Rosen auf den Weg gestreut (Theobald Tiger) – #remember #tucholsky #geburtstag

Ihr müßt sie lieb und nett behandeln, erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln, getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –: Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen, sagt: „Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!“ Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft! Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Und schießen sie –: du lieber Himmel, schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel! Wer möchte nicht gern Opfer sein?
 Nennt sie: die süßen Schnuckerchen, gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …

Und verspürt ihr auch in eurem Bauch den Hitler Dolch, tief, bis zum Heft –:
 Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,  küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

wikisource: Rosen auf den Weg gestreut

Kurt Tucholsky: geboren 9. Januar 1890

Bundesregierung beruft Sven Lehmann zum Queer-Beauftragten

Grünen-Politiker Sven Lehmann wird der erste „Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“. Das hat das Bundeskabinett jetzt beschlossen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik gibt es einen „Queer-Beauftragten“ der Bundesregierung. Das neu geschaffene Amt übernimmt Sven Lehmann von Bündnis 90/Die Grünen, Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium. Der offizielle Titel Lehmanns lautet „Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“. Die Personalie beschloss das Bundeskabinett in seiner Sitzung am Mittwoch. Lehmann, der für die Grünen in Köln ein Direktmandat geholt hatte, war in der vergangenen Legislaturperiode queerpolitischer und sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag. Das neu geschaffene Amt zeige, „wie wichtig der Bundesregierung die Akzeptanz von Vielfalt ist“, erklärte Lehmann. „Jeder Mensch soll frei, sicher und gleichberechtigt leben können. (…) Im Tagesspiegel-Interview hatte Lehmann bereits erläutert, wie das Transsexuellengesetz durch ein Selbstbestimmungsrecht ersetzt werden soll. „Wir brauchen zudem eine breit angelegte Strategie zur Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – darunter explizit der Queerfeindlichkeit“, fügte Lehmann hinzu. Dazu werde er gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium einen nationalen Aktionsplan für die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg bringen. „Deutschland soll zum Vorreiter beim Kampf gegen Diskriminierung werden.”

via tagesspiegel: Bundesregierung beruft Sven Lehmann zum Queer-Beauftragten

siehe auch: Nach Berufung von Sven Lehmann – Queer-Beauftragter verursacht Schnappatmung bei AfD. Mit dem neuen Posten des Queer-Beauftragten will die Ampel zeigen, wie wichtig Gleichstellungspolitik ist. Lob kommt von der Ampel, Kritik von AfD und Union. Die Ernennung von Sven Lehmann (Grüne) zum ersten Beauftragten der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt löste unterschiedliche Reaktionen aus. Während Teile der Opposition den neuen Posten zum Teil scharf kritisierten, ist insbesondere die Personalie Lehmann in der Ampel-Koalition auf Zustimmung gestoßen. “Eine gute Wahl, viel Erfolg im neuen Amt!”, erklärte etwa Forschungsstaatssekretär Jens Brandenburg, der FDP-Sprecher für Queerpolitik in der vergangenen Legislaturperiode.

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blue white and red striped textile
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Friesoythe – Geschichte wie in einem Brennglas verdichtet

6 Abiturientinnen des Friesoyther Gymnasiums haben einen Lehr- und Lernpfad entwickelt, der Teile der Stadtgeschichte in 6 Stationen erläutert. Auch zur Umsetzung haben sie sich Gedanken gemacht. Das Albertus-Magnus-Gymnasium steht, auch wenn es heute kaum mehr erkennbar ist, auf einer für die Stadt Friesoythe historisch bedeutsamen Fläche. Die Oldenburgische Zeit Friesoythes lässt sich dort ebenso erkennen wie die Zeit des Nationalsozialismus und das Schicksal jüdischer Familien im Dritten Reich. Fünf Schülerinnen des Gymnasiums haben in ihrem letzten Schuljahr eine Projektarbeit erstellt, in der sie einen “historischen Lehr- und Lernpfad um das AMG” entwickeln.
Sechs Stationen haben Theresa Barlage, Lea Bergfeld, Susanne Block, Nadine Bruns und Emma Rolfsen dafür ausgearbeitet, alle sechs beschäftigen sich mit dem Zeitfenster zwischen 1889 und 1945. “Wir haben uns in einem Seminarfach bei Herrn Stelter mit der Region von der Küste bis Oldenburg befasst”, erzählt Susanne Block. “Daraus sind unterschiedliche Projekte entstanden, und wir haben uns eben mit unserem Areal befasst.” Den Anstoß dazu gab Schulleiter Peter Stelter, der als Geschichtslehrer bereits die Facharbeit von Lea Bergfeld zur früheren Amtsrichtervilla betreut hatte. “Ich fand es spannend, das Thema auszuweiten”, sagt er. “Uns wurde deutlich, wie viel Geschichte sich auf nur wenigen Quadratmetern abspielte.” Fast das gesamte 1. Halbjahr ihres 13. Schuljahres haben die Abiturientinnen an dem Projekt gesessen und dafür zahlreiche Materialien ausgewertet und Gespräche geführt

via om-online: Friesoythe – Geschichte wie in einem Brennglas verdichtet

Finne erhält Kostenvoranschlag für #Tesla-Reparatur: Dann sprengt er sein Model S

Finne sprengt seinen Tesla Model S wegen zu hoher Reparaturkosten. Nach nur 1.500 Kilometern in seinem gebrauchten Tesla Model S sollte der neue Besitzer des Stromers satte 20.000 Euro für die Reparatur berappen. Das machte den Finnen so wütend, dass er seinen Tesla kurzerhand in die Luft jagt. Tesla gehört zweifellos zu den führenden Marken, wenn es um E-Fahrzeuge geht. Auch als Gebrauchtwagen sind und bleiben die einstmals teuren Stromer immer noch kostspielig. So auch das schicke Model S aus dem Jahr 2013, dass sich der Finne Tuomas Katainen zugelegt hatte und damit nur etwa 1.500 Kilometer unterwegs war. “Als ich diesen Tesla gekauft habe, waren die ersten 1.500 Kilometer schön. Es war ein ausgezeichnetes Auto“, sagt Katainen. Dann häuften sich allerdings Fehler und Pannen so, dass eine Weiterfahrt schließlich unmöglich war und ein Abschleppwagen den Tesla abholen musste. Nach fast einem Monat Standzeit in der Werkstatt bekam Katainen schließlich einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass eine Reparatur unmöglich sei und es nur die Möglichkeit gäbe,  die gesamte Batterieeinheit zu tauschen. “Das würde mich mindestens 20.000 Euro kosten”, so der verärgerte Tesla-Besitzer. “Also habe ich ihnen gesagt, dass ich komme, um mein Auto abzuholen, um es in die Luft zu jagen“.

via efahrer: Finne erhält Kostenvoranschlag für Tesla-Reparatur: Dann sprengt er sein Model S

Aktivisten sprechen von „historischem Erfolg“ – Obdachlose besetzen Haus in Berlin – und dürfen dort vorerst wohnen

Die Besetzer der Habersaathstraße in Mitte haben das Haus wieder verlassen. Sie sollen künftig regulär dort wohnen können – solange der Eigentümer das duldet. Nach der Besetzung eines Hauses in Berlin-Mitte zeichnet sich für die Obdachlosen, die daran beteiligt waren, eine gütliche Lösung ab. Nach Angaben von Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) gebe es eine “Vereinbarung” mit dem Eigentümer, nach der die Obdachlosen vorübergehend in dem Haus wohnen können. Sie sollen nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) vom Bezirk dort eingewiesen werden. Die Aktivisten, die am Samstag zusammen mit Obdachlosen das Haus besetzt hatten, sprachen von einem “historischen Erfolg”. Durch die Einigung mit dem Bezirk sei ein Präzedenzfall geschaffen worden. “Der kriminelle, spekulative Leerstand in der Habersaathstraße wurde endlich beendet.” Von Dassel spricht dagegen von einer temporären Lösung, um eine Räumung des Hauses durch die Polizei zu verhindern. Voraussetzung sei gewesen, dass die Besetzer das Haus freiwillig wieder verlassen. Am Samstagmittag hatten rund 30 Aktivisten aus verschiedenen wohnungspolitischen Initiativen den Plattenbau in der Habersaathstraße gegenüber der BND-Zentrale besetzt. Vor dem Haus demonstrierten zugleich rund 150 Unterstützer. Die Polizei sperrte das Haus und zeitweise auch die Straße ab, ließ die Besetzer aber gewähren, weil der Eigentümer zunächst keinen Räumungstitel erwirkte.

via tagesspiegel: Aktivisten sprechen von „historischem Erfolg“ – Obdachlose besetzen Haus in Berlin – und dürfen dort vorerst wohnen

Katharina Fritsch im Vorstand der Allianz gegen Rechtsextremismus

Bestätigung für gesellschaftliches Engagement des 1. FC Nürnberg. Katharina Fritsch (42), Leiterin Unternehmenskommunikation und CSR-Engagement beim 1. FC Nürnberg, wurde in der hybriden Vollversammlung der Allianz Anfang Dezember zur stellvertretenden Vorsitzenden der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg gewählt. Die „Allianz“ fördert den Austausch und koordiniert Aktionen im Kampf gegen Rechtsextremismus, fanatischem Nationalismus und Rassismus. Seit 2012 ist der Club mit Katharina Fritsch Mitglied in der „Allianz“ und im 2015 gegründeten „Arbeitskreis Sport und Rechtsextremismus“.

via fcn: Katharina Fritsch im Vorstand der Allianz gegen Rechtsextremismus