#Urteil in #BadenWürttemberg – #Lohnkürzungen gegen »#Reichsbürger«-Lehrerin sind rechtmäßig

Einer Lehrerin wurden die Bezüge gekürzt, nachdem sie an der Verfassung zweifelte. Ihre Klage dagegen ist nun gescheitert. Es sei unmöglich, den Staat zu leugnen und für ihn zu arbeiten, argumentierte das Gericht. Eine Lehrerin und selbst erklärte »Reichsbürgerin« klagte gegen die Kürzung ihrer Dienstbezüge – und ist nun vor Gericht gescheitert. Es sei unmöglich, die rechtliche Existenz eines Staates zu leugnen und sich gleichzeitig für diesen einzusetzen, argumentierte die Disziplinarkammer in ihrem Urteil. Das Gericht wies die Klage auf Aufhebung der Disziplinarmaßnahme wegen »reichsbürgertypischen Verhaltens« ab, wie aus einer Mitteilung  hervorgeht. Die Klägerin arbeitet in Baden-Württemberg als verbeamtete Lehrerin. Nachdem ein Bußgeldverfahren gegen sie eröffnet worden war, schickte sie ein Schreiben an das Landratsamt, in dem sie die Gründungsurkunden der Bundesrepublik und des Bundeslands Baden-Württemberg einforderte. Dabei bezog sie sich auf das Bürgerliche Gesetzbuch von 1896, also eine Norm, die vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland Bestand hatte. Daraufhin wurde ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet, weil die Lehrerin mit dem Schreiben gegen die Verfassungstreuepflicht verstoßen habe. Ihre Dienstbezüge wurden für drei Jahre um ein Zehntel gekürzt.

via spiegel: Urteil in Baden-Württemberg Lohnkürzungen gegen »Reichsbürger«-Lehrerin sind rechtmäßig

siehe auch: VG Sigmaringen zur Verfassungstreuepflicht von Lehrern – Bezüge wegen “reichs­bür­ger­ty­pi­schen Ver­hal­tens” zu Recht gekürzt. Eine mutmaßliche “Reichsbürgerin”, die als Lehrerin arbeitet, zweifelt die Gründung der BRD an. Ihre Bezüge werden daraufhin gekürzt. Dagegen hat sie vor dem VG Sigmaringen geklagt – ohne Erfolg. Einer Lehrerin, die der Reichsbürgerszene zugeordnet wird, sind zu Recht die Bezüge gekürzt worden. Das hat das Verwaltungsgericht (VG) Sigmaringen entschieden (Az. DL 12 K 2486/24).  Die Lehrerin hatte ein Schreiben an das Landratsamt geschickt, sich darin über ein Bußgeld beschwert und “reichsbürgertypisches Verhalten” an den Tag gelegt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. So habe sie in dem Schreiben unter anderem die Gründungsurkunden der Bundesrepublik und des Landes Baden-Württemberg verlangt. Außerdem habe die im Jahr 1984 geborene Frau Bezug genommen auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) aus dem Jahr 1896 und damit auf eine Norm vor der Existenz der Bundesrepublik Deutschland. “Mit diesen Handlungen geht die Leugnung der Existenz der Bundesrepublik Deutschland einher”, sagte der Gerichtssprecher. “Reichsbürger” erkennen keinen Rechtsstaat an Das Regierungspräsidium Tübingen als Disziplinarbehörde hatte der Frau dann vorgeworfen, mit dem Schreiben gegen ihre Verfassungstreuepflicht verstoßen zu haben. Ihr Dienstbezüge wurden in der Folge für die Dauer von drei Jahren gekürzt. Dagegen klagte sie vor dem VG Sigmaringen. Dieses wies die Klage auf Aufhebung der Disziplinarmaßnahme nun wegen reichsbürgertypischen Verhaltens ab. Es sei unmöglich, die rechtliche Existenz eines Staats zu leugnen und sich gleichzeitig für diesen einzusetzen, so  das VG.

LG Frankfurt zum Misgendern Julian Rei­chelt musste Sieges-Tweet löschen – #InYourFace

Julian Reichelt kann es nicht lassen, eine trans Frau als Mann zu bezeichnen. Nun untersagt es ihm ein Gericht. Ein Frauenfitnessstudio verwehrt einer trans Frau den Zutritt. NiUS und sein Chefredakteur bestehen darauf, sie als Mann zu bezeichnen. Julian Reichelt wurde das nun untersagt – in den Texten darf das falsche Geschlecht aber stehen bleiben. Julian Reichelt hat kein Problem damit, trans Frauen als Männer zu bezeichnen. In einigen Fällen beharrt er sogar darauf. Während der Chefredakteur des rechten Nachrichtenportals NiUS meint, damit das “wahre”, sog. biologische Geschlecht zu benennen, spricht man in der Sozialforschung von Misgendern oder misgendering. Auch Gerichte haben sich dieser Auffassung angeschlossen: Mehrfach hat das Landgericht (LG) Frankfurt am Main Reichelt-Medien schon untersagt, trans Frauen als Männer zu bezeichnen. Im Fall der trans Aktivistin Janka Kluge, die auf dem Reichelt-Blog “pleiteticker.de” – heute NiUS – als “(biologischer) Mann” bezeichnet worden war, bestätigte das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) die Entscheidung später. Wie LTO nun erfuhr, kassierte Reichelt persönlich im Dezember eine gerichtliche Niederlage in Frankfurt wegen Misgenderns. Mit Eilbeschluss (v. 16.12.2024, Az. 2-03 O 432/24), der LTO vorliegt, untersagte das LG Frankfurt ihm per einstweiliger Verfügung Teile eines Tweets vom 15. November letzten Jahres. Reichelt hatte zulasten einer trans Frau geschrieben: “Wir dürfen […] den Mann, der in die Damen-Umkleide wollte, wieder und weiter als das bezeichnen, was er ist: als Mann! Die Einstweilige Verfügung ist AUFGEHOBEN!” Obwohl dieser Tweet eine korrekte Tatsachenaussage über ein anderes Gerichtsverfahren trifft, musste Reichelt ihn nun löschen. Das Gericht beanstandete neben dem Misgendern die Angabe des Vor- und Nachnamens der Betroffenen sowie das Posten eines unverpixelten Fotos. Der Beschluss enthält keine nähere Begründung, dafür aber die Anspruchsgrundlage für die Unterlassungsverfügung: §§ 823, 1004 Bürgerliches Gesetzbuch i.V.m. Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 Grundgesetz; hinsichtlich der Bildnisveröffentlichung sind §§ 22, 23 Kunsturhebergesetz zitiert. Die in der Normkette genannten Grundgesetz-Artikel lassen nur den Schluss zu, dass die 3. Zivilkammer das Misgendern als Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts erachtet. Damit bleibt sie ihrer Rechtsauffassung zum Misgendern treu. Die einzige Entscheidung der Pressekammer, die materiell-rechtlich nicht in die Reihe passt, ist vielmehr die, auf die Reichelt mit seinem Tweet Bezug nahm.

via lto: LG Frankfurt zum Misgendern Julian Rei­chelt musste Sieges-Tweet löschen

a pride flag drawn on the ground

Herabwürdigend und provokativ – Verwarnung von AfD-Abgeordnetem rechtens

Das Hamburgische Verfassungsgericht hat die Ordnungsrufe gegen einen AfD-Abgeordneten in der Bürgerschaft bestätigt. Dieser habe unsachliche und herabwürdigende Aussagen getroffen. Der AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Krzysztof Walczak ist mit einem Antrag gegen zwei sogenannte Ordnungsrufe im Hamburger Parlament vor dem Hamburgischen Verfassungsgericht gescheitert. Das Gericht erklärte, der Antrag sei zwar zulässig, aber unbegründet. Die beanstandeten Verwarnungen seien rechtmäßig. Im Parlament kann der Vorsitzende mit einem Ordnungsruf einzelne Abgeordnete verwarnen. (…) Im Mittelpunkt steht eine Debatte im Mai 2023 zur CDU-Initiative “Hamburgs Partnerschaft mit einer Stadt in Israel verwirklichen”. In dieser Sitzung äußerte sich Walczak kritisch zur Migrationspolitik der CDU und behauptete, diese würde “Hunderttausende Antisemiten nach Deutschland” bringen. Daraufhin erhielt er vom Vizepräsidenten der Bürgerschaft, André Trepoll, selbst bei der CDU, zwei Ordnungsrufe. Provokative und herabwürdigende Aussagen Das Gericht sah keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Ordnungsrufe aus persönlicher Ablehnung resultierten. Vielmehr habe es sich bei Walczaks Äußerungen nicht um keine sachliche Diskussion gehandelt, sondern um provokative und herabwürdigende Aussagen, so das Gericht.

via t-online: Herabwürdigend und provokativ Verwarnung von AfD-Abgeordnetem rechtens

Bekannte Querdenker-Ärztin aus der Region zu Gefängnisstrafe verurteilt

Eine in der Region bekannte Verschwörungstheoretikerin und Kinderärztin musste sich seit April vergangenen Jahres in Trier vor Gericht verantworten. Jetzt gibt es ein Urteil. Das Trierer Landgericht hat eine in der Region bekannte Kinderärztin und Querdenkerin in einem Berufungsprozess zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Danach wurde die inzwischen an der Mosel lebende 64-jährige Angeklagte unter anderem wegen mehrfacher Volksverhetzung, übler Nachrede sowie Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verurteilt. Querdenker-Ärztin aus der Region Trier: Angeklagte saß schon mehrfach im Gefängnis Die früher im Hochwald lebende Frau hatte in der Vergangenheit immer wieder durch teils wüste Verschwörungstheorien auf ihrem Internet-Kanal auf sich aufmerksam gemacht. So wurde ihr unter anderem vorgeworfen, einen Trierer Staatsanwalt als Angehörigen einer satanistischen Freimaurerloge gebrandmarkt zu haben. Zudem habe sie Richter, Juristen und Politiker auf das Übelste beleidigt. Die 64-Jährige saß bereits einige Male im Gefängnis. Zuletzt wurde sie im Juli vergangenen Jahres nach Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen. Vor zweieinhalb Jahren büßte die Ärztin eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe ab, weil sie eine gegen sie verhängte Geldstrafe nicht gezahlt hatte.

via volksfreund: Bekannte Querdenker-Ärztin aus der Region zu Gefängnisstrafe verurteilt

Judge cements block on Trump’s order restricting birthright citizenship

A federal judge Wednesday furthered a block of President Trump’s executive order preventing the children of migrants without legal status from receiving birthright citizenship.  U.S. District Judge Deborah Boardman at the conclusion of a hearing in Greenbelt said Trump’s order “runs counter to our nation’s 250-year history of citizenship by birth” and likely violates an 1898 Supreme Court decision on the issue.  “The United States Supreme Court has resoundingly rejected the president’s interpretation of the Citizenship Clause of the 14th Amendment,” Boardman said. “In fact, no court in the country has ever endorsed the president’s interpretation. This court will not be the first.”  A separate federal judge in Seattle previously put Trump’s executive order on hold. But that ruling will expire Thursday, when that judge will hold another hearing.  Boardman’s ruling, unless overturned by an appeals court, will remain intact until she can issue a final ruling on the merits of the plaintiffs’ constitutional claims, which is likely to take months. Trump on his first day in office signed the executive order narrowing birthright citizenship so that it doesn’t extend to children born on U.S. soil to parents without permanent legal status, beginning with babies born Feb. 19. It is part of a flurry of immigration actions Trump has taken during his first few weeks in office.  Eric Hamilton, deputy assistant attorney general for the civil division, insisted at the hearing that the Trump administration’s position aligned with the 1898 Supreme Court precedent central to the case, United States v. Wong Kim Ark.

via thehill: Judge cements block on Trump’s order restricting birthright citizenship

brown wooden gavel on brown wooden table
Photo by EKATERINA BOLOVTSOVA on Pexels.com

Proud Boys lose name’s trademark to members of Black Washington church. Florida leader reacts

The Proud Boys, a white nationalist group whose members were instrumental in the Jan. 6 insurrection at the nation’s Capitol, lost control of its own name to a historic Black church. On Monday, D.C. Superior Court Judge Tanya Bosier stripped the extremist group of control over the trademark “Proud Boys” and barred them from selling any merchandise with the name or its symbols without permission of the new owners, Metropolitan African Methodist Episcopal Church, that Proud Boys members vandalized in 2020, the New York Times reported. The church, which won a $2.8 million default judgment against the group in June 2023, also may have the option to try seizing any money the Proud Boys may make from merchandise such as hats and t-shirts. Florida former leader Enrique Tarrio slams decision The organization’s former leader, Henry “Enrique” Tarrio of Miami, issued a “lengthy statement,” the New York Times said, calling for the judge to be impeached and for the church to lose its nonprofit status. “Their actions are a betrayal of justice,” he wrote. “I hold in contempt any motions, judgments and orders issued against me.” Tarrio, who was named in the initial $2.8 million judgment against the Proud Boys after he and other members of the group jumped the fence of two churches in Washington, D.C., pulled down Black Lives Matter banners and burned them, publicly acknowledged burning another banner that prosecutors said was stolen from Asbury United Methodist Church. The ruling was a default judgment issued after the Proud Boys failed to show up in court to defend themselves, The Associated Press reported. Tarrio was recently pardoned of a 22-year prison sentence for seditious conspiracy and other charges by President Donald Trump for his role in the Jan. 6 riots, along with nearly 1,600 others. Several members of the Proud Boys in Florida were charged in the Jan. 6 riots. Volusia County Proud Boys leader Joe Biggs of Ormond Beach was not pardoned for seditious conspiracy but instead saw his 17-year prison sentence commuted. One group of Proud Boys that was singled out to spearhead the assault included Gilbert Fonticoba and Gabriel Augustin Garcia of Miami.

via yahoo: Proud Boys lose name’s trademark to members of Black Washington church. Florida leader reacts

Nelson teen who shouted Nazi slogan at police found with knife, nunchucks and screwdriver

When police stopped a vehicle being driven without its headlights on, they found more than they expected. Sol Allen was seated in the back, wearing gloves, and a red bandana, barking like a dog and yelling the Sieg Heil slogan. The German phrase and salute adopted by the Nazi Party translates to “Hail Victory” and is widely regarded as indicative of fascist sympathies. Despite the weapons found in Allen’s possession and concerns he was planning to commit a crime, there was no evidence that was his intention, the Nelson District Court heard today. Police also said there was no evidence the 18-year-old was connected with any gang. The court heard that on the night of January 8 Allen was a back-seat passenger in a car police stopped in Nelson. They subsequently searched him and found him in possession of a large knife, nunchucks he said were part of a Japanese tribute wall he had at home and a screwdriver in his jersey.

via nzherald: Nelson teen who shouted Nazi slogan at police found with knife, nunchucks and screwdriver