#Freispruch nach #Brandanschlägen in #Neukölln – #staatsversagen #terror

Rechte Anschläge in Berlin-Neukölln haben bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Ermittlungen waren lange erfolglos. Schließlich ist der Fall doch vor Gericht gekommen. Doch das sieht nicht ausreichend Beweise. Berlin – Nach einer Serie rechtsextremer Straftaten in Berlin-Neukölln ist einer der beiden Hauptangeklagten vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den 39-Jährigen am Donnerstag lediglich wegen Sachbeschädigung in neun Fällen zu einer Geldstrafe von 4500 Euro (150 Tagessätze zu je 30 Euro). In drei Fällen davon wurde er wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen. Damit blieb die Generalstaatsanwaltschaft mit einem zentralen Punkt ihrer Anklage erfolglos. Das Gericht habe feststellen können, dass der Beschuldigte eine rechte Gesinnung habe, sagte Richterin Ulrike Hauser bei der Urteilsverkündung. Es habe auch feststellen können, dass der 39-Jährige gemeinsam mit dem Mitangeklagten (36) politische Gegner ausspioniert habe. Es sei aber nicht festzustellen, dass er sich in der Nacht zum 1. Februar 2017 in der Nähe der Tatorte aufgehalten habe. In jener Nacht waren in Neukölln die Autos von einem Buchhändler und Linke-Politiker Ferat Kocak in Flammen aufgegangen. Beide engagieren sich gegen Rechtsextremismus. Aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft sollten sie und gleichgesinnte Menschen in dem Bezirk eingeschüchtert werden. Kocak, der Nebenkläger in den Verfahren war, zeigte sich enttäuscht: „Wir bewerten den Freispruch als Freifahrtschein für Menschen, die dort weiterhin rechtsterroristisch agieren.“ Seine Anwältin Franziska Neddelmann ließ zunächst offen, ob sie in Berufung geht. Sie wolle abwarten, wie die Generalstaatsanwaltschaft vorgehe, sagte sie auch mit Blick auf die Kosten für ihren Mandanten.

via merkur: Freispruch nach Brandanschlägen in Neukölln

siehe auch: Rechtsextreme Anschläge in Neukölln: Berliner Gericht spricht Tilo P. vom Vorwurf der Brandstiftung frei. Das Amtsgericht Tiergarten hat am Donnerstag ein Urteil zur Neuköllner Anschlagsserie gesprochen. Lediglich für rechtsextreme Schmierereien gab es eine Geldstrafe. Tilo P. stützt das Gesicht in die Hände, reibt sich die Augen. Es bleibt unklar, ob er betroffen oder gelangweilt ist – zumindest kann er offenbar nicht glauben, was er da gerade gehört hat. Im Urteil wurde der frühere AfD-Politiker am Donnerstag beim Anklagepunkt des Brandanschlags aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Für rechte Schmierereien wurde er zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 30 Euro verurteilt. Konkret wegen Sachbeschädigung in acht Fällen, davon in drei Fällen in Tateinheit mit Volksverhetzung. Zuvor hatten die Vertreterinnen der Generalstaatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer gefordert, dass P. zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt werden sollte. Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat Tilo P. dem Mitangeklagten Sebastian T. Beihilfe geleistet, als dieser in zwei Fällen die Autos vermeintlicher politischer Gegner angezündet hat. Das Verfahren gegen Sebastian T. war zuvor abgetrennt worden, gegen ihn wird auch weiter unter anderem wegen Coronasubventionsbetrug verhandelt. Er sei nicht bewährungsfähig, habe keine günstige Sozialprognose, sagte die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft. Tilo P. war angeklagt im Verfahren zu einer ganzen Reihe rechtsextremer Straftaten, die ab 2013 in Berlin-Neukölln begangen worden sein sollen.

Neonazi Christian Hehl wird in der Pfalz beigesetzt

Die Asche des berüchtigten Neonazis Christian Hehl soll am kommenden Samstag in einem Friedwald in Dudenhofen (Rhein-Pfalz-Kreis) beigesetzt werden. Diese Information hat eine linke Gruppe im Internet verbreitet. Dass sie zutreffend ist, haben Behördenkreise der RHEINPFALZ am Samstag bestätigt. Im rechtsextremen Lager wird bislang noch nicht offen auf die Trauerfeier hingewiesen. Die Polizei muss sich aber darauf einstellen, dass zu der Trauerfeier Nationalisten und Hooligans aus ganz Deutschland in den Rhein-Pfalz-Kreis kommen. Auch im linken Lager gibt es Anzeichen für eine Mobilisierung: So werden dort Tipps dafür verbreitet, wie sich das Gelände am besten erreichen lässt. Hehl stammt aus Ludwigshafen und hatte 1997 in seiner Heimatstadt einen Laden mit Devotionalien für Rechtsextremisten eröffnet. Er wurde zu einer bundesweit bekannten Führungsfigur der Szene, galt als „Deutschlands bekanntester Skinhead“ und mehrfach als Gewalttäter verurteilt. (…) Wegen seiner mutmaßlichen Nähe zur Terrorbande NSU wurde er 2018 von einem Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags als Zeuge vernommen. Anlass: Ein 1996 bei einer illegalen Demonstration in Worms entstandenes Foto, das in neben der späteren Terroristin Beate Zschäpe zeigt.

via rheinpfalz: Neonazi Christian Hehl wird in der Pfalz beigesetzt

Neonazi Christian Hehl wird in der Pfalz beigesetzt

Die Asche des berüchtigten Neonazis Christian Hehl soll am kommenden Samstag in einem Friedwald in Dudenhofen (Rhein-Pfalz-Kreis) beigesetzt werden. Diese Information hat eine linke Gruppe im Internet verbreitet. Dass sie zutreffend ist, haben Behördenkreise der RHEINPFALZ am Samstag bestätigt. Im rechtsextremen Lager wird bislang noch nicht offen auf die Trauerfeier hingewiesen. Die Polizei muss sich aber darauf einstellen, dass zu der Trauerfeier Nationalisten und Hooligans aus ganz Deutschland in den Rhein-Pfalz-Kreis kommen. Auch im linken Lager gibt es Anzeichen für eine Mobilisierung: So werden dort Tipps dafür verbreitet, wie sich das Gelände am besten erreichen lässt. Hehl stammt aus Ludwigshafen und hatte 1997 in seiner Heimatstadt einen Laden mit Devotionalien für Rechtsextremisten eröffnet. Er wurde zu einer bundesweit bekannten Führungsfigur der Szene, galt als „Deutschlands bekanntester Skinhead“ und mehrfach als Gewalttäter verurteilt. (…) Wegen seiner mutmaßlichen Nähe zur Terrorbande NSU wurde er 2018 von einem Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags als Zeuge vernommen. Anlass: Ein 1996 bei einer illegalen Demonstration in Worms entstandenes Foto, das in neben der späteren Terroristin Beate Zschäpe zeigt.

via rheinpfalz: Neonazi Christian Hehl wird in der Pfalz beigesetzt

Rechte #Netzwerke : Aufstand der #Unternehmer – #braunzone #brandmauer

In mehreren ostdeutschen Städten bilden Firmenchefs rechte Netzwerke. Sie werben um ein bürgerliches Publikum für ihr Gedankengut. Auf den Montagsdemonstrationen im thüringischen Gera habe sich ein Witz eingebürgert, sagt Peter Schmidt. “Wir begrüßen uns hier mit: Na, du Nazi?” So wenig nehme man die Vorwürfe ernst, man mache gemeinsame Sache mit Rechtsextremen, erzählt der Unternehmer, der an diesem Tag für eine Demonstration in Leipzig wirbt. Gegenüber von Schmidt sieht man ein großes Banner des rechtsextremen Compact-Magazins. Gehalten wird es vom ehemaligen AfD-Politiker André Poggenburg und von Christian Klar, der lange Jahre in der Thüringer Neonaziszene aktiv war. Poggenburg hält eine Rede, Schmidt filmt das Geschehen und zum Abschluss zündet Klar ein Feuerwerk. Jeden Montag gehen in diesem Herbst in Gera mehrere Hundert Menschen auf die Straße. Peter Schmidt hat einen guten Teil dazu beigetragen: Seit Anfang 2020 initiiert er Demonstrationen, anfangs gegen die Corona-Maßnahmen, inzwischen gegen Inflation und Energiepolitik. Schmidt arbeitet mit Christian Klar zusammen: Vor der Corona-Pandemie war dieser bisweilen auf Aufmärschen von NPD und Drittem Weg anzutreffen. Mit den Montagsdemos in Gera haben sie einen wöchentlichen Treffpunkt geschaffen für AfD-Politiker, andere Rechtsextreme, aber auch bürgerliches Publikum. Schmidt ist in der Region gut vernetzt: Seine Firma Jenatec hat acht Standorte und gibt nach eigenen Angaben 500 Menschen einen Job. Außerdem pflegt Schmidt ein Netzwerk für Geschäftsleute, die ähnlich denken wie er (…) Nicht nur in Gera heizen regionale Unternehmer den rechten Protest an: In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Unternehmer-Autokorso mehrfach den Verkehr in der Region lahmgelegt, aus Protest gegen die Energiepreise. Im sächsischen Bautzen, einem Hotspot des rechten Protests, beteiligt sich ebenfalls ein Unternehmerzusammenschluss an den Demonstrationen. Auf Einladung der Geschäftsleute sprach sogar der Bautzener Bürgermeister, wie ZEIT ONLINE berichtete. In Waren an der Müritz hat der Handwerker Holger Anton den Müritzer Unternehmeraufstand gegründet. Fotos zeigen Anton auf einem Maifest von Neonazis in Jameln. An einer Podiumsdiskussion des Unternehmeraufstands im November nahmen dennoch Politiker aller großen Parteien teil, darunter die Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt (SPD) und Philipp Amthor (CDU).

via zeit: Rechte Netzwerke : Aufstand der Unternehmer

#Gericht: #Tagesmutter mit #NPD-Bezug darf ihren Job ausüben

Einer Tagesmutter, die Bezug zur rechten Szene hat, darf nicht aus diesem Grund die Berufserlaubnis verweigert werden. Es gebe keine gesetzliche Vorschrift, die von Kindertagespflegepersonen eine dem Grundgesetz förderliche Arbeit verlange, hieß es in der Urteilsbegründung der 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Schwerin am Donnerstag. Geklagt hatte eine Tagesmutter, der die Erlaubnis zur Tagespflege durch den Landkreis verweigert worden war. Ihr Mann ist Mitglied der rechtsextremen NPD und auch sie selbst wird vom Verfassungsschutz laut Aussage des Gerichts «der lokal-rechtsextremistischen Szene» zugeordnet. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hatte argumentiert, dass daher eine mögliche ideologische Schädigung der Kinder nicht ausgeschlossen werden könne. Die Behörde stellte die Eignung der Frau zur Ausübung der Kinderbetreuung mit dem Verweis infrage, dass die gesellschaftliche Integration der Kinder gefährdet sei, womöglich könnten sie in eine Parallelgesellschaft abdriften. Das Gericht sieht für diese Entscheidung keine rechtliche Grundlage. Im zugehörigen Landesgesetz – dem Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) – wird zwar von Kindertagesstätten gefordert, die Ziele des Grundgesetzes in ihre Arbeit einzubeziehen, nicht aber bei Tagespflegepersonen.

via zeit: Gericht: Tagesmutter mit NPD-Bezug darf ihren Job ausüben

brown bear plush toy on bed
Photo by Teresa Howes on Pexels.com

Rechtsextreme im Spremberg: Die Brandenburger NPD versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Nicht mehr als 35 Teilnehmer mobilisiert die NPD am Volkstrauertag in den Süden Brandenburgs. Symbolhaft für den Niedergang der Nationaldemokraten. Mehr als zehn Minuten soll es gedauert haben, bis einem Teilnehmer auffiel, dass die NPD-Fahne Kopf steht. Bei der Abschlusskundgebung der Rechtsextremen in Spremberg am vergangenen Sonnabend hatte man die Flagge zwischen den Fahnen des Deutschen Reiches und des Landes Brandenburg drapiert. Nur achtete offenbar niemand auf die Lesbarkeit des Parteilogos. So berichtete es die „Lausitzer Rundschau“ später. Die Anekdote ist fast exemplarisch für den deutschlandweiten Niedergang der Nationaldemokraten, der auch vor dem Brandenburger Landesverband und seinen Parteifahnen keinen Halt macht. Lediglich 35 Teilnehmer zählte der NPD-Aufmarsch in Spremberg. Im Vergleich zur letzten größeren Demonstration der Rechtsextremen im Süden Brandenburgs im Mai dieses Jahres in Lauchhammer büßten die Neonazis acht Aktivisten ein. Spremberg wurde sich offenbar vor allem deswegen ausgesucht, weil sich hier einst der Mittelpunkt des Deutschen Reiches befand.

via tagesspiegel: Rechtsextreme im Spremberg: Die Brandenburger NPD versinkt in der Bedeutungslosigkeit

#UDOwALENDY – #HolocaustLeugner verstorben – #NPD

Der seit den 1960er Jahren einschlägig aktive Geschichtsrevisionist und Holocaust-Leugner Udo Walendy ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Mit Walendy ist einer der letzten Szene-Propagandisten der NS-Erlebnisgeneration abgetreten. Szene-Angaben zufolge starb das NPD-Gründungsmitglied (1964), von 1965 bis 1972 Mitglied im NPD-Parteivorstand, in der Nacht zum 17. November. Der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilte und knasterfahrene ehemalige nordrhein-westfälische NPD-Landesvorsitzende war über Jahrzehnte hinweg einer der wichtigsten rechtsextremen Propagandisten in der Bundesrepublik. Während seiner Inhaftierung wurde Walendy von der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG), dem damals mitgliederstärksten Neonazi-Zusammenschluss in der Bundesrepublik, betreut. Sein 1963 von ihm gegründeter „Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung“ in Vlotho an der Weser bot „Grundlagenliteratur für jeden nationalen Aktivisten als wichtige Argumentationshilfe in der Auseinandersetzung mit dem Gegner“.

via endstation rechts: UDO WALENDY Holocaust-Leugner verstorben

Neonazi-Nachruf auf Telegram