Wieder Anschlag auf Wohnhaus von Ex-NPD-Politikerin Doris Zutt in Waren

Ein Warener Wohnhaus wurde wiederholt großflächig mit Farbe beschmiert und Steinen beschmissen. Die Polizei sucht Zeugen – es war nicht der erste Vorfall dieser Art. Unbekannte haben in den frühen Morgenstunden zwischen 2 und 3 Uhr in der Warener Mozartstraße Ecke Teterower Straße Fenster und Fassade eines Wohnhauses großflächig mit schwarzer Lackfarbe beschmiert. Es handelt sich dabei um das Haus der einstigen NPD-Stadtvertreterin Doris Zutt, in dem sich einst „Zutts Patriotentreff”, befand, in dem auch einschlägige Bekleidung verkauft wurde.

via nordkurier: Wieder Anschlag auf Wohnhaus von Ex-NPD-Politikerin Doris Zutt in Waren

Rechtsextremismus verändert Erscheinungsformen

Die rechtsextreme Szene in Sachsen-Anhalt ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes zuletzt aktiver geworden und hat ihre Erscheinungsformen verändert. «Virtuell agierende Akteure und aktionsorientierte, eher lose organisierte Gruppierungen» nehmen zu, teilte das Innenministerium in Magdeburg auf Anfrage mit. Diese Gruppen versuchten, maximale Aufmerksamkeit «durch regionale Aktionen und das Andocken an mehrheitlich nichtextremistisch geprägte Proteste» zu erreichen. Zugleich sei eine Krise des «parteigebundenen Neonazismus» zu beobachten. (,…) Der Verfassungsschutz beobachtet zudem, dass «neonazistische Ideologie auch weiterhin in Form von rechtsextremistischen Musikproduktionen» und weiteren «Propagandamitteln verbreitet» wird. «Die Digitalisierung, insbesondere der rechtsextremistische Online-Handel, hat den Zugang zu NS-glorifizierender Propaganda erleichtert», heißt es abschließend.

vi zeit: Rechtsextremismus verändert Erscheinungsformen

Rechtsextremismus verändert Erscheinungsformen

Die rechtsextreme Szene in Sachsen-Anhalt ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes zuletzt aktiver geworden und hat ihre Erscheinungsformen verändert. «Virtuell agierende Akteure und aktionsorientierte, eher lose organisierte Gruppierungen» nehmen zu, teilte das Innenministerium in Magdeburg auf Anfrage mit. Diese Gruppen versuchten, maximale Aufmerksamkeit «durch regionale Aktionen und das Andocken an mehrheitlich nichtextremistisch geprägte Proteste» zu erreichen. Zugleich sei eine Krise des «parteigebundenen Neonazismus» zu beobachten. (,…) Der Verfassungsschutz beobachtet zudem, dass «neonazistische Ideologie auch weiterhin in Form von rechtsextremistischen Musikproduktionen» und weiteren «Propagandamitteln verbreitet» wird. «Die Digitalisierung, insbesondere der rechtsextremistische Online-Handel, hat den Zugang zu NS-glorifizierender Propaganda erleichtert», heißt es abschließend.

vi zeit: Rechtsextremismus verändert Erscheinungsformen

Die Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ ist vor Ort Geschichte: Neonazis gründen den NPD-Kreisverband unter dem Namen „Heimat Dortmund“ neu

Ist es eine neue Stufe der Zusammenarbeit oder ein weitere Zeichen des Niedergangs? Die Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ hat sich als neuer NPD-Kreisverband gegründet. Der Name: „Heimat Dortmund“. Bei der Partei „Die Rechte“ selbst tat sich zuletzt nicht mehr viel. Die Dortmunder Neonazis dominieren den NPD-Kreisverband Ein neuer Name für alte Botschaften. Foto: Screenshot Telegram In einer Stellungnahme auf dem Telegram von „Die Rechte“ wurde die Neuigkeit kommuniziert. Auf den anderen Kanälen der Partei herrscht seit geraumer Zeit Funkstille.  „Wir Dortmunder Aktivisten werden ab sofort unsere politische Arbeit unter dem organisatorischen Dach der NPD weiterführen und den strategischen Kurs der Partei zur Neuausrichtung unter dem Namen „Die Heimat“ unterstützen.“ Indirekt räumen sie ein, dass ihre Arbeit als „Die Rechte“ mehr verfängt: „Doch wenn ein Schwert irgendwann stumpf wird und nicht mehr neu geschliffen werden kann, müssen wir es beiseitelegen und eine neue politische Waffe zur Hand nehmen“, teilen sie mit und geben die eigene Partei (zumindest in Dortmund) auf. „Euer Grundgesetz ist unsere Waffe“ – unter dem Schutz des Parteiengesetzes kamen die Kamerad:innen nach dem NWDO-Verbot in „Die Rechte“ unter. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de Die von Christian Worch gegründet Partei „Die Rechte“ bot ihnen nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ durch den NRW-Innenminister vor zehn Jahren eine neue organisatorische Hülle und den Schutz des Parteiengesetzes. (…) Am Wochenende hat sich der neue Kreisverband gegründet: An der Spitze stehe altbekannte Dortmunder Neonazis: Der frühere „Die Rechte“-Bundesvorsitzende und vielfach vorbestrafte Jurist Sascha Krolzig wurde mit großer Mehrheit zum Kreisvorsitzenden gewählt. Ihm als Stellvertreter zur Seite steht Alexander Deptolla, der u.a. als Organisator von rechtsextremen Events wie dem „Kampf der Nibelungen“ bekannt wurde. Auch Ratsmitglied Matthias Deyda und die verblieben Vertreter in den Bezirksvertretungen werden ihre Mandate ab sofort unter dem Namen „Heimat Dortmund“ wahrnehmen.

via nordstadtblogger: Die Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ ist vor Ort Geschichte: Neonazis gründen den NPD-Kreisverband unter dem Namen „Heimat Dortmund“ neu

Die Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ ist vor Ort Geschichte: Neonazis gründen den NPD-Kreisverband unter dem Namen „Heimat Dortmund“ neu

Ist es eine neue Stufe der Zusammenarbeit oder ein weitere Zeichen des Niedergangs? Die Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ hat sich als neuer NPD-Kreisverband gegründet. Der Name: „Heimat Dortmund“. Bei der Partei „Die Rechte“ selbst tat sich zuletzt nicht mehr viel. Die Dortmunder Neonazis dominieren den NPD-Kreisverband Ein neuer Name für alte Botschaften. Foto: Screenshot Telegram In einer Stellungnahme auf dem Telegram von „Die Rechte“ wurde die Neuigkeit kommuniziert. Auf den anderen Kanälen der Partei herrscht seit geraumer Zeit Funkstille.  „Wir Dortmunder Aktivisten werden ab sofort unsere politische Arbeit unter dem organisatorischen Dach der NPD weiterführen und den strategischen Kurs der Partei zur Neuausrichtung unter dem Namen „Die Heimat“ unterstützen.“ Indirekt räumen sie ein, dass ihre Arbeit als „Die Rechte“ mehr verfängt: „Doch wenn ein Schwert irgendwann stumpf wird und nicht mehr neu geschliffen werden kann, müssen wir es beiseitelegen und eine neue politische Waffe zur Hand nehmen“, teilen sie mit und geben die eigene Partei (zumindest in Dortmund) auf. „Euer Grundgesetz ist unsere Waffe“ – unter dem Schutz des Parteiengesetzes kamen die Kamerad:innen nach dem NWDO-Verbot in „Die Rechte“ unter. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de Die von Christian Worch gegründet Partei „Die Rechte“ bot ihnen nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ durch den NRW-Innenminister vor zehn Jahren eine neue organisatorische Hülle und den Schutz des Parteiengesetzes. (…) Am Wochenende hat sich der neue Kreisverband gegründet: An der Spitze stehe altbekannte Dortmunder Neonazis: Der frühere „Die Rechte“-Bundesvorsitzende und vielfach vorbestrafte Jurist Sascha Krolzig wurde mit großer Mehrheit zum Kreisvorsitzenden gewählt. Ihm als Stellvertreter zur Seite steht Alexander Deptolla, der u.a. als Organisator von rechtsextremen Events wie dem „Kampf der Nibelungen“ bekannt wurde. Auch Ratsmitglied Matthias Deyda und die verblieben Vertreter in den Bezirksvertretungen werden ihre Mandate ab sofort unter dem Namen „Heimat Dortmund“ wahrnehmen.

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Kein Bezug zu Berlin – Angriff auf Rettungswagen: Von NPD-Politiker verbreitetes Video stammt aus Hongkong

Die Gewalt gegen Einsatzkräfte in der Silvesternacht in Berlin ist vielfach auf Video festgehalten worden. Doch im Netz kursieren dazu auch Aufnahmen, die einen komplett anderen Hintergrund haben. Polizei und Feuerwehr in Berlin berichten von Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht, zum Beispiel mit Feuerwerkskörpern. Im Netz kursieren Videos von solchen Ausschreitungen. Doch darunter werden auch Aufnahmen gemischt, die mit Berlin und dem Jahreswechsel gar nichts zu tun haben. Behauptung: Ein Video, auf dem mehrere Personen einen Rettungswagen mit Wurfgeschossen angreifen, wurde in der Silvesternacht in Berlin-Neukölln aufgenommen. Bewertung: Falsch. Das Video ist 2019 in Hongkong entstanden. Fakten: Ein unscharfes Video zeigt mehrere dunkel gekleidete Personen, die unter lauten Rufen Gegenstände in einen offenen Rettungswagen schleudern. Nutzer in den sozialen Netzwerken behaupten, es sei im Berliner Bezirk Neukölln in der Silvesternacht entstanden. Ein Politiker der rechtsextremen NPD rückte das Video in einen Zusammenhang mit Gewalttaten von Migranten. Die Aufnahme ist allerdings in einem ganz anderen Kontext entstanden und hat mit den Ausschreitungen in Berlin nichts zu tun. Sie stammt aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Eine höher aufgelöste Version wurde am 18. November 2019 auf einem Twitter-Account des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV veröffentlicht.

via rnd: Kein Bezug zu Berlin Angriff auf Rettungswagen: Von NPD-Politiker verbreitetes Video stammt aus Hongkong

screenshot twitter

Rechte Comics

In den letzten Jahren lässt sich eine Zunahme extrem rechter Comic-Publikationen im deutschsprachigen Raum beobachten. Wiederkehrende Narrative sind der Rächer, der Außenseiter und die dystopische Überzeichnung aktueller politischer Entwicklungen. Die vorliegende Ausgabe von magazine untersucht die jüngsten Comicprojekte der extremen Rechten und gibt einen Einblick in die Bildsprache und Motive der Verantwortlichen. (…) Im extrem rechten Spektrum sind Comics ähnlich wie rechte Musikproduktionen zwar vertreten, besondere Aufmerksamkeit wurde ihnen jedoch nicht zuteil. Dennoch gab es immer wieder Versuche, eigene Comics zu zeichnen und zu vermarkten.[1] Mitunter haben rechte Akteur*innen und Bewegungen versucht, sich bestehende Comics anzueignen, beispielsweise »V wie Vendetta« und »Watchmen« von Alan Moore oder »300« von Frank Miller, aus dem die »Hooligans gegen Salafismus« (HoGeSa) ihren Ruf »Ahuu!« entlehnt hatten. Zum einen nutzt die extreme Rechte die Reichweite dieser prominenten popkulturellen Werke, um ihre eigenen Inhalte zu verbreiten. Zum anderen lässt sich fragen, welche bereits vorhandenen Ideologiebezüge in den Comics für dieses Milieu attraktiv sind. Comics sind ein Produkt ihres zeitlichen Kontextes, in ihnen spiegelt sich genauso viel Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit und Klassismus wider, wie in der Gesellschaft, in der sie entstehen. Bereits seit den 1980er Jahren sind Comics in Periodika und Publikationen unterschiedlicher Spektren wie der NPD, aber auch subkulturell geprägter Neonazi-Zusammenhänge nachweisbar. Letztere verzichten, so der Comic-Experte Ralf Palandt, weitestgehend auf den Versuch, die eigene politische Ideologie argumentativ zu untermauern. Sie richten sich zuallererst an die eigene Klientel, indem bestehende Feindbilder markiert werden, darunter JüdinnenJuden, Migrantinnen, Linke, Punks oder der Staat. Neben den in den 1980er und 1990er Jahren für die interne Kommunikation relevanten Fanzines lassen sich auch in einigen CD-Booklets von RechtsRock-Bands Comics finden.

via apabiz: Rechte Comics

siehe auch: Rechte Comics – Teil 2 In den letzten Jahren lässt sich eine Zunahme extrem rechter Comic-Publikationen im deutschsprachigen Raum beobachten. Wiederkehrende Narrative sind der Rächer, der Außenseiter und die dystopische Überzeichnung aktueller politischer Entwicklungen. Die vorliegende Ausgabe von magazine untersucht die jüngsten Comicprojekte der extremen Rechten und gibt einen Einblick in die Bildsprache und Motive der Verantwortlichen. (…) Ein Beispiel ist der Comic »Outdoor Illner«. Die Kunstfigur wurde vor einigen Jahren von einem rechten YouTuber aus Trier geschaffen und repräsentiert einen natur verbundenen jungen Mann, der sich mit einer »Mischung aus Blödelei und Menschenverachtung« (Endstation Rechts) insbesondere bei den Identitären einen Namen gemacht hat. So stellt »Outdoor Illner« in dem von Ein Prozent im Herbst 2020 herausgegebenen und kurz darauf indizierten Computerspiel »Heimat Defender« einen der auszuwählenden Charaktere dar. In der vierten Ausgabe von Arcadi verlässt »Outdoor Illner« den Wald und begibt sich auf eine rechte Demonstration. (…) Mit »Hydra-Comics« existiert seit 2019 ein extrem rechter Verlag, der sich unter dem Motto »Comics gegen Gleichschaltung« auf Comic-Produktionen spezialisiert hat. Im Eigenverlag werden Comics und Fanartikel produziert, des weiteren kauft Hydra Titel aus dem Ausland ein und übersetzt sie. Der Vertrieb liefert auch Veröffentlichungen anderer Verlage, die ins politische Programm passen. Viel Augenmerk erhält das Marketing, so wird großflächig plakatiert, in sozialen Medien gibt es allerlei Beiträge und Videos sowie Aufrufe zur Beteiligung an Projekten. Künstler*innen, die angeblich aufgrund »politischer Differenzen« keinen Platz mehr in der Mainstream-Comicszene finden könnten, werden direkt von Hydra angesprochen und dabei auch finanziell unterstützt: Der IB-nahe AfD-Bundestagsabgeordnete Roger Beckamp vergab dem Verlag im Sommer 2022 ein einjähriges Stipendium in Höhe von monatlich 500 Euro für die Veröffentlichung eines »Abenteuercomics« über den Jagdflieger Manfred von Richthofen. Angesiedelt ist das selbsternannte »kreative Zentrum« der extrem rechten »Gegenkultur« in einem zweistöckigen Neubau in Dresden. Unter dem Banner des extrem rechten Netzwerks Ein Prozent (Vorstand Philip Stein) versammeln sich dort diverse Podcasts und Youtube-Formate. Zudem haben neben dem Jungeuropa Verlag auch die PR-Agentur Archetyp und der Oikos Verlag (Jonas Schick) hier ihren Sitz. Verlags- und Lesetreffen werden gemeinsam durchgeführt. Wie beim unter derselben Adresse registrierten Oikos Verlag handelt es sich bei Hydra-Comics um ein Ein-Mann-Projekt: Alleiniger Geschäfts-führer ist der ehemalige Bundesvorsitzende der JN, Michael Schäfer.