„Alles für Deutschland“-Parole: Strafanzeige gegen Alice Weidel gestellt – #LockHerUp

Bereits der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke wurde rechtskräftig wegen Verwendens der Parole verurteilt. Nun soll das Gleiche auch Weidel drohen. Das Hackerkollektiv Anonymous hat Strafanzeige gegen die AfD-Chefin Alice Weidel erstattet. Wie „Anonymous Germany“ auf der Plattform X mitteilte, wurde die Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet.  Hintergrund ist der Vorwurf an Weidel, sie habe in einem Interview mit Welt TV vor einigen Tagen die SA-Parole „Alles für Deutschland“ verwendet. Sie soll sich Anonymous zufolge des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ strafbar gemacht haben. Weidel wurde bei Welt TV auf die neu gegründete Jugendorganisation „Generation Deutschland“ angesprochen. Ein Mitglied im Bundesvorstand der AfD-Jugend hatte am 29. November in Gießen das Motto der Hitlerjugend – „Jugend muss durch Jugend geführt werden“ – als Vorbild gelobt. Weidel sagte dazu gegenüber dem Sender: „Also ich wusste jetzt auch nicht, dass das irgendwie irgendwann mal gesagt wurde. Genauso wie ‚Alles für Deutschland, alles für Deutschland‘. Huch, ja, ich verstehe den Aufreger nicht.“

via berliner zeitung: „Alles für Deutschland“-Parole: Strafanzeige gegen Alice Weidel gestellt

Decomposed body in handcuffs, Nazi paraphernalia found in Stamford, Conn. gunman’s home

We’re learning more disturbing details following Tuesday’s standoff and shootout in Stamford, Connecticut, between a homeowner and members of law enforcement. CBS News New York has learned 63-year-old Jed Parkington, who died by suicide during the standoff, was fascinated with Nazi Germany and was dressed in camouflage and wearing Nazi lapel pins when state marshals came to his door on Oaklawn Avenue in an attempt to evict him. Nazi paraphernalia was also found inside the home, including writing on a wall that says “Kapitulieren nein,” which is German for “No surrender.” Writing on another wall says “10/31/25 is your last day,” CBS News New York has confirmed. In addition, CBS News New York has learned a swastika flag and many other Nazi items were recovered. Pipe bombs and the decomposed body of a handcuffed male were also found, the latter likely involving foul play, CBS News New York has learned. Standoff and shootout in Stamford, Connecticut Police said Parkington opened fire on police who were backing up marshals serving eviction papers. Parkington fired dozens of AK-47 rounds at officers, police said. Some of the gunfire was captured on video that shows the spray of bulletproof glass as shots hit the 3-inch-thick windshield of an armored vehicle.

via cbsnews: Decomposed body in handcuffs, Nazi paraphernalia found in Stamford, Conn. gunman’s home

Dargun: AfD sorgt mit Gedenkrede zum Volkstrauertag für Eklat

Der AfD-Fraktionsvorsitzende in Dargun, Torsten Thon, hat am Volkstrauertag auf dem Friedhof in Dargun eine umstrittene Gedenkrede gehalten. Zehn Tage danach entwickelt sich der Auftritt zum Eklat. Die Pastorin interveniert, eine SPD-Landtagsabgeordnete ist empört und der AfD-Landeschef verbreitet Falschbehauptungen. Am Volkstrauertag Mitte November wird bundesweit an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft erinnert. Für viele ist der Gedenktag längst ein Ritual. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner trat dem entgegen und sagte in Berlin, Gedenken müsse mehr heißen als zu erinnern. Sie rief dazu auf, Frieden und Demokratie konsequent zu verteidigen. In Dargun spielten solche Gedanken offenbar keine Rolle. Gedenkredner in diesem Jahr war der AfD-Fraktionsvorsitzende in der Stadtvertretung, Torsten Thon. In Dargun bekommen Fraktionen abwechselnd die Gelegenheit, die Gedenkrede zu halten. Die AfD sei turnusmäßig an der Reihe gewesen, heißt es aus der Stadtvertretung. “In Dargun ist das gelebte Praxis”, sagte die parteilose Bürgermeisterin Jana Böttcher. Einseitiges Gedenken Der Unternehmer hat nach NDR Informationen seinen Auftritt während der Gedenkstunde auf dem Friedhof in Dargun für krude AfD-Parteipolitik genutzt. Danach hat Thon die Maßnahmen von Bund und Ländern gegen die Corona-Pandemie in Zusammenhang mit der NS-Gewaltherrschaft gerückt. Thon soll außerdem einen Schwerpunkt seiner Rede auf die gefallenen Soldaten von Hitlers Wehrmacht gelenkt haben und an die deutschen Opfer des von den Nazis verschuldeten Vernichtungskriegs erinnert haben. “Es war eine klassische Täter-Opfer-Umkehr”, sagte die regionale SPD-Landtagsabgeordnete Anna-Konstanze Schröder. Thon soll mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine außerdem fehlende diplomatische Bemühungen der Europäer beklagt haben.

via ndr: Dargun: AfD sorgt mit Gedenkrede zum Volkstrauertag für Eklat

AfD-Aktivist: Polen sind die “Afro-Amerikaner Europas”

Die umstrittenen Worte von Fabian Keubel – einem jungen Aktivisten der deutschen Rechten – wurden vom AfD-Politiker Tomasz Froelich in einem Interview mit Euronews angesprochen. Auch der polnische Premierminister Donald Tusk und Außenminister Radosław Sikorski äußerten sich. Fabian Keubel (eigentlich Fabian Küble, auf Social Media benutzt er ein Pseudonym), ein Aktivist der Alternative für Deutschland (AfD) und ehemaliges Vorstandsmitglied der inzwischen aufgelösten Jungen Alternative, hat am 18. November auf der Plattform X eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, in denen er Polen kritisierte. In einem von ihnen schrieb er: “Die Polen sehen sich einfach als große, bemitleidenswerte Daueropfer der europäischen Geschichte. Opfer-sein als nationale Identität. Sie sind einfach die Afroamerikaner Europas”. (…) Keubel warf Polen auch “Landraub” und “Massenvertreibung” in der Vergangenheit vor und behauptete, dass die polnische Identität auf einem Gefühl des historischen Unrechts beruhe. Fabian Keubel stammt aus Sachsen und ist für seine kontroversen Äußerungen über Frauen, Minderheiten, den Holocaust und die Demokratie bekannt.

via euronews: AfD-Aktivist: Polen sind die “Afro-Amerikaner Europas”

France to Reportedly Probe Elon Musk’s AI Chatbot Grok for Alleged Holocaust Denial

The X chatbot suggested gas chambers at the Nazi death camp Auschwitz-Birkenau were ‘designed for disinfection,’ adding that the ‘narrative’ that chambers were used for ‘repeated homicidal gassings’ persists due to ‘cultural taboo’ French public prosecutors said on Wednesday they are expanding an inquiry into Elon Musk’s AI chatbot, Grok, to investigate “Holocaust-denying comments” made on the social media platform X, according to a report from The Guardian. Grok made several false claims commonly invoked by Holocaust deniers on Monday in response to a now-deleted post by a convicted French neo-Nazi. X has not so far responded to requests for comment, according to the report. Developed by Musk’s AI startup, Grok is marketed as a “truth-seeking” alternative to mainstream chatbots. It has been touted by Musk as unfiltered, politically incorrect, and fearless in its pursuit of honesty. This latest expression of Holocaust denial is not the chatbot’s first antisemitic outburst.

via haaretz: France to Reportedly Probe Elon Musk’s AI Chatbot Grok for Alleged Holocaust Denial

Razzia gegen “Reichsbürger”-Druckerei

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt ermitteln gegen eine weitere Gruppe aus der “Reichsbürger”-Szene, der gewerbs- und bandenmäßige Urkundenfälschung vorgeworfen wird. Die sechs Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 34 und 78 Jahren hätten “in großem Umfang diverse unechte Urkunden” gedruckt und verkauft. Ermittler haben in fünf Bundesländern Liegenschaften der sogenannten Reichsbürger-Szene durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten, stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung und Urkundenfälschung gegen acht deutsche Staatsangehörige. Am frühen Dienstagmorgen seien insgesamt sieben Wohnungen und eine Gartenlaube in fünf Bundesländern durchsucht worden. “Reichs-Personalausweise” hergestellt Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen sechs Männer und zwei Frauen im Alter von 34 bis 78 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, gemeinschaftlich handelnd in großem Umfang diverse unechte Urkunden gedruckt, ausgestellt und verkauft zu haben – darunter “Reichs-Personenausweise” und “Reichs-Fahrerlaubnisse”.  Durchsucht wurden je ein Objekt in Hessen (Wetteraukreis), Sachsen (Dresden) und Schleswig-Holstein (Kreis Stormarn) sowie zwei in Brandenburg (Brandenburg an der Havel und Potsdam) und drei in Bayern (Kreis Würzburg, Kreis Garmisch-Partenkirchen und Kreis Aschaffenburg).

via mdr: Razzia gegen “Reichsbürger”-Druckerei

siehe auch: Razzia gegen sogenannte Reichsbürger auch in der Wetterau. In einer groß angelegten Aktion haben Ermittler am frühen Dienstagmorgen (18. November) in fünf Bundesländern sieben Wohnungen und eine Gartenlaube durchsucht. Die Razzien stehen im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA). Der Verdacht: Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie gewerbs- und bandenmäßige Urkundenfälschung. Die acht Tatverdächtigen, sechs Männer und zwei Frauen im Alter von 34 bis 78 Jahren, werden der sogenannten Reichsbürger-Szene zugeordnet. Im Fokus der Ermittlungen steht der Vorwurf, dass die Beschuldigten in großem Stil gefälschte Dokumente, darunter „Reichs-Personenausweise“ und „Reichs-Fahrerlaubnisse“, hergestellt und vertrieben haben sollen. Die Durchsuchungen fanden in acht Objekten statt: je eines in Hessen (Wetteraukreis), Sachsen (Dresden) und Schleswig-Holstein (Kreis Stormarn), zwei in Brandenburg (Brandenburg an der Havel und Potsdam) sowie drei in Bayern (Kreis Würzburg, Kreis Garmisch-Partenkirchen und Kreis Aschaffenburg); Bundesweite Durchsuchungen, auch in Brandenburg und Sachsen Die Beschuldigten sollen „Reichs-Personenausweise“ und „Reichs-Fahrerlaubnisse“ verkauft haben. In Brandenburg, Sachsen und weiteren Bundesländern stellten die Ermittler Beweismittel sicher. Ermittler haben in fünf Bundesländern Liegenschaften der sogenannten Reichsbürger-Szene durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten, stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung und Urkundenfälschung gegen acht deutsche Staatsangehörige. Am frühen Dienstagmorgen (18. November) wurden den Angaben zufolge insgesamt sieben Wohnungen und eine Gartenlaube in fünf Bundesländern durchsucht.

„Vaterland völkerrechtswidrig abgetrennt“ – die Geschichtsklitterung des Björn Höcke

AfD-Politiker Höcke nennt in einer Rede stark überhöhte Zahlen deutscher Vertreibungsopfer – und behauptet, dass damalige Gebietsverluste völkerrechtswidrig gewesen seien. Ein Wissenschaftler erkennt darin ein „Kernmotiv extrem rechter Geschichtspolitik“ und eine Relativierung von NS-Verbrechen. Sonntag im Heinrich-Heine-Kurpark im Thüringer Heilbad Heiligenstadt. Vor dem Kriegerdenkmal, das an die im Ersten Weltkrieg „gefallenen Söhne unserer Stadt“ erinnert, steht der AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke und hält eine Rede zum Volkstrauertag. „Dieser Regierung und diesem Staat geben wir unsere Söhne nicht“, sagt Höcke. „Nein, für die Interessen der Rüstungsindustrie, für Blackrock und für die Nato-Strategie, Russland zurückzudrängen, geben wir unsere wenigen Söhne nicht.“ Dieser Staat müsse „erst mal wieder ein Staat der Deutschen werden“. So ist es auf einem von Höcke auf YouTube veröffentlichten Video der Veranstaltung zu sehen. Besonders bemerkenswert: Höcke verbreitete in seiner Rede mehrere Falschinformationen in Bezug auf deutsche Todesopfer im Zweiten Weltkrieg. Zum wiederholten Mal nannte er stark überhöhte und damit falsche Opferzahlen und bediente sich damit eines beliebten Instruments des rechtsextremen Geschichtsrevisionismus. Zudem behauptete Höcke, dass zwischen dem Gründungsjahr 1871 des Deutschen Reichs und der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 „über ein Drittel unseres Vaterlandes völkerrechtswidrig, weil es in den meisten Fällen keine Volksabstimmung gab, abgetrennt“ worden sei. Diese Aussage ist falsch. Vor der UN-Charta von 1945 waren Gebietsänderungen ohne Volksabstimmung völkerrechtlich üblich und legal. In Bezug auf die Gebietsverluste nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai 1945 kein souveräner Staat und völkerrechtlich handlungsunfähig. Die Alliierten übernahmen alles staatliche Handeln. Volksabstimmungen waren nicht vorgesehen und nicht erforderlich. Es gab keine demokratisch legitimierte deutsche Regierung, die Abstimmungen hätte organisieren können. Das macht solche Grenzregelungen nicht illegal. Die Alliierten handelten als Regierungsmächte. Teil der Nachkriegsordnung ist es, dass die Sieger eines Verteidigungs- und Befreiungskriegs Grenzen festlegen können, um Sicherheit zu gewährleisten und weitere Aggressionen zu verhindern. Die ehemaligen deutschen Ostgebiete, darunter Schlesien, Ostpreußen und Pommern, wurden 1945 unter polnische und sowjetische Verwaltung gestellt – als Teil der alliierten Neuordnung Europas nach dem Nationalsozialismus. Der Zwei-plus-vier-Vertrag von 1990 bestätigte die endgültigen Grenzen Deutschlands völkerrechtlich. Deutschland erkannte sie freiwillig und souverän an. Damit sind die heutigen Grenzen der Bundesrepublik vollständig völkerrechtskonform. Zudem vergleicht Höcke mit seiner Aussage zwei historisch völlig unterschiedliche politische Systeme, erklärt das Kaiserreich zum „Normalzustand“ und ignoriert die Ursachen der territorialen Veränderungen: von Deutschland begonnene Angriffs- und Vernichtungskriege. Dies erinnert an nationalistische Opfer- und Verlustnarrative nach den Weltkriegen.

via welt: „Vaterland völkerrechtswidrig abgetrennt“ – die Geschichtsklitterung des Björn Höcke

FCK AfD