Nach Anzeige von #Queerbeauftragtem: #Berliner #Polizei ermittelt gegen Ex-„Bild“-Chefredakteur #Reichelt – #LockHimUp

Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano wirft Julian Reichelt Volksverhetzung vor. Dieser hatte das Hissen der Regenbogenflagge offenbar in die Nähe der NS-Ideologie gerückt. erlins neuer Queerbeauftragter, Alfonso Pantisano (SPD), hat Strafanzeige gegen den Journalisten und Ex-Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Julian Reichelt, gestellt. Anlass ist ein Tweet Reichelts, in dem dieser das Hissen der Regenbogenflagge vor dem Berliner Polizeipräsidium kritisierte und offenbar in die Nähe der NS-Ideologie rückte. Reichelt schrieb, dass „jeder vernünftige Mensch in diesem Land“ sich wünschen würde, „dass vor der Polizei und vor den düstersten Fassaden unserer Geschichte nie wieder die Flaggen einer politischen Bewegung gehisst würden“. Laut Pantisano erfülle dies den Strafbestand der Volksverhetzung. „Wenn wir uns gegen Hass und Gewalt gegen queere Menschen aussprechen, dann ist es unsere Aufgabe, solche Vorfälle zu ahnden“, schrieb Pantisano auf seinem Facebook-Profil. „Ich vertraue sehr auf unsere Sicherheits- und Ermittlungsbehörden, die sich nun mit diesen Straftatbeständen auseinandersetzen werden.“ Dem Tagesspiegel sagte Pantisano: „Herr Reichelt macht das, was er bei der BILD über die Jahre hinweg perfektioniert hat und heute zu seinem Markenkern geworden ist: Hetzen.“

via tagesspiegel: Nach Anzeige von Queerbeauftragtem: Berliner Polizei ermittelt gegen Ex-„Bild“-Chefredakteur Reichelt

Queerfeindlichkeit Verstärkte Mobilisierung gegen queere Menschen

Ob über Homosexuelle, Dragqueens oder trans Personen: Desinformation über queere Menschen ist in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig. Aus Sicht von Experten kann das verheerende Folgen haben. “Irrer Streit in England: Vagina soll jetzt ‘Bonus-Loch’ heißen”, titelt “Bild.de” am 9. Juli. In dem Artikel geht es um die britische Wohltätigkeitsorganisation Jo’s Cervical Cancer Trust, die angeblich vorgeschlagen habe, das Wort Vagina in “vorderes Loch” oder “Bonus-Loch” umzubenennen, um trans Männer bei der Krebs-Vorsorge besser zu erreichen. Trans Mann beschreibt einen Menschen, dem bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde, der sich aber als männlich identifiziert. Doch nicht alle trans Männer unterziehen sich einer geschlechtsangleichenden Operation.Das Thema griffen viele weitere Medien auf, auch in den sozialen Netzwerken wurde es oft geteilt. Dabei ist vieles an den Meldungen irreführend.Zunächst einmal ist der Vorschlag der Organisation Jo’s Cervical Cancer Trust bereits aus dem Jahr 2020 und somit drei Jahre alt. Zudem handelt es sich dabei um ein Glossar für medizinisches Personal, das Gebärmutterhalskrebsscreenings bei trans Männern oder non-binären Menschen durchführt. Das Wort Vagina soll nicht ersetzt werden, die Wörter “bonus hole” und “front hole” werden lediglich als alternative Wörter vorgeschlagen – mit dem Zusatz, dass es wichtig sei, welche Wörter jemand lieber verwenden würde.Auf ihrer Website schreibt die Organisation dazu, dass die Verwendung der “richtigen Sprache”, wenn man über die Geschlechtsidentität eines Menschen spricht, eine “einfache und wirksame Möglichkeit ist, Unterstützung und Anerkennung zu zeigen”. Doch in rechten Kreisen sowie von sogenannten trans exkludierenden radikalen Feministinnen und Feministen (TERF) ist die Empörung groß. Britische und Deutsche TERF-Aktivistinnen und Aktivisten halten den Vorschlag für “widerwärtig” und “frauenfeindlich”, schreiben etwa von der “Auslöschung der Frau”.Auch Norbert Kleinwächter, Stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, schreibt auf Twitter: “Frau mit Penis und jetzt Bonus-Loch. Es wird immer verrückter in dieser Welt der woken Transideologen.” Sogenannte alternative Medien greifen das Thema auf und machen damit Stimmung gegen trans Personen. So heißt es etwa: “Der Wokeismus” sei der Religionsersatz dieser Tage oder “abstoßend”, wer glaube, “der Transgender-Wahn hätte den Gipfel erreicht, irrt”, bis hin zu “diese Leute” seien “schwer geistesgestört”.Trans Menschen stünden ganz besonders im Fokus von Desinformation, sagt Kerstin Thost, Pressesprecherin des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD). “In den vergangenen Monaten rund um die Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz sehen wir nicht nur in Deutschland, sondern auch international einen verstärkten Angriff insbesondere auf trans Menschen.” Es sei verstärkt eine Mobilisierung von Hass, Hetze und “Dämonisierung gegen LSBTIQ” zu beobachten. LSBTIQ* steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, intersexuelle und queere Menschen.

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Bulgaria: Pro-Russian Party “Vazrazhdane” is being Investigated in relations to a Disgusting Nazi Collage Politics

An investigation is underway against the pro-Russian party “Vazrazhdane” for a particularly vile Nazi collage published on the Telegram social network, which depicts former foreign minister of Bulgaria Solomon Passy. The Sofia City Prosecutor’s Office has assigned a joint investigation to the National Security Agency and the State Police for a crime under Art. 162 and Art. 164 of the Criminal Code. In a statement from the prosecutor’s office, it is said that the inspection was carried out at the request of the Association “Organization of Jews in Bulgaria Shalom”. Solomon Passy is of Jewish descent. In the course of the investigation, it must be established whether, through speech, print, or other means of mass information, through information systems or in any other way, citizens and/or people’s representatives from the 49th National Assembly preach or incite discrimination, violence or hatred, based on race, nationality, ethnicity or religion. The period for carrying out an inspection by law is up to three months, after which an assessment will be made as to whether there is sufficient data on a committed crime of a general nature to initiate pre-trial proceedings. The public will be informed of the results. Shortly before that, “Shalom” also announced that they had filed a report against “Vazrazhdane”. The reason is that the publication is a manifestation of anti-Semitism and hate speech directed against the Jewish community in the Republic of Bulgaria. Due to the high degree of public danger of such statements and their incompatibility with the principles of tolerance, equality, pluralism and protection of ethnic and religious minorities established in a democratic and legal state, the language of hate is criminalized by the Penal Code, the report says.

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Aus für das NetzDG:  Europaweite Regeln für das Löschen und Sperren

Das deutsche NetzDG sollte illegale Inhalte im Netz bekämpfen und galt doch als unbeliebt. Ab Februar 2024 wird das umstrittene Gesetz von einer neuen EU-Verordnung abgelöst, die alle Online-Plattformen schärfer in den Blick nimmt. Wir veröffentlichen den Referentenentwurf, der das deutsche Recht an das EU-Gesetz anpassen soll. Das vielfach kritisierte Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist bald Geschichte. Das Gesetz verpflichtet Plattformen wie Facebook und YouTube seit mehr als fünf Jahren, gegen mutmaßlich rechtswidrige Inhalte vorzugehen. Bei der Einführung protestierten viele Organisationen aus der Zivilgesellschaft, sie fürchteten, das NetzDG verleite die Plattformen zu übermäßigem Sperren und Löschen von Inhalten, sogenanntem Overblocking. In der Folge wurde das Gesetz mehrfach überarbeitet. Nun wird das NetzDG von einer EU-Verordnung abgelöst, dem Digitale-Dienste-Gesetz. Dieses gilt ab Februar 2024 europaweit und setzt das NetzDG außer Kraft. Die Verordnung aus Brüssel bringt Neuerungen, die sich im Netzalltag bemerkbar machen dürften. Etwa sollen Nutzer:innen, deren Posts von einer Plattform gelöscht oder gesperrt werden, Einspruchsmöglichkeiten erhalten. Das EU-Regelwerk gilt für alle Online-Dienste, egal wie groß sie sind. Besonders weitgehende Auflagen gibt es jedoch für die 17 meistgenutzten Plattformen. EU-Verordnungen gelten automatisch in der gesamten EU. Trotzdem müssen einzelne Staaten noch klären, wie sie die neuen Regeln im Detail umsetzen. Wie das in Deutschland passieren soll, verrät ein Referentenentwurf des Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Über den Entwurf hatte zuerst der Tagesspiegel Background (€) berichtet, wir veröffentlichen ihn im Volltext. Die Einhaltung der neuen Regeln überprüfen soll weitgehend die Bundesnetzagentur, Befugnisse sollen aber auch die Landesmedienanstalten und der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit erhalten.

via netzpolitik: Aus für das NetzDG:  Europaweite Regeln für das Löschen und Sperren

Twitter bezahlt Tweet-Ersteller: Freude bei rechten Accounts und Musk-Fans

Twitter hat begonnen, mit Werbung unter Tweets eingenommenes Geld an die Verfasser weiterzugeben. Publik machen das jetzt vor allem zwei Arten von Accounts. Twitter hat damit begonnen, Teile der Werbeeinnahmen an besonders aktive und sichtbare Konten weiterzugeben. In der Summe haben einige Accounts für die vergangenen sechs Monate jetzt teilweise mehrere Zehntausend US-Dollar erhalten, teilten diese selbst auf Twitter mit. Dabei handelt es sich ersten Analysen zufolge vor allem um Accounts von konservativen und rechten Persönlichkeiten aus den USA sowie solche, mit denen der neue Twitter-Eigentümer Elon Musk häufig interagiert. Offiziell heißt es, dass alle solche Auszahlungen beantragen können, die das kostenpflichtige Abo Twitter Blue abgeschlossen haben und deren Tweets in den zurückliegenden drei Monaten jeweils mehr als 5 Millionen Mal angesehen wurden. Lob vor allem aus zwei Ecken Mehr als 20.000 US-Dollar von Twitter hat etwa der wegen Vergewaltigung und Menschenhandel angeklagte Kickboxer Andrew Tate erhalten, über 7000 US-Dollar bekam der lange auf Twitter gesperrte, rechte US-Influencer Rogan O’Handley. Daneben haben vor allem konservative und rechte Influencer, sowie Accounts, die oft mit Elon Musk interagieren, publik gemacht, dass sie Geld erhalten haben. Das heißt aber nicht, dass nur sie auch tatsächlich Geld erhalten haben, andere Accounts könnten das einfach nicht öffentlich gemacht haben. Der Account “@InternetH0F”, der Memes und Screenshots lustiger Beiträge an mehr als 1,9 Millionen Follower verbreitet, hat etwa einen Tweet geteilt, laut dem er sogar mehr als 100.000 US-Dollar bekommen hat – die höchste Summe.

via heise: Twitter bezahlt Tweet-Ersteller: Freude bei rechten Accounts und Musk-Fans

#Volksverhetzung und #übleNachrede – Rechts­ex­t­re­mist #Lie­bich muss erst­mals ins #Gefängnis – #lockhimup

Seit Jahren beschäftigen sich Gerichte mit dem Fall Sven Liebich. Vor dem Amtsgericht in Halle ist der Rechtsextremist nun erstmals zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die nicht zur Bewährung ausgesetzt ist. Der Rechtsextremist Sven Liebich ist erstmals zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Unter anderem wegen Volksverhetzung und übler Nachrede sprach die Richterin des Amtsgerichts (AG) Halle Liebich am Donnerstag schuldig und verhängte unter Einbeziehung vorheriger Urteile eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Der Prozess gegen den 1970 im Saalekreis geborenen Liebich war Mitte Mai eröffnet worden. In insgesamt sechs Anklagen hatte die Staatsanwaltschaft unterschiedliche Vorwürfe gegen ihn erhoben, darunter üble Nachrede und Hausfriedensbruch. Zu verschiedenen Vorfällen soll es unter anderem auf Demonstrationen in Halle gekommen sein, die zu Beginn des Prozesses bereits mehrere Jahre in der Vergangenheit lagen. Vermeintlich einfach gelagerte Sachverhalte seien manchmal “gar nicht so einfach”, so die Richterin bei der Urteilsverkündung. Liebich wolle durch seine Taten Aufmerksamkeit erlangen, sei aber zugleich wenig von Strafverhandlungen gegen ihn beeindruckt. Dass er einen Baseballschläger mit einer sich gegen Linksextreme richtenden Aufschrift über einen Onlineshop verkauft hatte, sei “nicht witzig, sondern widerlich” und erfülle den Tatbestand der Volksverhetzung.  Während des Prozesses waren verschiedene Zeugen, unter anderem Sicherheitskräfte und Anhänger Liebichs, geladen. Zudem wurden Videos und Texte als Beweismittel eingeführt, die unter anderem über den Messengerdienst Telegram und die Internetplattform YouTube auf Kanälen von Liebich veröffentlicht wurden. Nach Beendigung der Beweismittelaufnahme hatte sich die Staatsanwaltschaft für zwei Jahre Haft ausgesprochen. Die Nebenklage bekräftigte dies. Die Verteidigerin Liebichs hatte für einen Freispruch ihres Mandanten plädiert.

via lto: Volksverhetzung und üble Nachrede Rechts­ex­t­re­mist Lie­bich muss erst­mals ins Gefängnis

siehe auch: Prozess wegen rechtsextremer Hetze :Haftstrafe für Neonazi Sven Liebich Hunderte Ermittlungsverfahren, Geld- und Bewährungsstrafen hat Liebich schon hinter sich. Nun verurteilte in ein Gericht erstmals zu Gefängnis. Der überregional bekannte Rechtsextremist Sven Liebich aus Halle an der Saale ist erstmals zu einer Haftstrafe verurteilt worden – unter anderem wegen Volksverhetzung und übler Nachrede. Das Amtsgericht Halle verhängte am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Gegen Liebich lagen insgesamt sechs Anklagen vor, etwa wegen seiner Äußerungen bei Demonstrationen. In vorangegangenen Prozessen hatten die Gerichte ihn lediglich zu Geld- oder Bewährungsstrafen verurteilt. Die Richterin bezeichnete Liebich als „Gratwanderer“, der in manchen Fällen die Grenzen des Rechts überschreite. Er sei das beste Beispiel dafür, dass man in Deutschland bis zur Grenze der Unerträglichkeit seine Meinung äußern dürfe. „Aber nicht, wenn man beleidigt“, stellte die Richterin klar. Darüber, dass der Rechtsstaat manchmal langsam und träge sei, müsse und dürfe diskutiert werden. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Haft für Liebich gefordert. Der Angeklagte habe über viele Jahre persönliche Feindbilder manifestiert, zeige „überhaupt kein Unrechtsbewusstsein“ und nehme den Prozess nicht ernst, so der Staatsanwalt am Dienstag in seinem Plädoyer.

Nach rechten #Anfeindungen – #Lehrer aus #Burg im #Spreewald verlassen Schule – #terror

Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie – mit einem Brandbrief hatten zwei Lehrer auf die Zustände an ihrer Schule im Spreewald aufmerksam gemacht und eine bundesweite Debatte ausgelöst. Nun verlassen sie nach anhaltenden Drohungen die Schule. Die beiden Lehrer, die Rechtsextremismus und Rassismus an der Oberschule Burg in einem Brief öffentlich gemacht haben, werden die Schule verlassen. (…) Laut Polizei hingen in Burg (Spree-Neiße) am Mittwoch rund 30 Aufkleber mit Fotos der Lehrer und dem Aufruf, dass sie nach Berlin verschwinden sollen. Der Staatsschutz ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen des Tatverdachts der Beleidigung, Sachbeschädigung sowie wegen illegalen Plakatierens. Auf Instagram hat sich zudem ein Account gebildet, der zur Jagd auf die beiden Lehrkräfte aufruft. Die beiden Lehrer hatten im April rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule öffentlich gemacht und damit bundesweit eine Debatte ausgelöst. “Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, da wir in unserem Arbeitsalltag als Schulpersonal täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert werden und nicht mehr länger den Mund halten wollen”, hieß es damals in dem Schreiben der Lehrer.   Später hatten einige Schüler in einem weiteren Brief rechtsextreme Vorfälle an der Schule in Burg beschrieben. Auch andere Schulen hatten sich wegen ähnlicher Fälle wie Hakenkreuz-Schmiereien und dem Zeigen des Hitlergrußes gemeldet. Zudem nahm die Polizei Ermittlungen auf.

via tagesschau: Nach rechten Anfeindungen Lehrer aus Burg im Spreewald verlassen Schule

siehe auch: Sie warnten vor rechtsextremen Vorfällen Jetzt fliehen zwei Lehrkräfte in Brandenburg vor der Nazi-Szene. Rund drei Monate nachdem zwei Lehrkräfte aus Burg in Brandenburg mit der Veröffentlichung rechtsextremer Vorfälle an ihrer Schule eine bundesweite Debatte auslösten, werden die beiden nun versetzt. Sie befürchteten Übergriffe aus der rechten Szene; Nach neuen Bedrohungen: Lehrer aus Burg wechseln die Schule. Sie zeigten Zivilcourage: Die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske machten in einem Brandbrief den alltäglichen Rechtsextremismus an ihrer Schule in Burg im Brandenburger Spreewald öffentlich. Im neuen Schuljahr werden sie anderswo unterrichten. Die AfD feiert. Im April machten sie in einem Brandbrief auf rechtsextreme Umtriebe an ihrer Schule aufmerksam und lösten ein bundesweites Medienecho aus. Jetzt verlassen Laura Nickel und Max Teske die Mina-Witkojc-Schule in Burg im Spreewald. Die Anfeindungen und Bedrohungen rissen nicht ab, zudem hatten Eltern ihre Entlassung gefordert, weil sie ihre „Ideologie“ in die Schule getragen hätten. Am Mittwoch, dem letzten Schultag vor den Sommerferien, hingen flächendeckend Aufkleber in der Kleinstadt im Spreewald. Darauf waren Fotos von Nickel und Teske zu sehen sowie der Satz „ ‘pisst euch nach Berl*in“. Auf Instagram hat sich am selben Tag ein Account gegründet. Dort steht: „Jagd auf Max Teske und Laura Nickel“. Unter einem Bild der beiden sind Emojis abgebildet, die Fäuste und Blutstropfen zeigen. Wegen der anhaltenden Bedrohungen gehen nun beide an andere Schulen in Brandenburg.