Gelsenkirchen: Rechter Angriff auf Linke-Büro am helllichten Tag – #terror

AfD in Gelsenkirchen stärkste Kraft – Ermutigung für Übergriffe. Am Montag veröffentlichte die Linksjugend aus Gelsenkirchen ein Video auf Instagram. Es zeigt das Ende einer Bedrohungssituation, die es am Sonntag vor dem Büro der Linken gab. Ein großer Mann ist zu sehen, der allerlei Flüche und Bedrohungen gegen Die Linke ausstößt. Er nennt sie »Ziegenficker« und sagt: »Man sollte euch alle totschlagen.« In einer Pressemitteilung der Gelsenkirchener Linken ist außerdem die Rede von Tritten gegen die Fensterscheiben des Linke-Büros und körperlichen Übergriffen gegen Mitglieder der Partei. Mehrere Menschen seien dabei verletzt worden. Die Linke rief die Polizei, Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Beleidigung sowie Volksverhetzung wurden erstattet. Fotis Matentzoglou arbeitet im Büro der Linken. Er ist 38 Jahre alt und schon lange in der Partei aktiv. Trotzdem sagt er, dass er so etwas »noch nie erlebt« habe. Ein gewalttätiger Übergriff am helllichten Tag, das ist ungewöhnlich. Die Linke kennt auch im Ruhrgebiet Anfeindungen und Übergriffe auf Parteieinrichtungen gut. Meist geschehen sie aber nachts, wie der Sprengstoffanschlag auf das Büro der Partei in Oberhausen im Juli 2022.

via nd: Gelsenkirchen: Rechter Angriff auf Linke-Büro am helllichten Tag

Gewalttätiger Rechtsextremist seit über einem Jahr flüchtig – Wo ist der Dortmunder Steven F.?

Seit über einem Jahr wird der Dortmunder Rechtsextremist Steven F. europaweit gesucht. Trotzdem postet er weiter Videos und verhöhnt die Polizei. Der Rechtsextremist Steven F. müsste eigentlich seit über einem Jahr im Gefängnis sitzen. Der Dortmunder ist unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Doch F. hatte seine Haft nicht wie vorgeschrieben am 17. November 2023 angetreten. Seitdem ist er flüchtig. Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund auf Anfrage mitteilt, ist F. weiterhin europaweit zur Festnahme ausgeschrieben. Es bestünden jedoch keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort des Rechtsextremisten. Steven F. ist derweil weiterhin auf verschiedenen Profilen in sozialen Netzwerken tätig, auch wenn Accounts immer wieder gesperrt werden. Erst am 1. April lud er ein Video auf Youtube hoch, in dem er ein anderes Video kommentiert. Steven F. hatte durch seine Auftritte in verschiedenen Social-Media-Formaten vor seinem Untertauchen eine gewisse Bekanntheit als eine Art „Neonazi-Influencer“ erlangt. Unter anderem der Rapper Manuellsen hatte ihm eine Plattform für seine Weltanschauung gegeben. Der Versuch, rechtsextremistisches Gedankengut anschlussfähig zu machen, schien zumindest bei einigen Menschen zu verfangen. In Kommentarspalten schrieben Menschen, dass sie Steven F. sympathisch fänden. (…) Die Behörden hatten Steven F. damals nicht an seiner Wohnanschrift antreffen können, nachdem er seine Haft nicht eigenständig angetreten hatte. Daraufhin seien ein Vollstreckungshaftbefehl ergangen und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet worden, teilte Staatsanwältin Sonja Frodermann damals mit. Wenig später wurde der Haftbefehl auf ganz Europa ausgeweitet. Wo sich F. aufhält, ist unklar. In seinem Instagram-Account hat er Bosnien und Herzegowina als Standort angegeben. Zwar haben Dortmunder Rechtsextremisten auch Kontakte in osteuropäische Neonazi-Szenen, daraus lässt sich aber nicht der Wahrheitsgehalt dieser Angabe ableiten. Sie ist auch als Provokation in Richtung der Ermittlungsbehörden zu verstehen.

via RuhrNachrichten: Gewalttätiger Rechtsextremist seit über einem Jahr flüchtig Wo ist der Dortmunder Steven F.?

Sinti und Roma in Deutschland – Mit keinem Wort erwähnt – #WeRemember #InternationalRomaDay

Deutschland habe eine historische Verantwortung gegenüber Sinti und Roma, sagt Kelly Laubinger. Sie kritisiert Leerstellen bei den Koalitionsverhandlungen. „Je länger ich in den Papieren aus den Koalitionsverhandlungen gelesen habe, desto fassungsloser wurde ich“, sagt Kelly Laubinger. Der Geschäftsführerin der Sinti Union Schleswig-Holstein geht es nicht so sehr darum, was auf den 169 Seiten der Arbeitsgruppen aus CDU, CSU und SPD steht – sondern um das, was dort nicht steht. „Sinti und Roma werden nicht ein einziges Mal erwähnt“, kritisiert Laubinger. Konkret geht es ihr um eine Passage im Papier der Arbeitsgruppe 1 zur Innenpolitik. Dort heißt es: „Deutschland trägt eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens.“ Ein Umstand, den Union und SPD völlig zurecht betonen, sagt Laubinger. „Wenigstens an dieser Stelle hätte auch die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Sinti und Roma erwähnt werden müssen.“ Bis zu einer halben Million Sinti und Roma ermordeten die Nationalsozialisten bis 1945. Sie wurden systematisch entrechtet, deportiert und ermordet. Doch erst 1982 erkannte Deutschland diesen Völkermord an. Mit dem Ende der NS-Herrschaft habe die Diskriminierung und Kriminalisierung aber nicht geendet, sagt Laubinger. Vielmehr dauere sie bis heute an. Das zeige sich am Umgang der Polizei mit Angehörigen der Minderheit ebenso wie in der medialen Darstellung, an struktureller Diskriminierung im Bildungswesen oder daran, dass zugewanderte und geflüchtete Roma abgeschoben würden – „obwohl unter ihnen Nachfahren von Überlebenden sind“, sagt Laubinger. „Dass wir nun nicht mal erwähnt werden, reiht sich ein in die lange deutsche Tradition, die Geschichte von Sinti und Roma unsichtbar zu machen.“ Dazu passe, dass im Papier zu Kultur und Medien die große Bedeutung der Gedenkstättenlandschaft in Deutschland genannt werde. „Währenddessen droht dem erst 2012 eingeweihten europäischen Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin massive Beschädigung, weil die Bahn eine S-Bahn-Trasse darunter bauen will.“

via taz: Sinti und Roma in Deutschland Mit keinem Wort erwähnt

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Von Asio otusEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Angstforscherin:  „In der Politik gibt es oft die Strategie, Ängste zu schüren“

Überwachungsgesetze und -projekte werden zur Zeit meist mit der Angst vor ausländischen Attentätern begründet. Die Philosophin Bärbel Frischmann erklärt, wie ein Gefühl zum Machtinstrument wird. 2024 wurden in Deutschland 17 Menschen bei Terroranschlägen getötet. Im gleichen Zeitraum starben 2.780 bei Unfällen im Straßenverkehr. Trotzdem werden die möglichen Maßnahmen gegen Attentäter viel heißer diskutiert als die gegen Autofahrer*innen. Was ist da los? Bärbel Frischmann, Professorin für Geschichte der Philosophie an der Universität Erfurt, hat 2023 das Buch „Angstwesen Mensch“ veröffentlicht. Mit netzpolitik.org spricht sie über Angst und wie diese mit Überwachung und Herrschaft zusammenhängt. Sie erklärt, warum Politik und Medien Ängste schüren und plädiert dafür, diese einfach mal auszuhalten. netzpolitik.org: Frau Frischmann, was ist Angst? Bärbel Frischmann: Anders als man denkt, ist Angst nicht die Reaktion auf eine konkrete Bedrohung. Wenn ich eine Schlange sehe und zurückschrecke, wird dies als Furcht bezeichnet. Ängste hingegen sind Projektionen, die wir selbst erzeugen. Sie helfen, Gefahren zu antizipieren. Aber sie können auch ein Eigenleben entwickeln. Angst und Überwachung netzpolitik.org: In der letzten Zeit gab es in Deutschland einige sogenannte Attentate. Der gesellschaftliche und politische Reflex dazu scheint zu sein: Wir brauchen mehr Überwachung. Ist das eine Angstreaktion? Bärbel Frischmann: Dass Menschen sich sicher fühlen wollen, das gehört ja zum Menschsein dazu. Unsere Wohnungen haben Türen mit Schlössern. Das heißt, wir misstrauen unseren Mitmenschen auf eine gewisse Weise. Viele Menschen haben an ihren Häusern sogar Überwachungskameras, weil sie sich absichern wollen. Es geht darum, die Kontrolle zu behalten. Es gibt auch eine Grundverängstigung dahingehend, dass viele Menschen erwarten, dass es uns mal schlechter gehen könnte. Und die Menschen sind durch diese Diskussionen über Migration, die medial so im Fokus stehen, schon getriggert. Da fallen dann zum Beispiel Terroranschläge auf fruchtbaren Boden. Es schichten sich verschiedene angstmachende Aspekte übereinander, die dann die Wahrnehmung dieser einzelnen Akte überhöhen.

via spiegel: Angstforscherin:  „In der Politik gibt es oft die Strategie, Ängste zu schüren“

Surgeon fined for taking photo of nazi #terror suspect’s #swastika-tattooed #penis – #dickpic

A surgeon in Queensland, Australia, was fined $10,000 for taking and sharing a photograph of a patient’s penis. The penis was remarkable for having a swastika tattooed on it and being attached to a patient injured when a bomb he was constructing went off. The man was placed in intensive care where he was intubated and placed in a coma for a week, during which he was treated by the doctor who was employed by the hospital. While undergoing treatment, the surgeon “noticed the swastika tattoo and photographed it”, a finding by the Queensland Civil and Administrative Tribunal states.

via boingboing: Surgeon fined for taking photo of nazi terror suspect’s swastika-tattooed penis

siehe auch: Surgeon Fined for Sharing Photo of Coma Patient’s Swastika-Tattooed Penis. An orthopedic surgeon in Queensland, New Zealand, has been hit with a $10,000 fine and a stern reprimand for being physically unable to prevent himself from taking a picture of the swastika a patient had tattooed on their penis then sharing it in a WhatsApp chat. The story begins in April 2019. The patient needed orthopedic surgery after a pipe bomb he was making at home exploded in his hands. The swastika penis tattoo demographic tends to heavily overlap with the homemade pipe bomb demographic. The patient with his swastika-clad penis was placed in intensive care for a week, wherein he was intubated and placed into a coma. Rather than roll his eyes and chuckle at the stupidity of a man who tattooed a hate symbol on his dick, the surgeon figured he had to snap a pic to share with his colleagues in the group chat. The homies love pictures of surgical patients’ penises covered in swastikas.

Grow Up Art speaks out over Donald Trump poster in York

A poster in York appearing to depict Donald Trump and other politicians wearing Nazi uniforms was inspired by “rage at the current state of the world”, the group behind the work has said. As The Press has reported, the black and white poster appeared in Paragon Street over the weekend. It shows the President of the United States, alongside his vice president, JD Vance, and billionaire Elon Musk, an advisor to the president and the owner of X (formerly Twitter) and Tesla, next to the words: “The Turd Reich.” The poster depicting Donald Trump wearing a Nazi uniform in Paragon Street, York (Image: Newsquest) Reform UK leader, Nigel Farage, is also depicted on the poster wearing a Nazi uniform, as well as the President of Russia, Vladimir Putin, and the Prime Minister of Israel, Benjamin Netanyahu. Today (Monday, April 7), Grow Up Art confirmed that the group, based in the London area, is behind the work. A spokesperson for the group, who asked to remain anonymous, told The Press the poster was inspired by “my rage at the current state of the world”.

via yorkpress: Grow Up Art speaks out over Donald Trump poster in York

Konzentrationslager Stutthof – Ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist tot

Die frühere KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe war das Todesdatum bereits der 14. Januar 2025. Die frühere KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das haben das Landgericht Itzehoe und die Staatsanwaltschaft Itzehoe dem SPIEGEL bestätigt. Zuerst hatte der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet . Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe starb Furchner bereits am 14. Januar 2025. Furchner wurde Ende 2022 wegen Beihilfe zum Mord in 10.505 Fällen und wegen Beihilfe zum versuchten Mord in fünf Fällen verurteilt. Sie erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung. Furchner hatte zwischen Juni 1943 und April 1945 als Stenotypistin des Lagerkommandanten Paul Werner Hoppe gearbeitet – und damit nach Ansicht des Gerichts bei der systematischen Tötung Tausender Hilfe geleistet.  Furchner war zwar keine direkte Beteiligung an einer Massenvernichtung nachgewiesen worden. Aber sie habe mit ihrer Arbeit das Konzentrationslager am Laufen gehalten. Über ihren Schreibtisch  soll der Schriftverkehr zwischen verschiedenen Konzentrationslagern gegangen sein, sie soll Deportationslisten für Züge nach Auschwitz aufgegeben und Material zur Herstellung des Giftgases Zyklon B bestellt haben.

via spiegel: Konzentrationslager Stutthof Ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist tot

siehe auch: Former Nazi Concentration Camp Secretary Irmgard Furchner Dies at 99. Irmgard Furchner, a former secretary at the Stutthof concentration camp during the Nazi era, has died at age 99. Furchner made international headlines in 2022 when she was convicted by a German court for her role in the systematic murder of more than 10,000 people during World War II. As a teenager, she worked as a civilian stenographer and typist in the camp commandant’s office, aiding in the administration of the camp’s daily operations. Her trial was seen as one of the last of its kind, as Germany continued to pursue justice for Holocaust crimes, decades after the war. About 110,000 people from 28 countries were imprisoned in the Stutthof concentration camp, and almost 65,000 did not survive.