„Shoot Refugees“: AfD-Frau wegen ‘Volksverhetzung verurteilt

Vor dem Landgericht Wuppertal wurde jetzt ein Berufungsverfahren mit Mülheimer Beteiligung verhandelt, der bundesweit bei der AfD ein Beben ausgelöst hatte. Es ging auf einen Aufruf zum Töten von Flüchtlingen. Mülheims abtrünniger AfD-Chef war nun als Verteidiger seiner Lebensgefährtin gefordert. Abzuwenden galt eine Verurteilung wegen Volksverhetzung. Als Fraktions- und Parteichef der Mülheimer AfD strebte Alexander von Wrese lange Zeit nach Höherem, sah seine Zeit als Abgeordneter in Berlin kommen. Die AfD aber ließ den Juristen nicht emporkommen, in Mülheim führten seine parteiinternen Widersacher erfolgreich Revolte gegen ihn, sodass er zuletzt gar seinen Austritt aus der Partei erklärte. Im Hintergrund bereitet von Wrese ein politisches Comeback vor, in der Woche vor der Bundestagswahl hatte er aber zunächst einen Termin zu bestreiten, den er gerne im stillen Kämmerlein abgehandelt hätte. Vor dem Landgericht Wuppertal trat von Wrese an, um seiner Lebensgefährtin Manuela P., selbst für die AfD aktiv, sporadisch auch in Mülheim, einen Eintrag im Strafregister zu ersparen: wegen Volksverhetzung und Billigung einer Straftat. 8:::9 Auslöser des Strafverfahrens war eine Story, die P. am 5. August 2023 über ihren öffentlich zugänglichen Instagram-Kanal abgesetzt hatte, dem mehr als 2000 Menschen folgen und über den sie etwa auch Posts abgesetzt hat, die über die Gruppe „Lukreta“ ihre Nähe zur Identitären Bewegung offenbaren oder sie mit AfD-Rechtsextremist Björn Höcke zeigen. Hinterlegt mit Bildern, hieß es dort: „Save the bees – Plant more trees – Clean the seas – Shoot Refugees“ (Schütz die Bienen – Pflanze mehr Bäume – Säubere die Meere – Erschieße Flüchtlinge). Das Amtsgericht Wuppertal hatte die 30-Jährige dafür im Juni 2024 wegen der Billigung von Straftaten in Tateinheit mit Volksverhetzung schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt. (…) Zur Sache reklamierte der Anwalt aus Selbeck, dass seine Lebensgefährtin den volksverhetzenden Post, der zweifelsohne „völlig inakzeptabel“ und „moralisch-inhaltlich verwerflich“ sei, versehentlich abgesetzt habe. Sie habe jene Vorlage eigentlich abgeändert, das „Shoot Refugees“ durch „Stopp Refugees“ ersetzt, dann aber durch „ein dummes Versehen“ das Original in die Welt gesetzt. Von Wrese wollte der 30-Jährigen auch zugutegehalten sehen, dass sie sich, nachdem sie durch einen nicht näher benannten „Hinweis von Dritten“ aufmerksam gemacht worden sei, mit einem weiteren Post distanziert und entschuldigt habe. Tatsächlich ließ das Landgericht für Geständnis und Entschuldigung Milde walten, ebenso für den Umstand, dass P. bis dato nicht vorbestraft war. In der Sache aber blieb es unnachgiebig und folgte der Wertung der Staatsanwaltschaft, dass die 30-Jährige nur „Schutzbehautungen“ vorbringe im Ansinnen, straffrei davonzukommen (…) Die Verurteilung wegen Volksverhetzung und Billigung von Straftaten blieb. Allerdings setzte das Landgericht die Geldstrafe niedriger an, weil es anerkannte, dass P. als Selbstständige mit einem Pflegedienst und aktuell nur drei Patienten nach eigener Aussage ein monatliches Einkommen nur knapp oberhalb des Bürgergeldes erzielt. Die 30-Jährige soll nun nur noch 60 Tagessätze à 30 Euro zahlen müssen, zahlbar in monatlichen Raten von 70 Euro. Auch soll ein Viertel der Gerichtskosten auf Staatskasse gehen.

viA DERWESTEN. VOLKSVERHETZUNG „Shoot Refugees“: AfD-Frau wegen Volksverhetzung verurteilt

Brandmauer “überflüssig”? Streibl entsetzt über FW-Abgeordneten

Wie stabil ist die “Brandmauer” zur AfD bei den Freien Wählern? Ein FW-Abgeordneter im sächsischen Landtag hält nichts vom Kooperationsverbot der Partei. Ein “absolutes Ärgernis”, sagt Bayerns FW-Fraktionschef Streibl. Parteichef Aiwanger schweigt. Eine gute Idee ist für Matthias Berger eine gute Idee – egal, von wem sie kommt. Für den sächsischen Freie-Wähler-Landtagsabgeordneten gilt dieser Grundsatz auch im Umgang mit der AfD. Schon im Wahlkampf warb er mit Slogans wie “Wir kennen keine Brandmauer”. Nach diesem Prinzip handelt der Ex-Bürgermeister von Grimma auch als FW-Einzelkämpfer im Landtag. Anfang Februar zum Beispiel brachte die AfD-Fraktion mit Berger eine Enquete-Kommission zu Kommunalfinanzen auf den Weg. Es gab eine gemeinsame Pressekonferenz, auf Fotos stehen Berger und AfD-Fraktionschef Jörg Urban lachend zusammen. Der bayerische FW-Fraktionsvorsitzende Florian Streibl ist empört über Bergers Verhalten. “Es ist ein absolutes Ärgernis”, sagt er dem BR. “Wir sind die lebendige Brandmauer gegen rechts, und wir haben uns immer deutlich von der AfD abgesetzt und uns gegen sie positioniert.” Berger verstoße gegen das Kooperationsverbot mit der AfD und müsse “unbedingt auf Parteilinie kommen”, verlangt Streibl. “Oder er muss sich dann bekennen und uns verlassen.”

via br: Brandmauer “überflüssig”? Streibl entsetzt über FW-Abgeordneten

Fermati due membri del gruppo suprematista e neonazista AAST – #terror #TheBase

I poliziotti della Digos di Milano, Cagliari e Vicenza hanno eseguito due misure cautelari nei confronti di due giovani, di 18 e 20 anni, accusati di far parte del network russo di matrice accelerazionista, presente su Telegram, denominato Aast. Il 18enne è stato sottoposto all’obbligo di dimora mentre il 20enne è agli arresti domiciliari. I provvedimenti sono stati adottati al termine di un’indagine condotta per un anno dagli investigatori della Digos, sotto la direzione delle Procure della Repubblica di Milano e Cagliari, con il coordinamento della Direzione nazionale antimafia e antiterrorismo, in sinergia con il Servizio per il contrasto all’estremismo e terrorismo interno della Direzione centrale della Polizia di prevenzione – Ucigos. L’attività investigativa ha consentito di accertare la conoscenza virtuale dei due giovani e la loro appartenenza allo stesso contesto criminale. In particolare, l’indagine ha accertato che il 18enne è stato arruolato nel gruppo Aast, all’interno della collegata associazione terroristica di matrice suprematista denominata “The Base”, entrambe riconducibili al programma internazionale “White Suprematist Extremism”, con l’obiettivo primario di compiere atti di violenza con finalità di terrorismo ed eversione per motivi di odio razziale. È emerso che l’indagato intrattiene una fitta rete di rapporti virtuali con altri utenti di internet, tutti collegati a gruppi suprematisti, cercando di accreditarsi in questi ambienti attraverso la condivisione di contenuti propagandistici di stampo accelerazionista nonché attraverso la commissione sul territorio di alcuni reati, che successivamente invia agli amministratori dei gruppi che frequenta.

via poliziadistato; Fermati due membri del gruppo suprematista e neonazista AAST

Abgezielt auf Minderjährige Europol warnt vor Suizid-Chatgruppen

Sie suchen gezielt vulnerable Minderjährige, um sie zu manipulieren und zu Selbstverletzungen zu treiben: Europol warnt vor einer wachsenden »Onlinesekte«, über die kürzlich auch der SPIEGEL berichtet hatte. Europol hat am Donnerstag eine Warnmeldung veröffentlicht , in der es um eine spezielle, besonders gewaltverherrlichende Onlinegemeinschaft geht. Die europäische Polizeibehörde warnte vor einem »Aufstieg von kultartigen Onlinegemeinschaften«, die insbesondere auf vulnerable Minderjährige zwischen 8 und 17 Jahren abzielten, um diese dazu zu bringen, Sexaufnahmen zu teilen, sich selbst zu verletzen oder sich im Extremfall sogar das Leben zu nehmen. (…) Im Dezember hatte der SPIEGEL in einer gemeinsamen Recherche mit der »Washington Post« über eine spezifische und besonders skrupellose Gruppierung innerhalb der nun von Europol erwähnten Szene berichtet. Mitglieder der Gruppe 764 hatten den 25-jährigen Amerikaner Samuel Hervey in den Suizid getrieben und ihn sogar noch angefeuert, als er seinen Selbstmord live im Netz übertrug

via spiegel: Abgezielt auf Minderjährige Europol warnt vor Suizid-Chatgruppen

Adolescente de 17 anos é apreendido após atirar coquetéis molotov em homem em situação de rua no #Rio – #terror

O crime foi filmado e transmitido ao vivo pela rede social Discord, um aplicativo de troca de mensagens. Um adolescente de 17 anos foi apreendido depois de atirar dois coquetéis molotov em um homem em situação de rua que dormia em uma calçada no Pechincha, na Zona Oeste do Rio. O crime foi filmado e transmitido ao vivo pela rede social Discord, um aplicativo de troca de mensagens. (…) As investigações indicam que o ataque foi motivado por um desafio em um grupo no Discord. Em troca, o adolescente receberia cerca de R$ 2 mil. De acordo com a Polícia Civil, ele participa de comunidades ligadas a crimes de ódio, usando o codinome ‘Eu odeio favela’ e integrando outras comunidades de cunho neonazista. O delegado Cristiano Maia, titular da DCAV, disse em entrevista à TV Globo que o caso é assustador. ‘Além dessa questão do desafio, que ele seria movido por um desafio, né, de se vangloriar perante os outros participantes, e que ele teria recebido um valor em torno de R$ 2 mil por um indivíduo ainda não identificado. O que a gente tem até agora é que ele, realmente, ele é movido por essa questão de ódio, inclusive, em uma das plataformas, ele utiliza o codinome, ‘eu odeio favela’, e ele participaria de outras comunidades de cunho neonazistas. Poucas vezes eu vi um delito com tamanha frieza e crueldade, porque a vítima, morador de rua, ela estava dormindo, e sem motivo algum, dois indivíduos, apenas para mostrar que são capazes de fazer essa barbaridade, o fazem.’ Na casa do jovem, foram encontradas toucas, máscaras e luvas que ele teria usado durante o ataque e também uma faca. Os agentes acharam ainda arquivos de abuso sexual infantil no celular dele. O homem em situação de rua foi identificado como Ludierley Satyro José, de 46 anos. Ele teve queimaduras em quase todo corpo e está internado no Hospital Lourenço Jorge, na Barra da Tijuca. O estado de saúde é considerado estável.

via globo: Adolescente de 17 anos é apreendido após atirar coquetéis molotov em homem em situação de rua no Rio

Aktivisten kopieren AfD-Aktion – Jetzt bekommt auch Weidel ein «Rückreiseticket» – #KickHerOut

Das «Schweizer Bündnis für direkte Demokratie» will, dass Alice Weidel zurück nach Deutschland geht – und lanciert eine Briefaktion mit Rückflugticket. Es ist die Kopie einer umstrittenen AfD-Aktion. In Deutschland stehen am Sonntag die Bundestagswahlen an. Die AfD ist gemäss Umfragewerten die zweitstärkste Partei. Seit mehreren Wochen häufen sich die Proteste gegen die rechte Partei. Alice Weidel (46), die Bundeskanzlerkandidatin der AfD, polarisiert, und das vor allem wegen Ansichten und Aktionen der teilweise als rechtsextrem eingestuften Partei.  Für grosse Aufregung sorgte beispielsweise eine Wahlkampfaktion der AfD im Januar: In Karlsruhe (D) sollen Menschen mit Migrationshintergrund Flugtickets mit der Aufschrift «Abschiebetickets» im Briefkasten gefunden haben, wie der SWR berichtete.  Rückreiseticket für Weidel Eine Schweizer Aktivistengruppe nimmt sich jetzt diese Wahlkampagne als Vorlage und dreht den Spiess um. Am Donnerstag fand ein Blick-Leser einen Brief des «Schweizer Bündnisses für direkte Demokratie» in seinem Briefkasten. Es handelt sich dabei um ein Rückreiseticket und einen offenen Brief an Alice Weidel. Die Ironie: Es ist ganz eindeutig eine Anlehnung an die Wahlkampfaktion der AfD mit den «Abschiebetickets». Dazu kommt, dass beides – der Brief und das Ticket – vor versteckten und weniger versteckten Botschaften strotzen. Im offenen Schreiben an Alice Weidel heisst es zum Beispiel: «Wir Patrioten sind uns einig: Wer sich in einem fremden Land niederlässt, hat sich zu integrieren und Werte zu verinnerlichen. Leider mussten wir wiederholt feststellen, dass Ihre politischen Aktivitäten diesem Geist zuwiderlaufen.» Weiter wird Weidel dazu aufgefordert, das Land wieder zu verlassen. Die Schweiz sei kein Rückzugsort für «staatsgefährdende und hetzerische Kräfte». Das Ticket ist datiert auf den 23. Februar, der Tag der Bundestagswahlen. Die Reise geht von der Schweiz in ein «sicheres Herkunftsland». Als Gate wird «WTF» angegeben.

via blick: Aktivisten kopieren AfD-Aktion Jetzt bekommt auch Weidel ein «Rückreiseticket»

siehe auch: “Gefährderin der Demokratie” Schweizer wollen AfD-Chefin Alice Weidel loswerden. In mehreren Briefkästen der Schweiz sind Flyer mit der Aufschrift “Rückreiseticket” gefunden. Sie richteten sich an AfD-Politikerin Alice Weidel. Auch zur Demo wird aufgerufen. Vor einigen Wochen sorgte eine AfD-Aktion in Karlsruhe für rote Köpfe: In mehreren Briefkästen landeten sogenannte “Abschiebetickets”. Bei der Polizei gingen kurz darauf mehrere Anzeigen ein. Nun haben Schweizer Aktivisten den Spieß umgedreht und der Kanzlerkandidatin selbst ein “Rückreiseticket” ausgestellt. Wie blick.ch berichtet, liegt dem Flyer ein offener Brief an Alice Weidel bei. Darin heißt es, dass die Schweiz kein Rückzugsort für “staatsgefährdende und hetzerische Kräfte“ sei. Zudem wird Weidel darin “freundlich aufgefordert”, die Schweiz wieder zu verlassen. Die Flyer wurden demnach in Zürcher Briefkästen verteilt. Adressiert ist das One-Way-Economy-Ticket an “Die Gefährderin der Demokratie”. Auch die Flugnummer “AW88” ist eine direkte Anspielung auf den Namen der AfD-Politikerin.

„Unappetitlich“: AfD-Wahlwerbung auf Amazon führt direkt zu Reichsbürger-Artikeln

Auf Amazon gibt es zahlreiche AfD-Werbe-Artikel – direkt neben Fanmaterial für Rechtsextreme. Experten halten diese Form der Wahlwerbung für hochproblematisch. Berlin – Kurz vor der Bundestagswahl wird der Online-Versandhändler Amazon geradezu geflutet mit AfD-Werbeartikeln. Es gibt zahlreiche T-Shirts und Kapuzenpullover mit Parteilogo, Buttons und Aufkleber mit Slogans. Bereits vor einem Jahr haben wir über AfD-Merchandise bei Amazon berichtet, ein Shop ist im Zuge unserer Recherchen plötzlich verschwunden. Dafür sind neue dazugekommen: Oft läuft der Versand direkt über den Amazon-Dienst „Merch on Demand“. Kaufen kann man dort auch jede Menge Shirts mit verunglimpfenden Slogans: „Grün ist das neue Dumm“, steht dann da zum Beispiel. Oder Wirtschaftsminister Robert Habeck im Profil, darunter das Wort: „Schwachkopf“. Auch Artikel mit dem Aufdruck „Remigration“ kann man jetzt erwerben. Etwa ein T-Shirt, auf dem ein Flugzeug und der Spruch „Für die Gäste nur das beste, Remigration jetzt“ abgedruckt ist. Vor einem Jahr noch hatte sich die AfD von dem Begriff distanziert, inzwischen nutzt sie ihn offiziell im Wahlprogramm. Auffällig auch: Wenn man einmal AfD-Artikel angeschaut hat, werden unter „Verwandte Produkte“ noch ganz andere Waren angezeigt: Zum Beispiel eine schwarz-weiß-rote Sturmflagge mit der Aufschrift: „Vorsicht Sie betreten Deutsches Reich“. Solche Fahnen findet man oft bei Reichsbürgern. Unter den „verwandten Produkten“ gibt es auch Blechschilder mit der Aufschrift: „Wer plündert, wird erschossen.“ Oder Pins aus Metall in Reichsfarben und dem Satz „Deutschland über alles“. Warum werden solche Waren im Zusammenhang mit der AfD angeboten? Auf Nachfrage möchte Amazon zu dem Themenkomplex keinen Kommentar abgeben. Artikel anderer Parteien finden sich bei Amazon übrigens nicht. Experten sehen diese spezielle Form der Wahlwerbung überaus kritisch. Extremismus-Experte Hans-Jakob Schindler, Direktor vom Counter Extremism Project, sagte unserer Redaktion: „Die AfD verfolgt eine Normalisierungsstrategie. Der Fachbegriff für Remigration ist ‚ethnische Säuberung‘. Und jetzt nutzt es die Partei offiziell und es wird auf Merchandise-Artikel gedruckt. Das ist mehr als bedenklich.“

via fr: „Unappetitlich“: AfD-Wahlwerbung auf Amazon führt direkt zu Reichsbürger-Artikeln