#Maskenmuffel rastet aus und schlägt #Ordnungsamt-Mitarbeiter – #schauhin #covidioten #gewalttäter

Ein 27-Jähriger war am Sonntag in der Bochumer Innenstadt mit seinem 15-jährigen Begleiter ohne Maske unterwegs. Als ein Ordnungsamt-Mitarbeiter die beiden darauf angesprochen hatte, versuchten sie sich zunächst mit beleidigenden Worten der Personalienfeststellung zu entziehen. Dann schlug der Ältere den Beamten ins Gesicht. Anschließend soll er mit einem am Boden liegenden Metallteil wild um sich gehauen haben, teilte die Polizei mit.

via ntv: Maskenmuffel rastet aus und schlägt Ordnungsamt-Mitarbeiter

Neo-Nazis recruiting ‘naive’ QAnon cultists pushed off mainstream social media sites

Right-wing extremists are exploiting the fragmentation of Donald Trump’s political movement to draw the former president’s supporters even further into the white nationalist fringe. Right-wing extremists are exploiting the fragmentation of Donald Trump’s political movement to draw the former president’s supporters even further into the white nationalist fringe. As many Trump supporters flee mainstream social media sites for cracking down on hate speech, violent threats and disinformation, they’re drawn increasingly into “smaller and smaller rabbit holes” where white nationalists are further radicalizing the former president’s base — especially QAnon conspiracy theorists, reported the Financial Times. “They find them to be quite naive,” said Mike Rains, who runs the Adventures in HellwQrld podcast and tracks the conspiracy theory. Violent extremists saw the potential for Qanon adherents to serve as “cannon fodder” in their war to preserve white supremacy, according to experts, and neo-Nazis quickly infiltrated the “Parler Lifeboat” group set up by the Proud Boys after that social media platform was shut down — although not all of that site’s users were receptive to their message. “Wtf is all this talk about patriots and Jews?! Seriously?!” read one response to an anti-Semitic post. “Patriot here. WWll veterans daughter. Patriots SAVED THE JEWISH PEOPLE. AND NO ONE SHOULD FORGET THAT.”

via raw story: Neo-Nazis recruiting ‘naive’ QAnon cultists pushed off mainstream social media sites

A 2009 warning about right-wing extremism was engulfed by politics. There are signs it’s happening again. #terror

n April 2009, federal intelligence officials issued a prescient warning to police departments around the country. “Right-wing extremists will attempt to recruit and radicalize returning veterans in order to exploit their skills and knowledge derived from military training and combat,” experts in the Department of Homeland Security wrote. “These skills and knowledge have the potential to boost the capabilities of extremists — including lone wolves or small terrorist cells — to carry out violence.” It was one of DHS’ most explicit mentions of homegrown terrorists since 9/11, one with a direct connection to the military. But the call to action was effectively buried after powerful Republican politicians and their allies in the right-wing media launched broadsides against President Barack Obama’s administration and Democrats, alleging that they had disrespected the men and women in the U.S. military while attempting to surveil and silence conservatives. The blowback shifted the debate away from how to actually address the threat and into another partisan public spectacle. While the federal government, including the FBI, continued gathering intelligence, the episode turned the topic of right-wing extremism into political poison, according to former senior officials at the Department of Homeland Security, hobbling any serious public discussion about how to deal with this emerging threat. The officials said the agency disbanded the unit that wrote the report and failed to adequately focus on white supremacy and domestic terrorism for years afterwards. During Donald Trump’s tenure as president, his rhetoric and refusal to clearly denounce white supremacists and other hate groups only encouraged what the analysts had warned about 12 years ago, experts say. Then, in one of his final acts in office, Trump repeatedly lied that the election had been stolen from him, inciting thousands of supporters to march on the Capitol to prevent the results from being certified. Five people died in the ensuing riot, including a police officer.
It was an embarrassment for federal intelligence officials who failed to prevent violence that had been telegraphed online for months ahead of time. The aftermath has brought renewed national attention to the threat of right-wing extremism and crystallized the warnings in DHS’ 2009 intelligence report — including the explicit concerns about veterans.

via usatoday: A 2009 warning about right-wing extremism was engulfed by politics. There are signs it’s happening again.

#Hessen: #Neonazi-#Anführer kandidiert für #AfD in #Kassel – #schauhin #terror #lübcke #NSU

Der langjährige Neonazi-Anführer Christian Wenzel tritt bei der hessischen Kommunalwahl im Landkreis Kassel für die AfD an. Wenzel hatte Kontakte ins NSU-Umfeld. Die AfD stellt einen ehemaligen Neonazi-Anführer für die Kommunalwahl in Hessen auf. Christian Wenzel unterhielt in der Vergangenheit Kontakte zu Neonazis in Thüringen und zum rechtsradikalen Netzwerk „Blood and Honour“. Die AfD-Kandidatur von Christian Wenzel bei der Kommunalwahl in Hessen löst im Landtag Entsetzen aus. Die AfD im Landkreis Kassel hat einen langjährigen Kader der militanten Neonaziszene als Kandidaten für die Kreistagswahl am 14. März aufgestellt. Auf Platz 15 des Wahlvorschlags des AfD-Kreisverbands Kassel-Land steht Christian Wenzel aus dem nordhessischen Helsa. Der 1977 geborene Lokführer war um das Jahr 2000 Mitbegründer und Anführer der militanten „Kameradschaft Kassel“ und nahm an rechtsextremen Aufmärschen und Rechtsrock-Konzerten teil. Damals unterhielt Wenzel zudem intensive Kontakte zu Thüringer Neonazis und zum Netzwerk „Blood and Honour“, das zu den Unterstützern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gezählt wird und im Jahr 2000 verboten wurde.
Neonazi-Anführer tritt bei Kommunalwahl in Kassel für die AfD an Wegen seiner Vergangenheit in der gewaltbereiten Neonaziszene war Christian Wenzel im Juni 2017 sogar als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtages zur NSU-Mordserie vernommen worden. Dort hatte Wenzel von seiner Zeit in der rechten Szene seit Ende der 1990er Jahre berichtet und eingeräumt, dass er „Supporter“ von Blood and Honour gewesen sei, also eine Art Anwärter auf eine Mitgliedschaft. „Einmal im Monat mindestens“ habe er sich mit Neonazis aus dem thüringischen Rudolstadt getroffen, sagte Wenzel. Rudolstadt war zu der Zeit eine der Hochburgen des „Thüringer Heimatschutzes“, aus dem später der NSU hervorging. (…) Eine besonders brisante Tatsache spielte bei Wenzels Befragung 2017 noch keine größere Rolle, nämlich die, dass er aus seiner Zeit als Anführer der „Kameradschaft Kassel“ auch gut mit Stephan Ernst bekannt ist, dem mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU). Die Bekanntschaft zwischen Wenzel und Ernst, der seit Juni 2019 in Haft ist, scheint dabei über die Jahre gehalten zu haben: Ernst hat selbst angegeben, er habe in seiner Zeit in der Untersuchungshaft einen Brief von Wenzel erhalten.

via fr: Hessen: Neonazi-Anführer kandidiert für AfD in Kassel

siehe auch: AfD wirft Neonazi aus Partei, der auf ihrer Wahlliste kandidiert. Auf der Liste der AfD für die Kommunalwahl im Kreis Kassel kandidiert ein bekannter Neonazi. Die Partei annulliert nun seine Mitgliedschaft. Von den rechtsextremen Aktivitäten habe man nichts gewusst. Christian Wenzel genießt eine gewisse Prominenz in der nordhessischen Neonazi-Szene: Er engagierte sich bis zum Verbot im Jahr 2000 beim rechtsextremen Netzwerk “Blood & Honour”, gründete die rechtsextreme “Kameradschaft Kassel” und pflegte Kontakte zur thüringischen Neonazi-Szene. Das alles ist im Bericht der Linken-Fraktion zum NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag nachzulesen, vor dem Wenzel als Zeuge aussagte. Dort bestätigte er auch, dass er nach wie vor einer rechten Ideologie anhänge. (…) Nun will Wenzel offenbar in die Kommunalpolitik einsteigen. Für die AfD kandidierte er auf Listenplatz 15 im Kreis Kassel, wie die Partei dem hr am Montag bestätigte. Zuerst hatte die Antifa in Kassel darüber berichtet. Die Partei ist nun in Aufruhr. Von den hinlänglich dokumentierten rechten Umtrieben Wenzels will die AfD bislang nichts gewusst haben. Davon habe man erst am Montagmittag erfahren, schreibt Landessprecher Klaus Herrmann in einer Mitteilung. Da “Blood & Honour” auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD stehe und Wenzel sein Engagement dort verschwiegen habe, annulliere die AfD nun dessen Mitgliedschaft.
“Wenzels Aktivitäten können niemandem verborgen geblieben sein”, sagt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion im Landtag und Obmann im Untersuchungsausschuss zum Mord an Walter Lübcke. Wenzel sei “nicht nur Mitläufer, sondern einschlägig vorbestrafter Anführer der ‘Kameradschaft Kassel’ gewesen”. Zudem habe er Stephan Ernst “im Gefängnis seine Unterstützung zugesichert”. Das Muster bei der AfD sei immer gleich: “Wenn etwas bekannt wird, das ihr bürgerliches Image beeinträchtigt, macht sie einen Rückzieher”, sagt Schaus. Dass Wenzel zuletzt nicht mehr durch rechte Aktivitäten aufgefallen sei, bedeute nicht, dass er aus der rechten Szene ausgestiegen sei, sagt Rechtsextremismus-Experte Tornau. Vielmehr sieht Tornau darin eine Parallele zu Stephan Ernst: Auch dieser habe sich in den vergangenen Jahren aus der aktiven rechten Szene zurückgezogen, aber nie von der rechten Ideologie distanziert. “Auch Ernst hat die Nähe zur AfD gesucht, war auf Stammtischen, hat Wahlkampf gemacht”, sagt Tornau. Der mutmaßliche Mord an Lübcke zeige, dass ein Rückzug kein Ausstieg sei. “Die Abgrenzung der AfD zu ihrem gerade frisch aufgestellten Mitglied Christian Wenzel gleicht einem Witz”, findet die Antifa in Kassel, die auf Wenzels Kandidatur aufmerksam gemacht hatte: “Welcher Geist muss in einer Partei herrschen, die mit Ernst einen Neonazi-Terroristen in den Wahlkampf und interne Veranstaltungen einbindet und seinen Freund und langjährigen Unterstützer Wenzel als Kandidaten zur Kommunalwahl aufstellt?” Die AfD sei bundesweit und kommunal “das Sammelbecken der Faschisten dieser Gesellschaft, das ändert auch keine Annulierung der Mitgliedschaft”.; Pressemitteilung: AfD Kreis Kassel stellt militanten Neonazi zur Wahl auf. Die lokale Kasseler Antifa Gruppe informiert, dass die „Alternative für Deutschland“ Kreis Kassel zur Kommunalwahl im März 2021 den langjährigen Kameradschafts-Neonazi Christian Wenzel, Weggefährte von Stephan Ernst, aufstellt. Christian Willi Wenzel, geboren 1977 in Hann Münden, bewegt sich seit Jahrzehnten in der Kasseler Neonaziszene. Er ist wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Diebstahl vorbestraft. Seit Ende der 1990er-Jahre war er im militanten Rechtsrock-Netzwerk „Blood & Honour“ aktiv und besuchte regelmäßig Neonazi-Konzerte, Demonstrationen sowie Veranstaltungen. Anfang der 2000er Jahre trat er als Anführer der „Kameradschaft Kassel“ auf. Mit Neonazis der „Kameradschaft Kassel“ suchte Wenzel bei einer NPD-Kundgebung im Jahr 2002 vor dem Ladengeschäft des Neonazi-Unternehmers Werner Kahl die Auseinandersetzung mit Gegendemonstrant*innen. Teil der gewalttätigen Gruppe war auch Stephan Ernst. Mit Ernst hat Wenzel bis heute nicht gebrochen: Nach dessen Inhaftierung 2019 schrieb er einen Brief an Ernst, in dem er ihm seine Unterstützung zusicherte.

#Corona: #Weimarer #Urteil geht zum OLG – #kontaktverbot

Die aufsehenerregende Entscheidung wird nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Rechtswissenschaft debattiert. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat gegen das letzte Woche bekannt gewordene Coronaurteil des Amtsgerichts Weimar Revision eingelegt (vgl. Corona: Lockdown vs. Grundgesetz), in dem der Amtsrichter unter anderem auf Ausführungen des Regensburger Psychologieprofessors Christof Kuhbandner verweist, die in Telepolis erschienen (vgl. Warum die Wirksamkeit des Lockdowns wissenschaftlich nicht bewiesen ist). Staatsanwaltschaftssprecher Hannes Grünseisen begründet die Revision mit der “Fortbildung des Rechts” und der “Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung”. Ein anderes Vorgehen wäre bei so einer Entscheidung zu relativ neuen Rechtsfragen sehr verwunderlich gewesen. Kontaktverbot formell, aber nicht materiell rechtswidrig? Nun geht das Urteil – wie alle angefochtenen Entscheidungen in Bußgeldsachen – nicht zum Landgericht, sondern gleich zum Oberlandesgericht (OLG). Dieses Oberlandesgericht überprüft dann nicht mehr den unstreitigen Tathergang, sondern nur noch die vom Amtsgericht festgestellte formelle und materielle Rechtswidrigkeit der Kontaktverbote.
Dass das OLG die formelle Rechtswidrigkeit (und damit auch die Rechtswidrigkeit des verhängten Geburtsagsfeierbußgeldes) bejahen wird, ist dem Regensburger Juraprofessor Henning-Ernst Müller nach nicht unwahrscheinlich. Auch seiner Ansicht nach hätte die deutsche Staatsführung zwischen der Abriegelung Wuhans am 23. Januar 2020 (vgl. Coronavirus: Huanggang und Wuhan unter Quarantäne) und dem Erlass der Thüringer Sars-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung (ThürSARS-CoV-2-EindmaßnV0) am 26. März 2020 genug Zeit gehabt, den Paragrafen 28 des Infektionsschutzgesetzes zu einer Rechtsgrundlage dafür auszubauen. Hinsichtlich der vom Weimarer Amtsgericht ebenfalls festgestellten materiellen Rechtswidrigkeit ist Müller skeptischer: Hier gesteht er dem Amtsgericht zwar zu, zur von ihm festgestellten Unverhältnismäßigkeit des Kontaktverbots “durchaus zutreffend einige Dinge angeführt [zu haben], die bei einer Abwägung zu berücksichtigen sind und möglicherweise vom Verordnungsgeber unzureichend berücksichtigt wurden/werden” – aber das Diktum, es könne “kein Zweifel daran bestehen, dass allein die Zahl der Todesfälle, die auf die Maßnahmen der Lockdown-Politik zurückzuführen sind, die Zahl der durch den Lockdown verhinderten Todesfälle um ein Vielfaches übersteigt”, zählt Müller nicht dazu. Darüber hinaus stellt der Regensburger Strafrechtsexperte die Einstufung des Kontaktverbots als Verstoß gegen die in Artikel 1 des Grundgesetzes geschützte Menschenwürde “zur Diskussion”.

via tp: Corona: Weimarer Urteil geht zum OLG

zum Hintergrund siehe auch: Weimarer Richter klagte selbst gegen Corona-Auflagen. Das Urteil eines Amtsrichters aus Weimar sorgte für Aufregung: Der Jurist erklärte das Kontaktverbot vom letzten Sommer für nichtig. Nun werden einschlägige Privatklagen des Richters gegen die Corona-Verordnung bekannt. Nachdem das Amtsgericht Weimar die im Frühjahr verhängten Kontaktbeschränkungen für verfassungswidrig erklärt hat, gibt es Berichte über eigene Klagen gegen Corona-Auflagen durch den zuständigen Richter. Nach übereinstimmenden Berichten von „Bild“-Zeitung und „Focus“ hat der Mann im vergangenen Sommer mehrfach privat versucht, juristisch gegen die Thüringer Corona-Verordnung vorzugehen.
Demnach klagte er zweimal im Eilverfahren vor dem Thüringer Oberverwaltungsgericht (OVG) gegen den Freistaat. In einem OVG-Beschluss vom 28. August ist laut „Bild“ nachzulesen, dass der Mann per einstweiliger Anordnung versuchte, die Infektionsschutzregeln zu Kontaktverbot, Maskenpflicht und Mindestabstand außer Kraft zu setzen. Das Gericht habe damals allerdings befunden, dass sich der Antragsteller eine „Erkenntnisgewissheit zumaße, die ersichtlich so nicht bestehe.“ Die Anträge seien deshalb abgelehnt worden. Seine Argumentation von damals weise große Ähnlichkeit zu seinem umstrittenen Urteil auf, das in der vergangenen Woche bekannt gemacht wurde.

#Corona-Krise: Kritik an später “#Querdenker”-Demo – #covidioten #staatsversagen

Statt genehmigter 200 Personen kommen 300 zur spätabendlichen Kundgebung vor dem Verwaltungsgerichtshof. Das empört viele Münchner, ruft bei der Stadt aber nur ein Achselzucken hervor. Der sonntägliche Aufzug von etwa 300 Anhängern der “Querdenker”-Szene vor dem Verwaltungsgerichtshof hat viele Münchner empört, bei der Stadt aber nur ein Achselzucken hervorgerufen. Weder das Rathaus noch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) als zuständige Genehmigungsbehörde wollten das Geschehen am Montag kommentieren. Die “Querdenker” hatten am Sonntagabend bis kurz nach 22 Uhr in der Ludwigstraße gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Die Bayerische Verordnung zum Infektionsschutz schreibt eigentlich eine Ausgangssperre von 21 Uhr an vor. Gleichwohl hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Sonntag in einer Eilentscheidung einer Anfechtungsklage der Veranstalter in Teilen stattgegeben.
Das KVR hatte in seinem Bescheid vom Donnerstag die Anzahl der Teilnehmer auf 200 beschränkt, einen Demonstrationszug um den Altstadtring untersagt und eine Auflösung der Versammlung für 20 Uhr verfügt. Das Bayerische Verwaltungsgericht hatte diese Entscheidung am Freitag bestätigt. Der Verwaltungsgerichtshof erlaubte die Demonstration vor seinen Toren bis 22.15 Uhr, hielt aber an der Beschränkung auf 200 Teilnehmer fest. Dennoch beteiligten sich am Sonntagabend laut Angaben der Polizei etwa 300 Personen an der Versammlung. 500 Polizistinnen und Polizisten überwachten die Einhaltung der Maskenpflicht und der Mindestabstände. Eine Gegendemonstration mit etwa drei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmern löste sich selbständig vor Eintreten der Sperrstunde auf. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern, Jürgen Ascherl, kritisierte das Urteil: “Aus unserer Sicht kann man die Versammlungsfreiheit sehr wohl bis 20.30 Uhr ausüben, um dann bis 21 Uhr, wie alle anderen auch, zu Hause zu sein”, sagte er der Bild-Zeitung. So einfach wollte es sich das Gericht in seiner Eilentscheidung allerdings nicht machen. Die Verordnung zum Infektionsschutz erlaubt Ausnahmen von der Ausgangssperre für den Fall, dass “gewichtige und unabweisbare Gründe” vorliegen”. In Anbetracht der Bedeutung, die das Grundgesetz der Versammlungsfreiheit gibt, müsste geprüft werden, ob bei einer Demonstration nicht ein solcher triftiger Grund vorliegt, erklärte Jörg Singer, der Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs.

via sz : Corona-Krise:Kritik an später “Querdenker”-Demo

FFP and Surgical Face masks used during Coronavirus pandemic COVID-19.jpg
Von <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”https://www.nursetogether.com/”>https://www.nursetogether.com/</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC-BY 4.0, Link

Hohe Corona-Zahlen in AfD-Hochburgen sind für Wanderwitz kein Zufall

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung kritisiert AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker – viele würden mit ihrem Verhalten bei der Ausbreitung des Virus helfen. In manchen Regionen sieht er eine Realitätsverweigerung wie bei Trump-Wählern 2016. Die hohen Corona-Zahlen in den Hochburgen der Alternative für Deutschland (AfD) sind nach Ansicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), kein Zufall. Eine mal laute, mal leise Rebellion gegen die Infektionsschutzpolitik behindere unterm Strich die Virusabwehr, sagte Wanderwitz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In einer Pandemie spielten natürlich viele Faktoren eine Rolle, sagte Wanderwitz. Dazu zähle nicht zuletzt die Haltung der Menschen in einer Region zu Abstandsregeln und Maskenpflicht. „Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus.

via welt: Hohe Corona-Zahlen in AfD-Hochburgen sind für Wanderwitz kein Zufall

siehe auch: Viel Corona, viel AfD: Alles Zufall? Der Süden der früheren DDR fällt gerade bundesweit auf. Hier gibt es viele Landkreise mit überdurchschnittlicher Corona-Inzidenz – und überdurchschnittlichen AfD-Anteilen. Forscher warnen vor voreiligen Schlüssen, sehen aber eine „Korrelation“ – die sie jetzt untersuchen wollen. Ihre letzte Reise führt Verstorbene aus dem Raum Dresden neuerdings mitunter weit nach Westen. Zum Beispiel ins niedersächsische Diepholz. Dort hilft man dem derzeit überlasteten Krematorium Dresden-Tolkewitz bei der Einäscherung von Corona-Opfern. Die Toten, acht pro Fahrzeug, sind 470 Kilometer unterwegs, in unauffälligen Sprintern. (…) Im thüringischen Teil des Eichsfelds etwa ist die Corona-Inzidenz dreimal so hoch wie auf der Westseite. Warum ist das so, nach mehr als 30 Jahren Einheit? Tschechien ist fern, man befindet sich mitten in Deutschland. Viele Ältere wohnen hüben wie drüben, auch die Natur ist dieselbe beiderseits der unsichtbar gewordenen Grenze.
„Korrelationen sind keine Kausalität“ Spielt also doch noch ein politischer Faktor hinein? Legt man mal versuchsweise die 20 Kreise mit der derzeit höchsten Virenbelastung in Deutschland unter die Lupe, kommt man ins Grübeln. Die Top-20-Kreise lagen am 24. Januar 2021 nicht nur leicht vorn, sondern hatten allesamt eine Inzidenz, die mehr als Doppelte des Bundesdurchschnitts (111,1 pro 100.000) betrug. 17 dieser 20 Kreise gehörten zugleich bei der letzten bundesweiten Wahl, der Europawahl 2019, zu den Hochburgen der AfD, die damals bundesweit nur auf 11,0 Prozent kam.
Bautzen (AfD-Wert 2019: 32,1 Prozent) ist jetzt der stärkste Corona-Hotspot in Sachsen. Der Burgenlandkreis, damals mit 25,6 Prozent stärkste AfD-Hochburg in Sachsen-Anhalt, ist heute Spitzenreiter bei der Corona-Inzidenz, im Land und neuerdings sogar bundesweit. Hildburghausen (AfD-Wert 2019: 24,2 Prozent) in Thüringen, wochenlang auf Platz eins der bundesweiten Corona-Tabelle, fiel schon vor Weihnachten auf. Während die Inzidenzen dort zeitweilig über 500 schossen, zogen Corona-Leugner nachts lärmend und mit geballten Fäusten durch die Straßen. Der Landrat steht seither unter Polizeischutz, es gab anonyme Morddrohungen. (…) Möglicherweise ergibt sich, dass hohe Corona-Inzidenzen und hohe AfD-Werte aus parallelen Problemlagen entspringen oder auch aus parallel laufenden Stimmungen und Strömungen. Auffällig sind jedenfalls einige wahrhaft verblüffende Phänomene. So sieht man sowohl hohe Corona-Inzidenzen als auch hohe AfD-Anteile mehr ringförmig rund um ostdeutsche Städte als in den Städten selbst. Amerikanische Forscher beschreiben bereits seit Jahren einen “halo effect”: eine Ringbildung des Rechtspopulismus rund um Metropolen. In diesem Milieu stellen Soziologen weltweit wachsende Unzufriedenheit fest – und eine nachlassende Akzeptanz für Regeln und Vorgaben aller Art.

Mercedes-Benz W210 Rappold Leichenwagen hl.jpg
By <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Timo_Beil” title=”User:Timo Beil”>Norbert Schnitzler</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY-SA 3.0, Link