Mehrere vom Studierendenrat organisierte Veranstaltungen wurden am 6.10. vom Rektorat der Uni Leipzig verboten. Eine der betreffenden Veranstaltungen wurde vom StuRa gemeinsam mit der Gruppe CopWatch organisiert, zum Thema diskriminierende Polzeikontrollen. Ohne sein Verbot offiziell zu begründen, schlug das Rektorat jedes weitere Gesprächsangebot der Studierenden aus. Der StuRa besitzt ein Anrecht auf Räumlichkeiten der Universität. Am 13.10. soll die Veranstaltung nun dennoch im Innenhof der Uni abgehalten werden. Am 7.10., einen Tag nach dem Verbot, störten mehrere Polizist_innen einen Vortag des Klima-Bündnisses „Ende Gelände“ in einem Hörsaal der Uni unter dem Vorwand man wäre über eine „Versammlung“ informiert. Polizeipräsenz in Hörsälen ist äußert unüblich, der Sicherheitsdienst der Uni war an diesem Tag wie gewöhnlich verfügbar. „Das stellt ein absolutes No-Go für Freiheit von Forschung und Lehre dar! Die Uni-Leitung sollte lieber die Unversehrtheit der Studierenden gewährleisten, statt die Polzei in Hörsäle zu lassen oder kritische Veranstaltungen zu unterbinden“, so die Vortragende, Sina Reisch von Ende Gelände. Ob ein Zusammenhang zwischen Verbot und Polizeikontrolle besteht ist bislang unklar. „Die Uni beruft sich stets auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung aber selber schränkt sie die Meinungsfreiheit auf dem Campus ein. Die Uni-Leitung hat uns nicht vorzuschreiben, welche Themen auf dem Campus behandelt werden. Wir werden die CopWatch-Veranstaltung dennoch abhalten, auf dem Innenhof direkt vor der Nase des Rektorats!“, so Daria Bachmann vom Studierendenrat der Uni Leipzig, AG Kritische Einführungswochen.

via la-presse: Uni-Leitung zensiert Einführungswoche von Hochschulgruppen; kurz darauf Polizei-Kontrolle im Hörsaal