Sturm auf das #Capitol: #Whistleblower macht #Polizeiführung Vorwürfe

Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Whistleblower wirft der Führung der Capitol Police vor, am 6. Januar 2021 absichtlich untätig geblieben zu sein. (…) In diesem Papier, das den Namen 21-TD-159 trägt, wurde unter anderem berichtet, dass ein Blog namens „thedonald.win“ eine Karte des Capitol-Campus veröffentlichte. Und dass Kommentatoren auf dieser Website Demonstrant:innen dazu aufforderten, Waffen zu tragen und am 6. Januar Mitglieder des Kongresses anzugehen.
Sollten sich die Anschuldigungen des Whistleblowers verhärten, käme vor allem Pittman in eine äußerst heikle Lage. Der Einsatzleiter hatte nämlich in einer Sitzung des Sonderausschusses zum 6. Januar vor Mitgliedern des Kongresses ausgesagt, dass er das Geheimdienstpapier an eine Gruppe hochrangiger Beamter – zu denen auch der Whistleblower gehörte – weitergegeben habe. Dies sei eine Falschbehauptung, stellt nun der langjährige hochrangige Beamte fest, der seinen Dienst einige Monate nach dem Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar quittierte. Tatsächlich nämlich hätten genau zwei Personen Zugriff auf den Bericht und somit Einblick in die tatsächliche Gefahrenlage gehabt – Gallagher und Pittman. In seinem Brief schreibt der Whistleblower: „Die wichtigsten Geheimdienstinformationen (…) wurden nie an Mitglieder der USCP-Führung weitergegeben. Warum haben sie den Operationsplan für den 6. genehmigt, wenn sie die Geheimdienste kannten?“ (…) Gallagher und Pittman sollen auch über Informationen verfügt haben, die zeigten, dass Gruppen, die am 6. Januar Genehmigungen für die Durchführung von Demonstrationen und Kundgebungen rund um das Kapitol erhalten hatten, allesamt Frontoperationen der losen Organisation „Stop the Steal“ gewesen seien. Bei „Stop the Steal“ handelte es sich eine Bewegung, welche die Verschwörungstheorie verbreitete, wonach angeblich „schändliche Kräfte“ den damaligen Präsidenten Donald Trump um seine Wiederwahl gebracht haben sollen

via fr: Sturm auf das Capitol: Whistleblower macht Polizeiführung Vorwürfe

Uni-Leitung zensiert Einführungswoche von Hochschulgruppen; kurz darauf Polizei-Kontrolle im Hörsaal

Mehrere vom Studierendenrat organisierte Veranstaltungen wurden am 6.10. vom Rektorat der Uni Leipzig verboten. Eine der betreffenden Veranstaltungen wurde vom StuRa gemeinsam mit der Gruppe CopWatch organisiert, zum Thema diskriminierende Polzeikontrollen. Ohne sein Verbot offiziell zu begründen, schlug das Rektorat jedes weitere Gesprächsangebot der Studierenden aus. Der StuRa besitzt ein Anrecht auf Räumlichkeiten der Universität. Am 13.10. soll die Veranstaltung nun dennoch im Innenhof der Uni abgehalten werden. Am 7.10., einen Tag nach dem Verbot, störten mehrere Polizist_innen einen Vortag des Klima-Bündnisses „Ende Gelände“ in einem Hörsaal der Uni unter dem Vorwand man wäre über eine „Versammlung“ informiert. Polizeipräsenz in Hörsälen ist äußert unüblich, der Sicherheitsdienst der Uni war an diesem Tag wie gewöhnlich verfügbar. „Das stellt ein absolutes No-Go für Freiheit von Forschung und Lehre dar! Die Uni-Leitung sollte lieber die Unversehrtheit der Studierenden gewährleisten, statt die Polzei in Hörsäle zu lassen oder kritische Veranstaltungen zu unterbinden“, so die Vortragende, Sina Reisch von Ende Gelände. Ob ein Zusammenhang zwischen Verbot und Polizeikontrolle besteht ist bislang unklar. „Die Uni beruft sich stets auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung aber selber schränkt sie die Meinungsfreiheit auf dem Campus ein. Die Uni-Leitung hat uns nicht vorzuschreiben, welche Themen auf dem Campus behandelt werden. Wir werden die CopWatch-Veranstaltung dennoch abhalten, auf dem Innenhof direkt vor der Nase des Rektorats!“, so Daria Bachmann vom Studierendenrat der Uni Leipzig, AG Kritische Einführungswochen.

via la-presse: Uni-Leitung zensiert Einführungswoche von Hochschulgruppen; kurz darauf Polizei-Kontrolle im Hörsaal

BKA-STATISTIK MACHT GEWALTTÄTIGE BEAMTE ZU OPFERN & IHRE OPFER ZU TÄTERN – #polizeiproblem

HATTRICK MIT ABSURDER STATISTIK. Seit 10 Jahren veröffentlicht das Bundeskriminalamt jährlich ein sogenanntes „Lagebild Gewalt gegen Polizeivollzugbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte“. Die erste, vollständige Ausgabe hatte noch untersucht, inwiefern in Konfliktsituationen auch Beamt:innen selbst Gewalt ausübten. Schon im Folgejahr wurde auf derlei „Feinheiten“ verzichtet, „Körperverletzung im Amt“ wird in dem Lagebild ohnehin nicht erfasst. Vergangene Woche erschien nun das dritte Lagebild in Folge, in dem etwa die Hälfte der Polizist:innen als „Gewalt“-Opfer erfasst werden, obwohl ihr Gegenüber nicht einmal versucht hat, sie beispielsweise zu schubsen. Schlimmer noch: Auch Opfer von Polizeigewalt zählen als Tatverdächtige für Gewalt gegen Beamt:innen. Dafür reicht eine simple Anzeige wegen „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“. Seit 2017 kann das aber per Definition keine „Gewalttat“ mehr sein. Vergangene Woche sorgte ein Artikel der „Apotheke adhoc“ für große Empörung in Sozialen Netzwerken. Ein Apotheker aus dem hessischen Kelsterbach war demnach von Polizeibeamten mit Teleskopschlagstöcken zusammengeschlagen worden. Auslöser dieses mutmaßlichen Gewaltexzesses: Auf dem Privatparkplatz seiner Apotheke hatten die Beamten ohne Rücksprache mit ihm eine Verkehrskontrolle durchgeführt, die Parkplätze waren somit für Arzneimittellieferungen und Kund:innen blockiert. Als er die Beamten darauf hinwies, eskalierte die Situation: Nach seiner Weigerung, sich vor Passant:innen und Mitarbeiter:innen auf die Straße zu legen (warum auch???), sollen die Beamten brutal zugeschlagen haben, der Apotheker erlitt mehrere Prellungen. Trotz zahlreicher Zeugen und sogar Handyvideos vom Vorfall, die seine Aussage wohl bestätigen, rechnet sein Anwalt mit einem langen Verfahren wegen der Anzeige einer „Körperverletzung im Amt“. Was im Artikel nur kurz erwähnt wird, ist die Gegenanzeige der Polizisten wegen „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“ nach §113 StGB. Womöglich ist es weder dem Apotheker noch seinem Anwalt bewusst, dass er damit wohl automatisch im kommenden BKA-Lagebild als Tatverdächtiger für Gewalt gegen (!!!) Polizeibeamt:innen erfasst wird und die beiden prügelnden Polizisten – als Opfer. (….) Als vor vier Jahren §114 StGB „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ als Strafverschärfung bei (einfachen) Körperverletzungen zum Nachteil von Polizist:innen eingeführt wurde, ist dieser Straftatenkatalog zwar erweitert worden. Er wurde an anderer Stelle jedoch nicht reduziert und bei den Widerstandsdelikten hätte genau das passieren müssen!
Im Zuge der Strafverschärfung bei „Tätlichen Angriffen“ wurden diese nämlich aus dem §113 StGB „Widerstand“ herausgelöst und dort die entsprechende Formulierung gestrichen. Bis zum Bundeslagebild 2017 konnten „Tätliche Angriffe“ im Rahmen einer Widerstandshandlung also durchaus als Widerstandsdelikte erfasst werden. Seitdem aber wäre ein solcher „Tätlicher Angriff“ genau das: Ein Tätlicher Angriff im Sinne des §114 StGB. DAS WIEDERUM HEISST Seit dem Bundeslagebild 2018 ist die ohnehin willkürliche Definition des Straftatenkatalogs bei „Gewalt gegen Polizei:vollzugsbeamt:innen“ im Fall des Widerstandsdelikts vollkommen widersinnig. Bei diesem Delikt geht es auch nicht mehr in seltenen Ausnahmefällen um Gewalt gegen Personen. Sondern ausschließlich noch um eine mögliche Straftat gegen einen staatlichen Vollstreckungsanspruch. (…) Das Lagebild beziffert die bundesweiten „Gewalttaten gegen PVB“ (Polizeivollzugsbeamt:innen) für das Jahr 2020 auf insgesamt 38.960 Fälle und die davon betroffenen „Opfer“ auf 84.831. Davon wurden allerdings 44.213 Beamt:innen lediglich „Opfer“ eines Widerstandsdelikts und somit mehr als die Hälfte (52,1%)! Das heißt: Sie selbst sahen sich veranlasst, Gewalt auszuüben oder anzudrohen, um einen Widerstand zu brechen, der nachweislich keinen körperlichen Angriff darstellte. Diese Gewalt kann durch das Einschlagen einer Seitenscheibe an einem Kraftfahrzeug ausgeübt werden oder aber auch durch das Zusammenknüppeln eines Apothekers.

via volksverpetzer: BKA-STATISTIK MACHT GEWALTTÄTIGE BEAMTE ZU OPFERN & IHRE OPFER ZU TÄTERN

#Fretterode – #POLIZIST FRAGT NAZI-ANWALT IN #GERICHTSPAUSE: „WAR DAS IN ORDNUNG, WAS ICH GESAGT HABE?“ – #polizeiproblem

Parteiische Polizeiarbeit: Ein Polizist steht als Zeuge vor Gericht. Er hat nach dem Überfall auf Journalisten durch die Neonazi-Angreifer in Fretterode nicht verhindert, dass Gegenstände aus dem Tat-Auto geräumt wurden. Die Beweislage wurde damit verschleiert. Nach seiner Aussage fragt er den Neonazi-Verteidiger: „War das in Ordnung, was ich da gerade gesagt habe?“ Vor dreieinhalb Jahren machten Neonazis aus dem Umfeld des NPD-Kaders Thorsten Heise in Thüringen Jagd auf zwei Journalisten und verletzten sie schwer. Während des Prozesses gegen die mutmaßlichen Angreifer vor dem Landgericht Mühlhausen wurden am Montag vier Polizeibeamte vernommen. Sie waren an den Ermittlungen am Tatort beteiligt. Am Tattag, dem 29. April 2018, waren sie konkret damit betraut, an den Häusern des Neonazis Thorsten Heise zu ermitteln. Erfolgreich waren sie dabei nicht. Mehr noch: Für die Ankläger:innen und die Opfer des Überfalls taten sich dabei jedoch enorme Abgründe der Ermittlungsarbeit auf. Denn die Aussagen der Streifenpolizisten zeigten eklatante Mängel in den Ermittlungen direkt nach dem Tatgeschehen auf. Es scheint, als hätten sie ohne jeden Versuch des Eingreifens  zugesehen, wie die Beschuldigten und weitere Personen aus deren Umfeld kurz nach der Tat Beweise vernichteten. „Die Qualität der Ermittlungsarbeit der Polizeibeamten vor Ort ist abgründig, grenzt an Arbeitsverweigerung und ist einzig mit schlechter Ausbildung nicht mehr zu erklären“, ärgert sich Rechtsanwalt der Anklage, Sven Adam, über die Ermittlungsfehler der Eichsfelder Polizei. (…) Bei den beiden mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Heises Sohn Nordulf und um Heises politischen Ziehsohn Gianluca Bruno. Die beiden Angegriffenen erkannten die mutmaßlichen Täter und informierten die Polizei, die daraufhin zwei Streifenwagen zum Anwesen von Thorsten Heise schickte. Ein Wagen stellte sich dann vor, der andere hinter das Haus, auf dessen Grundstück das Auto der Angreifer parkte. Der hintere Wagen hatte Anweisungen zur Observation des Autos, sollte aber das Gelände laut Einsatzbefehl nicht betreten. Obwohl die Beamten das Auto auf dem Heise-Gelände beobachteten, konnten diverse Personen, darunter Thorsten und seine Ehefrau Nadine Heise, sowie ein nicht näher identifizierter „Mieter“ unter den Augen der Beamten über Stunden etliche Gegenstände aus dem Fahrzeug entnehmen und hineinlegen, berichtet NSU Watch vom Prozess. Weder fertigten die Polizisten Bilder der Personen an, noch schritten sie ein. Zwei Stunden hätten die mutmaßlichen Täter und Familie Heise also Zeit gehabt, um Beweise verschwinden zu lassen, bis mit einer „Durchsuchung“ des Wohnhauses der Familie Heise begonnen wurde. Zwei Beamte wurden schließlich von Thorsten Heise eingeladen, das Haus zu durchsuchen. Heise führte die beiden Beamten durch sein Haus, wobei sie lediglich in großen Schränke schauten, aber keine Schubladen öffneten. (…) Doch die „Polizeipannen“ sind damit noch nicht zu Ende: Nach ihren Aussagen sprachen zwei der Beamte in einer Verhandlungspause mit dem Verteidiger von Heises Sohn, dem Szeneanwalt Wolfram Nahrath, damals Pflichtverteidiger des NSU-Unterstützers Ralf Wohlleben. Zeugen berichten, dass einer der bereits vernommenen Beamten Nahrath fragte: „War das in Ordnung, was ich da gerade gesagt habe, oder war das total kacke?“ Die Eichsfelder Polizei sei keine Hilfe gewesen, meint Rechtsanwalt Adam. Außerdem lässt „das Gespräch mit einem der Verteidiger in einer Verhandlungspause unangenehm viel Raum für Spekulationen hinsichtlich der Gründe für dieses Versagen“, so Adam. Wie genau das Verhältnis der Beamten in diese klandestine Neonazi-Szene um Thorsten Heise ist, darüber können auch wir nur spekulieren. Vor Gericht gab einer der Beamten an, man habe öfter mit dem Haus der Heises zu tun. Ab und an kämen Leute von der Göttinger Antifa, die sich als Journalisten ausgäben. Über diese Aussage sind die beiden Journalisten besonders sauer. „Das ist nur ein weiteres Beispiel für die von den Nazis vorangetriebene Täter-Opfer-Umkehr, da frage ich mich schon, ob dem Beamten die Wichtigkeit der journalistischen Recherche über das Netzwerk bewusst ist“, so einer der Angegriffenen gegenüber Belltower.News.

via belltower: Fretterode – POLIZIST FRAGT NAZI-ANWALT IN GERICHTSPAUSE: „WAR DAS IN ORDNUNG, WAS ICH GESAGT HABE?“

ZAHLREICHE ZEUGEN – #Polizei traktiert #Apotheker vor eigenem #Laden mit #Schlagstöcken – #polizeigewalt #polizeiproblem #strukturellerRassismus #staatsgewalt

Auf dem Parkplatz einer Apotheke bei Frankfurt kontrolliert die Polizei Verkehrsteilnehmer. Der Apotheker will das verhindern – und landet auf der Wache. Ein Video einer Auseinandersetzung zwischen Polizei und einem Apotheker aus Kelsterbach nahe Frankfurt* sorgt im Netz für Furore. Darin ist ein handfester Streit zwischen einem Mann und zwei Polizeibeamten auf einem Parkplatz zu sehen. Die Polizisten traktieren den Mann mit Schlagstöcken und versuchen, ihn zu Fall zu bringen. Der Mann – Inhaber einer Apotheke, auf dessen Parkplatz sich der Streit austrug – wehrt sich. Der Vorfall ereignete sich bereits am 20. September. In der kurz darauf erschienen Polizeimeldung schreibt das Polizeipräsidium Südhessen, dass ein „35-Jähriger nach Widerstand vorläufig festgenommen“ wurde. Er soll eine Polizeikontrolle gestört haben. „Mit erhobenen Armen kam er laut brüllend auf die Streife zu und forderte, sofort den Parkplatz zu verlassen“, heißt es in der Meldung. Die Beamten entschlossen sich zu einer Überprüfung des Mannes, der die Apotheke betreibt, zu der der Parkplatz gehört. Die Überprüfung eskalierte: Laut dem Bericht der Polizei Südhessen soll der 35-Jährige sich gegen die Maßnahmen gewehrt und einen der Beamten „leicht im Gesicht“ verletzt haben. Später wurde er auf die Wache mitgenommen und Strafanzeige gegen ihn erstattet.
Kelsterbach: Apotheker widerspricht Polizei. Jetzt äußert sich der Apotheker aus der Nähe von Frankfurt selbst zu den Vorwürfen – und stellt den Vorfall ganz anders dar als die Polizei. Sein Name ist Dr. Okan Osman-Oglou. Er habe beobachtet, wie die Polizei seinen privaten Parkplatz für Kontrollen nutzte, so Osman-Oglou gegenüber der Apotheker-Website Apotheke Adhoc, die sich hauptsächlich Themen rund um das Gesundheitswesen widmet. Unter den Kontrollierten befanden sich auch Kunden und ein Lieferant der Apotheke. Nach eigener Aussage wollte Osman-Oglou nur sein Hausrecht durchsetzen. Er wollte damit verhindern, dass die Polizei seine Parkplätze blockiere. Dabei blieb er selbst freundlich, wie er Apotheke Adhoc sagte. Zeugen könnten dies bezeugen. Trotzdem änderte sich die Stimmung rasant. „Ich bin herausgegangen und habe die Polizisten darauf hingewiesen, dass ich nicht möchte, dass sie diese Kontrollen unangekündigt auf meinem Privatparkplatz machen“, so Osman-Oglou. Einer der Beamten war gerade nach Aussage Osman-Oglous damit beschäftigt, einen der Apotheken-Kunden wegen eines Gurtverstoßes im Straßenverkehr abzukassieren. Er soll sofort aggressiv reagiert und Osman-Oglou angebrüllt haben. Eskalation vor Apotheke bei Frankfurt: War es Polizeigewalt? Osman-Oglou solle sich ausweisen, forderten die Polizisten. Der Apotheker aus der Nähe von Frankfurt habe aber keinen Ausweis dabei gehabt, da er zuvor im Geschäft verkauft habe. Die Situation eskalierte weiter: Osman-Oglou sollte sich auf den Boden legen – er weigerte sich. „Ich kann mir nicht erklären, warum ich plötzlich wie ein Schwerverbrecher vor meiner Apotheke behandelt wurde“, so Osman-Oglou gegenüber der Bild. Die Polizisten begannen aufgrund der Weigerung Osman-Oglous, mit einem Schlagstock auf ihn einzuschlagen. Schließlich wurde der Apotheker mit auf die Wache genommen; für kurze Zeit, dann war er wieder auf freiem Fuß. Am nächsten Tag ließ er sich laut Apotheke Adhoc im Krankenhaus untersuchen. Ein Arzt attestiert ihm Prellungen und Ödeme.

via fnp: ZAHLREICHE ZEUGEN – Polizei traktiert Apotheker vor eigenem Laden mit Schlagstöcken

siehe auch: INHABER KÄMPFT GEGEN POLIZEIGEWALT – Wegen Kundenparkplätzen: Polizei schlägt Apotheker zusammen. Kampf um Gerechtigkeit: Inhaber Dr. Okan Osman-Oglou wurde Opfer mutmaßlicher Polizeigewalt und versucht nun, sein Recht einzuklagen.Foto: Dr. Okan Osman-Oglou
Berlin – Ein Apothekeninhaber im hessischen Kelsterbach versucht sich derzeit gegen einen Fall unverhältnismäßiger Polizeigewalt zur Wehr zu setzen. Anscheinend ohne erkennbaren Grund war er in der vergangenen Woche vor seinem eigenen Betrieb auf offener Straße von zwei Polizisten mit Teleskopschlagstöcken zusammengeschlagen worden. Normalerweise ist die Aufklärungsrate bei solchen Fällen erschreckend gering, doch es gibt zahlreiche Zeugen – nicht zuletzt, weil sein Team und seine Kunden Zeugen des Vorfalls wurden. (…) Weil er sich gegen polizeiliche Maßnahmen gewehrt habe, sei er letztlich festgenommen worden. Allerdings: Jener Verkehrsteilnehmer, der kontrolliert worden war – also das Geschehen aus nächster Nähe beobachtete – schildert die Situation gänzlich anders. In seiner Zeugenaussage, die APOTHEKE ADHOC vorliegt, stützt er eindeutig Osman-Oglous Darstellung des Sachverhalts. Er habe von Beginn an beobachten können, wie der Inhaber auf den Polizisten zuging „und in keinerlei provokanter Art ihn fragte oder bat, zukünftig nicht mehr die Kundenparkplätze mit dem Polizeidienstwagen zu blockieren, das wären seine Plätze und er sei der Apotheker. Er hat das auch in einer ganz normalen, sachlichen und eher freundlichen Form vorgetragen, worauf der Polizist reagierte mit der Nachfrage, ob er irgendwas wolle“, so die Aussage. Osman-Oglou wiederholte seine Bitte, woraufhin der Polizist „ganz ad hoc laut wurde“ und ihn gefragt habe, ob er ihn beleidigen oder provozieren wolle. Er wolle jetzt sofort seinen Ausweis sehen.
„Das überraschte den Apotheker sichtlich auch in der Weise, weil er damit nicht zu rechnen hatte und sich auf seinem gekauften oder gepachteten Grundstück berechtigt sah, die Frage des Parkens zu stellen“, so der Zeuge. Die folgende körperliche Auseinandersetzung sei lediglich zwischen dem Apotheker und einem der Polizisten abgelaufen. „Der andere machte eher einen zurückhaltenden Eindruck, griff auch körperlich nicht ein“, so der Zeuge. Doch das sollte sich schnell ändern. Denn vom Polizisten traktiert habe Osman-Oglou darauf bestanden, gemeinsam in das gegenüberliegende Polizeirevier zu gehen, um die Sache dort zu klären – nicht direkt vor seiner Apotheke. Doch beide Polzisten seien entschlossen gewesen, ihn festzuhalten, schildert es der Zeuge. So endete es auf der Mitte der Straße in „zunehmender Aggression seitens beider Polizeibeamten, sodass auch dem Herrn Dr. Oglou mit einer Art Schlagstock in die Kniekehle und seitlich an die Beine geschlagen wurde, um ihn zu Boden zu bringen.“ Dabei verlor er noch seine Brille, die „glücklicherweise nicht durch die sechs Füße, die da herumtraten, kaputtging.“

#Police, Service Members Bragged About Credentials To Join #OathKeepers: Reports

“I was wondering what was required to become an oath keeper,” one Texas soldier reportedly wrote in an email to the violent extremist group. Records hacked from the Oath Keepers show that interest in joining the violent, far-right extremist group surged following the deadly U.S. Capitol riot on Jan. 6 ― including among law enforcement and the military, according to BuzzFeed News and The Guardian. Some of the membership records were made available to journalists this week by the group Distributed Denial of Secrets, a nonprofit that makes hacked data available to the press and to researchers. “I was wondering what was required to become an oath keeper,” wrote one person who said he was an active-duty soldier at Fort Hood, Texas, according to BuzzFeed News. The email, dated Jan. 19, noted that the author was “not liking what the world is coming to” and had “a growing concern for our nation.” Oath Keepers were among the supporters of former President Donald Trump who stormed the Capitol building in January, leaving several people dead. More than a dozen have been arrested and charged in connection with the violence. BuzzFeed News’ analysis of email addresses found in the data indicated that as many as 500 people who sought Oath Keeper membership over the past decade may be currently or formerly “employed by the military, state or local police, sheriff’s departments, or federal law enforcement.” The outlet noted that many did not appear to be active members of the group. Despite a clear conflict of interest between law enforcement work and the anti-government Oath Keepers, some would-be members bragged about their credentials in their messages. “I have a wide variety of law enforcement experience, including undercover operations, surveillance and SWAT,” one person wrote on a membership application, according to USA Today, although it is not clear when the message was sent. Another person reportedly declared that they were “currently working as a deputy sheriff in Texas” in their message to the group.

via huff: Police, Service Members Bragged About Credentials To Join Oath Keepers: Reports

siehe auch: Exclusive: Oath Keepers leak includes 160 U.S. military, government email addresses. The controversial militia’s membership list was leaked online after an alleged hack. Official military and government email addresses can be found throughout a leaked membership list from the Oath Keepers militia. The paramilitary group, which is currently embroiled in controversy after 19 of its members were arrested and charged for their alleged involvement in the Jan. 6 Capitol riot, had its data exposed on Monday after allegedly being targeted by a hacker. The 5GB data cache, most of which was made public by the journalism and transparency collective DDoSecrets, contains emails and group chats as well as information on members and donors. Among the files included is an alleged membership list filled with more than 38,000 emails. Some of the entries show corresponding names, physical addresses, phone numbers, and IP addresses. The membership list does not detail whether an alleged member is or was ever active with the Oath Keepers. An email address on the list does not necessarily mean they are a member. Analysis of the data by the Daily Dot found 160 alleged members who shared their official military or government emails with the militia. It is unclear whether the alleged members are currently active within the paramilitary group. Approximately 28 email addresses included in the list use the .gov domain, including those from local city governments to sheriff’s departments. Other email addresses are linked to more obscure government bodies, like the California Department of Water Resources (DWR). Federal agencies such as the Department of Homeland Security (DHS), Federal Aviation Administration (FAA), and National Aeronautics and Space Administration (NASA) are represented in the data as well. One domain even originates from the Los Alamos National Laboratory, a Department of Energy (DOE) lab that helped design nuclear weapons during World War II. A total of 132 email addresses found in the list used the .mil domain, 100 of which were from the U.S. Army. Other branches of the military found on the list include the U.S. Air Force, U.S. Navy, U.S. Coast Guard, and U.S. Marine Corps.

Interna im Fall Lina E. durchgestochen – :Ermittlungen gegen die Ermittler – #polizeiproblem

Im Fall Lina E. beruhen die Vorwürfe auf Ermittlungen der Soko Linx. Nun wird gegen die Beamten ermittelt – wegen Durchstechereien an Medien. Die Soko Linx des LKA Sachsen ermittelt gegen linksextreme Straf­tä­te­r:in­nen – nun aber wird auch gegen die Soko selbst ermittelt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz bestätigte am Freitag der taz, dass im Kontext der Ermittlungen zum Fall Lina E. ein Verfahren wegen Verrats von Dienstgeheimnissen eingeleitet wurde. Das Verfahren sei von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zugewiesen und vor wenigen Tagen eingeleitet worden. Es werde gegen unbekannt geführt, so die Sprecherin. Weitere Auskünfte gab die Behörde nicht. Die Ermittlungen waren am Donnerstag im Prozess gegen Lina E. publik geworden. Seit September wird gegen die 26-jährige Leipzigerin vor dem Oberlandesgericht Dresden verhandelt, weil sie mit anderen Autonomen eine linkskriminelle Gruppe gebildet und mehrere Überfälle auf Rechtsextreme verübt haben soll. Am Donnerstag sagte ein Ermittler der Soko Linx aus, der überraschend mit einem Rechtsanwalt erschien. Auf Nachfragen zur Soko Linx verweigerte er teils Antworten und berief sich über seinen Anwalt auf sein Zeugnisverweigerungsrecht, da möglicherweise Ermittlungen gegen ihn liefen.
Interna erschienen im weit rechten Compact-Magazin. Im Fall Lina E. waren wiederholt interne Informationen aus den Ermittlungsakten im Compact-Magazin erschienen, das der Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfall führt. Ihre Verteidiger hatten deshalb bereits vor Monaten Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der strafbaren Weitergabe von Ermittlungsakten durch die Ermittlungsbehörden gestellt. Auch zu Prozessbeginn beklagten sie die Durchstechereien. Das Verfahren gegen Lina E. solle offenbar „für rechte politische Interessen nutzbar gemacht werden“. Die öffentliche Diffamierung ihrer Mandantin sei „beispiellos“. Die Ermittlungen gegen die Soko Linx, die Ende 2019 gegründet wurde, reichen aber noch weiter. Nach taz-Informationen wird gegen die Ermittler schon länger auch wegen der Weitergabe von Interna im Fall des Leipzigers Henry A. ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, im September 2019 an einem Angriff von linken Fußballfans auf Anhänger des FC Lokomotive Leipzig beteiligt gewesen zu sein. Schon kurz nachdem im April diesen Jahres dazu Durchsuchungen im Leipziger Stadtteil Connewitz erfolgten, berichtete das Compact-Magazin auch dazu Ermittlungsinterna.

via taz: Interna im Fall Lina E. durchgestochen – :Ermittlungen gegen die Ermittler

siehe auch: Pressemitteilung vom 30.09.21 – „Ist die Soko LinX eine kriminelle Vereinigung?“. Am 8. Verhandlungstag des Antifa Ost-Verfahrens wurde klar, dass gegen mehrere Beamte der Soko LinX ein Ermittlungsverfahren wegen der Weitergabe von Dienstgeheimnissen an unbeteiligte Dritte eröffnet wurde. Dabei soll es sich unter anderem auch um die Weitergabe von Akteninhalten aus diesem Verfahren an Medien handeln. In der Vergangenheit wurde immer wieder offensichtlich, dass Ermittlungsergebnisse und persönliche Daten an Medien, insbesondere das rechtsextreme Compact Magazin, preisgegeben wurden.  Diese Information kam bei der heutigen Vernehmung des Kriminalhauptkommissar Patrick H. (Soko LinX) ans Licht. Patrick H. war heute als Zeuge geladen und sollte als Sachbearbeiter im Fall Böhm befragt werden. So erschien er trotz seines Polizeizeugenstatus unüblicherweise direkt mit seinem Anwalt vor Gericht. Er hatte offenbar Angst vor der Befragung der Verteidigung. KHK H. berief sich im Zusammenhang mit der Frage, ob Beamte der Soko-LinX in diesem Verfahren Informationen an Dritte weitergegeben haben, auf sein Auskunftsverweigerungsrecht nach § 55 StPO. „Mit der Nutzung seines Zeugnisverweigerungsrechtes gesteht der Zeuge KHK H. ein, selbst Verdächtigter im Rahmen der Ermittlungen zu sein.“, schlussfolgert die Sprecherin Marta Zionek. Patrick H. bekam unerwartet Schützenhilfe von der sonst zurückhaltenden Bundesanwaltschaft, welche vehement darauf drängte, die Befragung zu unterbrechen. Zionek merkt weiter an: „Die Strategie der Bundesanwaltschaft baut auf den Ermittlungsthesen der Soko LinX auf. Stehen diese auf der Kippe, droht das Verfahren nach §129 eingestellt zu werden. Daran hat der GBA natürlich keinerlei Interesse.“