Rechtsextremer bei ÖBB Sicherheitsdienst

“Mungo”-Mitarbeiter soll Teil einer rechtsextremen Gruppierung sein, er wurde von den ÖBB vorerst dienstfrei gestellt. Dass rechtsextreme Kader versuchen, im Sicherheitsgewerbe Fuß zu fassen, darüber berichtete der KURIER in den vergangenen Monaten mehrfach. Einer der Rechtsextremen schaffte es sogar in die die Sicherheitsmannschaft des Parlaments und wurde ausgerechnet beim teilweise hochgeheimen BVT-Untersuchungsausschuss eingesetzt. Nun dürfte es auch die ÖBB treffen. Recherchen der Wiener Antifa zufolge soll ein Mitglied der rechtsextremen Hooligan-Gruppierung “Unsterblich” seit mehreren Monaten am Bahnhof in Wien-Meidling Dienst versehen. Entsprechende Beweisfotos wurden angefertigt, der Mann ist an einer sehr auffälligen Tätowierung zu erkennen. Er dürfte bei der Sicherheitstruppe sein, die intern „Mungos” genannt wird. (…) Die Gruppierung “Unsterblich” ist aus einem Austria-Fanclub entstanden. Mehrere Mitglieder waren bereits bei Gewalttaten dabei, so wurden Afrikaner verprügelt oder das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) in Favoriten gestürmt. Wegen Unsterblich-Flaggen, die an nationalsozialistische Vorbilder anknüpfen, wurde der Fanclub aus dem Austria-Stadion verbannt.

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35-Jähriger ruft rassistische Beleidigungen am Luisenplatz

Ein Mann hat am Mittwoch in der Darmstädter Innenstadt verfassungsfeindliche Parolen gerufen und zwei Männer auf rassistische Art und Weise beleidigt. Die Polizei sucht nach Zeugen. Nach einem rassistisch motivierten Angriff eines 35 Jahre alten Mannes auf zwei dunkelhäutige junge Männer hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Gegen 17.45 Uhr war es am Mittwoch auf der Rheinstraße/Ecke Grafenstraße zu der Attacke gekommen. Der Mann hat nach Polizeiangaben die beiden jungen Männer rassistisch beleidigt, tätlich angegriffen und verfassungsfeindliche Parolen gerufen. Zeugen alarmierten die Polizei. Der mutmaßliche Täter flüchtete Richtung Luisenplatz und wollte mit einem Taxi wegfahren, was ein Passant verhinderte. Die Polizei nahm die Personalien des in Darmstadt gemeldeten Mannes auf und schaltete den Staatsschutz ein. (…) Auf einem Video, das den Vorfall mutmaßlich zeigt, ist nahe einer Baustelle eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einem Mann in weißem Hemd und zwei weiteren Männern zu sehen. In der kurzen Sequenz sind zwei deutliche “Heil Hitler”-Rufe zu hören, die wohl der Mann im weißen Hemd von sich gibt

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https://twitter.com/LibanFa/status/1298901384960585728

US-Sport vs. Rassismus: Historischer Bucks-Boykott und seine Folgen

Die ergreifende Protestnote der Milwaukee Bucks aus den Arena-Katakomben von Orlando trifft die aufgewühlten USA mit voller Wucht und setzt eine historische Zäsur. Am Jahrestag der ersten Anti-Rassismus-Aktion von NFL-Profi Colin Kaepernick folgen Sportler landesweit in zuvor noch nie da gewesener Art und Weise mit klaren Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus in ihrem tief gespaltenen Land. Ausgelöst vom beispiellosen Playoff-Boykott der Basketballer aus Milwaukee verzichteten am Mittwoch (Ortszeit) Teams und Spieler in der NBA, MLB, MLS und WNBA auf ihre Wettkämpfe. Laut dem Sender ESPN schloss sich verspätet auch die Eishockey-Liga NHL der Protestserie an und sagte die für Donnerstag angesetzten Spiele ab. Die Ligen reagieren damit auf die jüngste Gewalttat von Polizisten gegen einen schwarzen Amerikaner. Der 29 Jahre alte Familienvater Jacob Blake war am Sonntag im US-Bundesstaat Wisconsin durch Schüsse der Polizei in seinen Rücken schwer verletzt worden. Das Auftreten der Bucks um Basketball-Superstar Giannis Antetokounmpo hinterlässt tiefen Eindruck. Nahezu komplett in Schwarz tritt das Team aus Wisconsin vor die Medien, um mit ebenso wuchtigen Worten seine Position darzulegen. Zuvor war der Titelkandidat einfach nicht zu seinem Playoff-Spiel gegen die Orlando Magic erschienen. Worte sind genug gesprochen, es ist Zeit für Taten – das ist die Botschaft, die ausgerechnet aus dem Gute-Laune-Park Walt Disney World Ressort in die Welt geht. «Wir fordern Gerechtigkeit für Jacob Blake und dass die beteiligten Officers zur Rechenschaft gezogen werden», sagen George Hill und Sterling Brown, stellvertretend für ihre Teamkollegen. Sie fordern, «nach Monaten der Inaktivität bedeutsame Maßnahmen zu ergreifen», um Polizisten zur Rechenschaft zu ziehen und die Themen «Polizeigewalt und Reform der Strafjustiz» endlich anzugehen. Die Heimstätte der Bucks liegt nicht einmal eine Stunde von dem Ort entfernt, an dem Blake niedergeschossen wurde.

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siehe auch: Spieler streiken wegen Rassismus Bundesliga, bitte lerne von der NBA. Die NBA-Playoffs sollen am Freitag forgesetzt werden. Aber die Boykott-Botschaft der Basketballer ist deutlich und zielt auf die Politik: Gleichberechtigung für People of Color. Dafür gehen die Profis bis zum Äußersten. Die Fußball-Bundesliga scheint für so was noch nicht bereit. Spielen oder nicht? Erst kurz vor dem Spiel fällt die Entscheidung. So kann es nicht weitergehen, es muss ein Zeichen gesetzt werden: Die Basketball-Profis betreten aus Protest gegen Rassismus in den USA nicht das Parkett und boykottieren die Partie. Dieses Szenario spielte sich nicht gestern Nacht in der NBA-Play-off-Bubble in Orlando ab, sondern 1961 in Kentucky. Als Bill Russell, einer der besten Spieler der nordamerikanischen Profiliga aller Zeiten, und die schwarzen Spieler der Boston Celtics nicht gegen die St. Louis Hawks antraten, nachdem schwarze Teamkollegen vor Ort in einem Restaurant nicht bedient wurden. Die Schwarzen der Hawks verließen ebenfalls das Feld – die weißen Spieler beider Mannschaften legten allerdings ihre Uniformen an und die Partie fand statt. Angst vor Polizeigewalt und Rassismus ist mitnichten ein neues Phänomen in den USA. Seit Jahrhunderten kämpfen People of Color (PoC) in dem Land um ihre Rechte, ihre Gesundheit – ihr Leben. Seit Jahrzehnten protestieren auch US-Athleten gegen Diskriminierungen. Das rassistische System, in dem PoC um ihre Versehrtheit fürchten müssen, bleibt indes intakt. Vor 52 Jahren etwa erhoben die Sprinter Tommie Smith und John Carlos nach dem Gewinn ihrer olympischen Medaillen in Mexico City die Fäuste und wurden ausgestoßen (…) Solche resoluten humanistischen und sozialen Aktionen scheinen in der Fußball-Bundesliga undenkbar. Aber die deutschen Kicker sollten sich ein Beispiel an den NBA-Profis nehmen. Mündige Profis gibt es hierzulande maximal auf Instagram – aber das ist eigentlich schon ein Widerspruch in sich. Als sich Mesut Özil im Sommer 2018 rassistischer Hetze im Netz ausgesetzt sah, stellten sich nur die Spieler mit Migrationshintergrund hinter ihn. Wie damals bei den Celtics 1961. Thomas Müller wusste sogar, dass “von Rassismus im Sport und in der Nationalmannschaft keine Rede sein kann”. Die rassistischen Äußerungen vom Ex-Schalke-Boss Clemens Tönnies, die rassistischen Sprechchöre einiger Fans beim Nationalmannschaftsspiel im März 2019, die rassistischen Beleidigungen, die sich der Herthaner Jordan Torunarigha vergangene Saison auf dem Platz anhören musste: Allein diese drei unter vielen weiteren Fällen zeigen, dass Müller Unrecht hatte. Und, dass die Bundesliga noch viel von der NBA lernen kann und sollte. Haltung zeigen vor allem. Denn Einsatz für Gleichberechtigung, für Minderheiten und für Menschen mit Rassismuserfahrungen, auch wenn es einen Spielabbruch mit sich bringt, ist immer wichtiger als Sport. Aber die Fußballer in Deutschland boykottierten nicht, als rassistische Diskriminierungen ihren Sport beschmutzten. Auch nicht als der NSU mordete. Nicht nach Halle. Nicht nach Hanau. Sie bestreikten lediglich die letzten Minuten der Partie FC Bayern gegen TSG Hoffenheim, als der weiße Milliardär-Mäzen Dietmar Hopp auf Plakaten verunglimpft wurde.

Experte beobachtet: „Union Stuben“ hat rechtsextreme Gäste

Die öffentlich geführte Rassismus-Debatte wegen eines Lakritz-Likörs namens „Bimbo“ hat die Union Stuben in Bremerhaven dazu veranlasst, ihr Getränk in „Schwarzer Teufel“ umzubenennen. (…) Der „Bimbo“-Vorfall deute, laut André Aden vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Bremen, auf eine rassistische Geisteshaltung hin, die sich durch die Namensänderung nicht plötzlich in Luft auflöse. Die spiegele sich auch im Publikum der Kneipe wider. Das Beratungsteam beobachtet die Gaststätte bereits seit zwei Jahren und stellt fest, dass sich hier häufig Menschen aus dem Umfeld der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ aufhalten würden. Auch der Verfassungsschutz ist inzwischen auf die Kneipe aufmerksam geworden.

via nord24: Experte beobachtet: „Union Stuben“ hat rechtsextreme Gäste

#Dubravko #Mandic: Freiburger Fans dürfen #AfD-Stadtrat als Nazi bezeichnen – #schauhin #SCF #FSV

Vor einem Jahr hatten zwei Freiburger Fans ein Plakat mit einer eindeutigen Botschaft hochgehalten. Die Behörden ermittelten, erkannten aber kein strafbares Verhalten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen zwei Freiburger Fußballfans wegen mutmaßlicher Beleidigung eines AfD-Politikers mehreren Berichten zufolge eingestellt. Gegen die zwei Beschuldigten gebe es “keinen begründeten Verdacht”, zitiert unter anderem die WDR-Sendung Sport inside aus einer Begründung der Staatsanwaltschaft Freiburg zur Einstellung der Ermittlungen. Den beiden Fußballfans war vorgeworfen worden, zu Beginn der vergangenen Saison beim Spiel des SC Freiburg gegen den FSV Mainz ein Transparent hochgehalten zu haben, auf der sie den Freiburger AfD-Stadtrat Dubravko Mandic als Nazi bezeichneten. Die Fans hatten sich gegen einen Stadionbesuch des AfD-Politikers gewehrt. “Mandic du Nazi verpiss dich!”, stand auf dem Plakat. Die Staatsanwaltschaft hält den Schriftzug dem Bericht zufolge zwar für “herabsetzend”. Die Äußerung sei jedoch durch Paragraf 193 des Strafgesetzbuchs gerechtfertigt, “weil sie sich als Wahrnehmung berechtigter Interessen durch die Beschuldigten im öffentlichen Meinungskampf darstellt”, hieß es. Die Äußerung stelle “erkennbar eine Reaktion auf das politische Auftreten des Geschädigten Mandic im Allgemeinen und im Besonderen auf dessen vorangegangene Ankündigung, das Heimspiel des SC Freiburg besuchen zu wollen, dar”, führte die Staatsanwaltschaft aus, wie Sport inside weiter berichtete.

via zeit: Dubravko Mandic: Freiburger Fans dürfen AfD-Stadtrat als Nazi bezeichnen

siehe auch: Meinungsfreiheit im Stadion: Freiburger Fans dürfen AfD-Politiker als Nazi bezeichnen. Mehr als ein Jahr ist es schon her, dass Freiburger Fans ein Plakat hochhielten: “Mandic du Nazi verpiss dich!”. Der AfD-Politiker und Freiburger Stadtrat Dubravko Mandic hatte zuvor einen Stadionbesuch für das Spiel gegen Mainz angekündigt. Mandic stellte später Strafantrag – doch die Freiburger Staatsanwaltschaft wird nicht weiter ermitteln. (…) Die Staatsanwaltschaft bezieht sich in ihrer Begründung dabei etwa auf YouTube-Videos von AfD-Politiker Mandic. Darin hatte dieser nach den Kommunalwahlen 2019 gesagt: “Jetzt wird es den Altparteien und vor allem Oberbürgermeister Horn wirklich an den Kragen gehen.” Zahlreiche weitere polemische Äußerungen seien “bekannt”, Mandic werde innerhalb der AfD “politisch dem rechten Rand zugeordnet”.

Nach #Kündigung – #Rassismus-Skandal bei #Bayern: Ex-Trainer verklagt Klub

Der beim FC Bayern aufgedeckte Skandal im Jugendbereich schlägt weiter Wellen. Nachdem ein Trainer vom Verein entlassen wurde, wehrt sich dieser nun juristisch. Es droht, ein Rechtsstreit zu werden. Der wegen eines Rassismus-Vorwurfs beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München entlassene Jugendtrainer wehrt sich gegen die anonym erhobenen Vorwürfe. Wie seine Rechtsanwälte in einer Erklärung mitteilten, wurde am Mittwoch beim Arbeitsgericht München eine Klage eingereicht. “Mit der Klage wehrt sich unser Mandant gegen seine Entlassung. Die Beendigungstatbestände werden nunmehr einer gerichtlichen Kontrolle unterzogen”, heißt es in der Mitteilung.

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“Hirntote Risikopiloten”: Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer scharf

Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Maskenverweigerer in der Corona-Krise. Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen. Sie gefährden auch die “möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland”, erklärt er. Rockmusiker Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen. “Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!”, sagte Lindenberg der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hamburg. “Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen”, kritisierte er etwa Maskenverweigerer. “Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen.” Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, “sondern bedroht auch die möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland”, sagte der 74 Jahre alte Musiker.

via rnd: “Hirntote Risikopiloten”: Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer scharf