Facebook und Co löschen Großteil antisemitischer Beiträge nicht

Das wird den Social-Media-Giganten in einer Studie des Center for Countering Digital Hate vorgeworfen. Kaum gemeldete Beiträge mit extremistischen Inhalten werden gelöscht, werfen Forscher sozialen Medien vor. Die fünf größten Social-Media-Plattformen scheitern an der Aufgabe, antisemitische Beiträge zu löschen. Durchschnittlich 84 Prozent der gemeldeten antisemitischen Beiträge würden online bleiben. Das ergab eine Studie des Center for Countering Digital Hate (CCDH), in der das Vorgehen von Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und Tiktok untersucht wurde. Facebook schnitt demnach am schlechtesten ab, reagierte das Unternehmen doch bei 89 Prozent aller Beiträge nicht – obwohl das Unternehmen immer wieder betonte, strikter gegen Antisemitismus vorgehen zu wollen. Wirklich besser schnitt die Konkurrenz allerdings auch nicht ab.
Hunderte Beiträge, kaum Löschungen. Zur Methodik: Das CCDH meldete im Mai insgesamt 714 antisemitische Postings an die Plattformbetreiber, die gemeinsam 7,3 Millionen Mal gesehen wurden. Instagram reagierte bei 277 beobachteten Beiträgen 52-mal. Bei Tiktok kam es bei 119 Beiträgen zu 22 Löschungen. Twitter handelte bei 137 Postings 15-mal, während es bei Youtube 52 zu elf steht. Facebook reagierte auf nur 14 von 129 Beiträge. Eine Reaktion blieb bei allen Formen des Antisemitismus aus, sowohl bei Verschwörungstheorien (die zu 89 Prozent online blieben) als auch bei extremistischen Postings, in denen der Holocaust geleugnet wird (80 Prozent ohne Reaktion) oder neonazistische Inhalte verbreitet werden. Letztere blieben in 70 Prozent der Fälle online. Doch nicht nur das, Instagram, Tiktok und Twitter erlaubten laut den Forschern mehrere antisemitische Hashtags, die im Laufe des Untersuchungszeitraums mehr als 3,3 Millionen Aufrufe erzielten, wie “Heise” berichtet.

via standard: Facebook und Co löschen Großteil antisemitischer Beiträge nicht

European #Holocaust #Memorial Day for Sinti and Roma – #weremember #porajmos #2august #neveragain

On 2 August, we commemorate the last 4,300 Sinti and Roma in the German Nazi concentration camp Auschwitz-Birkenau, who were murdered by the SS on that night in 1944 despite their fierce resistance. In memory of all 500,000 Sinti and Roma murdered in Nazi-occupied Europe, the European Parliament declared this date the European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma in 2015.

via roma-sinti-holocaust-memorial: European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma

A ‘safe space for racists’: antisemitism report criticises social media giants

Facebook, Twitter, Instagram, Youtube and TikTok failing to act on most reported anti-Jewish posts, says study. There has been a serious and systemic failure to tackle antisemitism across the five biggest social media platforms, resulting in a “safe space for racists”, according to a new report. Facebook, Twitter, Instagram, YouTube and TikTok failed to act on 84% of posts spreading anti-Jewish hatred and propaganda reported via the platforms’ official complaints system. Researchers from the Center for Countering Digital Hate (CCDH), a UK/US non-profit organisation, flagged hundreds of antisemitic posts over a six-week period earlier this year. The posts, including Nazi, neo-Nazi and white supremacist content, received up to 7.3 million impressions. Although each of the 714 posts clearly violated the platforms’ policies, fewer than one in six were removed or had the associated accounts deleted after being pointed out to moderators.
The report found that the platforms are particularly poor at acting on antisemitic conspiracy theories, including tropes about “Jewish puppeteers”, the Rothschild family and George Soros, as well as misinformation connecting Jewish people to the pandemic. Holocaust denial was also often left unchecked, with 80% of posts denying or downplaying the murder of 6 million Jews receiving no enforcement action whatsoever. Facebook was the worst offender, acting on just 10.9% of posts, despite introducing tougher guidelines on antisemitic content last year. In November 2020, the company updated its hate speech policy to ban content that denies or distorts the Holocaust.

via guardian: A ‘safe space for racists’: antisemitism report criticises social media giants

100-jähriger #Wachmann aus #KZ #Sachsenhausen kommt vor #Gericht – #MordVerjährtNicht #NichtsUndNiemandIstVergessen

Der Angeklagte ist mittlerweile 100 Jahre alt. Der Mann war drei Jahre im KZ Sachsenhausen vor den Toren Berlins tätig, wo rund 20.000 Menschen ermordet wurden. Im Oktober soll der Prozess vor dem Landgericht Neuruppin beginnen. Mehr als 76 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird es im Herbst zu einem neuen NS-Prozess kommen. Die Justiz in Neuruppin hat die Anklage gegen einen 100 Jahre alten ehemaligen Wachmann zugelassen, der von Januar 1942 bis Februar 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen diente. Für Anfang Oktober ist der Beginn der Verhandlung angesetzt. Der Beschuldigte soll für zwei bis zweieinhalb Stunden am Tag verhandlungsfähig sein, sagte Gerichtspräsident Frank Stark. Stephanie Bohra, promovierte Historikerin und derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin im Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“, begrüßt den späten Prozess. „Mord verjährt nicht, darum müssen sich auch ältere Semester sich vor Gericht verantworten. Es geht um die Aufklärung von Verbrechen und ehemalige Häftlinge haben die Gelegenheit, zu berichten, was dort passierte.“

via welt: 100-jähriger Wachmann aus KZ Sachsenhausen kommt vor Gericht

Poort KZ-Sachsenhausen.jpg
Von <a href=”https://en.wikipedia.org/wiki/de:User:Ice-Fire” class=”extiw” title=”w:de:User:Ice-Fire”>Ice-Fire</a> in der <a href=”https://en.wikipedia.org/wiki/de:” class=”extiw” title=”w:de:”>Wikipedia auf Deutsch</a> – Übertragen aus <span class=”plainlinks”><a class=”external text” href=”https://de.wikipedia.org”>de.wikipedia</a></span> nach Commons., Gemeinfrei, Link – symbolbild

NS-Juristen nicht länger Namensgeber

Schönfelder, Maunz, Palandt – die nach NS-Juristen benannten Standardwerke sollen umbenannt werden. Das teilte der Münchener Verlag C.H. Beck mit. In Zeiten zunehmenden Antisemitismus wolle man damit ein Zeichen setzen.Der Verlag C.H. Beck benennt juristische Standardwerke nicht mehr länger nach NS-Juristen. Betroffen sind der Kurzkommentar “Palandt” zum Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), die wichtigste Gesetzessammlung “Schönfelder”, die Loseblattsammlung zum Grundgesetz von Maunz/Dürig und der Standardkommentar “Blümich” zum Steuerrecht.”In Zeiten zunehmenden Antisemitismus ist es mir ein Anliegen, durch unsere Maßnahmen ein Zeichen zu setzen”, sagte Verleger Hans Dieter Beck. Die Entscheidung sei auch mit den Autoren des Verlages abgestimmt worden. Weitere Werke würden überprüft.Beck: “Kein Denkmal für Palandt”Otto Palandt war Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes, Theodor Maunz propagierte in der NS-Zeit den nationalsozialistischen Führerstaat. Der 1944 gestorbene NSDAP-Jurist Heinrich Schönfelder war Kriegsgerichtsrat in Italien. Walter Blümich leitete von 1933 an im Reichsfinanzministerium das Einkommensteuer-Referat und trieb dort die steuerliche Schikanierung von Juden voran.”Geschichte kann man nicht ungeschehen machen”, sagte Verleger Beck. Deshalb habe man zunächst die historischen Namen beibehalten. “So sollte der Name Palandt bislang als Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Rechtsgeschichte sichtbar bleiben.” Ein Denkmal habe man ihm damit nicht setzen wollen. Außerdem sei auf die Problematik im Vorwort des Werkes ausdrücklich hingewiesen worden.

via tagesschau: NS-Juristen nicht länger Namensgeber

Schönfelder - Deutsche Gesetze. Textsammlung (C H Beck).jpg
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:McLeod” title=”User:McLeod”>McLeod</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Impfgegner : Grenze überschritten

Erstmals geht die Justiz gegen jemanden vor, der die Corona-Politik mit den Verbrechen des Nationalsozialismus vergleicht. Er soll nun in Bayern wegen Volksverhetzung belangt werden. Nazivergleiche haben Konjunktur. Aber derzeit sind es nicht wütende Griechen, die Angela Merkel mit Hitlerbärtchen als Diktatorin zeichnen, wie während der Schuldenkrise vor zehn Jahren. Es sind deutsche Rechtsextreme – Menschen, die dem antisemitischen Denken der Nazis selbst nicht so fern stehen. Da werden Corona-Masken mit gelbem Judenstern und dem Wort “Ungeimpft” bedruckt, als sei die heutige Corona-Politik mit der Judenverfolgung durch das NS-Regime vergleichbar. Da werden Fotomontagen des Tors zum Konzentrationslager Auschwitz mit der Aufschrift “Impfen macht frei” verbreitet, als planten Merkel und Jens Spahn einen Völkermord. Der Fall eines Münchners könnte zum Musterprozess werden. Bislang hat die Justiz wenig dagegen getan. Jetzt unternimmt die Generalstaatsanwaltschaft München einen beachtlichen Schritt. Am Freitag haben Beamte bei einem 45 Jahre alten Münchner geklingelt und seine Wohnung durchsucht. Smartphones und Computer nahmen sie mit. Dem Mann wurde der Vorwurf der Volksverhetzung eröffnet. Auf seiner Facebook-Seite hatte er ein zweigeteiltes Bild gepostet, auf dessen unterer Hälfte der Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz mit den Worten “Arbeit macht frei” zu sehen war. Darüber eine Zeichnung mit “Impfen macht frei”, sowie eine Reihe von schwarz Uniformierten mit riesigen Spritzen in der Hand. “Alles schon mal dagewesen”, stand daneben.
Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe – das soll nun die Folge sein für diesen Post, der binnen weniger Tage 52-mal gelikt und 26-mal kommentiert wurde, die Generalstaatsanwaltschaft hat da genau mitgezählt. Es sei unsäglich, sagt ihr Antisemitismusbeauftragter Andreas Franck: “Das verharmlost die mörderische Judenverfolgung in der Nazi-Zeit.” Es sei eine “Gleichsetzung” mit der aktuellen Corona-Politik. Er will diesen Fall zum Musterprozess machen. Das Internet sei derzeit voll von solchen Vergleichen, vor allem in der Querdenker-Bewegung seien sie gängig. “Aber der Volksverhetzungsparagraf wird bislang kaum angewendet.

via sz: Impfgegner : Grenze überschritten

#Franken – #Farbschmierereien und #Hakenkreuze: Mädchen als Beschuldigte – #kaltland

Drei Mädchen sollen mit Farbschmierereien und Nazi-Symbolen im mittelfränkischen Pleinfeld hohen Sachschaden angerichtet haben. Sie sprühten auch Hakenkreuze, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Bei allen Dreien habe keinerlei politische Motivation festgestellt werden können, hieß es von den Ermittlern. Die Mädchen im Alter von 11, 14 und 15 Jahren sollen am Wochenende an mehreren Stellen in dem Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ganz unterschiedliche Motive gesprüht haben. Beschmiert wurden der Polizei zufolge zahlreiche Autos, Hauswände, Grabsteine, Straßen und Plakate. Der Sachschaden liege im fünfstelligen Bereich.

via frankenpost: Franken – Farbschmierereien und Hakenkreuze: Mädchen als Beschuldigte

Pkw-polizei-blau.jpg
Von Ralf Roletschek (<a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Marcela” class=”mw-redirect” title=”User:Marcela”>User:Marcela</a>) – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link – symbolbild