German shock at neo-Nazi burial in empty Jewish grave

Germany’s Protestant Church and other authorities have condemned the reuse of the vacant burial plot of a Jewish music professor for a neo-Nazi. The remains of Prof Max Friedlaender were moved to another site in 1980, but a tombstone still commemorates him at the cemetery outside Berlin. A Holocaust denier was buried there on Friday after the grave’s reuse was approved. The local bishop called it “a terrible mistake”. Bishop Christian Stäblein visited the site on Tuesday. The burial plot is in one of Germany’s largest Protestant cemeteries, in Stahnsdorf near Potsdam. Prof Friedlaender, who died in 1934, was from a Jewish family but was a member of the Protestant Church. He was a bass singer and musicologist who specialised in the songs of Franz Schubert.
German media report that Henry Hafenmayer, the man now buried in the plot in Stahnsdorf, was a Holocaust denier and blogger linked to several neo-Nazi groups. Neo-Nazi supporters laid wreaths on the grave, with nationalist messages and ribbons adorned with the Nazi-era iron cross symbol. They placed a portrait of Hafenmayer in front of Prof Friedlaender’s shrouded tombstone. The memorial was covered by the cemetery officials as is usual practice when a grave site is reused, the Church said. Among the mourners was Horst Mahler, a neo-Nazi who has spent years in jail for racist incitement, German media report. In an apologetic statement, Bishop Stäblein said the burial was “a terrible mistake and shocking occurrence, in view of our history”. The bishop, who leads the Church in that part of Germany, said “we must immediately see whether and what we can undo”. Pictures of the funeral were posted on Flickr by RechercheNetzwerk.Berlin, an organisation campaigning against anti-Semitism. The organisation says Hafenmayer published anti-Semitic propaganda on his blog, called “End of the Lie”, and glorified Nazism.

via bbc: German shock at neo-Nazi burial in empty Jewish grave

Hakenkreuz an KZ-Gedenkstätte Dachau: Tatverdächtige ermittelt


Eine junge Frau soll den ehemaligen SS-Schießplatz in Hebertshausen, der zur KZ-Gedenkstätte Dachau gehört, mit einem Hakenkreuz beschmiert haben. Auf das Konto der 24-Jährigen sollen weitere rechtsextremistische Schmierereien in Dachau gehen. Am 25. September prangte in blauer Farbe ein Hakenkreuz am Eingang des ehemaligen Schießplatzes der KZ-Gedenkstätte Dachau, gelegen im benachbarten Hebertshausen. Nun hat die Polizei eine 24-jährige Tatverdächtige aus Dachau ermittelt. Auf ihre Spur waren die Ermittler gekommen, nachdem kurz darauf weitere Nazi-Schmierereien in der Kreisstadt aufgetaucht waren. Festnahme nach weiteren Nazi-Schmierereien in Dachau Nachdem am 30. September in einem Fahrradparkhaus am S-Bahnhof in Dachau weitere rechtsextremistische Zeichen auftauchten, wurde die 24-Jährige als Tatverdächtige ausfindig gemacht. Bei der Durchsuchung der Wohnung der Beschuldigten stellte die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck nach eigenen Angaben weiteres Beweismaterial sicher. Die Ermittler sind überzeugt, dass die 24-Jährige für sechs Fälle rechtsextremistischer Schmierereien verantwortlich ist.

via br: Hakenkreuz an KZ-Gedenkstätte Dachau: Tatverdächtige ermittelt

Nach Neonazi-Beisetzung in jüdischem Grab – Antisemitismusbeauftragter erstattet Anzeige, Bischof unterbricht Urlaub

Auf dem größten evangelischen Friedhof Deutschlands wird ein Neonazi im ehemaligen Grab eines jüdischen Wissenschaftlers bestattet. Nun muss die Polizei ermitteln. Die Beisetzung eines Neonazis im ehemaligen Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers auf dem evangelischen Südwestkirchhof in Stahnsdorf sorgt für Empörung. Der Berliner Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn habe Strafanzeige wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe, der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und der Volksverhetzung erstattet, teilte die Senatsverwaltung für Justiz am Dienstag in Berlin mit. Der evangelische Bischof Christian Stäblein unterbrach nach Angaben der Landeskirche wegen des Falls seinen Urlaub. „Die Bestattung eines Holocaust-Leugners auf der Grabstätte von Max Friedlaender ist ein schrecklicher Fehler und ein erschütternder Vorgang angesichts unserer Geschichte“, erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Wir müssen umgehend schauen, ob und was wir rückgängig machen können.“Der 1909 eröffnete Südwestkirchhof gehört zur evangelischen Landeskirche, deren Bischof Stäblein seit rund zwei Jahren ist. Dort wurden am vergangenen Freitag die sterblichen Überreste des Neonazis Henry Hafenmayer aus Nordrhein-Westfalen beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen zahlreiche Rechtsextremisten teil, darunter auch der wegen Volksverhetzung lange inhaftierte Antisemit Horst Mahler.
„Die Absicht liegt hier auf der Hand, dass Rechtsextremisten bewusst ein jüdisches Grab gewählt haben, um durch die Beisetzung eines Holocaustleugners die Totenruhe zu stören“, erklärte Salzborn: Das „gesamte Friedhofsetting mit verurteilten Holocaustleugnern bei der Beisetzung“ verlange nach einer strafrechtlichen Überprüfung. Er habe deshalb Anzeige bei der Polizei in Brandenburg erstattet. Mit der evangelischen Landeskirche sei er zudem „im konstruktiven Austausch“, welche Konsequenzen der Vorfall haben soll, betonte Salzborn. Es müsse geprüft werden, ob und gegebenenfalls wie schnell der Holocaustleugner umgebettet werden kann, um das würdige Andenken an den Musikwissenschaftler Max Friedlaender nicht länger zu stören

via tagesspiegel: Nach Neonazi-Beisetzung in jüdischem Grab – Antisemitismusbeauftragter erstattet Anzeige, Bischof unterbricht Urlaub

#Südwestfriedhof #Stahnsdorf – Neonazi in Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers beigesetzt – #schande

Der Rechtsextremist Henry Hafenmayer wurde am Freitag in Stahnsdorf beerdigt – im Grab eines jüdischen Wissenschaftlers. Unter den Trauergästen waren Holocaustleugner und vorbestrafte “Reichsbürger”. Die Kirche spricht von einem Fehler. Auf dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) sind am Freitag die Überreste eines Rechtsextremisten und Antisemiten in der früheren Grabstätte eines jüdischen Musikwissenschaftlers beigesetzt worden. Das bestätigte die Pressestelle der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) am Montag auf Anfrage von rbb|24. Zuvor hatten die Informationsdienste Blick nach rechts [bnr.de] und Recherchenetzwerk Berlin über die Beerdigung und ihre Teilnehmer berichtet. In der Grabstelle von Max Friedländer (1852-1934) wurde demnach der im August verstorbene Holocaustleugner Henry Hafenmayer beigesetzt. Derzeit werde geprüft, wie es zu diesem Fehler gekommen sei, hieß es. Die Ekbo könne aber noch nicht sagen, welche Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen würden. Das Grab sei bereits seit einiger Zeit freigegeben gewesen, sterbliche Überreste hätten sich darin nicht mehr befunden.
Laut Landeskirche war die Beisetzung Hafenmayers ohne evangelische Begleitung. Die Entscheidung, die Anfrage nach einer Grabstätte nicht abzulehnen, sei im Konsistorium der Ekbo getroffen worden, berichtet die Nachrichtenagentur EPD. Leitend sei dabei im Grundsatz, dass jeder Mensch ein Anrecht auf eine letzte Ruhestätte habe. Der erste Grabstättenwunsch sei von der Friedhofsleitung abgelehnt worden, trotzdem sei auch die Auswahl der ehemaligen Grabstätte Max Friedländers ein Fehler. “Diesen Fehler prüfen wir zurzeit”, erklärte die Landeskirche.
Holocaustleugner, verbestrafte “Reichsbürger, Neonazis unter Trauergästen
An der Beisetzung des aus Oberhausen stammenden Hafenmayer nahmen zahlreiche Neonazi-Größen und Rechtsextremisten teil – darunter der Neonazi Horst Mahler, der wegen Volksverhetzung lange Jahre inhaftiert war. Unter den Trauergästen waren zudem der Neonazi-Aktivist und langjährige NPD-Kader Thomas Wulff, der rechte Blogger Nikolai Nehrling alias “Der Volkslehrer” und Dennis Ingo Schulz, ein mehrfach vorbestrafter sogenannter “Reichsbürger”. Fotos von der Grabstelle zeigen Kränze mit Grabschleifen in den Reichsfarben und aufgedruckten eisernen Kreuzen.

via rbb: Südwestfriedhof Stahnsdorf – Neonazi in Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers beigesetzt

siehe auch: Szene-Stelldichein für Holocaustleugner bei Berlin. Neonazis und Revisionisten kamen am Freitag zur Beerdigung von Henry Hafenmayer nach Stahnsdorf (Brandenburg). Ausgerechnet am Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers, den die Nazis Anfang der 1930er aus allen Ämtern verdrängt hatten, gedachten sie dem Holocaustleugner. Die Besucherzahl zu Henry Hafenmayers Beerdigung am vergangenen Freitag auf dem Südwestkirchhof im südlich von Berlin gelegenen Stahnsdorf war überschaubar, jedoch einschlägig: Gleich mehrere bekannte Neonazis, Revisionisten und Holocaustleugner waren zur Bestattung des bereits am 11. August 2021 gestorbenen Antisemiten (bnr.de berichtete ) erschienen. Darunter befand sich Szeneprominenz wie Horst Mahler, der zuletzt von 2006 bis Oktober 2020 in Haft wegen wiederholter Holocaust-Leugnung war. Auch dessen ehemalige Lebensgefährtin, die frühere Anwältin und ebenfalls shoaleugnende Sylvia Stolz war vor Ort. Weitere Anwesende aus diesem Milieu waren: Gerd Walther (zuletzt 2021 zu 8 Monaten Haft wegen Volksverhetzung verurteilt), Dennis Ingo Schulz (erhielt 2018 eine Bewährungsstrafe wegen antisemitischer Videos) und die aus Großbritannien angereiste Holocaustleugnerin Michèle Renouf. Auch klassische Neonazis waren vor Ort, wie der langjährig-aktive, norddeutsche Kader Thomas “Steiner” Wulff oder Michel Fischer aus Thüringen, der bereits in verschiedenen Neonazigruppen aktiv war und aktuell für den Zusammenschluss “Neue Stärke Erfurt” in Erscheinung tritt (bnr.de berichtete). Von der NPD war u.a. Richard Miosga aus Berlin-Prenzlauer Berg anwesend. Er kandidierte im vergangenen Monat erfolglos für das Bezirksparlament in Reinickendorf. Laut dem ebenfalls anwesenden rechten Medienaktivisten Nikolai Nerling (“Der Volkslehrer”) hielten Stolz, Mahler und Wulff eine Ansprache bei der Trauerfeier. Verein in NPD-Zentrale gemeinnützig? Uwe Meenen scheint die Veranstaltung organisiert zu haben. Der ehemalige Berliner NPD-Landesvorsitzende war nicht nur selbst am Freitag anwesend, ein Spendenaufruf der mit seinen Namen unterschrieben ist, kursierte in der Szene im Vorfeld der Beerdigung. Darin heißt es: “Henry starb mittellos und hat keine Verwandten, so daß für die erheblichen Bestattungskosten im Kameradenkreis gesammelt werden muß. Uns steht hierfür das Konto eines gemeinnützigen Vereins zur Verfügung”. Bei diesem angeblich gemeinnützigen Verein handelt es sich um den 1992 gegründeten “Bund Frankenland e.V.”, eingetragen beim Amtsgericht Würzburg und mit Sitz in der Seelenbinderstraße 42, der Bundeszentrale der NPD.

Werbung für Volksbegehren – Querdenker ziehen durch Nürnberg und verharmlosen NS-Gräueltaten

Trotz bundesweiter Mobilisierung über mehrere Wochen kamen gestern in der Spitze nur rund 2.500 Querdenker in Nürnberg zusammen. Gemäß der szeneinternen Parolen, wonach „die Zeit der großen Bühnen vorbei“ sei, gab es bei der gestrigen Demonstration keine Redebeiträge, weder eine Auftakt- noch Endkundgebung. Demo verhöhnt NS-Opfer Bemerkbar machten sich die Teilnehmer auf der kilometerlangen Route von der Wöhrder Wiese zum Westpark mit Sprechchören, wonach Kinder angeblich nicht an Corona, sondern an der Impfung sterben würden. Zudem gab es über längere Strecken Parolen wie „Söder / Spahn verstoßen gegen den Nürnberger Kodex“. Damit ist eine ethische Richtlinie gemeint, die 1947 als Reaktion auf die Menschenversuche an KZ-Häftlinge und die Beteiligung von Ärzten an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Nazis formuliert wurde. Mit dieser Parole und den Bezug auf die heutige Zeit gaben sich die Teilnehmer somit eine Losung, die die NS-Verbrechen massiv verharmlost und die Opfer beleidigt. In eine ähnliche Richtungen gingen individuelle Plakate und Aufschriften auf Shirts. Zwei Teilnehmer trugen Oberbekleidung mit „Wiederholung 1939 ungeimpft“, eine Teilnehmerin zog Vergleiche mit der jüdischen Herkunft der Philosophin Hannah Arendt, ein älterer Teilnehmer sah einen „neuen Holocaust“ und stellte besonders den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit NS-Propaganda-Minister Josef Goebbels gleich. Gesehen wurde auch die Aufschrift „Impfen macht frei“ unter einem Reichsadler. Die Polizei zog laut Pressemitteilung nur eine Person heraus, die auf dem Plakat ein Doppel-S in Form von Siegrunen geschrieben hatte.

via endstation rechts: Werbung für Volksbegehren – Querdenker ziehen durch Nürnberg und verharmlosen NS-Gräueltaten

Nazi memorabilia and weapons worth millions found at suspected paedophile’s home

Police found Nazi uniforms, paintings, insignia, images of Adolf Hitler, flags, and medals of the Third Reich at the property. A suspected paedophile has been arrested after an estimated €3 million worth of Nazi memorabilia and weapons were found in his Brazil home. Aylson Proenca Doyle Linhares (58) was arrested at his home in Rio de Janeiro on Tuesday after parents from his neighbourhood reported him to police for allegedly abusing their 12-year-old son. When officers arrived at the property, they discovered more than 1,000 items inside, including Nazi uniforms, paintings, insignia, images of Adolf Hitler, flags, and medals of the Third Reich. They also found a hoard of weapons – including daggers, nine firearms, and ammunition – and a mock-up Nazi identification document made up with Linhares’ personal details. In total, over 1,000 items were found. Linhares told police his collection of “monstrous material” was worth between €2.5 million and €3 million. He was was charged with illegal possession of weapons, racism and paedophilia after police also found photos of minors at the property, according to detective Luis Armond. Speaking to Reuters, Armond said: “He is a smart guy and articulate, but he’s a Holocaust denier, he’s homophobic, he’s a paedophile and he says he hunts homosexuals.

via sundayworld: Nazi memorabilia and weapons worth millions found at suspected paedophile’s home

siehe auch: Brazil police find Nazi memorabilia in suspected pedophile’s home worth 3 million euros. Police found a collection of more than 8,000 items of Nazi memorabilia on Tuesday at the house of a pedophile suspect in Rio de Janeiro, Brazil. The collection was estimated to be worth 3 million euros (nearly C$4.3 million). It contained a variety of items from the Third Reich period, such as official´s uniforms, flags, insignias, coins, medals, images of Adolf Hitler, guns and ammo from the Nazi regime, according to Rio de Janeiro Police Chief Luis Armond. (…) According to police, in addition to the memorabilia, officers also found pornographic material involving minors on the man’s computer. The suspect now faces several charges, including illegal possession of guns, racial discrimination, and possession of child pornography. Armond said the man faces up to 30 years in prison if convicted of the crimes.

Neonazis solidarisieren sich mit ehemaliger KZ-Sekretärin

Die wegen Beihilfe zum tausendfachen Mord angeklagte ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard F. bekommt Unterstützung aus der rechtsextremen Szene. Sie wird als “Rebellin von Itzehoe” gefeiert. Rechtsextremisten werben im Internet für “Solidarität” mit der einstigen Schreibkraft im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig. In einem in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Aufruf wird Irmgard F. als “Rebellin von Itzehoe” gefeiert. “Sie ist 96 Jahre alt, aber sie bietet dem Polit-Tribunal mutig die Stirn”, heißt es dort. Außerdem rufen die Verfasser dazu auf, am nächsten Verhandlungstag Mitte Oktober den Prozess zu besuchen. Weil die 96-Jährige vor dem Prozessbeginn am Landgericht Itzehoe geflohen war, saß sie zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Inzwischen wurde sie aus der U-Haft entlassen. Die Rechtsextremen fordern ein Ende einer angeblichen “Rachejustiz” und “Gerechtigkeit für Irmgard F.”. Auch die NPD fordert “Freiheit für Irmgard F.”. “Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher”, schreibt die Hamburger NPD auf ihrer Website. Der als “Volkslehrer” bekannte Berliner Rechtsextremist Nikolai Nerling kündigte auf seinem öffentlichen Telegram-Kanal an, er werde zum nächsten Verhandlungstermin nach Itzehoe reisen. Wegen seiner rechtsextremen Aktivitäten war Nerling aus dem Schuldienst entlassen worden.

via ndr: Neonazis solidarisieren sich mit ehemaliger KZ-Sekretärin