VEREINBARUNG – “Verlässliche Partner”: Wiener FPÖ und Berliner AfD besiegeln Kooperation

Geplant sind der Austausch zu Themen wie Sicherheit, Migration und Bildung und gemeinsame Veranstaltungen. Die Berliner AfD hat im Rahmen einer Klausurtagung in Wien am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung mit der Wiener FPÖ abgeschlossen. Wie die Freiheitlichen der APA mitteilten, soll das Abkommen zur “freiheitlich-konservativen Erneuerung” beitragen. Langfristig strebe man ein Netzwerk gleichgesinnter Städte in Europa an. Dieses solle freiheitliche Standards städtischer Politik stärken und weiterentwickeln, heißt es in dem Pakt. Die Alternative für Deutschland (AfD) war im Mai vom deutschen Verfassungsschutz in ihrer Gesamtheit als “gesichert rechtsextrem” eingestuft worden. Bis zum Abschluss eines von der Rechtsaußen-Partei angestrengten Gerichtsverfahrens dagegen behandelt sie der Inlandsgeheimdienst allerdings nur als “rechtsextremen Verdachtsfall”. Im Deutschen Bundestag stellt die AfD die größte Oppositionsfraktion. Grüne kritisieren Kooperation “Mit der AfD haben wir einen verlässlichen Partner, um unsere Identität zu bewahren”, zeigte sich der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp überzeugt. In der Vereinbarung wurden entsprechende Themenfelder festgelegt, in denen man die Zusammenarbeit intensivieren möchte. So soll es etwa zu Bereichen wie Sicherheit, Migration, Bildung oder Wohnen künftig einen regelmäßigen Austausch geben. Auch gemeinsame Veranstaltungen oder Bürgerdialoge sollen organisiert werden. Geplant ist auch, gemeinsame Positionierungen für die Öffentlichkeitsarbeit zu entwerfen

via standard: VEREINBARUNG “Verlässliche Partner”: Wiener FPÖ und Berliner AfD besiegeln Kooperation

Unterfranken: AfD-Funktionäre unterstützen Neonazi-Demo

Seit einigen Wochen demonstrieren junge Neonazis regelmäßig in Nürnberg. Was die jüngste Demonstration heraushebt, war die offene Beteiligung zweier Funktionäre der unterfränkischen AfD sowie die offen geäußerten Vernichtungsfantasien der Veranstalter. Vor ein paar Wochen trennten sich die Wege des mittlerweile vom Verfassungsschutz beobachteten „Team Menschenrechte“ (TMR) Nürnberg und einer Gruppe junger Neonazis, die oft als Ordner fungierten. Auslöser war das offene Bekenntnis des Kopfs der Gruppe, Markus L., zu Adolf Hitler und der Notwendigkeit eines neuen „kleinen Diktators“ im Land. Am Samstag trat die Gruppe mit teils weit angereisten Anhängern unter einem Namen auf, der mit Blick auf die ideologische Ausrichtung keine Fragen offen ließ: Aryan People Resistance (APR), übersetzt etwa „Widerstand des Arischen Volkes“. Unterwegs mit „Bürgermobil“ der Landtagsfraktion Die Veranstaltung, die mit 38 von der Polizei gezählten Teilnehmenden überschaubar blieb, erhielt allerdings Unterstützung von zwei Funktionären aus dem Bezirksvorstand der AfD Unterfranken um den Vorsitzenden Richard Graupner. Aufgerufen zur Teilnahme hatte auch Federico Beck, stellvertretender Bezirksvorsitzender und Vorsitzender des Kreisverbands Würzburg. Bereits kürzlich fiel Beck, wie etwa die Main-Post berichtete, durch die Einladung des rechtsextremen Liedermachers „Kavalier“ auf, dessen Positionen er gezielt verharmloste. Er likte in der Vergangenheit Beiträge neonazistischer Accounts über Demonstrationen und kannte einige der anderen Teilnehmenden so gut, dass diese mit Abklatschen oder Umarmung begrüßt wurden. Während des Aufzugs trug er über weite Strecken zudem das Fronttransparent. Beck ist darüber hinaus mit dem „Bürgermobil“ häufig für die AfD-Landtagsfraktion unterwegs. Größer war der Beitrag von Michael Hetzel. Der Demo-Organisator aus dem Raum Aschaffenburg stellte den als Lautsprecherfahrzeug dienenden Mietwagen und die Anlage zur Verfügung, was die Außenwirkung der kleinen Demonstration deutlich verstärkte. Hetzel ist Beisitzer im Bezirksvorstand der AfD Unterfranken. Für Aufsehen sorgte etwa ein Video, in dem er mit einer Armbrust und Pfeilen auf eine mit „Antifa“ und „Ampel-Symbolen“ bestückte Zielscheibe schoss.

via endstation rechts: Unterfranken: AfD-Funktionäre unterstützen Neonazi-Demo

#Bundeswehr – #Disziplinarverfahren gegen AfD-Abgeordneten Gnauck aus formalen Gründen eingestellt

Als ein Bundeswehr-Disziplinarverfahren gegen ihn eingestellt wurde, interpretierte der AfD-Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck das als vollständige Rehalbilitierung. Doch die Einstellung hatte nach rbb-Informationen rein formale Gründe. Ein Bundeswehr-Disziplinarverfahren gegen den Brandenburger AfD-Bundestagsabgeordneten Hannes Gnauck ist eingestellt worden, allerdings wohl nicht aus inhaltlichen Gründen. Nach Informationen des ARD-Extremismus-Experten Michael Götschenberg ist das Verfahren aus formalen Gründen eingestellt worden. “Das Truppendienstgericht hat wohl nur festgestellt, dass die Stelle, die das Verfahren gegen ihn eingeleitet hatte, für Gnauck formal gar nicht mehr zuständig war. Mit dem Inhalt hat sich das Truppendienstgericht offenbar gar nicht beschäftigt”, so Götschenberg. Man könne insofern nicht sagen, dass die Vorwürfe gegen Gnauck widerlegt wären. Der Brandenburger Bundestagsabgeordnete hatte Ende Juni auf seinem Konto des Social-Media-Dienstes X ein Foto gezeigt, auf dem nach seinen Angaben ein entsprechender Beschluss des Truppendienstgerichts Nord zu sehen ist. Darin heißt es, der Präsident des Gerichts habe am 17. Juni die Einstellung des Verfahrens beschlossen. Eine Begründung oder Details zum Inhalt des Verfahrens aber gehen aus dem veröffentlichten Foto nicht hervor. (…) Gnauck wurde nach eigener Aussage vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) als “erkannter Extremist” eingestuft. Er war von Oktober 2022 bis zu deren Auflösung Anfang des Jahres Bundesvorsitzender der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Jungen Alternative. Außerdem wird Gnauck im Verfassungsschutz-Gutachten zur Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch aufgeführt. Dabei geht es um Aussagen Gnaucks, die laut Verfassungsschutz gegen die im Grundgesetz garantierte Menschenwürde verstoßen und für ein völkisches Gesellschaftsverständnis stehen. Demnach habe Gnauck bei einer Rede auf dem Marktplatz in Zossen im Herbst 2024 gesagt, jeden Anwesenden verbinde mehr mit ihm “als irgendein Syrer oder irgendein Afghane”. Im Gespräch mit rbb|24 wies Gnauck Vorwürfe eines völkisches Gesellschaftsverständnisses zurück. Jeder Deutsche mit Migrationsintergrund und deutschem Pass sei Angehöriger des deutschen Volkes.

via rbb: Bundeswehr Disziplinarverfahren gegen AfD-Abgeordneten Gnauck aus formalen Gründen eingestellt

Rechtsextremisten treten nicht zur Wahl an – „Die Heimat“ will AfD in Dortmund stärken – #braunzone

Der politische Arm der Rechtsextremisten rund um die Thusneldastraße in Dorstfeld ist seit vielen Jahren Teil des Stadtrats in Dortmund. Nach der Kommunalwahl 2025 wird sich das allerdings ändern, und das liegt an der AfD. 2014 war „Die Rechte“ ins Dortmunder Stadtparlament eingezogen. Ein Anteil an Wählerstimmen von 1,04 Prozent bedeuteten einen Sitz im Stadtrat, der zunächst Siegfried Borchardt zufiel. Der als „SS-Siggi“ bekannte, mehrfach verurteilte und mittlerweile gestorbene Neonazi überließ den Platz kurz nach der Wahl allerdings Dennis Giemsch, der ihn 2015 an Michael Brück weitergab. „Die Rechte“ schloss sich der NPD an 2020 trat „Die Rechte“ erneut bei der Kommunalwahl an und erreichte 1,12 Prozent. Brück behielt seinen Sitz, zog allerdings kurz darauf nach Chemnitz und überließ Matthias Deyda den Platz. Während Brück zeitweise mit etlichen Anträgen das Geschehen im Stadt-Parlament gelähmt hatte, gab es in den Jahren danach nur noch wenige öffentlichkeitswirksame Aktionen. Mittlerweile gibt es „Die Rechte“ gar nicht mehr, 2023 ging der Dortmunder Kreisverband auf in „Die Heimat“, also der Partei, die jahrzehntelang als NPD bekannt war. (…) Ob man es erneut in den Stadtrat schaffen würde, sei „aufgrund des derzeitigen ‚Höhenfluges‘ der AfD“ ja ungewiss, so der Dortmunder „Heimat“-Chef weiter. Deshalb wolle man „der AfD den Vortritt lassen“. Zudem erklären die Rechtsextremisten: „Die AfD-Fraktion im Dortmunder Stadtrat, zu der auch der bekannte Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich gehört, macht eine – für AfD-Verhältnisse! – recht ordentliche Arbeit.“ Ohne „Konkurrenzkandidaturen aus dem rechten Lager“ könne die AfD sicherlich ein hohes Ergebnis einfahren.

via ruhrnachrichten: Rechtsextremisten treten nicht zur Wahl an „Die Heimat“ will AfD in Dortmund stärken

Streit über Kandidatin für Verfassungsgericht – Diese Akteure stehen hinter der Netzkampagne gegen Brosius-Gersdorf – #RechterRand

Die vorerst gescheiterte Richterwahl hat die Koalition beschädigt. Vorausgegangen war dem Eklat eine orchestrierte Aktion von Abtreibungsgegnern, rechtspopulistischen Medien und dem Umfeld der AfD. Hatten sie Einfluss auf die Union? Die Mails fluteten vergangene Woche die Postfächer der Abgeordneten. Mehr als 1000 Nachrichten seien bei ihm eingegangen, erzählt ein Unionspolitiker. Die Mail-Schreiber riefen dazu auf, bei der Richterwahl im Bundestag gegen die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf zu stimmen. Der Grund waren ihre vermeintlichen Positionen zur Abtreibung. (…) Nicht nur in den Postfächern der Abgeordneten, auch in den sozialen Medien hatte vorher ein Sturm gegen Brosius-Gersdorf getobt. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch nannte es eine beispiellose Schmutzkampagne, der FDP-Politiker Konstantin Kuhle sprach von einer »Trumpisierung unserer politischen Öffentlichkeit«. War das Scheitern der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf wirklich das Ergebnis einer orchestrierten Kampagne? Sind rechtspopulistische Medien und extrem-rechte Netzwerke so mächtig, dass sie Entscheidungen im Bundestag beeinflussen können? Wie entstand die Aufregung um Brosius-Gersdorf im Netz – und welche Rolle spielte die Union selbst dabei? (…) am 30. Juni 2025, wird bekannt, welche Richter die Koalition an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe schicken will: zwei von der SPD nominierte Kandidatinnen, Ann-Katrin Kaufhold und Frauke Brosius-Gersdorf, sowie den von der Union unterstützten Richter Günter Spinner. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (FAZ) berichtet zuerst darüber . Einen Tag später schreibt Julian Reichelt, der Chefredakteur des rechtspopulistischen Mediums »Nius«, auf der Plattform X, die Kandidatin Brosius-Gersdorf müsse »verhindert werden!«. Er greift einen Beitrag der AfD-freundlichen Plattform »Apollo News« auf. Die thematisierte bereits an diesem Tag ausführlich Brosius-Gersdorfs Position zu Abtreibungen und ihren Pro-Impfpflicht-Standpunkt während der Coronapandemie. AfD-Parteichefin Alice Weidel repostete Reichelts Beitrag. Doch auch Stimmen aus der CDU selbst melden sich früh bereits kritisch zu Wort. Da ist etwa die Brandenburger Abgeordnete Saskia Ludwig , die innerhalb der Union rechtsaußen steht. Sie bezeichnet Brosius-Gersdorf als »unwählbar« und begründete das mit deren Position zur Impfpflicht. Einen Tag später, am 2. Juli, erfolgt ein zweiter Aufschlag der »FAZ« . Mehrere CDU-Abgeordnete sollen erstmals aus den Medien von Brosius-Gersdorfs Kandidatur erfahren haben und signalisieren in der »FAZ« anonym ihre Ablehnung. Auch »Nius « und die AfD-nahe Wochenzeitung »Junge Freiheit « steigen in die Debatte ein. Positionen dramatisiert und falsch dargestellt Der Berliner Thinktank polisphere hat mehr als 40.000 X-Posts analysiert, die vor der geplanten Richterwahl abgesetzt worden sind. Das Ergebnis: Anfangs stehen vor allem Brosius-Gersdorfs Positionen zum AfD-Verbot und zur Corona-Impfpflicht im Vordergrund. Doch schon bald geht es zunehmend um ihre Ansichten zu Abtreibungen und Lebensschutz. Dazu gehört etwa die Falschbehauptung, Brosius-Gersdorf befürworte Abtreibungen bis zum neunten Schwangerschaftsmonat. So schreibt etwa die AfD-Politikerin Beatrix von Storch bereits am 2. Juli auf der Plattform X,  Brosius-Gersdorf sei eine »linksradikale Aktivistin, die im Prinzip der Abtreibung bis zum 9. Monat das Wort redet«. In Wahrheit ist Brosius-Gersdorf dafür, dass Spätabtreibungen grundsätzlich rechtswidrig bleiben sollen. Der Nachrichtendienst X steche »als Diskursarena unter allen Plattformen« besonders heraus, sagt die polisphere-Desinformationsanalystin Hannah Schimmele dem SPIEGEL. Gleichzeitig treiben rechtspopulistische Internetplattformen die Debatte weiter voran.

via spiegel: Streit über Kandidatin für Verfassungsgericht Diese Akteure stehen hinter der Netzkampagne gegen Brosius-Gersdorf

siehe auch: BROSIUS-GERSDORF: WIE DIE UNION VON EINER RECHTEN KAMPAGNE MANIPULIERT WURDE. Die Kandidatur der Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht ist zum Spielball einer orchestrierten Desinformationskampagne von rechts geworden – mit erschreckendem Erfolg. Eine Welle aus Falschinformationen, emotionaler Empörung und gezielter Empörungsproduktion im Netz hat ausgereicht, um die CDU/CSU-Fraktion zu kippen. Und eine Formalie zum rechten Kulturkampf zu machen. Am Ende wurde die eigentlich breit unterstützte Kandidatin – eine profilierte Juristin der Mitte – von der Tagesordnung des Bundestags gestrichen. Der Vorgang zeigt, wie anfällig die Union inzwischen für rechtsextreme Narrative ist und wie machtlos auch unsere Regierung gegen digitale Empörungswellen ist. Eine Analyse und ein Faktencheck des Desasters der Union. (…) Das gilt auch für die drei wichtigsten Themen, die jetzt Teil der Desinformationskampagne waren: In der Debatte um die Impfpflicht hätte sie diese – wie die meisten Rechtsprofessoren übrigens – für verfassungskonform gehalten. Ein AfD-Verbot hielte sie für sinnvoll, „wenn es genügend Material gibt“. Eine Position, die offensichtlich unkontrovers ist – denn sie gibt einfach nur das Grundgesetz wieder, das Parteiverbote ausdrücklich ermöglicht. Und abseits der inhaltlichen Debatte glaubten viele Unionspolitiker, es habe „Plagiatsvorwürfe“ gegeben, doch das sind rechte Fake News. Der höchst umstrittene „Plagiatsjäger“, der dazu herangezogen wird, erklärt selbst, er habe „keine Plagiatsvorwürfe“ erhoben. Er habe sie hingegen „vielmehr zurecht gegen Herrn Merz und Herrn Voigt“ erhoben. Es gäbe inhaltlich ähnlich zitierte Textpassagen in Arbeiten von Brosius-Gersdorf und ihrem Mann. Die Arbeit des Mannes wurde später veröffentlicht, aber der rechte „Plagiatsjäger“ erklärt, die Arbeiten seien zeitgleich entstanden. Die Universität Hamburg hat erklärt, bisher gebe es noch nicht hinreichend belegte Hinweise auf Verstöße gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Brosius-Gersdorf war also ziemlich unkontrovers eigentlich. Auch für die Union. Friedrich Merz und Jens Spahn haben sich für sie ausgesprochen. Normalerweise haben ein Kanzler und ein Fraktionsvorsitzender auch ihre Fraktion und etwaige Bedenken im Griff, dass das kein Problem darstellt. Doch offenbar nicht die beiden.

IDENTITÄRE UND ESOTERIKER Fülle rechtsextremer Videos war auf FPÖ-Account monatelang online

Mit Massenabschiebungs-Propaganda und Bildern einer “rassenreinen” Gesellschaft fand der Account massive Verbreitung. Das nunmehrige Löschen einzelner Videos ist laut dem Tiroler Neos-Chef Dominik Oberhofer unzureichend. Für Aufsehen sorgte in den vergangenen Tagen ein Tiktok-Video der FPÖ Tirol, in dem deren Obmann Markus Abwerzger mit einer Pappkrone des US-Fast-Food-Anbieters Burger King lächelnd durch eine Straße in Innsbruck marschiert. Die Szene sei als Zitat eines in der rechtsextremen Szene viralen, in einem US-Flugzeug aufgenommenen Videos zu verstehen, in dem ein Mann mit einer Burger-Krone eine schwarze Frau mit dem N-Wort beschimpft, kritisierten ÖVP, SPÖ und Grüne, nachdem das Onlinemedium Campus A über das Video berichtet hatte. Dienstagfrüh suchte man nun besagte Aufnahme auf Tiktok vergebens. Die FPÖ Tirol hatte sie und eine Reihe weiterer Posts entfernt. In den Tagen davor hatte es auf dem blauen Account von Videos mit identitären und aus der rechtsextremen Jugendszene stammenden Codes samt tausenden einschlägigen Kommentaren nur so gewimmelt. Unterlegt war das mit einem der FPÖ besonders wichtigen Thema: der massenhaften Abschiebung von Ausländern. Videos gesichert Viele der gelöschten Videos und Kommentare sind gut dokumentiert. Am Sonntag verbrachten der Tiroler Neos-Landeschef, Nationalratsabgeordneter Dominik Oberhofer samt Mitarbeitenden den Tag damit, den FPÖ-Tirol-Account auf Tiktok und Instagram zu sichten. “Von sechs bis 23 Uhr” habe das gedauert, schildert Oberhofer. Er behält sich Anzeigen vor. Der Neos-Politiker hat dem STANDARD die Ergebnisse seiner Bemühungen zur Verfügung gestellt. Sie liefern Einblicke in rechtsextreme, esoterische sowie identitäre Weltsichten, die laut dem Leiter der Abteilung Rechtsextremismus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), Bernhard Weidinger, unter dafür empfänglichen Jugendlichen derzeit international im Vormarsch sind. Millionen Zugriffe Der Tiktok- und Instagram-Account, der laut dem Politiker Oberhofer seit März 2025 von einem eigenen jungen FPÖ-Tirol-Mitarbeiter betreut wird, hat denn auch extrem viele Zugriffe, in Einzelfällen mehr als zwei Millionen. In den Kommentaren kommen häufig Zahlenkombinationen wie 88 (für die Anfangsbuchstaben des Nazi-Grußes “Heil Hitler” im Alphabet) oder 271 (für die 271.000 in der NS-Zeit laut rechtsextremer Propaganda ermordeten Juden und Jüdinnen – tatsächlich waren es mehr als sechs Millionen Menschen). Besagte Videos kreisen mehrheitlich um das Thema Abschiebungen, immer wieder geistern Scharen von türkisen Flugzeugsymbolen über den Screen. Ein Video – es kommt im Account nicht mehr vor – verdichtet Aufnahmen von startenden und landenden Fliegern zu massiver Pro-Abschiebungspropaganda. Rechtsextreme Vril- und Agartha-Mythen Ein weiteres Video, es war Dienstagvormittag noch zu sehen, zeigt – unterlegt mit den Anfangsklängen des in den 1970er-Jahren aus der schwarzen US-Community stammenden Songs TSOP – Stempel, die das Wort “abgeschoben” auf Papier drucken. In einer anderen Aufnahme stößt FPÖ-Chef Abwerzger mit zwei Personen “nach fünf Jahren FPÖ-Regierung” auf die erfolgreiche Vertreibung sämtlicher unliebsamer Ausländerinnen und Ausländer bei Weißwein an. Der Slogan dazu: “Sie sind endlich alle weg”.

via standard: IDENTITÄRE UND ESOTERIKER Fülle rechtsextremer Videos war auf FPÖ-Account monatelang online

Rainer Wendt – Chef der Polizeigewerkschaft: Queere Minderheit will “uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen” – #polizeiproblem #strukturellerRassismus

Rainer Wendt, der stets polternde Polizeigewerkschafter, beklagt sich darüber, dass queere Menschen heutzutage zu sichtbar seien. Rainer Wendt, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), hat im rechtskonservativen Onlinemagazin “Tichys Einblick” beklagt, dass queere Menschen ihre Identität anderen “aufdrängen” wollten – mit “aggressiven Forderungen nach permanenter Sichtbarkeit”. In einer Rezension für ein Buch des umstrittenen Bundespolizisten und CDU-Politikers Manuel Ostermann beklagte Wendt, dass die Polizei und andere Behörden falsche Schwerpunkte setzten. Ziel sei es, alle Bürgerinnen und Bürger “gleich zu behandeln, niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen, warum auch immer”, so Wendt. “Umso unverständlicher ist die Überbetonung einer kleinen Minderheit, die uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen und in unseren Alltag übertragen wollen (sic).” Regenbogenfahnen vor Polizeibehörden oder dem Bundestag seien “eben kein Zeichen von Toleranz oder Weltoffenheit, sondern Symbole des Kniefalls vor einer Laune des Zeitgeistes durch schwache Führungskräfte, die die Neutralität ihrer Behörden nicht vor den aggressiven Forderungen nach permanenter Sichtbarkeit von Minderheiten zu verteidigen wissen”. In dem Artikel beklagt Wendt auch, dass Polizeibedienstete ständig stigmatisiert werden würden – etwa durch Rassismusvorwürfe. Dabei hätten sie mangelnden Rückhalt aus der Politik. “Wohlstandsverwahrlosten Kriminellen” würde hingegen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Politisch attestiert das CDU-Mitglied linken Parteien pauschal ein “gestörtes Verhältnis zu Ordnung und Rechtsstaatlichkeit”.

via queer: Rainer Wendt Chef der Polizeigewerkschaft: Queere Minderheit will “uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen”