European Parliament to name room after Greek WWII resistance fighter #ManolisGlezos #antifa

The European Parliament is planning to rename one of its meeting rooms Manolis Glezos after the Greek World War II resistance fighter and former MEP who died last year at the age of 97. Glezos was elected to the European Parliament on the leftist SYRIZA ticket at the age of 91 in 2014, receiving more votes than any other Greek MEP candidate. He had also served in the House from 1984 to 1985. In a press release on Tuesday, the European Parliament described Glezos as “a major figure in the national resistance against fascism.” He was best known for being one of two resistance fighters who took down the swastika from the Acropolis during the Nazi occupation of Athens, in May 1941.

via greekherald: European Parliament to name room after Greek WWII resistance fighter Manolis Glezos

https://twitter.com/spe1977/status/1369275182758641664

»Nazi-Relikt«: Bundesrat ändert Namensrecht

Das sogenannte Namensänderungsgesetz aus dem Jahr 1938 ermächtigte den Reichsminister des Innern unter anderem, Namen von Juden zu ändern. Der Bundesrat hat die sprachliche Bereinigung eines noch aus der NS-Zeit bestehenden Gesetzes zum Namensrecht am Freitag angenommen. In der Gesetzesänderung heißt es, dass das Recht inhaltlich unverändert gelte, der geltende Gesetzestext jedoch einige überholte sprachliche Bezüge zum ursprünglichen Reichsrecht wie »Reichsminister des Innern« enthalte, die geändert werden sollten. Ebenso sei die bisher in Paragraf 13 enthaltene Ermächtigung des Reichsministers des Innern obsolet und aufzuheben. Das sogenannte Namensänderungsgesetz aus dem Jahr 1938 ermächtigte den Reichsminister des Innern unter anderem, Vornamen zu ändern. Das führte unter den Nationalsozialisten zu der Verordnung, dass Juden einen zweiten Vornamen wie »Israel« oder »Sarah« zu tragen hatten, wenn sie nicht eindeutig als Juden zu identifizieren waren.

via ja: »Nazi-Relikt«: Bundesrat ändert Namensrecht

Experte für „#Sprachgestaltung“ – Rechtsextremist gab Seminar für Lehrer an Freier Schule in Berlin

Die Verbindungen einer Mahlsdorfer Schule zum Holocaust-Leugner Bernhard Schaub waren enger als bekannt. Das ergibt die Anfrage einer Grünen-Abgeordneten. Die Freie Schule am Elsengrund in Berlin-Mahlsdorf hat zu dem Rechtsextremisten Bernhard Schaub weiter reichende Kontakte unterhalten als bislang bekannt. Das geht aus einer Antwort der Bildungsverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten June Tomiak hervor, die dem Tagesspiegel exklusiv vorliegt. Demnach führte der Schweizer noch im April 2018 eine Fortbildungsveranstaltung für das Lehrerkollegium der Schule durch. Es habe sich dabei um ein „Sprachgestaltungsseminar“ gehandelt, teilte Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers (SPD) mit. In der Waldorfpädagogik versteht man darunter Übungen zum bewussten Umgang mit der gesprochenen Sprache. Schaub war früher selbst Waldorflehrer im Raum Zürich, bis er 1993 entlassen wurde, nachdem er in einem selbst verlegten Buch den Holocaust geleugnet hatte. Die Fortbildung für das Mahlsdorfer Kollegium kam zustande, nachdem er sie bei einem Aufnahmegespräch für seine Kinder im Jahr 2017 angeboten hatte. „Die Geschäftsführung und Schulleitung gibt an, dass im Seminar ausschließlich der Umgang mit Sprache und keine zeitgeschichtlichen und politischen Themen behandelt werden durften“, schrieb Stoffers dazu, „eine Erklärung, dass bei Zuwiderhandlung kein Honorar gezahlt würde und die Veranstaltung abgebrochen werde, wurde unterzeichnet.“ Als Schaub weitere Seminare angeboten habe, sei dies von der Schule nach eigenen Angaben abgelehnt worden. Auf Nachfrage hätten Geschäftsführung und Schulleitung erklärt, es sei bei Schaubs Verpflichtung als Dozent „um dessen fachliche Expertise als Sprachgestalter gegangen“. Tomiak nimmt das der Schule nicht ab: Sie sei „schockiert“, dass die Bildungsverwaltung solch „fadenscheinige Erklärungen“ einfach hinnehme, sagte die Grünen-Abgeordnete dem Tagesspiegel. Dass sie ihr Lehrpersonal durch einen ausgewiesenen Rechtsextremisten schulen ließ, war der Leitung zu diesem Zeitpunkt längst bekannt. Zwei Kinder Schaubs besuchten im Sommer 2013 für drei Monate die Primarstufe. Wegen der vielfältigen Aktivitäten des Vaters im rechtsextremen und antisemitischen Milieu hatte es um ihre Aufnahme internen Streit gegeben. Nachdem auch der Bund der Freien Waldorfschulen davon erfahren hatte, drängte er darauf, die Verträge wieder zu kündigen. Die Schule vertritt jedoch bis heute den Standpunkt, die Kinder dürften nicht unter den politischen Ansichten ihrer Eltern leiden – und verließ damals ihrerseits den Verband. (…) Schaub war nicht der einzige Rechtsextremist mit Kontakt zum Elsengrund: Der selbsternannte „Volkslehrer“ Nikolai Nerling besuchte im April 2019 eine öffentliche Theateraufführung an der Schule

via tagesspiegel: Experte für „Sprachgestaltung“ – Rechtsextremist gab Seminar für Lehrer an Freier Schule in Berlin

WIDERWÄRTIGER VORFALL IN DER GEDENKSTÄTTE #MAUTHAUSEN – #AfD-Aktivist vergleicht Impfstoff mit #KZ-#Giftgas – #braunesPack #covidioten

Im ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Mauthausen (Österreich) hat AfD-Aktivist Stefan Bauer Corona-Impfstoffe mit dem Giftstoff Zyklon B verglichen. Also mit dem Gift, mit dem die Nazis in den Gaskammern der Konzentrationslager systematisch Menschen umgebracht haben. Stefan Bauer sagt in dem Video, welches offenbar innerhalb der Gedenkstätte gefilmt wurde: „Hoffen wir nicht, dass hier jemand vorhat wieder ein Konzentrationslager einzurichten. Auch nicht für Leute, die die Impfung verweigern oder die sich nicht testen lassen wollen. … wir brauchen kein neues Zyklon B, sei es als AstraZeneca oder als Biontech.“ (…) „Wir sehen hier eine Form des Geschichtsrevisionismus, die dazu beiträgt, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren und zu verharmlosen. Die Aussagen des AfD-Politikers sind absolut inakzeptabel. Es wird sofort eine Strafanzeige an die zuständige Staatsanwaltschaft erstattet – genauso wie das bei den Demos in Wien der Fall war“, so der österreichische Innenminister Karl Nehammer gegenüber BILD.

via bild: WIDERWÄRTIGER VORFALL IN DER GEDENKSTÄTTE MAUTHAUSEN – AfD-Aktivist vergleicht Impfstoff mit KZ-Giftgas

siehe auch: VERFASSUNGSSCHUTZ ERMITTELT – AfD-Politiker vergleicht Corona-Impfung mit Zyklon B. Ein AfD-Politiker aus Bayern hat in einem Video die Corona-Schutzimpfung mit dem Giftgas Zyklon B verglichen, welches in den Vernichtungslagern der Nazis eingesetzt wurde. Nun ermittelt der Verfassungsschutz. Der Verfassungsschutz in Österreich ermittelt gegen einen AfD-Politiker, der vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen eine Covid-Impfung mit dem Einsatz des tödlichen Giftgases Zyklon B verglichen haben soll. „Derartiges in einer Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust zu tun, ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten“, sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag. Das Mauthausen-Komitee sah in dem im Außenbereich der Gedenkstätte aufgenommenen Video eine völlig inakzeptable Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Auf der Twitter-Account @SchwurbelWatch wurde das einminütige Video dokumentiert, das Bauer auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht hatte; Vorfall an KZ-Gedenkstätte – AfD schließt Mitglied nach Vergleich von Corona-Impfstoff mit Zyklon B aus. Ein AfD-Mitglied soll vor einer österreichischen KZ-Gedenkstätte eine Covid-Impfung mit dem Einsatz des tödlichen Giftgases Zyklon B verglichen haben. Die AfD Bayern hat den Ausschluss der Person beschlossen. Der Beschuldigte soll bereits durch die Verbreitung von Verschwörungsmythen aufgefallen sein.

Holocaustgedenken – Die deutsche Erinnerungsüberlegenheit

Deutsche schleppen traumatisierte Flüchtlinge in KZ-Gedenkstätten und rühmen sich dafür, wie toll sie mit ihrer Nazifamiliengeschichte umgehen. Mit dem deutschen Gedenken an den Holocaust stimmt etwas nicht. Ist es okay, das Vermögen vom deutschen Opa zu erben? Eine aktuelle Feuilleton-Debatte fragt nach der Nazidividende, von der bis heute viele weiße Deutsche profitieren. Dementsprechend können wir uns mit unzähligen Kontinuitäten aus den zwölf Jahren des nationalsozialistischen Terrors beschäftigen. Denn es handelt sich um Kontinuitäten, die bis heute sehr wirkmächtig sind. Die Frage stellt sich: Wie beschäftigen wir uns mit (den immanenten Nachwirkungen) der deutschen Geschichte? Und mit welchen Hintergedanken tun wir das? Es sind mehr beiläufige Beobachtungen, die mich langsam verstehen ließen, dass etwas nicht stimmt mit der deutschen Gedenkkultur: Weiße Deutsche lächeln in den sozialen Medien in die Kamera, während sie Stolpersteine putzen, weiße Deutsche schneiden sich aus der »Bild« eine gedruckte Papierkippa aus, setzen sie auf und denken, sie könnten damit Solidarität performen, weiße Deutsche erzählen von ihren Nazieltern und -Großeltern und sind irgendwie stolz darauf, dass sie »den Hass ein für alle Mal« überwunden haben sollen. (…) Und dennoch frage ich mich oft, ob es heute beim Bewahren, beim Leben der an sich wichtigen und richtigen deutschen Erinnerungskultur einen Hintergedanken gibt. Zum Beispiel bei dieser kleinen Geschichte: Eine Syrerin kam, schwer vom Krieg in ihrem Land traumatisiert, 2015 in Deutschland an. Kurze Zeit später saß sie in einem Deutschkurs. Die Frau erzählte mir, wie ihre Lehrerin nach wenigen Wochen auf die Idee kam, mit ihrer Klasse einen Ausflug in eine KZ-Gedenkstätte zu unternehmen. Die Syrerin wusste nicht, worauf sie sich da unvorbereitet einließ. In der Gedenkstätte, so berichtete sie mir, brach sie bei der Führung seelisch zusammen. Sie gab sich Mühe, sich nichts anmerken zu lassen, die weiß-deutsche Lehrerin sei einfach zu glücklich und stolz auf sich gewesen, dass sie ein paar unwissende Geflüchtete aufklären konnte. Das Trauma der geflüchteten Frau bekam dadurch aber ein schreckliches Update. Und sie fühlte sich in Deutschland, das für sie plötzlich zum Land der Täter wurde, nicht mehr sicher. Der Soziologe Y. Michal Bodemann hat einen praktischen Begriff erfunden: Erinnerungstheater. Demnach geht es vielen weißen Deutschen mit ihrer Erinnerungskultur nicht um die mahnend wirkende Erinnerung selbst, sondern um die eigene Wiedergutwerdung: Schaut her, ich bringe syrische Geflüchtete in die KZ-Gedenkstätte (um vielleicht damit im Freundeskreis anzugeben), ich putze Stolpersteine (weil ich Politiker*in bin, bald Wahlen sind und das gute Bilder gibt), ich setze in der Öffentlichkeit eine Kippa auf (obwohl ich mich bei der Beschneidungsdebatte oder beim Thema Schächten von Nutztieren gegen jüdische Praktiken gestellt habe) oder ich rede extensiv über meinen Opa, der bei der Waffen-SS dafür verantwortlich war, dass Menschen deportiert und vernichtet wurden, und das alles macht mich irgendwie zu einem besseren Menschen

via spiegel: Holocaustgedenken – Die deutsche Erinnerungsüberlegenheit

Querdenken-»Superman« relativiert Schoah und Nationalsozialismus

Beim Querdenken-Montagsspaziergang in Kempten relativiert der als Superman verkleidete Redner Kai V. mehrfach die Schoah und wirft dem antifaschistischen Gegenprotest vor, wie die Nazis zu sein. Am Montagabend demonstrierten erneut rund 50 Personen als sogenannter Montagssapziergang vom Hildegardplatz durch die Kemptener Innenstadt zum Forum und über das Rathaus zurück zum Ausgangspunkt. Dabei zogen sie an drei Gegenkundgebungen vorbei, an denen insgesamt etwa 25 Personen teilnahmen. Denn, so schreibt die Gruppe Kempten gegen Rechts in einem Aufruf: »Rechte Gewalt und menschenfeindliche Ideologien – die mittlerweile bereits zur Normalität geworden sind – dürfen nicht noch mehr Zulauf finden und deren Opfer niemals vergessen werden.« (…) Als Kundgebungsredner behauptete Kai V. im Superman-Kostüm, »gleichgeschaltete Medien« hätten Kinder zuerst zur Klimaschutzbewegung Fridays For Future getrieben, worauf sie dann bei »der Antifa« landeten, womit er den Protest von Kempten gegen Rechts meinte. Sie könnten die Querdenker_innen »nicht leiden« und würden das »in unserer Zukunft demnächst« steigern. Das sei »das was in der Geschichte innerhalb Deutschlands passiert ist. Und wenn ihr denkt, dass das mit den Nazis eine Ausnahme war: Das stimmt nicht.« Darauf nennt er Hexenverbrennungen, was »genau die selbe Geschichte« sei. Damals sei »eine Gruppe von Menschen auserkoren, separiert« und »fertiggemacht« worden. Wegen solcher Aussagen verweigerte Kempten gegen Rechts den Dialog mit Kai V. Darauf reagierte dieser mit den Worten: »Nazis wollten früher auch nicht mit Juden reden. Das ist genau das gleiche Prinzip.« »Die Aussagen relativieren die Schoah und verhöhnen die Ermordeten und ihre Nachkommen«, erklärt dazu Felix Balandat von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern). Die Vergleiche mit der nationalsozialistischen Vernichtung seien »nicht einfach eine ›falsche‹ Analyse der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation, sie zeugen vielmehr von der Innenwelt der Menschen, die sie äußern. Die Vergleiche erinnern stark an einen Abwehrmechanismus in Form einer Projektion.« Dabei würden »eigene, unerwünschte Impulse wie zum Beispiel Wünsche und Gefühle einem anderen Menschen zugeschrieben. Eigene Wünsche werden so in anderen verfolgt. Demnach hegen Querdenker mitunter Wünsche nach Verfolgung und Bestrafung, die jedoch als unerwünscht abgewehrt und den als für die Coronaimpfungen verantwortlich Identifizierten zugeschrieben werden. Man selbst imaginiert sich so als verfolgte Juden, den Feind als verfolgende Nazis.«

via allgäu rechtsaußen: Querdenken-»Superman« relativiert Schoah und Nationalsozialismus

Radebeuler Haverbeck-Freundin verbreitet Judenhass

Neben den Pegida-Demos verbreitete Ines P. in Dresden Dutzende Videos bekannter Neonazis und Holocaust-Leugner. Vor Gericht verharmloste die Arbeitslose. Regelmäßig an Montagabenden forderten Unterstützer der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck die Freilassung der betagten Gefangenen – unmittelbar neben den Pegida-Demos. Eine Initiatorin wurde nun verurteilt. Eindrucksvoller hätte Richter Jürgen Scheuring, Vorsitzender einer Berufungskammer des Landgerichts Dresden, seine Urteilsbegründung nicht beginnen können. Er zitierte aus einem Flugblatt, das “zwei Sanitätsfeldwebel im Sommer 1942 geschrieben hatten, als die Rampe in Auschwitz aktiv war”, so Scheuring: “Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist.” Die das schrieben, waren Hans Scholl und Alexander Schmorell, Mitglieder der Widerstandsbewegung “Weiße Rose”. Sie haben einen hohen Preis dafür bezahlt. Auf den Tag genau vor 78 Jahren, am 22. Februar 1943, sei Scholl von den Nationalsozialisten ermordet worden, Schmorell wenige Monate später, sagte Scheuring, ehe er sich mit der Angeklagten und ihren Taten befasste. In dem Berufungsverfahren ging es um Ines P., eine 60-jährige Radebeulerin, die ab 2018 mit ihren Mitstreitern einen “Infostand” betrieben hatte: immer montags neben der Pegida-Demo. P.s erklärtes Ziel war die Freilassung Ursula Haverbecks, eine der bekanntesten deutschen Holocaust-Leugnerinnen. Sie wurde 2018 als 90-Jährige inhaftiert und verbüßte mehrere einschlägige Verurteilungen bis Ende 2020. (…) Ines P., so scheint es, will sich nur für eine Rentnerin eingesetzt haben, die in die Mühlen der Justiz geraten sei. Haverbeck sei eine “herzliche Omi”, die sie persönlich kenne. An ihrem Stand verteilte sie jedoch auch DVDs und Broschüren, in denen der Holocaust geleugnet und “der Jude” in feinster Nazi-Manier als Wurzel allen Übels dargestellt wird. Im Juli 2018 stellte die Polizei das Material sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Anmelderin ein. Mitte 2019 wurde die arbeitslose Bankkauffrau P. am Amtsgericht Dresden wegen Volksverhetzung zu 1.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Ihr Verteidiger, Szene-Anwalt Wolfram Nahrath, der auch Haverbeck verteidigte, hatte einen Freispruch gefordert und argumentiert, es sei der Angeklagten “doch nur um die Information” gegangen. Auch P. hatte das so dargestellt. Ihr sei daran gelegen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Natürlich akzeptierte sie dieses Urteil nicht. Im jetzigen Berufungsprozess wurde Ines P. nun von Martin Kohlmann aus Chemnitz verteidigt, auch ein Szene-Anwalt. Nahrath hatte kurz zuvor das Mandat niedergelegt. (…) Ines P. schwieg zu der Frage, woher die DVDs stammten oder ob sie diese selbst gebrannt habe. Das Gericht zeigte einige der sichergestellten DVDs und spielte minutenlange Interviews vor, etwa mit dem Holocaust-Leugner Horst Mahler. Der nannte die Vernichtung von Millionen Juden “eine Groteske” und fragte “Wie soll das denn gehen?” Über das Dritte Reich und die Herrschaft der Nationalsozialisten sagte er, vieles habe nicht gut funktioniert, es sei aber ein “gewaltiger Fortschritt” gewesen. Auf einer anderen DVD stand Alfred Schäfer im Mittelpunkt, der auch schon in Dresden einschlägig verurteilt wurde. Er schwadronierte vor einer Hakenkreuz-Fahne über die “restlose Entfernung dieser Parasiten aus unserem Körper”. Gemeint war „der Jude“, der in dem Beitrag für alle Probleme der Welt verantwortlich gemacht wurde – Tierschutz, Massentierhaltung, Klimaschutz und Umweltprobleme, Krebs. Haverbeck, Mahler und Schäfer eint, dass sie alle wegen Holocaust-Leugnens zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden und diese Strafen auch verbüßten.

via sächsische: Radebeuler Haverbeck-Freundin verbreitet Judenhass