„Rassismus und Extremismus haben bei uns keinen Platz“: Feuerwehr wirft Jugendlichen (14) raus

Ein Mitglied der Lübzer Jugendfeuerwehr wurde mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen. Der Jugendliche war mit problematischen Inhalten im Netz aufgefallen. „Wir haben in der Lübzer Feuerwehr kein rechtsradikales Problem“, betont Bürgermeisterin Astrid Becker (Die Linke) zu Beginn des Gesprächs. Fakt ist: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat einen Jugendlichen mit sofortiger Wirkung aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der 14-Jährige war im Internet durch das Teilen von rechten Parolen sowie eines Fotos mit verfassungsfeindlichen, rechtsradikalen Symbolen aufgefallen. „Die Stadt Lübz, die Gemeindefeuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr nehmen diesen Vorfall sehr ernst“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Nach sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten sei das betreffende Mitglied umgehend ausgeschlossen worden. „Rassismus, Extremismus und menschenverachtendes Gedankengut haben in unseren Reihen keinen Platz“

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Der Fall Brosius-Gersdorf und die Lebensrechtsbewegung

Bei der Mobilisierung gegen Frauke Brosius-Gersdorf ziehen Abtreibungsgegner und rechte Akteure an einem Strang, auch in Bayern. Dabei stützen sie sich auf stabile Netzwerke nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch in den USA. Bei der Mobilisierung gegen die von der SPD vorgeschlagene Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht waren von Beginn an auch Akteure aus der Lebensrechtsbewegung dabei: In der Regel konservative bis fundamentalistische Christen, die gegen Abtreibung kämpfen, zum Teil mit Unterstützung aus den USA. Dabei zeigen sich zunehmend Verbindungen zwischen rechten bis rechtsextremen Akteuren und religiös motivierten Abtreibungsgegnern – auch in Bayern, wo wichtige Organisationen der Bewegung sitzen. Rechtsextreme auf Demos gegen Abtreibung Christinnen und Christen, die sich aus religiöser Überzeugung gegen Abtreibung engagieren, sind nicht pauschal rechts oder gar rechtsextrem. Das zu betonen, ist Andrea Büschmann von der Münchner Fachinformationsstelle Rechtsextremismus wichtig. Doch auf den Veranstaltungen der Lebensrechtsbewegung sind regelmäßig Rechtsextreme zu sehen – ohne dass diese ausgeschlossen würden, so Büschmann. Auf dem Münchner “Marsch für das Leben” hat die Fachinformationsstelle etwa Mitglieder der rechtsextremen Identitären Bewegung und mehrere AfD-Politiker beobachtet [externer Link]. Die Rolle der Abtreibungsgegner im Fall Brosius-Gersdorf Auch bei der Mobilisierung gegen Frauke Brosius-Gersdorf in den sozialen Medien hätten Lebensrechtsbewegung und extrem rechte Akteure an einem Strang gezogen, meint Andrea Büschmann. So warnt die Jugendorganisation der “Christdemokraten für das Leben” bereits am 1. Juli – also knapp zwei Wochen vor der eigentlichen Wahl im Bundestag – auf Instagram vor einer „Pro-Choice-Aktivistin“, also einer Aktivistin, die sich für den Zugang für Abtreibungen einsetzt, am Bundesverfassungsgericht. Auf Facebook verlinkt “Christdemokraten für das Leben” auch Beiträge rechtspopulistischer Alternativmedien. Bayerische Lebensrecht-Organisation wichtiger Akteur Am 3. Juli steigt der Augsburger Verein “Arbeitsgemeinschaft Lebensrecht für Alle” (ALfA) in die Mobilisierung gegen Brosius-Gersdorf ein, die er als “Abtreibungsaktivistin” bezeichnet. ALfA ist eine der einflussreichsten Organisationen der Lebensrechtsbewegung in Deutschland. In den Instagramposts des Vereins werden Brosius-Gersdorfs Standpunkte zum Teil verkürzt wiedergegeben und aus dem Zusammenhang gerissen. So macht sich die Jugendorganisation von ALfA auf Instagram etwa die Unterstellung der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch zu eigen, Brosius-Gersdorf würde sich gegen die Menschenwürde von Ungeborenen aussprechen und damit für “de facto Abtreibung bis zur Geburt.” Diese Darstellung hat Brosius-Gersdorf mehrmals zurückgewiesen.

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Ukrainian hackers wipe databases at Russia’s Gazprom in major cyberattack, intelligence source says

Cyber specialists from Ukraine’s military intelligence agency (HUR) have carried out a large-scale cyberattack against the network infrastructure of Russian energy giant Gazprom, causing significant disruptions, a HUR source told the Kyiv Independent on July 18. The alleged operation took place on July 17 and targeted systems used by Gazprom and its subsidiaries, which Ukraine’s intelligence claims are directly involved in supporting Russia’s war effort. Gazprom is Russia’s state-owned energy company, one of the world’s largest gas producers and exporters. The cyberattack allegedly destroyed large volumes of data and installed custom software designed to further damage the company’s information systems. (…) According to the source, access to Gazprom’s internal systems was disabled for nearly 20,000 system administrators, and backup copies of key databases were wiped. The attack reportedly affected approximately 390 subsidiary companies and branches, including Gazprom Teplo Energo, Gazprom Obl Energo, and Gazprom Energozbyt. The sources said the attackers managed to destroy clusters of “extremely powerful” servers running 1C, a software widely used for managing documents and contracts, analytics data for pipelines, valves, pumps, and SCADA systems — key elements in operating Gazprom’s technical infrastructure.

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⚡️Ukrainian hackers wipe databases at Russia's Gazprom in major cyberattack, intelligence source says. The cyberattack allegedly destroyed large volumes of data and installed custom software designed to further damage the company's information systems.

The Kyiv Independent (@kyivindependent.com) 2025-07-18T10:35:29.956Z

MASSENABSCHIEBUNGS-PROPAGANDA – FPÖ-Tiktok-Affäre: Rechtsextreme Videos überschwemmten Minderjährigen-Account

Soziale Medien seien für junge Menschen “manipulativ und gefährlich”, warnt eine Sozialwissenschafterin nach einem Experiment. In der FPÖ Tirol herrscht nach den Videolöschungen indes Streit. Die Berichte über die rechtsextremen Tiktok- und Instagram-Accounts der FPÖ Tirol haben die Sozialwissenschafterin Liz Freimann aufhorchen lassen. Bis Mitte dieser Woche waren auf dem Account dutzende – und nach einer Teillöschung immer noch einige – vor allem auf Jugendliche zugeschnittene Videos mit Massenabschiebungs- und Rassenreinheitspropaganda zu sehen. Anfang Juli hatte die Expertin für digitale Diskurse, die auch beim STANDARD als Community-Managerin arbeitet, ein Selbstexperiment gestartet. Mit der Identität einer 13-jährigen Person meldete sie bei Tiktok einen fiktiven Account an – der unmittelbar darauf von rechtsextremen Videos geradezu überschwemmt wurde. Eines der ersten Videos auf dem Feed des oder der 13-Jährigen – die Geschlechtszugehörigkeit sowie spezifische Interessen hatte Freimann bei der Anmeldung offengelassen – kam von der FPÖ Tirol. Unterlegt von hipper Musik zeigte es den Vorsitzenden der FPÖ Tirol, Markus Abwerzger, der in einer Wartezimmersituation erschreckt auf lauter werdende arabische Stimmen reagiert. “POV: Du sitzt beim Arzt und merkst, es ist Zeit für Abschiebungen”, lautet der eingeblendete Text. Statt dem Wort “Abschiebungen” ist das in den einschlägigen FPÖ-Tirol-Videos genutzte Symbol dafür, ein blau-weißes Flugzeug, zu sehen. Werbung für Identitären-Demo Die Sozialwissenschafterin scrollte weiter und stieß, durchsetzt mit anderen Inhalten, auf immer mehr Machwerke vom rechten Rand. Etwa auf etliche weitere Videos von der FPÖ Tirol, von Sympathisanten der deutschen AfD sowie eines, auf dem ein junger Mann in Identitären-Outfit Werbung für eine von der rechtsextremen Gruppierung am 26. Juli geplante Demonstration in Wien macht. “Das zeigt, wie manipulativ und gefährlich ein soziales Medium wie Tiktok für junge Menschen sein kann”, sagt Freimann. Der durchgreifende und zielgruppenorientierte Tiktok-Algorithmus habe die erfundene 13-jährige Person direkt in die Arme der Rechtsextremen getrieben – und die FPÖ Tirol mache sich das zunutze. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, forderte Freimann bei Tiktok im Namen ihres Fake-Accounts einen Überblick über ihre Daten an. In der langen Liste der “Watch History”, die sie von Tiktok bekam, fanden sich auch Videos, die sie Monate davor im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts vom selben Computer aus, aber mit einem anderen Account und mit anderer E-Mail-Adresse in die Timeline gespült bekommen hatte. “Offenbar speichert Tiktok nicht nur die Daten der Accounts, sondern auch die IP-Adressen der verwendeten Geräte”, schließt sie daraus.

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Die Aschaffenburger AfD-Abgeordnete Storm muss vor Gericht: Es geht um einen Hitlergruß – #LockHerUp

Die Aschaf­fen­bur­ger AfD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ra­mo­na Storm muss sich am Mon­tag, 21. Ju­li, vor dem Amts­ge­richt Aschaf­fen­burg ver­ant­wor­ten. Ihr wird die Ver­wen­dung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Or­ga­ne zur Last ge­legt. Konkret geht es laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, die der Redaktion in Auszügen vorliegt, um ein Video mit einem Hitlergruß, das die Landtagsabgeordnete auf ihrer öffentlichen Facebookseite am 21. August 2023 eingestellt hat.  Auf dem Video ist demnach zu sehen, wie eine Person am Rande einer Demonstration am 20. August 2023 – offenkundig ein Gegner des Umzugs von Querdenkern und Rechtsradikalen –  in der Aschaffenburger Innenstadt mehrere Sekunden mit der linken Hand einen Hitlergruß zeigt und mit der rechten Hand ein “Hitlerbärtchen” andeutet.  Dieses Video versah Storm laut Staatsanwaltschaft mit dem Kommentar “Hier ist ein Gegner der Demo von der ‘Bürgerinitiative Franken’ … schaut genau hin.” Der Hitlergruß fällt ausdrücklich unter verfassungswidrige Symbole. Storms Abgeordnetenimmunität war im Juli 2024 aufgehoben worden. Nach eigenen Angaben bekam sie einen Strafbefehl über 24.000 Euro – 120 Tagessätze à 200 Euro. “Ab 90 Tagessätzen gilt man übrigens als vorbestraft”, teilt sie in einer Pressemitteilung mit. Den Strafbefehl will Storm nicht akzeptieren, deshalb wird der Fall jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt.

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Rechtsextremer #Terrorismus – Wie eng sich die jungen Rechten an den Nazis orientierten

Die Festgenommenen waren zwischen 14 und 18 Jahre alt. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof schickte alle Fünf in Untersuchungshaft. Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener soll Anschläge geplant und sich in Sprache und Strukturen eng an den Nationalsozialismus angelehnt haben. Was ein BGH-Beschluss nun offenlegt. Von „Rassenkrieg“ ist die Rede, es soll einen „Propagandaminister“ gegeben haben, ein 13-Jähriger wurde mutmaßlich Leiter der „Gestapo“: Nach der aufsehenerregenden Festnahme einer jungen Gruppe mutmaßlicher Rechtsterroristen macht ein Dokument des Bundesgerichtshofs (BGH) deutlich, wie eng sich die teils jugendlichen Beschuldigten an den Nationalsozialisten orientiert haben sollen. Mutmaßliche rechte Terrorzelle Die Bundesanwaltschaft hatte im Mai in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fünf Menschen im Alter von 14 bis 18 Jahren festnehmen lassen. Die Behörde wirft ihnen Mitgliedschaft – und in einem Fall Unterstützung – einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung vor. Zudem geht es unter anderem um versuchten Mord und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge. Die Polizei durchsuchte ebenfalls in Sachsen und Thüringen Objekte. Bei den Ermittlungen geht es um eine mutmaßlich rechtsextremistische terroristische Vereinigung namens „Letzte Verteidigungswelle“. Die Gruppe sehe sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“, hatte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitgeteilt. Mit Anschlägen auf Asylunterkünfte und linke Einrichtungen habe sie das demokratische System der Bundesrepublik zum Zusammenbruch bringen wollen. Offen in sozialen Netzwerken unterwegs Der nun veröffentlichte BGH-Beschluss bezieht sich im Kern auf die Fortdauer der Untersuchungshaft eines der mutmaßlichen Rädelsführer. Erstmals werden so aber auch Details zu den Abläufen innerhalb der Gruppe öffentlich. Beispielsweise sollen die mutmaßlichen Mitglieder rassistische und antisemitische Nachrichten offen in sozialen Medien gepostet haben. Dabei hätten sie das „Dritte Reich“ und den Nationalsozialismus glorifiziert. „Ziel war es, das “eigene Land” in der Tradition der SA sowie im politischen Denken der NSDAP “zurückzuerobern” und im gesamten Bundesgebiet bewaffnete Treffen abzuhalten“, heißt es in dem Dokument. NSDAP steht für die von Adolf Hitler geführte Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Die Sturmabteilung (SA) war ihre paramilitärische Kampforganisation. Die Mitglieder der Gruppierung hatten dem Beschluss zufolge die Absicht, „einen Rassenkrieg auszulösen, bei dem zum Erhalt der “weißen Rasse” eine Gewaltspirale von Reaktion und Gegenreaktion in Gang gesetzt werden sollte, um im Ergebnis die liberale Demokratie zu beseitigen“. In Chats hätten sie immer wieder darüber diskutiert, wie dies erreicht werden könnte.

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Video-Flut bei TikTok : KI-Fake-Umfragen schüren Ressentiments

KI-generierte Straßenumfragen mit fremdenfeindlichen Untertönen erreichen Millionen Menschen auf TikTok. Warum das gefährlich ist und was dahintersteckt. Eine blonde Frau spricht in einer Fußgängerzone in das Mikrofon eines Mannes: “Meine Tochter ist acht. Sie bekommt jeden Tag Schweinefleisch – damit sie mit 14 nicht heiraten muss.” Dann erzählt eine ältere Dame, dass sie nur noch mit Kopftuch zum Bäcker geht, weil sie sonst ständig nach ihrem Ausweis gefragt würde. Zum Abschluss erklärt ein Polizist auf die Frage, ob er sich in Deutschland sicher fühle mit den Worten: “Ich versuche in der Öffentlichkeit kein Deutsch zu sprechen.” Diese Szenen wirken wie Momentaufnahmen aus deutschen Städten – spontane Straßeninterviews. Ein bewährtes Stilmittel im Journalismus, um ein Stimmungsbild einzufangen: Was denken die Leute? Wie empfinden sie Sicherheit, Migration, Politik? Der Reporter hält das Mikrofon hin, hört zu, lässt die Straße sprechen. Doch nichts daran ist echt: Die Gesprächspartner gibt es nicht. Ihre Aussagen stammen nicht aus Interviews, sondern aus Textprompts. Gesichter, Stimmen und Gesten wurden alle per KI generiert. In den letzten Wochen ergießt sich eine regelrechte Flut solcher Videos in die Sozialen Netzwerke wie TikTok, Instagram und Youtube – häufig mit fremdenfeindlichen Narrativen. (…) Diese Umfrage-Videos sind keine Einzelfälle – aber auch nur ein kleiner Teil der Flut an KI-generierten Clips, mit denen Plattformen wie TikTok, Instagram oder Youtube überschwemmt werden. Vieles davon soll lustig sein oder unterhalten: Katzenvideos, Jesus im Körper eines Hummers, alte Menschen, die plötzlich einen Salto machen. Doch es gibt auch jede Menge menschenverachtende, fremdenfeindliche und eklige Inhalte. Schwarze Menschen werden als Affen dargestellt, Polizeigewalt wird gefeiert, es gibt Gags über den Ku-Klux-Klan. In einem Video berichtet ein angeblicher KZ-Häftling in seinem Videoblog aus einem Konzentrationslager – und macht dabei Witze über ermordete Frauen und Kinder. Der Holocaust als Satire-Sketch – mit mehr als einer Million Aufrufe auf TikTok.

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