Die AfD-Fraktion im Bundestag hält trotz seines angeblich unpolitischen Nebenjobs in Moskau an ihrem außenpolitischen Sprecher fest. Nun stellt sich heraus: Russisches Staatsgeld floss in die Konzerte des Cellisten. Die Konzertauftritte des AfD-Abgeordneten Matthias Moosdorf in Russland sind durch staatliche Gelder des Kremls ermöglicht worden. Das geht aus einer offiziellen Datenbank hervor, die t-online ausgewertet hat. Demnach erhielt die Stiftung “Brücke der Künste” des deutschen Kulturmanagers Hans-Joachim Frey mehr als 600.000 Euro für die beiden Tschaikowsky-Festivals, in deren Rahmen Moosdorf Cello-Konzerte in Russland gab. Zur Verfügung gestellt wurde das Geld von Putins “Präsidialfonds für Kulturinitiativen”, den unabhängige russische Medien als “Futtertrog für Propagandisten” bezeichnen. In den Begleittexten zu Moosdorfs Konzerten wurde der Fonds ausdrücklich als Sponsor gelistet. Moosdorf antwortet nicht Moosdorf, der auch außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion ist, reagierte nicht auf eine aktuelle Anfrage von t-online, in welcher Höhe er Honorare für die zwei Auftritte in St. Petersburg erhalten habe. Auf eine frühere hatte er geantwortet, das Honorar für das Konzert in der Eremitage in St. Petersburg im September 2024 sei “international üblich für diese Art von Rahmen” gewesen. Offen blieb weiter, wer für die Reisen 2023 und 2024 die Flug- und Hotelkosten übernahm und welche Rolle Freys Stiftung bei Moosdorfs kürzlich übernommener Honorarprofessur an der Moskauer Gnessin-Musikhochschule spielt, die vom russischen Kulturministerium finanziert wird.

via t-online: Außenpolitischer Sprecher Der AfD-Abgeordnete spielte, der Kreml zahlte