IHRA – Deutschland nimmt Definition für Antiziganismus an

Als erstes Land hat Deutschland die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) auf nationaler Ebene angenommen und damit zur Grundlage für politisches und Verwaltungshandeln gemacht. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, billigte das Bundeskabinett die Definition. »Der Völkermord an den Sinti und Roma während der NS-Zeit ist viel zu lange in Vergessenheit geraten«, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD). Noch heute gebe es großen Aufholbedarf bei der Auseinandersetzung mit diesem ebenfalls von Nazi-Deutschland ausgehenden Verbrechen. Die Diskriminierung von Sinti und Roma halte sich »hartnäckig in unseren Gesellschaften«, sagte er. Nach der IHRA-Definition handelt es sich etwa um Antiziganismus, wenn Sinti und Roma verzerrt dargestellt oder ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten geleugnet werden. Der Begriff »Zigeuner« wird als antiziganistisch bewertet, wenn er als Beleidigung verwendet wird. Antiziganismus manifestiere sich in Äußerungen, Handlungen sowie institutionellen Verfahren der Marginalisierung, in Ausgrenzung, physischer Gewalt oder Herabwürdigung von Kultur und Lebensweise der Sinti und Roma, heißt es in der Arbeitsdefinition.

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GEDENKSTÄTTE BUCHENWALD – Gedenken an Jahrestag der Befreiung mit Bundespräsident

Zum diesjährigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald soll es trotz der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen einige Präsenzveranstaltungen geben. Unter anderem werde zu einem Gedenkakt am 11. April im Deutschen Nationaltheater in Weimar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), am Mittwoch in Erfurt. INTERNET Zudem sollen dort zwei ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald sprechen. Ihre Reden würden in sechs Sprachen übersetzt und wie der Gedenkakt insgesamt im Internet übertragen. Landtagspräsidentin Birgit Keller sagte, es sei ein wichtiges Zeichen, dass zumindest ein Teil des Gedenkens an den 76. Jahrestag der Befreiung als Präsenzveranstaltungen stattfinde. Das zeige, dass man in Deutschland selbst unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie das Vergessen nicht zulassen werde. Das sei besonders wichtig, da auf den Protesten gegen die Corona-Beschränkungen die nationalsozialistischen Verbrechen relativiert würden. »Wir treten gegen jede Verharmlosung oder Relativierung dieser menschenverachtenden Verbrechen ein«, sagte Keller.

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How many monuments honor fascists, Nazis and murderers of Jews? You’ll be shocked.

The most curious thing about last year’s protests that toppled statues of slavers and colonizers is that the monuments of Holocaust perpetrators didn’t even make headlines. Yet a Forward investigation reveals there are hundreds of statues and monuments in the United States and around the world to people who abetted or took part in the murder of Jews and others during the Holocaust. The Nazi collaborators of Central and Eastern Europe weren’t as fastidious at keeping records as their Third Reich allies, which makes it difficult to arrive at a precise number of their victims. As a rough estimate, the Nazi collaborators honored with monuments on U.S. soil represent governments, death squads and paramilitaries that murdered a half million Jews, Poles and Bosnians. Holocaust perpetrators is the correct term for these men and organizations, for they played an integral part in the Final Solution, arresting and deporting Jews to concentration camps or gunning them down in the forests and fields of Eastern Europe (one-third of all Holocaust victims were killed in what’s called the “Holocaust by bullets”). (…) The monuments and the figures they honor stand at a crossroads of fascism and neo-fascism, the losers of WWII and today’s white supremacists who believe they’re on the brink of a global race war. It’s impossible to understand one without understanding the other, which is why tracking the growth of Nazi collaborator monuments is so crucial. These statues don’t just disparage the dead; they warn the living.

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Ukrainian Association in #Baraboo honors #Nazi collaborators with statues at children’s summer camp – #Ukraine #Bandera #Shukhevych #Petliura

A Chicago-based Ukrainian Youth Association owns a property in Baraboo where kids attend summer camp in the bluffs near the Wisconsin Dells — it’s also the location of statues honoring four Ukrainians who aided the Nazis during the Holocaust. The property is miles away from downtown Baraboo and the front gate keeps out members of the public, but in a community that has had its own brush with antisemitic hate, the statues’ presence is alarming. An investigation by the Jewish news outlet The Forward found more than 300 monuments to and statues of Nazi collaborators around the world, including two in Wisconsin — the Ukrainians in Baraboo and a Serbian general in Milwaukee, Dragoljub ‘Draza’ Mihailovic, who was killed for collaborating with Hitler. The existence of the statues was unveiled as communities across the U.S. and Wisconsin debate who and what should be memorialized with public statues in the wake of widespread protests for racial justice.  (…) In Baraboo, a community that drew international attention in 2018 after a group of students appeared to do a Nazi salute in a prom photo, the statues are tucked away from the view of almost everybody outside the membership of the Ukrainian Association. The four busts depict Stepan Bandera, Roman Shukhevych, Yevhen Konovalets and Symon Petliura. 
Bandera was a leader in the far-right Organization of Ukrainian Nationalists and a Nazi collaborator. In 1941, when Nazi Germany invaded the Soviet Union, OUN declared independent Ukrainian statehood and pledged loyalty to Adolf Hitler. Badera also participated in the massacres of Polish and Jewish people in Ukraine. Shukhevych was a leader in a German auxiliary battalion and the Ukrainian Insurgent Army, which massacred thousands of Jews and tens of thousands of Poles. Konovalets was an early leader of the nationalist OUN and was assassinated before the beginning of the war. Petliura was Supreme Commander of the Ukrainian Army and the President of the Ukrainian People’s Republic after the collapse of the Russian empire in 1917. Under his leadership, between 35,000 and 50,000 Jews were killed in violent pogroms. 

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Ex-Rechtsextremer vor Gericht – Facebook-Profil von Albstädter zeigt Bilder der Waffen-SS

Ein Albstädter postete Waffen-SS-Bilder bei Facebook. Auch der Wahlspruch der nationalsozialistischen Gruppierung “Meine Ehre heißt Treue” taucht in seinem Account auf. Aus diesem Grund muss er sich nun vor dem Balinger Amtsgericht verantworten. Von der rechtsradikalen Szene will er sich mittlerweile gelöst haben. Seine rechtsradikale Vergangenheit hat einem 33-jährigen Albstädter eine weitere Verurteilung eingehandelt. Richterin Goßger brummte dem Mann am Balinger Amtsgericht nun eine viermonatige Haftstrafe auf Bewährung wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf. Zudem muss er 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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Dietmar Nietan zur AfD: Hier konnte man sehen, wie Nazis arbeiten

Am 6. April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland. Als der Bundestag am Donnerstag daran erinnerte, versuchte die AfD, den Überfall mit der Finanzkrise vor zehn Jahren zu verbinden. Da platzte dem SPD-Abgeordneten Dietmar Nietan der Kragen. Wenn an die Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg erinnert wird, geht es meist um Polen oder die ehemalige Sowjetunion. Dass deutsche Soldaten auch in Griechenland grausame Verbrechen an der Zivilbevölkerung verübten und zahlreiche Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet wurden, gerät schnell in Vergessenheit. Knapp 80 Jahre nach dem deutschen Überfall am 6. April 1941 hat der Bundestag am Donnerstag der Ereignisse gedacht. Die AfD-Fraktion nutzte das, um die Gräueltaten vor 80 Jahren mit den Ereignissen in der Finanz- und Schuldenkrise zu vergleichen. „Es geht nicht um den Zweiten Weltkrieg, sondern um das Hier und Heute“, behauptete der Abgeordnete Petr Bystron. Deutsche und Griechen hätten sich längst ausgesöhnt. (…) Dem nächsten Redner, Dietmar Nietan von der SPD, platze da der Kragen. „Wir haben sie hier gerade am Pult erlebt, die Herrenmenschen, die in ihrer gnadenlosen rechtsradikalen Ignoranz darüber entscheiden, ob sich das griechische Volk schon mit dem deutschen versöhnt hat“, sagte Nietan. Die Redner der AfD gingen mit ihren Forderungen über Beschlüsse des demokratisch gewählten griechischen Parlaments hinweg und stellten in einem „Zynismus, der menschenverachtend ist“, eine Verbindung her zwischen der Höhe möglicher Reparationszahlungen für den Zweiten Weltkrieg und Geldern aus der Euro-Krise.

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#Telegram-Chatgruppe – #Thüringer #AfD prüft #Antisemitismus-Vorwurf in den eigenen Reihen – #schauhin #hetzer

In einer Chat-Gruppe, die die Ostthüringer AfD-Politikerin Anja Bergner einrichtete, soll der Holocaust geleugnet worden sein. Der AfD-Landesverband prüft die Vorwürfe. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung. Die stellvertretende Sprecherin des AfD-Gebietsverbandes Saale-Orla-Kreis, Anja Bergner, steht in der Kritik. Nach Informationen der Ostthüringer Zeitung (OTZ) wurde in dem von ihr gegründeten Telegram-Kanal “Triptis wacht auf” der Holocaust geleugnet. Der Zeitung liegen Screenshots vor, die das belegen. So hieß es am 5. März bei “Triptis wacht auf”: “Der Holocaust ist eine fast so große Lüge wie die Korona-Pandemie! Beides erlogen vom Juden!” (Rechtschreibfehler im Original). Diese Zeilen stehen offenbar zu Beginn eines extrem antisemitischen und menschenfeindlichen Textes.

via mdr: Telegram-Chatgruppe – Thüringer AfD prüft Antisemitismus-Vorwurf in den eigenen Reihen

anm dokmz: Der Text findet sich mehrfach auf Telegram – i.d.R. “weitergeleitet aus ATTILA HILDMANN”