrzeug den Rathausplatz. Ein Polizeibeamter informierte die Anwesenden, dass der Infostand für diesen Tag in Diepholz abgesagt worden sei. Die AfD habe sich nach Polizeiangaben gegen die Durchführung entschieden, um eine Konfrontation zu vermeiden

via kreiszeitung: Festivalbesucher verhindern AfD-Infostand – Band schlägt Tanz-Workshop am Rathaus vor

„Fühle ich mich hier nicht mehr sicher“: #Wacken-Besucherin muss Anti-AfD-Patch abreißen

Das Metal-Festival Wacken Open Air hat offenbar ein Problem mit Security-Mitarbeitenden, die politische Botschaften auf Kutten, Shirts und Flaggen nicht zulassen. Das Wacken Open Air will vor allem eines sein: ein Ort, um gemeinsam zu feiern und laute Musik zu genießen. Doch eine nicht ganz kleine Gruppe von Menschen fühlt sich in diesem Jahr offensichtlich nicht willkommen auf dem „Holy Ground“ des größten Metal-Festivals der Welt. Gemeint sind mehrere Personen, die ihren Unmut darüber geäußert haben, dass sie unter anderem beim Einlass auf das Infield aufgefordert wurden, Anti-AfD-Patches oder entsprechende Kleidung zu entfernen. Allen Beschwerden gemein: Sie kommen von politisch linksorientierten Menschen. „FCK AFD“-Schriftzüge sind auf dem Wacken 2026 offenbar nicht immer erwünscht. Die Wacken-Crew widerspricht dem. © Frank Molter/dpa & Screenshot Reddit (Montage) Auch vor den Bühnen sei es demnach beispielsweise im Verlauf des Mr.-Hurley-Konzerts zu Begegnungen mit Security-Mitarbeitenden gekommen, die einzelne Personen angewiesen hätten, unter anderem Regenbogenfahnen und politisch linke Band-Patches nicht mehr auf dem Gelände mit sich zu führen. Zwar verbietet die Festival-Ordnung „Werbemaßnahmen gleich welcher Art“, auf Nachfrage vom Szene-Magazin Festivalstalker bestätigte die Wacken-Crew aber, dass das Entfernen von entsprechenden Patches nicht „im Sinne“ des Teams sei. Die Wacken-Orga versprach, bei entsprechenden Meldungen dagegen vorgehen zu wollen, und habe die Securitys mehrfach aufgefordert, solche Eingriffe zu unterlassen. Tatsächlich sind einige der von Fans beschriebenen Begegnungen mit Security-Mitarbeitenden alles andere als eine Lappalie. Laut dem Festivalstalker-Team, das sich nach ersten Hinweisen auf die Suche nach weiteren Fällen gemacht hat, hätten Wacken-Besucher mitgeteilt, „dass eben diese Security-Teams wohl auch eindeutig rechtsradikale Symbole (wie eine schwarze Sonne) auf sich tragen“. Auf weitere Nachfragen zu den Vorfällen hat das Wacken-Team bis Samstagmittag weder dem Szenemagazin noch unserer Redaktion geantwortet. (…) Das Fazit der Besucherin im Reddit-Posting fällt daher sehr vernichtend aus: „Als queere Person fühle ich mich hier nicht mehr sicher. Es ist mein erstes Mal Wacken (normalerweise auf vielen verschiedenen Festivals) und die haben wirklich ein Problem mit Homophobie, Transphobie und Faschismus.“

via fr: „Fühle ich mich hier nicht mehr sicher“: Wacken-Besucherin muss Anti-AfD-Patch abreißen

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Exklusiv: Wie die Briefwahl-Lüge der AfD bei ihren Anhängern verfängt

Seit Jahren macht die AfD Stimmung gegen die Briefwahl. Eine Forsa-Umfrage für Campact zeigt: Panikmache und Desinformation wirken bei ihren Anhängern – ein Kreislauf des Misstrauens. Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin: Bei den Landtagswahlen im September wird die Briefwahl wieder boomen. Allein in Berlin rechnet die Wahlleitung mit einem Anteil von über 40 Prozent.  Länger schon schürt die AfD hier Misstrauen und stellt die Briefwahl unter Manipulationsverdacht. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von Campact zeigt: AfD-Anhängerinnen erwarten deutlich häufiger als Anhängerinnen der anderen Parteien Eingriffe in die Briefwahlen. Insgesamt halten 89 Prozent der AfD-Anhänger*innen Manipulationsversuche für denkbar, davon halten 66 Prozent Eingriffe in die Briefwahl für möglich. Der Unterschied zu den anderen Parteien ist frappierend. Während zwei Drittel der AfD-Anhänger der Briefwahl misstrauen, liegt der Anteil bei SPD-Anhängerinnen bei nur 27 Prozent. Anhängerinnen der Union und der Grünen liegen bei 24 Prozent und die der Linken sogar nur bei 16 Prozent.  Die Sorge vor Wahlmanipulation ist insgesamt kein reines AfD-Phänomen. 16 Prozent der Befragten halten Manipulationsversuche bei den kommenden Landtagswahlen für sehr wahrscheinlich, 45 Prozent für wahrscheinlich. Allerdings nennen 82 Prozent auf die Frage nach der wahrscheinlichsten Manipulation Desinformationskampagnen, 53 Prozent Hackerangriffe am Wahltag und insgesamt nur 38 Prozent Eingriffe in die Briefwahl. Hier klaffen die Erwartungen zwischen Anhängerinnen der AfD und allen anderen Parteien weit auseinander. Der Briefwahl-Propagandakreislauf Kein Wunder: Seit Jahren stellen AfD-Politikerinnen die Briefwahl systematisch als unsicher dar – und warnen vor der Teilnahme. Sie unterstellen anderen Parteien sogar, sie würden für die Briefwahl werben, um Manipulationsversuche zu ermöglichen. Stattdessen sollten die AfD-Anhänger*innen lieber ins Wahllokal gehen. Die Erzählung verfängt.

via campact: Exklusiv: Wie die Briefwahl-Lüge der AfD bei ihren Anhängern verfängt

Brief an den Vermieter Neues AfD-Büro als Bedrohung für die Nachbarn?

Bisher ist das Geschäftshaus mit der Adresse Am Köllnischen Park 1 in Berlin ein weltoffener Ort. Vor einer Sprachschule stehen Deutschschüler:innen und warten auf den Kursbeginn. In der Berliner Akademie für Psychotherapie erhalten Geflüchtete Unterstützung. Neben der Menschenrechtsorganisation Oxfam haben die Berliner Stadtwerke und der Arbeiter-Samariter-Bund hier ihren Sitz. An der Fassade des Nebenhauses, ebenfalls ein Bürohaus, hängt eine große inter- und transinklusive Regenbogenfahne. Seit mehrere Medien berichten, dass die AfD Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der fünften Etage unterbringen will, macht sich Sorge unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der im Haus angesiedelten Firmen und Organisationen breit. “Wir befürchten, uns im Haus und der Umgebung nur in Angst und einem Gefühl von Unsicherheit bewegen zu können”, heißt es in einem bisher unveröffentlichten Brief, der rbb24 Recherche exklusiv vorliegt. Darin fordern 270 Menschen, die in dem Bürohaus “arbeiten, studieren, lernen und lehren”, die Vermieter des Hauses auf, den möglichen Einzug der AfD zu verhindern. “Unter uns sind Menschen, deren Einstellungen und Lebensentwürfe – bis hin zu ihrer bloßen Anwesenheit in Deutschland – von der AfD abgelehnt und bekämpft werden”, heißt es in dem Brief Über einen “geplanten Einzug” der AfD hatte zuerst die “Bild”-Zeitung berichtet. Der Mietvertrag soll nach deren Darstellung mit der “Castel del Monte Immobilien GmbH” abgeschlossen worden sein – einer Firma, die die AfD für Anmietungen und Immobiliengeschäfte nutzt. Nach rbb-Informationen sind bereits Verträge im Zusammenhang mit der geplanten Nutzung der Räume unterzeichnet. (…) Vermieter des Hauses ist die Arose GmbH – ein Familienunternehmen, das mehrere Immobilien in Berlin besitzt und vom mittlerweile verstorbenen Unternehmer Abraham Rosenthal gegründet und an seine Frau und Töchter vererbt wurde. Rosenthal war in Berlin an einigen Prestigeprojekten wie zum Beispiel dem American Center am Checkpoint Charlie beteiligt. Anfang der 90er-Jahre berichtete er im “Spiegel” davon, wie sein jüdischer Vater dem Holocaust entkam. Die jetzige Führung des Unternehmens ließ nicht nur die Gesprächsbitte der Mieter, sondern auch diverse Anfragen der Redaktion rbb24 Recherche unbeantwortet. Stattdessen meldete sich nach dem Versuch der Kontaktaufnahme die Bundesgeschäftsstelle der AfD mit einem Statement. Der Vermieter scheint in engem Austausch mit der Partei zu stehen.

va rbb: Brief an den Vermieter Neues AfD-Büro als Bedrohung für die Nachbarn?