«Impfung macht frei»: Lehrer nach provozierenden Querdenker-Videos gekündigt

Einem Berliner Berufschullehrer, der mehrfach mit Beiträgen auf seinem Youtube-Kanal für Empörung gesorgt hatte, ist nach dpa-Informationen unter anderem wegen Verharmlosung des Holocaust gekündigt worden. Er hatte mit der Formulierung «Impfung macht frei» in einer Fotomontage für Kritik gesorgt, die er in einem seiner Youtube-Videos benutzt hatte. Die Nationalsozialisten hatten den zynischen Schriftzug «Arbeit macht frei» über den Eingangstoren mehrerer Konzentrationslager angebracht. Der Historiker Uffa Jensen vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin hatte dem RBB gesagt, er halte die Fotomontage eindeutig für eine Art der Holocaustverharmlosung. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Montag, gegen den Lehrer sei inzwischen Anzeige erstattet worden. «Das wird nun geprüft.» (…) Der Berufsschullehrer hatte sich in einem weiteren Video nach Beginn des neuen Schuljahrs gegen die Impfaktionen an Oberstufenzentren gewandt, die die Bildungsverwaltung angekündigt hatte. Er war außerdem bereits im vergangenen Spätherbst mit Youtube-Videos zur Corona-Pandemie aufgefallen, in denen er die Gefahr des Coronavirus relativiert und unter anderem erklärt hatte, Maske tragen sei dumm. Anschließend hatte er eine Abmahnung erhalten

via news4teachers: «Impfung macht frei»: Lehrer nach provozierenden Querdenker-Videos gekündigt

Henry Hafenmayer: Holocaustleugner verstorben

Der Holocaustleugner, Rechtsextremist und Antisemit Henry Hafenmayer ist tot. In der Neonazi-Szene werden dazu entsprechende Nachrufe verbreitet. Demnach starb der Oberhausener Mitte letzter Woche nach längerer Krankheit. Ungewöhnlich ruhig geworden war es um Henry Hafenmayer, nachdem im Dezember bekannt geworden war, dass dem 48-Jährigen erneut ein Prozess droht. Bis Ende Juli war auf dem ihm zugeordneten Telegram-Kanal „Ende der Lüge“ zwar noch gepostet worden. Auf seiner gleichnamigen Webseite erschien im Februar 2021 indes der letzte Beitrag. Der justizbekannte Holocaustleugner, Teilnehmer und Redner bei unterschiedlichen rechtsextremen Versammlungen trat zuletzt auch sonst nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Seit Freitag nun werden in der Szene der Holocaustleugner und Rechtsextremen Nachrufe auf den 1972 geborenen Wahl-Oberhausener publiziert und verbreitet. Demnach verstarb Hafenmayer am 11. August in Süddeutschland. Vorangegangen seien eine längere Krankheit und Aufenthalte in Kliniken in Deutschland und der Schweiz. Aufgerufen wird zu Geldspenden, denn Klinikaufenthalte und die Beerdigung seien kostspielig. Spenden soll „eine treue Begleiterin“ und „Kameradin“ erhalten. Gelobt wird der Verstorbene in den oft gleichlautenden Nachrufen mit den Worten: „Er sagte und sprach das aus, was Andere nicht zu denken wagten.“ Die Gruppe „Sicherheit für Nationalisten“ lobte Hafenmayer „als treuen und tapferen Kämpfer für die Wahrheit“. Auf dem Telegram-Kanal der Zeitung „N.S. heute“ schrieb „die Redaktion“, Hafenmeyer sei „seit der ersten Stunde ein Freund und Förderer unserer Zeitschrift N.S. heute und arbeitete aktiv an mehreren Artikeln mit.“ Die Justiz hatte der Holocaustleugner schon länger beschäftigt. Im Dezember hatte er auf seiner Internetseite bekannt gemacht, dass ihm wegen mutmaßlich strafbarer Aussagen bei einem früheren Prozess erneut ein Hauptverfahren drohe. Jenen Beitrag hatte der Oberhausener noch provokativ mit „GruSS H H“ (sic!) unterzeichnet. Im Schlusswort bei diesem Prozess hatte Hafenmayer gegen Juden („Parasiten“) gehetzt und gesagt, in „den Völkern“ gäre es und das werde „zur Endlösung der Judenfrage“ führen.

via bnr: Henry Hafenmayer: Holocaustleugner verstorben

Brauner Nachruf; screenshot bitchute; archive is olsWu

Ein ehemaliges KZ in Nazihand: In der Kamenzer Straße hat sich ein neuer Boxclub angesiedelt

In der Kamenzer Straße befand sich bis Mai 1945 ein Außenlager des KZ Buchenwald. Über 5.000 weibliche Gefangene waren hier untergebracht. Für den Rüstungsbetrieb HASAG mussten sie Granaten, Munition und Panzerfäuste herstellen. Einen Monat vor der Befreiung wurden die Mädchen und Frauen auf einen Todesmarsch geschickt. Im Jahr 2009 fand vor dem Gelände eine Gedenkveranstaltung für die Opfer statt. Während die Überlebende Esther Bejarano (verstorben am 10. Juli 2021) zu den Teilnehmenden sprach, wurde es am Rand der Veranstaltung unruhig, als der Besitzer versuchte, auf sein Grundstück zu gelangen. Schon zu diesem Zeitpunkt habe man gewusst, dass ein „Rechtsextremer“ das Grundstück im Nordosten Leipzigs erworben hatte, bestätigte der damalige Polizeipräsident Horst Wawrzynski.Bereits im Juni 2008 hatte die TLG Treuhand Liegenschaftsgesellschaft mbH (TLG) aus Berlin die Objekte in der Kamenzer Straße 10 und 12 an Ludwig K. verkauft. Trotz seiner fragwürdigen, laut Grundbucheintrag heiratsbedingten Umbenennung in Ludwig „Prinz von Preußen“ handelt es sich eindeutig um den altgedienten Neonazi.
In der Antwort auf eine LZ-Nachfrage bei der TLG, die mittlerweile TLG Immobilien GmbH heißt, warum man einem Rechtsextremen das Grundstück verkauft hat, verweist man lediglich darauf, dass zu dieser Veräußerung von 2008 keine detaillierten Informationen mehr vorlägen. Das bundeseigene Unternehmen führe grundsätzlich umfangreiche und sorgfältige „Know Your Customer“ („kenne deinen Kunden“)-Prozesse durch. Dass man einem hiesigen Neonazi, der in die rechtsextreme Szene verstrickt ist, ein knapp 18.000 Quadratmeter großes, geschichtsträchtiges Areal verkaufte, fiel offenbar durch das angebliche Sorgfaltsnetz der heutigen TLG Immobilien GmbH. Warum solche Prüfungen von Käufer/-innen wichtig sind? „Der deutsche Immobiliensektor bildet zudem einen besonderen Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Geldwäsche“, heißt es dazu aus dem Bundesfinanzministerium. Im Fall der Kamenzer Straße in Leipzig hat man sowohl auf notarieller als auch auf Unternehmensseite nicht genau genug hingeschaut. Ludwig K., geboren 1976, ist ein Leipziger Bauunternehmer und tauchte in der gehackten Kundenbank des rechten Onlineversandshops „Thor Steinar“ auf. Stadträtin Juliane Nagel (Die Linke) führt in ihrem Blog auf, dass Ludwig K. um die Jahrtausendwende in einer Justizvollzugsanstalt einsaß.

via l-iz: Ein ehemaliges KZ in Nazihand: In der Kamenzer Straße hat sich ein neuer Boxclub angesiedelt

“Operation Landnahme” – Brisanter Geheimplan für #Goebbels-Villa enthüllt – #bogensee #KönigreichDeutschland #KRD #Fitzek #FairTeilen #LebenKreativCampus

Geheimplan enthüllt: An der monumentalen ehemaligen Goebbels-Villa im Norden Berlins deckt t-online die “Operation Landnahme” auf. Die ehemalige Villa von Hitlers Propagandachef Goebbels: Ein Kulturprojekt sollte daraus werden. Dann kamen plötzlich seltsame Leute. Die Geschichte einer Unterwanderung. Der Rasen vor dem Haus ist kurz, aber die Bäume wuchern wild. Und dem Liebespaar aus Stein, das vor dem Eingang steht, fehlen die Köpfe. Vielleicht hat sie jemand aus Verachtung für den Mann abgeschlagen, der vor langer Zeit hier gelebt, geliebt und gehasst hat: Joseph Goebbels, NS-Propagandaminister und engster Vertrauter von Adolf Hitler. Es gibt nicht mehr viele Villen von ehemaligen Nazi-Größen. Und noch weniger, die seit Kriegsende eine so wechselvolle Geschichte durchlebt haben wie dieses Anwesen 20 Kilometer nordöstlich von Berlin. Zu DDR-Zeiten wurde es Teil einer Kaderschmiede für den sozialistischen Nachwuchs. Die Jugendorganisation FDJ zog hier im Wald eine riesige Hochschule hoch. Nach der Wende waren zunächst Hotels untergebracht, seit gut 20 Jahren gibt es nichts mehr – außer dem Verfall, den das Land Berlin notdürftig aufhält. Die Bilder dazu sehen Sie oben im Video. Berlin überlegt seit Jahren, den Komplex abzureißen und Wohnungen bauen zu lassen. Die Denkmalschützer des Landes Brandenburg haben das bisher verhindert. Da erschien es als Ausweg aus dem Stillstand, als sich ein Verein fand, der die Immobilie entwickeln will. Tagungszentrum, Hotel, Gesundheitshaus, Werkstätten und experimentelles Wohnen – fast alles soll hier entstehen.
Die fast perfekte Lösung hat nur einen gewaltigen Haken: Hinter dem Vorhaben stecken Reichsbürger, also Menschen, die alles andere als honorig sind. Sie lehnen die Bundesrepublik Deutschland ab und träumen von einem eigenen Staat: dem Königreich Deutschland. Ihr König war auf dem besten Weg dahin, über die Villa eines der größten Nazi-Schergen zu verfügen. Hier kommt ein Mann ins Spiel, der seit dem vergangenen Jahr am Bogensee Unterschlupf gefunden hat und in Plauen wegen Betrugs gesucht wird: Dirk Schneider ist einer der Initiatoren des Vereins “Leben & Kreativ Campus Bogensee”, und er kann viele Fragen zum Gelände beantworten, weil er seit 2019 auf eine Nutzung hinarbeitet. (…) Mails und Dokumente, die t-online vorliegen, beweisen: Das Projekt der Goebbels-Villa und des zugehörigen Areals am Bogensee war angelegt als Operation zur Landnahme für den Fantasiestaat “Königreich Deutschland”. Und als Schneider das rundheraus vor der Kamera abstreitet, lügt der Mann mit der “Identitätsnummer 1388” des sogenannten Meldeamts des Königreichs. Schriftlich räumt er später ein: Er sei “Staatsangehöriger” des Königreichs, andere Staatsangehörige hätten geholfen und er habe sich mit dem König abgestimmt. Aber ein Projekt des Königreichs sei das Vorhaben angeblich nicht, von Betrugsvorwürfen gegen ihn wisse er ebenfalls nichts.  Peter I. und sein Königreich. Das KRD, wie Kenner das Königreich Deutschland gern abkürzen und wie Schneider es genannt hat, ist ein besonderes Kuriosum in der an Kuriositäten wahrlich nicht armen Szene der Reichsbürger. Seit Jahren werden deren Mitglieder mit antisemitischen Verschwörungsmythen, sektenähnlichen Strukturen und zum Teil auch mit Gewalttaten auffällig. Oberhaupt des KRD ist ein Mann, der bei der Ausrufung des Königreichs 2012 in einer Zeremonie als König Peter I. gekrönt wurde. Königlichen Mantel und Krone tauscht er in der Regel mit Hemd und Jeans. Eigentlich heißt der gelernte Koch und Karatelehrer Peter Fitzek. (…) Die Spionageabwehr des Königreichs ist eher schlecht aufgestellt, deshalb konnte das Hackerkollektiv Anonymous zeitweise die Server kapern und so an umfangreiche Daten gelangen. Anonymous setzt Verschwörungsideologen und Querdenkern seit Monaten mit der “OpTinfoil” (“Operation Aluhut”) kräftig zu, indem es Verbindungen und Pläne offenlegt. Die Mails zum Bogensee zeigen, wie die führenden Köpfe im Königreich das Objekt gezielt ins Auge nahmen. Schneider und seine Pläne mit der AfD. Das beginnt spätestens am Nikolausabend 2019: Damals ist die Goebbels-Villa zum ersten Mal Thema im Königreich. Schneider schickt dem König ein Video und den Link zur Liegenschaft auf Google Maps. Acht Wochen später legt er in einem Dokument seine ersten Planungen dar: Hotels will er einrichten, ein Meditationszentrum und ein Seminargebäude “für Großveranstaltungen”. Feste Kooperationspartner hat er bereits im Sinn – zum Beispiel die AfD: “Feste Veranstaltungen AfD: Mind. 1 x Jahr Bundesparteitag 500 Gäste Freitag bis Sonntag 3 Tage Unterkunft à Gast 60 € pro Nacht = 90.000 € zuzüglich Vorbereitungs-/Nachbereitungstage + Saal-& Raummieten.” Hinzu kämen Landesparteitage der Partei. Auch das Projekt des Trump-Flüsterers Stephen Bannon suche noch nach einem Schulungsort. “Sind im Jahr schon mal rund 200.000 € Unterhaltskosten, die fix wären”, verspricht Schneider seiner Majestät.
Die Idee mit den Parteitagen und Bannon wird später nie wieder auftauchen. Und Schneider weist sie heute energisch zurück. Ein Grund liegt nahe. Solche Partner wären den Leuten nicht vermittelbar, die er für sein Projekt inzwischen braucht und um sich schart: Künstler und Kreative aus Berlin, eher links als rechts. Seit der ersten Mail an Fitzek hat Schneider viele Mitstreiter gefunden, die für die politische Unterstützung wichtig sind. Die Tricks des Königreichs Zum ersten Mal abseits des Geländes trifft sich der Initiativkreis im April 2020. Aus ihm wird später der Verein “Leben & Kreativ Campus” hervorgehen. An der Tür des Treffpunkts im Berliner Stadtteil Moabit steht auf einem Schild: “FairTeilen”. Dabei handelt es sich um eine Tarnorganisation. Keiner der Gäste, die bei dem Projekt mitmachen wollen, ahnt, dass sie eigentlich zu Gast im Königreich Deutschland sind.

via t-online: “Operation Landnahme” – Brisanter Geheimplan für Goebbels-Villa enthüllt

Bogensee 01.jpg
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Oltau” title=”User:Oltau”>Olaf Tausch</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY 3.0, Link

Porn’s antisemitism problem: Nazi sex videos go viral, host sites refuse to remove clips

Pornographic videos featuring underage subjects or revenge porn are pulled off quickly but not antisemitic videos, according to the nonprofit group called Fighting Online Antisemitism. The latest report by a nonprofit group, Fighting Online Antisemitism (FOA), makes some shocking revelationship about pornographic websites. According to the latest revelations, antisemitic porn videos are going viral on adult content websites. Apparently, despite calls to take these videos down, the Israel-based watchdog group says that the sites have ignored such requests. FOA has reportedly identified dozens of videos on several adult content sites. Some of these videos feature actors dressed as Nazi officers acting out rape scenes of porn stars portraying Jewish women. Last week, FOA reportedly told the news site Ice.co.il that attempts to flag the videos and have them removed have gone unanswered. In some of these videos, the hateful content is in the title itself. As per a report in the publication, pornographic videos featuring underage subjects subjects or revenge porn are pulled off quickly, Tomer Aldubi, the founder of FOA, told Ice. However, that same haste was not displayed when it came to antisemitism in porn videos. He said, “the porn giants seem to not want to address it.”The association reported on these videos circulating via two of the largest porn sites in the world – XNXX and Xvideos. These also happen to be on the list of the 20 most watched sites in Israel. Both XNXX and Xvideos belong to a Czech company owned by two French residents. As per the report, most of the videos have not been removed to date. In fact, the porn sites reportedly did not even bother to answer or explain why they have not taken action

via meaw: Porn’s antisemitism problem: Nazi sex videos go viral, host sites refuse to remove clips

Facebook und Co löschen Großteil antisemitischer Beiträge nicht

Das wird den Social-Media-Giganten in einer Studie des Center for Countering Digital Hate vorgeworfen. Kaum gemeldete Beiträge mit extremistischen Inhalten werden gelöscht, werfen Forscher sozialen Medien vor. Die fünf größten Social-Media-Plattformen scheitern an der Aufgabe, antisemitische Beiträge zu löschen. Durchschnittlich 84 Prozent der gemeldeten antisemitischen Beiträge würden online bleiben. Das ergab eine Studie des Center for Countering Digital Hate (CCDH), in der das Vorgehen von Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und Tiktok untersucht wurde. Facebook schnitt demnach am schlechtesten ab, reagierte das Unternehmen doch bei 89 Prozent aller Beiträge nicht – obwohl das Unternehmen immer wieder betonte, strikter gegen Antisemitismus vorgehen zu wollen. Wirklich besser schnitt die Konkurrenz allerdings auch nicht ab.
Hunderte Beiträge, kaum Löschungen. Zur Methodik: Das CCDH meldete im Mai insgesamt 714 antisemitische Postings an die Plattformbetreiber, die gemeinsam 7,3 Millionen Mal gesehen wurden. Instagram reagierte bei 277 beobachteten Beiträgen 52-mal. Bei Tiktok kam es bei 119 Beiträgen zu 22 Löschungen. Twitter handelte bei 137 Postings 15-mal, während es bei Youtube 52 zu elf steht. Facebook reagierte auf nur 14 von 129 Beiträge. Eine Reaktion blieb bei allen Formen des Antisemitismus aus, sowohl bei Verschwörungstheorien (die zu 89 Prozent online blieben) als auch bei extremistischen Postings, in denen der Holocaust geleugnet wird (80 Prozent ohne Reaktion) oder neonazistische Inhalte verbreitet werden. Letztere blieben in 70 Prozent der Fälle online. Doch nicht nur das, Instagram, Tiktok und Twitter erlaubten laut den Forschern mehrere antisemitische Hashtags, die im Laufe des Untersuchungszeitraums mehr als 3,3 Millionen Aufrufe erzielten, wie “Heise” berichtet.

via standard: Facebook und Co löschen Großteil antisemitischer Beiträge nicht

#Prozess um #Panzer im #Keller: Bewährungsstrafe für #Heikendorfer

Das Landgericht Kiel hat einen 84-Jährigen wegen unerlaubten Besitzes von Waffen, Munition und Sprengstoff zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. 2015 hatten Ermittler unter anderem einen Panzer entdeckt. Das juristische Gezerre dauerte sechs Jahre. Es ging um einen Panzer, einen Torpedo, eine Flugabwehrkanone, sowie einen Granatwerfer, Pistolen, Gewehre und Munition. All das wurde 2015 mit Hilfe der Bundeswehr aus einem Keller des Mannes in Heikendorf im Kreis Plön geborgen. Ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz stand im Raum. Nun hat das Kieler Landgericht den 84-Jährigen zu einer Strafe von 14 Monaten auf Bewährung und einer Zahlung von 250.000 Euro verurteilt – der Panzer spielt dabei jedoch nur noch eine Nebenrolle. Der Angeklagte habe nicht in böser Absicht gehandelt, sondern als Sammler, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Als strafmildernd wertete die Kammer das hohe Lebensalter des Mannes, fehlende Vorstrafen und das Geständnis. Gegen einen minderschweren Fall sprachen das Auffinden vieler Waffen und Munition im Anwesen des Angeklagten. Im Kern ging es in dem Verfahren darum, ob Panzer und Flak unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen und somit nicht im Privatbesitz sein dürfen. Auf Basis mehrerer Gutachten hielt das Gericht im Gegensatz zur Anklage jedoch nur die Flak möglicherweise für eine Kriegswaffe. Verurteilt wurde der 84-Jährige letztendlich nur im Fall eines Maschinengewehr-Laufs und zweier Patronen wegen Besitzes einer Kriegswaffe.

via ndr: Prozess um Panzer im Keller: Bewährungsstrafe für Heikendorfer

siehe auch: LG Kiel verhängt Bewährungsstrafe – Ein Wehr­macht­s­panzer im Keller. Ein Kieler Waffensammler hortete u. a. einen Wehrmachtspanzer im Keller seiner Villa. Doch dann wurde die Justiz darauf aufmerksam. Das juristische Gezerre um das Strafmaß dauerte sechs Jahre, nun gibt’s ein Urteil. Die Bilder der Durchsuchung einer Villa an der Kieler Förde sind 2015 um die Welt gegangen. Neun Stunden benötigten Pioniere der Bundeswehr, einen knapp 40 Tonnen schweren Weltkriegspanzer vom Typ “Panther” mit Bergungspanzern sicherzustellen. Es folgte ein sechsjähriges juristisches Gezerre. Am Dienstag hat das Kieler Landgericht (LG) den 84 Jahre alten Eigentümer zu einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt – wegen unerlaubten Besitzes von Waffen, Munition und Sprengstoff (Urt. v. 03.08.2021, Az. 7 Kls 13/17). Wegen rechtswidrig langer Verfahrensdauer gelten vier Monate davon als verbüßt. Der Angeklagte muss zudem 250.000 Euro zahlen. Davon sollen bis Ende August 2022 das Schmerz- und Palliativzentrum der Kieler Uniklinik und die SOS-Kinderdörfer je 70.000 Euro erhalten, ein Kieler Tierheim 60.000 Euro und die Staatskasse bis Jahresende 50.000 Euro; Nazi Shock: Man Who Kept WWII Tank In His Basement Fined $300,000 By German Court. A German man who had kept a World War II Nazi tank and an anti-aircraft gun in a huge arsenal of weaponry in his cellar has been fined more than $30,000. Retired financial broker Klaus-Dieter Flick kept the 1943 Panther (Panzer) tank in his villa in the town of Heikendorf. Flick told authorities several times that he bought the tank as scrap in Great Britain in 1977. He also said that the country’s Bundeswehr [army] helped him repair its engine, charging him about $33,000 for doing so. However, the court decided Flick had broken the country’s War Weapons Control Act. As a result, he was fined $300,000, given a suspended prison sentence of 14 months and ordered to dispose of the tank. The 45-ton Panzer, in addition to a whole arsenal of World War II military equipment, including ammunition, a mortar, a 3.5-inch anti-aircraft gun and a torpedo, were seized from Flick’s basement by military police in 2015. At the time, authorities were searching for art that had been illegally seized by the Nazis. A police officer who visited the property as part of that search testified at Flick’s trial that he was amazed when he switched on a basement light and saw SS runes [symbols] hanging on the wall, and the tank in an underground garage. He immediately reported it and notified prosecutors.

Panther-Sinsheim.jpg
By No machine-readable author provided. <a href=”//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Helicop~commonswiki&amp;action=edit&amp;redlink=1″ class=”new” title=”User:Helicop~commonswiki (page does not exist)”>Helicop~commonswiki</a> assumed (based on copyright claims). – No machine-readable source provided. Own work assumed (based on copyright claims)., CC BY-SA 3.0, Link – symbolbild