Außenpolitischer Sprecher – Der AfD-Abgeordnete spielte, der Kreml zahlte

Die AfD-Fraktion im Bundestag hält trotz seines angeblich unpolitischen Nebenjobs in Moskau an ihrem außenpolitischen Sprecher fest. Nun stellt sich heraus: Russisches Staatsgeld floss in die Konzerte des Cellisten. Die Konzertauftritte des AfD-Abgeordneten Matthias Moosdorf in Russland sind durch staatliche Gelder des Kremls ermöglicht worden. Das geht aus einer offiziellen Datenbank hervor, die t-online ausgewertet hat. Demnach erhielt die Stiftung “Brücke der Künste” des deutschen Kulturmanagers Hans-Joachim Frey mehr als 600.000 Euro für die beiden Tschaikowsky-Festivals, in deren Rahmen Moosdorf Cello-Konzerte in Russland gab. Zur Verfügung gestellt wurde das Geld von Putins “Präsidialfonds für Kulturinitiativen”, den unabhängige russische Medien als “Futtertrog für Propagandisten” bezeichnen. In den Begleittexten zu Moosdorfs Konzerten wurde der Fonds ausdrücklich als Sponsor gelistet. Moosdorf antwortet nicht Moosdorf, der auch außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion ist, reagierte nicht auf eine aktuelle Anfrage von t-online, in welcher Höhe er Honorare für die zwei Auftritte in St. Petersburg erhalten habe. Auf eine frühere hatte er geantwortet, das Honorar für das Konzert in der Eremitage in St. Petersburg im September 2024 sei “international üblich für diese Art von Rahmen” gewesen. Offen blieb weiter, wer für die Reisen 2023 und 2024 die Flug- und Hotelkosten übernahm und welche Rolle Freys Stiftung bei Moosdorfs kürzlich übernommener Honorarprofessur an der Moskauer Gnessin-Musikhochschule spielt, die vom russischen Kulturministerium finanziert wird.

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Proteste gegen AfD-Parteitag 2025: Bündnis „Widersetzen” mobilisiert für Aktionen in Riesa

Am 28.11.2024 rief das Bündnis Widersetzen Leipziger Bürger:innen auf, die Protestvorbereitungen gegen den AfD-Parteitag am 11.01.2025 anzustoßen. Gewerkschaften, Organisationen und Einzelpersonen setzen ein Zeichen gegen Hass und Hetze. Planungen laufen. Schon am 29.06.2024 organisierte das Bündnis Widersetzen eine Aktion, um den AfD-Parteitag in Essen zu stören. Ziel war es, ein starkes Zeichen gegen die AfD zu setzen und den Parteitag zu behindern. Laut Bündnis nahmen 7.000 Menschen am Aktionstag teil und sorgten mit „zivilem Ungehorsam” dafür, dass der Parteitag um eine halbe Stunde verzögert wurde. Auch die Öffentlichkeit wurde aufmerksam: Die Medien berichteten über skandalisierte Vorfälle, wie angebliche Angriffe auf AfD-Politiker:innen. Besonders wurde über den AfD-Politiker Stefan Hrdy berichtet, der Demonstrierende angespuckt und bei einem weiteren Vorfall einer Person ins Bein gebissen haben soll. Das Bündnis kritisiert zudem scharf das Vorgehen der Polizei, die solidarische Demonstrierende nicht nur verbal und physisch schikaniert haben soll, sondern auch Verletzungen wie Arm-, Nasen- und Jochbeinbrüche verursachte. Diese Vorfälle werden weiterhin dokumentiert und öffentlich thematisiert. (…) Die geplanten Aktionen am 11.01.2025 rund um die WT Energiesysteme Arena in Riesa sollen kreative Protestformen, Kulturveranstaltungen und politische Bildungsangebote umfassen. Ziel ist es, den Veranstaltungsort des AfD-Parteitags symbolisch zu umrahmen und als solidarische Gesellschaft ein Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen. Wie Sie den Widerstand gegen die AfD aktiv unterstützen können – Infos auf Widersetzen.com Das Bündnis plant die Proteste gemeinsam mit den Behörden, um ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, das friedliche und abgesicherte Aktionen ermöglicht. Unterstützt wird Widersetzen vor allem von solidarischen Privatpersonen, die ihre Freizeit für die Organisation einsetzen.

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Untersuchungsausschuss zu rechtsextremer Anschlagsserie: Berliner Landgericht gibt vor Urteil Akten zum Neukölln-Komplex frei

Am Donnerstag soll das Urteil gegen die Neonazis Sebastian T. und Tilo P. fallen. Und der Berliner Untersuchungsausschuss bekommt die Ermittlungsakten. Eine Grundsatzfrage wird aber nicht entschieden. Kurz vor der Urteilsverkündung zu zwei mutmaßlich rechtsextremistischen Brandanschlägen am Donnerstag hat die Staatsschutzkammer des Berliner Landgerichts I die Ermittlungsakten für den Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zum Neukölln-Komplex freigegeben. Damit bleibt eine grundsätzliche Frage zum Verhältnis von Justiz und Parlament wohl unbeantwortet: Der Verfassungsgerichtshof muss nicht mehr über die Klage des Ausschusses gegen das Landgericht I zur Herausgabe der Akten während eines laufenden Strafprozesses entscheiden. Parlament wie auch Strafjustiz kommen ohne Schaden heraus aus dem Fall. Die Vorsitzende Richterin der Kammer, Susann Wettley, will am Donnerstag im Berufungsprozess das Urteil gegen die beiden angeklagten Neonazis, Sebastian T. und Tilo P., verkünden. Sie gelten als Hauptverdächtige in der rechten Anschlagsserie in Berlin-Neukölln, die im Fokus der Arbeit des Untersuchungsausschusses steht.

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Streit in der AfD Nordrhein-Westfalen – Landesvorstand blockiert Direktkandidaturen

Der Streit in der AfD NRW eskaliert: Der Landesvorstand um Martin Vincentz blockiert die Direktkandidaturen der Abgeordneten Helferich und Beckamp. Der Streit in der AfD Nordrhein-Westfalen eskaliert: Der Landesvorstand um Martin Vincentz hat nun den beiden Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich und Roger Beckamp die Unterschrift für ihre Wahlkreiskandidaturen verweigert. Beide waren von ihren Kreisverbänden für die vorgezogene Bundestagswahl im Februar aufgestellt worden. Doch die eigentlich formal noch erforderliche Unterschrift, damit die Kandidatur offiziell werden kann, verweigert der Landesvorstand nun und blockiert damit die beiden Kandidaten. Sowohl Beckamp als auch Helferich sind gut vernetzt in extrem rechten Kreisen. Beide sind für offenen Rassismus bekannt. Seit Monaten machen die beiden Stimmung gegen den Landesvorstand, der mit dem Höcke-Lager über Kreuz liegt und sich gerne als liberalkonservativ verharmlost. Nun hat der zurückgeschlagen. Helferich, der sich mal als das „freundliche Gesichts des NS“ bezeichnet hatte, machte den Vorgang am Montag öffentlich und höhnte auf X: „Vincentz’ Frau tut mir leid: Er scheint von mir besessen zu sein. Heute legte der Landesvorstand Einspruch gegen die Wahl von Roger und mir als Direktkandidaten ein. Man ist im Vincentz-Lager wohl so verzweifelt, dass man nun Wahlen rückgängig macht.“ Der Pressesprecher von Vincentz bestätigte der taz, dass der Landesvorstand die Kandidatur nicht unterstützt. Hintergrund sei unter anderem das laufende Parteiausschlussverfahren gegen Helferich.

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Könnte Maximilian Krah für einen CDU-Mann zum Problem werden?

Wolfgang Dahler, CDU-Bundestagskandidat aus dem schwäbischen Biberach, sorgt mit einem früheren Kanzleikollegen für Aufsehen: Der Rechtsanwalt wird für die vorgezogenen Wahlen im Februar 2025 wahrscheinlich in den Bundestag einziehen – sein Wahlkreis gilt als sicherer Hafen für die CDU. Dabei arbeitet er in einer Kanzlei, in der es zeitweilig keine Brandmauer zu dem schillerndsten AfD-Politiker Maximilian Krah gab. Der AfD-Rechtsaußen war bis vor einigen Monaten als Anwalt bei der Kanzlei Solutio Schneider in Biberach registriert. Das kam im Juli 2023 ans Licht, als die AfD Krah gerade als Spitzenkandidat die Europawahl aufgestellt hatte. Und in eben dieser Kanzlei ist der jetzt frisch gebackene CDU-Bundestagskandidat Dahler bis heute tätig. Die Nachricht verblüffte. Denn Krah, selbst ehemaliges CDU-Mitglied, fordert die „Zerstörung der CDU“. In der AfD trifft er unverblümt rechtsradikale und völkische Aussagen: Er hofft auf den Erfolg Russlands im Krieg gegen die Ukraine, weil die „politische Rechte dabei gewinnen“ könne. Krah plädiert für die Abschaffung der universellen Menschenrechte. Menschen mit migrantischem Hintergrund will der er das Leben in Deutschland „vergällen“, um in „urbanen Gebieten“ die „kulturell deutsche Ordnung“ wiederherzustellen und äußert Verständnis für Mitglieder der SS. (…) Als CORRECTIV Solutio Schneider zu ihrem Verhältnis zu Krah befragt, schaltet diese Medienanwälte ein. Die teilen mit, dass die „die einzige Schnittstelle zur Person Krah“ darin gelegen habe, dass der AfDler als zugelassener Rechtsanwalt „über die Kanzlei unserer Mandantin eingetragen war, es heute aber nicht mehr ist“. Weiter schreiben die Medienanwälte, dass die Kanzlei und deren Inhaber Armin Schneider „zu keinem Zeitpunkt irgendetwas mit der politischen Betätigung Herrn Krahs zu tun hatten”. Gegenüber der Schwäbischen Zeitung räumte Armin Schneider von der Kanzlei im August 2023 Kontakte ein: „Maximilian Krah ist ein langjähriger Bekannter von mir, den ich beruflich veranlasst kennengelernt habe“, sagte er damals.

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Test: Russland koppelt drei Regionen vom globalen Internet ab

Russland hat “Ersatzinfrastrukturen” für den russischen Teil des Internets erprobt. Berichten zufolge waren drei Regionen vom Ausland abgekoppelt. Russland hat am Wochenende die Abkoppelung mehrerer Regionen vom globalen Internet erprobt. Der Test diente russischsprachigen Medien zufolge dazu, die Funktionsfähigkeit eines rein inländischen Netzwerkes zu erproben. Dies hatte die russische Zensurbehörde Roskomnadsor so angekündigt. Es handele sich dabei um jährliche Tests, die darauf abzielten, die Ersatzinfrastruktur auf den Prüfstand zu stellen. Betroffen waren Medienberichten zufolge die Regionen Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien. Im Zuge der Abkoppelung, die am 6. und 7. Dezember erfolgt sei, hätten Nutzer in den betroffenen Regionen keine Möglichkeit mehr gehabt, sich mit Messengerdiensten wie WhatsApp oder Telegram zu verbinden, berichtet der US-Think-Tank “Institute for the Study of War” unter Berufung auf verschiedene Quellen. Neben ausländischen seien auch einige inländische Websites nicht mehr erreichbar gewesen. Auch per VPN gab es kein Herauskommen aus der Isolation. Zur Auswahl der Regionen gibt es Vermutungen, dass der mehrheitlich muslimische Anteil der Bevölkerung und politische Instabilität den Ausschlag gegeben haben, dort bevorzugt zu testen. So könnte eine Große Firewall nach dem Vorbild Chinas (Projekt Goldener Schild) auch ein innenpolitisches Instrument darstellen, um Unruhen zu bekämpfen. Pläne für das “Staatsinternet” werden schon seit Jahren verfolgt.

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‘Belligerent critic’: 75 Nobel Laureates beg senators to shut down major Trump nomination

A group of 75 Nobel laureates are concerned that there will be a disaster for public health, with someone like Robert F. Kennedy Jr. leading the Department of Health and Human Services. The New York Times reports that “it’s the first time in recent memory that Nobel laureates have banded together against a Cabinet choice,” according to 1993 winner, Richard Roberts, who helped draft the letter to Senators. The physiologist called out Kennedy for “political attacks on science,” which he called “very damaging.” “You have to stand up and protect it,” Roberts added. The letter says Kennedy, an environmental lawyer by trade, lacks ” credentials” in medicine and science. “Placing Mr. Kennedy in charge of DHHS would put the public’s health in jeopardy and undermine America’s global leadership in the health sciences,” it continues. Kennedy has a history of vaccine skepticism and seeks to withdraw fluoridation in drinking water. The letter also points out that Kennedy has been a “belligerent critic” of the government agencies he would oversee, such as the Food and Drug Administration, the Centers for Disease Control and Prevention, and the National Institutes of Health. Kennedy has already pledged to fire hundreds of NIH employees and alleged that the FDA waged a “war on public health.”

via rawstory: ‘Belligerent critic’: 75 Nobel Laureates beg senators to shut down major Trump nomination