Nach Neonazi-Angriff mit Machete: Hunderte Menschen demonstrieren in Berlin

Nach Neonazi-Angriff mit Machete: Hunderte Menschen demonstrieren in Berlin. Ende März waren zwei 19-Jährige in Berlin-Friedrichshain brutal angegriffen worden. Am Sonntag haben sich Hunderte zum Protest versammelt. Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Berlin-Friedrichshain demonstriert, nachdem dort Ende März ein Mann und eine Frau durch eine Machete verletzt worden waren. In der Spitze seien am Sonntag 500 Menschen vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Berlin. Die Veranstaltung sei weitgehend störungsfrei gewesen. Ende März waren ein 19 Jahre alter Mann und eine 19 Jahre alte Frau in Berlin-Friedrichshain nach dem Besuch eines Lokals in der Jessnerstraße mit einer Machete verletzt worden. Die Polizei hatte damals mitgeteilt, dass zwei Männer nach dem Angriff in unbekannte Richtung geflüchtet seien und dabei verfassungsfeindliche Parolen gerufen haben sollen.

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US-Verteidigungsminister Hegseth wohl immer paranoider

Hinter den Kulissen wächst der Druck in Trumps Kabinett: Der Verteidigungsminister soll bereits gegen mögliche Nachfolger vorgehen. Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth soll aus “Paranoia” darüber, dass Heeresminister Dan Driscoll ihm den Posten streitig machen könnte, die Entlassung des ranghöchsten Generals der US-Armee vorangetrieben haben. Das berichteten aktuelle und ehemalige Regierungsbeamte der “New York Post”. Gleichzeitig zeichnet sich bereits ein möglicher Nachfolger für Driscoll ab, falls dieser selbst entlassen werden sollte. Hegseth forderte am Donnerstag überraschend den Rücktritt von Generalstabschef Randy George, dem wichtigsten militärischen Berater Driscolls – und das mitten im Iran-Krieg. Offizielle Gründe wurden nicht genannt. “Das Ganze wird von der Unsicherheit und Paranoia getrieben, die Pete seit ‚Signalgate‘ entwickelt hat”, sagte ein Insider der “New York Post”. Gemeint ist der Vorfall aus dem März 2025, bei dem Hegseth versehentlich einen Journalisten in einen Gruppenchat mit hochrangigen Sicherheitsbeamten aufgenommen hatte. Ein weiterer möglicher Grund für die Entlassung Georges könnte sein, dass dieser die Blockade des Verteidigungsministers zur Beförderung einiger schwarzer und weiblicher Offiziere im US-Militär kritisiert hatte, wie NBC News zuvor berichtete.

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„Wertloses Stück Scheiße“ – Urteil zu Todesschüssen auf Polizisten: Drohungen gegen Richter – Justizministerium reagiert

Seit dem Urteil am Landgericht Saarbrücken zu Todesschüssen auf einen Polizisten in Völklingen sehen sich Richter massiven Angriffen bis zu Selbstjustiz-Aufrufen ausgesetzt. Das Justizministerium reagiert auf Social-Media-Attacken wie bei Facebook. Tödliche Schüsse auf einen Polizisten in Völklingen: Auch Tage nach dem dazu gefällten Urteilsspruch am Landgericht in Saarbrücken lässt er die Menschen nicht zur Ruhe kommen. Viele diskutieren darüber und kommentieren die umstrittene Entscheidung der Richter. Dabei bleibt es aber nicht bei einer rein sachlichen Auseinandersetzung. Gravierende Vorwürfe bis hin zu Gewaltandrohungen sind in sozialen Netzwerken zu lesen. Nicht nur harsche Kritik aus Unverständnis über die Entscheidung mischt sich darunter. User veröffentlichen harte Attacken insbesondere gegen die Vorsitzende Richterin der Jugendstrafkammer. Unverblümt kommt es zu Hetze und Hass, die ihr entgegenschlagen – sowohl unter Klarnamen als auch mit anonymen Profilen der Internet-Nutzer. Die Einträge nennen zum Teil den Namen der Richterin, die für einige offensichtlich zur Hassperson stilisiert wird. Derbe Beleidigungen muss sie über sich ergehen lassen. So wird sie beispielsweise als „Drecksau“, „ekelhafte Drecksrichterin“ oder „wertloses Stück Scheiße“ tituliert. Dies bestätigt ein Sprecher des saarländischen Justizministeriums auf SZ-Nachfrage. In anderen Posts forderten weitere Kommentatoren, sie wegen des Urteils selbst vor Gericht zu stellen, um ihr den Prozess zu machen. Dabei wird indirekt sogar die Forderung nach Todesstrafe laut. Facebook-User wollen Adresse einer Richterin ausfindig machen Einige fragen via Social Media öffentlich nach der Wohnanschrift, um womöglich der Richterin privat aufzulauern. Selbstjustiz-Aufrufe folgen auf den Fuß. Zudem wird in Einträgen formuliert, dass ihr oder der Familie Ähnliches widerfahren soll wie dem getöteten Polizisten und seinen Angehörigen. (…) Im Prozess um die tödlichen Schüsse auf den Polizisten Simon Bohr in Völklingen gab es am Landgericht einen Freispruch hinsichtlich des Mord-Vorwurfes. Der Angeklagte Ahmet G. soll im August vergangenen Jahres sein Opfer mit sechs Schüssen aus der Dienstwaffe getötet haben, die er zuvor einem Polizeianwärter entrissen hatte. Die Jugendkammer verurteilte den heute 19-Jährigen am Mittwoch, 1. April, wegen besonders schweren Raubes auf eine Tankstelle. Er muss für eine unbegrenzte Zeit in eine Psychiatrie. Recht unwahrscheinlich gilt, dass Gutachter später attestieren, dass der Mann als geheilt gilt. Er soll nach Ansicht der Richter unter einer paranoiden Schizophrenie leiden. Dies hatte zuvor ein Mediziner der Universitätsklinik in Homburg während des Prozesses bestätigt. Diese Krankheit habe Auswirkungen auf den Angeklagten zur Tatzeit gehabt, urteilte das Gericht. So sei er schuldunfähig, was die Schüsse auf den Polizisten betrifft. Der nur wenige Minuten zuvor von ihm verübte Raub auf eine Tankstelle habe er im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen.

via saarbrücjker zeitung: „Wertloses Stück Scheiße“ – Urteil zu Todesschüssen auf Polizisten: Drohungen gegen Richter – Justizministerium reagiert

Jetzt belegt: KI macht uns denkfaul und manipulierbar

KI macht uns nicht nur denkfaul – sie lässt uns dabei noch selbstsicherer werden. Warum das so gefährlich ist. Wer mit Künstlicher Intelligenz regelmäßig die Antworten auf seine Fragen sucht, schaltet das eigene Denken und Forschen ab. Was manche längst ahnten, wird durch eine aktuelle Studie belegt. Die Forschung der University of Pennsylvania zeigt: Selbst wenn ein KI-Chatbot falsche Antworten liefert, übernehmen Nutzer diese in rund 73 Prozent der Fälle ohne Prüfung. Die Forscher nennen dieses Verhalten “kognitive Kapitulation” – und sehen darin ein wachsendes Problem. Schnelles Denken, langsames Denken – und jetzt die KI Die Psychologie unterscheidet seit Langem zwei Denkweisen: schnelle, intuitive Reaktionen und langsames, überlegtes Nachdenken. Die Forscher ergänzen dieses Modell nun um eine dritte Kategorie – die “künstliche Kognition”. Damit meinen sie Entscheidungen, die nicht aus dem eigenen Verstand stammen, sondern aus einem Algorithmus. Der Unterschied zu früheren Hilfsmitteln wie Taschenrechnern oder Navigationsgeräten ist dabei grundlegend. Wer einen Taschenrechner nutzt, lagert eine klar umrissene Teilaufgabe aus und prüft das Ergebnis. Wer hingegen einem Chatbot folgt, übernimmt häufig die gesamte Schlussfolgerung – mit nur minimalem eigenem Denkaufwand. (…) Nicht alle Teilnehmer reagierten gleich. Personen mit hohem Vertrauen in Künstliche Intelligenz ließen sich deutlich häufiger von falschen Antworten irreführen. Wer hingegen bei Tests zur fluiden Intelligenz gut abschnitt, erkannte Fehler der KI öfter und korrigierte sie. Die Forscher identifizierten drei Nutzertypen: “Kapitulierende”, die KI-Antworten ungeprüft übernahmen, “Unabhängige”, die den Chatbot gar nicht erst nutzten, und “Korrektoren”, die Fehler erkannten und überstimmten.

via telepolis: Jetzt belegt: KI macht uns denkfaul und manipulierbar

How Luxembourg Jews were dispossessed during Nazi occupation

A new research paper examines how they were stripped of their financial assets during WW2. In a letter from the Litzmannstadt ghetto in Lodz, Poland, a deported Jew attempted to obtain an allowance from his bank in Luxembourg to which he was entitled under Nazi occupation rules. It is a particularly moving artefact, says historian Linda Graul, who is researching the dispossession of the Jewish population in the Grand Duchy during WW2. Banks in occupied territories had been instructed to pay out only minimal sums to Jewish clients, allowing them to cover basic living expenses. But the man in Lodz was refused even this request. “By that time, the account had long since been liquidated. There was nothing left to be had,” said Graul, who is writing her PhD on the systematic confiscation of Jewish financial assets. (…) In September 1940, the racial laws of the Third Reich were introduced in Luxembourg, which, among other things, defined who was to be considered Jewish. “These were, in some respects, tightened further in Luxembourg. The rules on mixed marriages, for example, were stricter here than in the original German law,” Graul said. “One might therefore ask whether Luxembourg served as a testing ground for the faster implementation of anti-Jewish legislation.” A web of regulations From autumn 1940 onwards, the Jewish population was required to provide details of their assets, which were meticulously recorded in registers. “This information was essential for the German authorities to even identify what they could expropriate,” Graul said. Under the security order of October 1940, all Jewish residents of the country were required to open an account at one of five banks authorised for this purpose and deposit all their liquid assets into this account. “From then on, they were only allowed to access a certain monthly allowance from their own money, part of which could only be used for specific, predefined expenses,” Graul said. For those affected, it was virtually impossible to make sense of the web of regulations. “Even if you wanted to follow the rules, you first had to gain access to the documents and understand what that meant for you personally,” Graul said.

via luxtimes: How Luxembourg Jews were dispossessed during Nazi occupation

Keir Starmer “deeply concerned” by Kanye West headlining Wireless despite “antisemitic remarks and celebration of Nazism”

The rapper is set to perform at the Finsbury Park a little over a year after posting “I love Hitler” and “I’m a Nazi” on social media. Keir Starmer has criticised Wireless Festival for allowing Kanye West to headline, calling his booking “concerning”. The controversial rapper, who now goes by Ye, has been booked to headline all three nights of the Finsbury Park festival, with the shows described as a three-night journey through his “most iconic records”. So far, the move has been criticised by groups including the Jewish Leadership Council and Campaign Against Anti-Semitism, the former of whom called his booking “deeply irresponsible”. London Mayor Sadiq Khan also slammed West’s booking, commenting: “We are clear that the past comments and actions of this artist are offensive and wrong, and are simply not reflective of London’s values”. Similarly, the Prime Minister has now made a statement addressing Ye’s slot. “It is deeply concerning that Kanye West has been booked to perform at Wireless despite his previous antisemitic remarks and celebration of Nazism,” he said, per The Sun.

via nme: Keir Starmer “deeply concerned” by Kanye West headlining Wireless despite “antisemitic remarks and celebration of Nazism”

siehe dazu auch: Pepsi drops Wireless sponsorship amid criticism of Kanye West booking Sponsor pulls out after Keir Starmer calls decision to book rapper who wrote song titled Heil Hitler ‘deeply concerning’. Pepsi has said it is withdrawing its sponsorship of a UK music festival that is due to be headlined by Kanye West after Keir Starmer joined criticism of the event. The musician is understood to have not yet made an application to come to Britain and could be blocked under powers allowing the authorities to do so if his presence is deemed not conducive to the public good. (…) However, there are now serious doubts about whether the festival, which is due to take place in London’s Finsbury Park in July, will go ahead. A Pepsi spokesperson said: “Pepsi has decided to withdraw its sponsorship of Wireless festival.” Starmer said: “It is deeply concerning that Kanye West has been booked to perform at Wireless despite his previous antisemitic remarks and celebration of Nazism. “Antisemitism in any form is abhorrent and must be confronted clearly and firmly wherever it appears. Everyone has a responsibility to ensure Britain is a place where Jewish people feel safe and secure,” he added, in comments first reported by the Sun on Sunday.

19 Waffen bei Linzer Meinungsforscher beschlagnahmt: “Bin kein Waffennarr”

Nach einer Polizei-Razzia dementiert Werner Beutelmeyer die Vorwürfe gegen ihn und vermutet einen eskalierten Nachbarschaftsstreit. Donnerstagmorgen, 6.20 Uhr in Oberösterreich: Sieben Beamte der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) führen eine Durchsuchung auf dem Anwesen von Werner Beutelmeyer, Chef des Linzer Meinungsforschungsinstituts Market, durch. Beutelmeyer soll, so der Vorwurf, auf seinem Grundstück, das nicht eingezäunt ist, Schießübungen verrichtet und dabei Passanten in Gefahr gebracht haben. (…) Laut den Vorwürfen seien Nachbarn, der Verkehr sowie Wanderinnen und Wanderer durch Schießübungen gefährdet worden. Eine Person soll sich laut den Vorwürfen während einer Übung unmittelbar hinter einem Erdhaufen aufgehalten haben, der als Kugelfang gedient habe. Auch wird Beutelsmayer vorgeworfen, seine Waffen minderjährigen Söhnen überlassen zu haben. Die vorläufige Bilanz des Einsatzes lautet: 19 beschlagnahmte Waffen, 1000 Schuss Munition und ein vorläufiges Waffenverbot. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten zudem Mängel bei der Verwahrung fest, die Schlüssel für die Waffenschränke sollen frei zugänglich gewesen sein. (…) Die 19 beschlagnahmten Waffen seien in seinen 26 Jahren als Jäger zusammen gekommen, etwa ein Drittel davon habe er geerbt. Dass die Waffen unsicher verwahrt worden seien, bestreitet er: “Ich möchte nichts vorgreifen, aber sie waren versperrt, korrekt gelagert, und alle waren registriert.” Den Akt zu den Ermittlungen kennt er bisher nicht, er hat aber schon eine Vermutung zu den Hintergründen – nämlich einen seit Jahren andauernden Nachbarschaftsstreit. “Da ging es um Wegerechte, Bäume, und so weiter”, sagt er, alle Verfahren seien bisher zu seinen Gunsten gelaufen.

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