Mittels Kameras auf Öffi-Bussen wurden tausende Verstöße angezeigt – in über 800 Fällen handelte es sich aber gar nicht um Falschparker. Weil Busse der Metropolitan Transportation Authority (MTA) in New York immer wieder von falsch geparkten Autos ausgebremst werden, setzt der städtische Öffibetreiber auf Hightech-Maßnahmen. Um den Verkehrssünder konsequent beizukommen und dabei den eigenen Aufwand zu minimieren, nutzt man kameragestützte KI-Systeme ausgestattet. Diese sind seit einiger Zeit auf zwei neuen Strecken unterwegs. Doch die autonomen Parksheriffs vor den Windschutzscheiben haben ihre Aufgabe offenbar etwas zu ernst genommen. Wie NBC berichtet wurden tausende Strafen ausgesprochen, die noch gar nicht hätten ausgesprochen werden sollen. Und hunderte davon außerdem zu Unrecht. Genauer gesagt waren es rund 3.800 Strafzahlungen, die von den Verkehrsbehörden auf Meldung der MTA eingefordert wurde. Mindestens 870 davon stellten sich als unbegründet heraus, da die angezeigten Fahrzeuge ordnungsgemäß abgestellt waren. Das war auch auf den Fotos der automatisch erzeugten Bescheide zu sehen. Einige Betroffene erhielten auch gleich mehrere Zahlungsaufforderungen für den gleichen Vorfall. Doch auch die tatsächlichen Verstöße hätten noch nicht zu Strafverfügungen führen dürfen. Denn die KI-Parkwächter befinden sich offiziell noch in der Testphase in der noch keine Strafzettel zugestellt, sondern lediglich Warnungen ausgesprochen werden sollen. Diese Vorgangsweise sollte unter anderem dazu dienen, etwaige technische Probleme zu identifizieren, ehe man das System dazu nutzt, um tatsächlich Bußgelder einheben zu lassen.
via standard: KI-Parksheriff in New York verschickte grundlos hunderte Strafzettel




