Rechtsextreme im Spremberg: Die Brandenburger NPD versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Nicht mehr als 35 Teilnehmer mobilisiert die NPD am Volkstrauertag in den Süden Brandenburgs. Symbolhaft für den Niedergang der Nationaldemokraten. Mehr als zehn Minuten soll es gedauert haben, bis einem Teilnehmer auffiel, dass die NPD-Fahne Kopf steht. Bei der Abschlusskundgebung der Rechtsextremen in Spremberg am vergangenen Sonnabend hatte man die Flagge zwischen den Fahnen des Deutschen Reiches und des Landes Brandenburg drapiert. Nur achtete offenbar niemand auf die Lesbarkeit des Parteilogos. So berichtete es die „Lausitzer Rundschau“ später. Die Anekdote ist fast exemplarisch für den deutschlandweiten Niedergang der Nationaldemokraten, der auch vor dem Brandenburger Landesverband und seinen Parteifahnen keinen Halt macht. Lediglich 35 Teilnehmer zählte der NPD-Aufmarsch in Spremberg. Im Vergleich zur letzten größeren Demonstration der Rechtsextremen im Süden Brandenburgs im Mai dieses Jahres in Lauchhammer büßten die Neonazis acht Aktivisten ein. Spremberg wurde sich offenbar vor allem deswegen ausgesucht, weil sich hier einst der Mittelpunkt des Deutschen Reiches befand.

via tagesspiegel: Rechtsextreme im Spremberg: Die Brandenburger NPD versinkt in der Bedeutungslosigkeit

#UDOwALENDY – #HolocaustLeugner verstorben – #NPD

Der seit den 1960er Jahren einschlägig aktive Geschichtsrevisionist und Holocaust-Leugner Udo Walendy ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Mit Walendy ist einer der letzten Szene-Propagandisten der NS-Erlebnisgeneration abgetreten. Szene-Angaben zufolge starb das NPD-Gründungsmitglied (1964), von 1965 bis 1972 Mitglied im NPD-Parteivorstand, in der Nacht zum 17. November. Der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilte und knasterfahrene ehemalige nordrhein-westfälische NPD-Landesvorsitzende war über Jahrzehnte hinweg einer der wichtigsten rechtsextremen Propagandisten in der Bundesrepublik. Während seiner Inhaftierung wurde Walendy von der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG), dem damals mitgliederstärksten Neonazi-Zusammenschluss in der Bundesrepublik, betreut. Sein 1963 von ihm gegründeter „Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung“ in Vlotho an der Weser bot „Grundlagenliteratur für jeden nationalen Aktivisten als wichtige Argumentationshilfe in der Auseinandersetzung mit dem Gegner“.

via endstation rechts: UDO WALENDY Holocaust-Leugner verstorben

Neonazi-Nachruf auf Telegram

#KUNDGEBUNG AM #LANDTAG – Wer die #Demo am Samstag in #Erfurt organisiert

Plattformen wie “Freies Thüringen” rufen für Sonnabend zu einer Kundgebung in Erfurt auf. Dafür angekündigt sind mehrere Redner aus dem rechtsextremen Spektrum. Wer organisiert diese Veranstaltung? (…) Bei der bevorstehenden Kundgebung vor dem Thüringer Landtag am Samstagnachmittag mit anschließendem “Spaziergang” durch Erfurt ist Christian Klar stellvertretender Versammlungsleiter. Beide Veranstaltungen finden unter dem Motto: “Deutschland zuerst!” statt. Prominent als Redner angekündigt sind dafür unter anderem Jürgen Elsässer, der Herausgeber des “Compact-Magazins”, das das Bundesamt für Verfassungsschutz als “gesichert extremistische Bestrebung” einstuft, Lutz Bachmann von der “Pegida”-Bewegung sowie der gerade wegen Volksverhetzung verurteilte Martin Kohlmann von der Regionalpartei “Freie Sachsen”. Beide Zusammenschlüsse stuft der sächsische Verfassungsschutz als “gesichert extremistisch” ein. Bei der Stadt Erfurt für bis zu 10.000 Teilnehmer angemeldet hat die Veranstaltungen die Erfurterin Gitta K. Die Aktivistin organisiert solche Veranstaltungen häufig und stellt sich im Internet immer wieder an die Seite radikaler Querdenker. Nach Angaben der Linksfraktion im Thüringer Landtag nahm K. im September an einem Netzwerktreffen der rechtsextremen NPD in Eisenach teil. (…) Auf den Flyern, die die Erfurter Veranstaltungen bewerben, findet sich auch das Logo der Vernetzungsplattform “Freies Thüringen”, die laut Verfassungsschutz zu den “zentralen Mobilitätsplattformen für das unangemeldete Corona-Protestgeschehen in Thüringen seit dem Jahresende 2021” zählt. In den dazugehörigen Telegram-Kanälen würden “extremistische Inhalte” verbreitet, teilte die Behörde auf MDR-Anfrage mit. Auch Dachdecker H. soll sich für “Freies Thüringen” engagieren.

via mdr: KUNDGEBUNG AM LANDTAG Wer die Demo am Samstag in Erfurt organisiert

#Querdenker-„Spaziergänge“ in #Ebingen – #NPD-Funktionärin #EddaSchmidt nimmt an den #Demos teil

Edda Schmidt aus Bisingen gilt als eine der ältesten aktiven Nationalistinnen in Deutschland. Die NPD-Funktionärin nimmt, neben Balingen und Reutlingen, auch an den „Spaziergängen“ in Ebingen teil. Egal ob in Balingen oder Albstadt: Die „Spaziergänger“ sind nach wie vor regelmäßig unterwegs. In Albstadt mischt sich auch die bundesweit bekannte NPD-Funktionärin Edda Schmidt aus Bisingen samt Gesinnungsgenossen und Genossinnen unter die „Spazierenden“. Ein Foto, das in der örtlichen 743-Querdenkergruppe gepostet wurde und nun auch die Runde beispielsweise auf Facebook macht, zeigt Edda Schmidt am 30. Oktober in Ebingen auf dem Kiesinger-Platz mitten im Zug von „Spaziergängern“. (…) Weil es in seinem Antiquariat NS-Literatur verkauft hatte, hatte das Landgericht Stuttgart das Paar im Jahr 1997 wegen Volksverhetzung, Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Aufstachelung zum Rassenhass zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt. In rechtsextremen Kreisen indes genießt sie offenbar Ansehen: Schmidt wurde vom rechtsextremen „Schutzbund für das deutsche Volk“ mit dem „Hohe-Meißner-Preis“ 2019 ausgezeichnet. In der Laudatio wurde unter anderem ihr „unermüdliches Engagement“ in der 1994 verbotenen „Wiking-Jugend“, der „Artgemeinschaft“ und der NPD hervorgehoben, zudem ihr „vielseitiges Wirken für das heidnische Brauchtum und die germanische Frühgeschichte“.

via swp: Querdenker-„Spaziergänge“ in Ebingen NPD-Funktionärin Edda Schmidt nimmt an den Demos teil

ERNEUTE RECHTSEXTREME VERSAMMLUNG IN #KIRCHBERG – #NPD-Jugendorganisation: Geheimes Treffen in #BadenWürttemberg

Rechtsextremisten der NPD-Organisation “Junge Nationalisten” haben sich in Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall getroffen. Der Verfassungsschutz ist alarmiert. Nach SWR-Informationen sind mehr als 30 Rechtsextremisten aus ganz Deutschland in Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall zu einem geheimen Treffen zusammengekommen. Sie gehören den “Jungen Nationalisten (JN)” an – der Jugendorganisation der NPD. Laut Verfassungsschutz war diese in Baden-Württemberg bisher kaum aktiv. Nach dem geheimen Treffen bestätigte das Landesamt dem SWR nun, “dass die Jungen Nationalisten im Land in Zukunft wieder wahrnehmbar in Erscheinung treten könnten.” Sie haben demnach eine Art “Stützpunkt” für Baden-Württemberg gegründet. Das Treffen der NPD-Anhänger fand im sogenannten “Jugendheim Hohenlohe” statt – einem alten Bauernhaus, das vom rechtsextremen “Bund für Gotterkenntnis” betrieben wird. Nach SWR-Informationen hat es in dem Haus in diesem Jahr bereits etwa ein Dutzend Treffen extremistischer Organisationen gegeben.

via swr: ERNEUTE RECHTSEXTREME VERSAMMLUNG IN KIRCHBERG NPD-Jugendorganisation: Geheimes Treffen in Baden-Württemberg

NPD in Schleswig-Holstein :Getarnter rechter Protest

Am Samstag will die NPD in Neumünster demonstrieren. Sie will damit aus der Krise Kapital schlagen. Die rechten Proteste gegen die steigenden Alltagskosten gehen nicht nur weiter, in Sachsen erfahren die Demonstrationen wegen der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise starken Zulauf. Aus Leidensgemeinschaften erstarken in mehreren Bundesländern Widerstandsgemeinschaften. In Niedersachsen brachte der Protest der AfD 18 Mandate im Landtag. Die NPD hofft in Schleswig-Holstein nun, die berechtigten Sorgen wegen der Sanktionen gegen Russland nutzen zu können – aber nicht offiziell. Am kommenden Samstag soll in Neumünster eine Demonstration stattfinden. (…) Ein Parteilogo fehlt auf dem Aufruf. Im Impressum wird kein Parteiname angegeben. Ein Postfach in Neumünster findet sich unter den Demoaufruf, dessen Nummer ist allerdings nicht die Nummer der örtlichen NPD. Einen Namen geben die Veranstaltenden aber an: Karin Mundt. Sie ist keine Unbekannte: Am 25. Oktober 2020 wählten die NPD-Mitglieder sie zur Beisitzerin im Landesvorstand. (…) In der Szene ist Mundt jedoch nicht durch ihre Parteiaktivitäten bekannt und berühmt geworden. Sie ist eine der wenigen weiblichen Stars des Rechtsrocks. Die Liedermacherin aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde tritt auch unter dem Pseudonym „Wut aus Liebe“ auf und singt gern über die Liebe zum Vaterland und zu den „harten Kerlen“. In Neumünster spielte sie öfters in der Szenekneipe „Titanic“, 2020 als Vorband für die Rechtsrockband „Oidoxie“. Sie begleitete auch NPD-Events und Solidaritätsbekundungen für die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel. Bei einem Aufmarsch der „Hooligans gegen Salafisten“ spielte sie live.

via taz: NPD in Schleswig-Holstein :Getarnter rechter Protest

Völkische weichen nach Thüringen aus

Die antisemitischen Ludendorffer weiten ihre Aktivitäten im Brauchtumsbereich aus. Eigene Räumlichkeiten reichen dafür nicht mehr. Der Herbstball der Ludendorffer war für den 8. „Gilbhard“ (Oktober) in Kirchberg an der Jagst (Baden-Württemberg) geplant. Ähnlich wie beim völkischen Tanz in den Mai im nahen Hüttlingen sollte dafür sogar eine regionale Stadthalle angemietet werden. Dazu kam es nicht, weil anscheinend die Vorlage eines Ausweises für die Anmeldung verweigert wurde. Auf Widerstand stießen die Mitglieder des antisemitischen „Bund für Gotterkenntnis-Ludendorff“ im Landkreis Schwäbisch Hall lange nicht. Seit 1972 trifft sich die Anhängerschaft der Mathilde Ludendorff im eigenen Domizil, dem „Jugendheim Hohenlohe“ in Herboldshausen. Dort finden Recherchen des Journalisten Timo Büchner zufolge nicht nur eigene, sondern auch Veranstaltungen anderer neu-rechter und rassistischer Organisationen statt. Die „Volkstanzfreunde“ wichen an keinen unbekannten Ort aus: Der Gasthof von Fabian Rimbach in Marlishausen bei Arnstadt gilt längst als vielfältiger Szene-Treff. Am letzten Samstag reisten mindestens 30, zum Teil voll besetzte Fahrzeuge mit überwiegend jungen Leuten und Kindern u.a. aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an. Nicht alle der Anreisenden schienen mit Volkstanz vertraut, es schien eine eher offene, für Szeneinteressierte angedachte Veranstaltung zu sein. Mehrere TeilnehmerInnen kamen aus Berlin wie Alrik D., der für den Einlass in Marlishausen sorgte. D. entstammt einer Ludendorff-„Sippe“, studierte an der Bergbauuniversität in Freiberg. Bekanntester Gast des Herbsttanzes war der neonazistische Blogger Nikolai Nerling, der seit längerem die Nähe zu dieser Organisation sucht. Es reisten AnhängerInnen der Identitären Bewegung aus Schwaben an sowie aus dem völkischen Kreis des Sturmvogel-Deutscher Jugendbund. Mit dabei auch eine Frau aus Brandenburg, die mehrmals an den Schetinin-Seminaren der ISKA Akademie im niedersächsischen Lüsche teilgenommen hatte. Mit Familie erschien die langjährige Ludendorff-Organisatorin Ingrid B. aus dem Saarland, die in Einladungen namentlich benannt wird. B. ist nebenher auch als Leiterin von Kinderfreizeiten des NABU-Nachwuchses in Zweibrücken tätig. Herbsttanz-Teilnehmer Gerfried Soyka zählte zu den Älteren – auch er entstammt einer bekannten Ludendorff-Familie. In Oberösterreich war Soyka als Lokalpolitiker der FPÖ tätig. Fabian Rimbach betreibt nicht nur den Landgasthof am alten Bahnhof in Marlishausen, er braut zudem Bier, tritt für AfD als „sachkundiger Bürger“ an und nahm die szeneinterne Laienspielgruppe „Friedrich Schiller“ bei sich auf, als die 2018 für ihr „Tell“-Stück in Bischofswerda probten. Rimbach führte die „Schlesische Jugend“ als Bundesvorsitzender an. Dennoch findet seine Immobilie im aktuellen Verfassungsschutzbericht Thüringens als rechtsextremer Szenetreffpunkt keine Erwähnung mehr. Dabei fand dort noch im Juli 2022 ein „Lesertreffen“ der „Deutschen Warte“ statt, an dem u.a. Axel Schlimper von der mittlerweile aufgelösten Europäischen Aktion, diverse NPD-Mitglieder und eine Frau aus der Kerngruppe des Anastasia-Landsitzes „Weda Elysia“ teilnahmen. Im April 2022 fand der Bundesparteitag der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ in dem Lokal statt, wie Fotos von Recherche Nord belegen.

via endstation rechts: Völkische weichen nach Thüringen aus