PARTY IN LUZERN: Nach Sylt-Skandal: Auch Schweizer grölen rassistische Parolen

An einer Party im Kanton Luzern kam es zu rassistischen Vorfällen, nachdem der Song «L’amour toujours» gespielt wurde. Eine 20-Minuten-Leserin ist entsetzt. Am Donnerstag fand in Gunzwil im Kanton Luzern die Partyreihe «Gscheerete» statt. Auf dem Line-up vertreten war auch DJ-REF-JD. Wie eine 20-Minuten-Leserin berichtet, kam es während der Party zu einem Eklat: «Der DJ spielte im vollen Zelt den Song ‹L’amour toujours› von Gigi D’Agostino.» Das Lied sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen, weil der Text von Partygästen auf Sylt und am Ballermann mit ausländerfeindlichen Parolen abgeändert wurde. Menschenmenge grölte rassistischen Text «Ein erschreckend grosser Teil der Menschenmenge entschied sich leider dazu, mitzusingen – inklusive der rassistischen Parolen», so die Leserin weiter. Konkret hätten die Personen «Ausländer raus» skandiert. Im Anschluss an den Song hätten einige Anwesende «bewusst» den Hitlergruss in ihre Tanzeinlage eingebaut. Die Party hinterlässt bei der Leserin Unverständnis: «Egal, ob aus Provokation, Überzeugung oder Dummheit – solchen Gesten und vor allem dem Lied darf man keine Fläche bieten».

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siehe auch: Party-DJ soll D’Agostino-Hit als «verbotenes Lied» angekündigt haben Bei einem Dorffest im luzernischen Gunzwil sang das Publikum die mittlerweile bekannten rassistischen Parolen. Der DJ sagt, er habe von diesen nichts gewusst – Partybesucher behaupten etwas anderes. Rund 1500 Menschen feierten am Mittwochabend im luzernischen Gunzwil in einem Partyzelt. Die «Gscheerete»-Party im Restaurant «Chommle» ist ein klassisches Dorffest. Ein Zelt, viel Alkohol und ein Party-DJ, der Hits abspielt. Auf der Playlist von «DJ REF JD» stand auch Gigi d’Agostinos Hit «L’amour toujours». Nach dem Skandal auf Sylt und der Welle der Empörung, die von Deutschland auf die Schweiz übergeschwappt ist, war zu erwarten, was folgte: Auf einem 24-sekündigen Video, das 20 Minuten vorliegt, sieht man, wie der Grossteil der Menschen im Zelt «Ausländer raus, Ausländer raus» grölt. «All zeme, bis ganz hindere» Mehrere Besucherinnen und Besucher sagen jetzt, dass der DJ durchaus von den Vorfällen auf Sylt gewusst habe – anders, als er erst gegenüber 20 Minuten behauptet hatte. «Er hat das Lied eingeführt mit dem Spruch: Jetzt spielen wir noch eines, das wir eigentlich gar nicht spielen dürften», sagt eine junge Frau, die selber ebenfalls an der Party war. In einem Chatverlauf, der 20 Minuten vorliegt, ist ersichtlich: Sie ist nicht die einzige, die das gehört hat. Was auf dem Video klar zu hören ist: Während ein Teil der Anwesenden die Parolen bereits mitsingt, sagt der DJ ins Mikrofon: «All zeme, bis ganz hindere». Es folgt der Refrain, der Gesang wird lauter.

„Kein Platz für rechten Scheißdreck“: Lied „L’Amour Toujours“ wird auf Volksfesten verboten

Die Organisatoren des Oktoberfestes reagieren darauf, dass die rechtsextreme Szene den Partyhit von Gigi D’Agostino gekapert hat. Auch auf anderen Festen soll das Lied nicht gespielt werden dürfen. Nach diversen rechtsextremistischen Zwischenfällen mit dem bekannten Partyhit „L’Amour Toujours“ wird das Lied auf dem Münchner Oktoberfest verboten. „Das Lied wird nicht gespielt – weder im Zelt noch sonst irgendwo“, sagte der für die Organisation der Wiesn zuständige Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) am Montag im Bayrischen Rundfunk (BR). An Wirte und Schausteller ergehe eine klare Anweisung. „Auf der Wiesn ist für den ganzen rechten Scheißdreck kein Platz“, zitiert die dpa Baumgärtner. Das Lied an sich sei zwar nicht rechtsradikal, aber es habe eine „ganz klare rechtsradikale Konnotation“ bekommen, sagte Baumgärtner. Das Lied werde daher auf der Wiesn komplett verboten. Dies ermöglichten die Betriebsbedingungen. In diesen sei festgehalten, dass rassistische Äußerungen beim Fest nicht geduldet würden. (…) Auch in Stuttgart wollen Veranstalter von bevorstehenden Großveranstaltungen verhindern, dass „L’amour toujours“ umgedichtet wird: Weder in der Fanzone der Fußball-Europameisterschaft noch auf dem Cannstatter Volksfest im Herbst soll der Song gespielt werden, wie ein Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart am Montag mitteilte. Die Stadt Erlangen teilte am Freitag mit, dass „L’amour toujours“ nach einer gemeinsamen Entscheidung der Wirte nicht mehr auf der Erlanger Bergkirchweih gespielt werde, die am Montag zuende geht.

via tagesspiegel: „Kein Platz für rechten Scheißdreck“: Lied „L’Amour Toujours“ wird auf Volksfesten verboten

Von Jotham wambiEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Rechtsextreme Gesänge auf #Schülerparty – Acht #Louisenlund-Schüler werden für eine Woche suspendiert

Offenbar wollten sie Szenen aus dem Sylt-Video nachahmen: Acht Schüler des Eliteinternats Louisenlund sollen bei einer Party eine rechtsextreme Parole angestimmt haben. Laut Schule bereuen sie ihr Verhalten sehr. Das Eliteinternat Louisenlund hat Konsequenzen aus dem Vorfall bei einer Schülerparty am vergangenen Donnerstag gezogen. Acht Schülerinnen und Schüler sollen an dem Abend zu Gigi D’Agostinos Song »L’amour toujours« eine von Rechtsextremen etablierte Parole gesungen haben. Laut Stiftungsleiter Peter Rösner werden sie nun für eine Woche vom Schul- und Internatsbetrieb suspendiert. Am Montag hatte das Bildungsministerium von Schleswig-Holstein bestätigt, dass Schüler der Privatschule eine rechtsextreme Parole gesungen haben sollen. Der Leiter der Stiftung hatte zu diesem Zeitpunkt in einer E-Mail an die Schulgemeinschaft bereits pädagogische Konsequenzen angekündigt. (…) An der Schülerparty im Schülerhaus – dem Jugendtreff des Internats, in dem regelmäßig Feiern stattfinden – hätten vergangenen Donnerstag etwa 40 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Sensibilisiert durch die Berichterstattung über den Vorfall von Sylt sei eine anwesende Pädagogin entsprechend aufmerksam gewesen, als »L’amour toujours« von Gigi D’Agostino angespielt wurde – und habe sofort die Tonanlage ausgemacht, als sie tatsächlich die Parole »Ausländer raus« gehört zu haben glaubte. Sie habe die Party beendet »und die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken ins Bett geschickt«. Mit einigen der acht beteiligten Schülern seien direkt im Anschluss Gespräche geführt worden. Sie seien überrascht gewesen, dass auf ihr Verhalten so drastisch reagiert wurde. »Die mögliche Tragweite und Folgen eines solchen Imitats sei ihnen überhaupt nicht bewusst gewesen«

via spiegel: Rechtsextreme Gesänge auf Schülerparty Acht Louisenlund-Schüler werden für eine Woche suspendiert

siehe auch: Internat in Güby Rechte Rufe wie im „Pony“ auf Sylt: Eklat bei Schülerparty in Louisenlund. Nach dem Skandal-Video aus dem Pony-Club auf Sylt gerät nun auch das Internat Louisenlund in die bundesweiten Schlagzeilen. Auf einer Feier im Internat riefen acht Schüler die gleichen rechten Parolen zum Lied „L’amour toujours“. Die Party wurde sofort abgebrochen. Die Schule arbeitet den Fall auf. (…) „Mit einigen Schülerinnen und Schülern gab es direkt noch ein Gespräch. Sie waren völlig überrascht von der Heftigkeit der Reaktion. Sie wären doch nicht fremdenfeindlich, sie hätten ein Video nachahmen wollen“, berichtet der Schulleiter und meint damit den Mitschnitt vom Vorfall im Pony-Club auf Sylt. Die mögliche Tragweite und Folgen eines solchen Imitats sei ihnen überhaupt nicht bewusst gewesen. „Sie bereuen dieses Fehlverhalten sehr und sind bereit, jegliche Sanktionen der Schule als Strafen anzunehmen.“

Von Pelz – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19780244

Neo-Nazi concert held in canton Geneva – #BloodAndHonour

Anti-Fascist organisations say a neo-Nazi music concert was held in Avully in Geneva over the weekend. They say it was organised by members of the international ‘Blood and Honour’ group, whose members have tattoos praising the Third Reich.  There were adverts on social media sites, but they didn’t give the location – you had to email a request to find out.

via worldradio: Neo-Nazi concert held in canton Geneva

Neue Vorfälle bekannt – Rassistischer Song in weiterem Sylt-Club

Nach dem Eklat im “Pony”-Club spricht nun ein weiterer Sylt-Club von rassistischen Vorfällen. Einem Schützenfest in Niedersachsen geht es ebenso. Die rassistische Praxis, zu einem zwanzig Jahre alten Techno-Pop-Song rechtsextreme Parolen zu grölen, ist inzwischen offenbar weit verbreitet. Nach dem Eklat von Sylt sind nun zwei weitere Vorfälle bekannt geworden. (…) Auf Sylt gab es an Pfingsten noch einen zweiten rassistischen Vorfall: Der “Club Rotes Kliff” schreibt am Freitag auf Facebook: “Leider hatten auch wir zu Pfingsten einen Rassismus-Vorfall. Wir haben die betreffenden Personen, die wir finden konnten, aus dem Club verwiesen und ihnen Hausverbot erteilt.” Worum genau es sich bei dem “Rassismus-Vorfall” handelt, ist unklar. In der Stellungnahme erwähnt der Club allerdings, dass es “erbärmlich und widerlich” sei, einen weltbekannten Partysong zur Propaganda für Rassismus und Diskriminierung zu nutzen.

via t-online: Neue Vorfälle bekannt Rassistischer Song in weiterem Sylt-Club

siehe auch:

https://www.facebook.com/clubroteskliff/posts/pfbid02zcRhCajQk6kgPcrenueBUipDM5ihjKZ98iJay9eoBXkSzpysR9c8mYNkoEMsomGVl?locale=de_DE

GEGEN “RECHTE STRUKTUREN”: K.I.Z & KRAFTKLUB STARTEN SOLI-AKTION – #fcknzs

“Da sich überall immer mehr rechte Strukturen ausbreiten”, haben die Jungs von K.I.Z und Kraftklub eine gemeinsame Solidaritätsaktion ins Leben gerufen. So können Fans aktuell ein T-Shirt über den hauseigenen Merchshop kaufen und sich damit für eine Ticket-Tombola qualifizieren. Neben dem Shirt wird es nämlich auch noch zwei Auftritte in intimer Atmosphäre geben. K.I.Z & Kraftklub: Soli-Shirt und -Konzert Die Fans können selbst entscheiden, ob sie das T-Shirt mit dem Aufdruck “Drei Schüsse in die Luft. Boom, Boom, Boom” sowie einem zerboxten Hakenkreuz für 30 €, 40 € oder 50 € erstehen wollen. Der Gewinn geht dabei natürlich nicht in die Tasche der beiden Bands, sondern soll vollständig an insgesamt neun Einrichtungen und Organisationen gespendet werden. Außerdem wollen die beiden Gruppen auch noch aus der eigenen Tasche etwas drauflegen. Wer ein Shirt kauft, hat zudem die Möglichkeit, jeweils zwei Tickets für entweder ein Konzert von Kraftklub oder von K.I.Z zu gewinnen.

via hiphop: GEGEN “RECHTE STRUKTUREN”: K.I.Z & KRAFTKLUB STARTEN SOLI-AKTION

Lena Meyer-Landrut: „Die AfD muss verboten werden“

Die Popsängerin und frühere Gewinnerin des Eurovision Song Contest (ESC), Lena Meyer-Landrut (32), fordert einen härteren Umgang mit Rechtspopulisten. „Die AfD muss verboten werden“, sagte Meyer-Landrut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“: „Man hat in diesem Land und zu dieser Zeit einfach nicht die Option, sich weit rechts zu positionieren. Das wiederhole ich gern auf all meinen Plattformen. Auch wenn ich dadurch Follower verliere, es kümmert mich nicht. Ich bin zu tausend Prozent gegen rechts und gegen die AfD.“

via rnd: Lena Meyer-Landrut: „Die AfD muss verboten werden“