Die AfD Karlsruhe sorgt mit einer Wahlkampf-Aktion für Diskussionen. Offenbar waren “Abschiebetickets” bei Menschen mit Migrationsgeschichte in den Briefkasten geworfen worden. Eine Wahlkampf-Aktion der AfD Karlsruhe sorgt seit dem Wochenende für Wirbel. In Karlsruhe sollen Menschen mit Migrationshintergrund Flugtickets mit der Aufschrift “Abschiebetickets” im Briefkasten gefunden haben. Diese Flyer sind auf der Internetseite der AfD Karlsruhe zu finden und waren offenbar auf dem Bundesparteitag in Riesa in Sachsen am Wochenende bei regionalen Parteimitgliedern aufgetaucht. Die Kriminalpolizei teilte dem SWR mit, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe. Die in Karlsruhe aufgetauchten Flyer sind mit einem QR-Code versehen, der auf die Internetseite der AfD Karlsruhe verlinkt ist. (…) Der Karlsruher AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard hat die Verteilaktion bestätigt. Es seien 20.000-30.000 Flyer gedruckt worden. Demnach würden sie an Wahlkampfständen verteilt und in Briefkästen geworfen.
siehe auch: Sollen in “ausnahmslos alle Briefkästen” AfD schockiert mit “Abschiebeticket”. Die AfD will in Baden-Württemberg “Abschiebetickets” im Stil echter Flugtickets in Briefkästen verteilen. Die Partei kopiert damit eine Aktion der NPD. Beim Parteitag der AfD an diesem Wochenende sorgte nicht nur AfD-Chefin Alice Weidel auf der Bühne für einen Dammbruch. In den Reihen der Delegierten kursierte ein neues Werbemittel, das eine noch deutlichere Sprache spricht: Mit ihm nämlich kopiert die AfD eine Wahlkampagne der Neonazi-Partei NPD – und zwar fast identisch. Die Polizei hat bereits Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen.
In einer saarländischen Gemeinde explodierten 2024 die Mitgliederzahlen der Jungen Union: angeblich 150 Neumitglieder, darunter 32 unter ein- und derselben Adresse. Nachforschungen ergeben: Es ist wohl ein Fall von Mitglieder-Manipulation. Wie konnte das passieren und wer steckt dahinter? Am 19. Oktober 2024 sollte der Kreisverband Saarlouis der Jungen Union (JU) eigentlich einen neuen Vorstand wählen. Doch der Delegiertentag wurde abgesagt, nachdem beim CDU-Nachwuchs im Saarland ein brisanter Hinweis einging. In der JU-Zentrale in Berlin waren bei Routine-Prüfungen krasse Auffälligkeiten in der Mitgliederdatei des Kreisverbandes Saarlouis entdeckt worden. Auch der Kreisvorstand selbst, so wird berichtet, stieß bei der Berechnung der Delegiertenzahlen im Vorfeld der Versammlung auf unglaubliche Zahlen, die nur einen Schluss zuließen: dass die Mitgliederdatei manipuliert wurde. „Auffällig war, dass es im Gemeindeverband Schmelz ein ungewöhnlich hohes Mitgliederwachstum von 150 Mitgliedern gegeben hatte“, bestätigte JU-Landeschef Fabian Laßotta auf SZ-Anfrage. Zum Vergleich: Der gesamte JU-Kreisverband Saarlouis hat um die 500 Mitglieder, Schmelz schätzungsweise weniger als ein Zehntel dessen. Zudem soll es sich bei den Neumitgliedern teilweise um Fantasie-Namen mit Fantasie-Adressen wie „In der Kabeltrommel“ gehandelt haben. Besonders kurios: Für 32 Neumitglieder wurde laut JU die identische Adresse in der Mitgliederdatei eingetragen. (…) Nach Angaben von JU-Landeschef Laßotta wurden rund 95 Prozent der vermeintlichen Neumitglieder wieder gestrichen. Was die ganze Sache noch kurioser macht: Ausgefüllte Mitgliedsanträge soll es nicht gegeben haben
Ben Makuch Availability of manuals and instructions on less moderated apps and forums is making extremist content accessible. A spate of recent vigilante and extremist attacks in the US have highlighted how the booming availability of internet resources is a growing national security concern. Experts and world governments have been sounding the alarm on digital radicalization as accessibility to materials such as assassination manuals, files for 3D printed guns, or something as simple as ChatGPT grows. During the early days of the war on terror, obtaining literature and guidance on lone actor terrorist attacks from an organization like al-Qaida could require more obscure dark web access or specific tradecraft from harder to reach parts of the internet. But in 2025, on apps such as Telegram or Discord, which are downloadable and have limited barriers for entry, extremists and militant organizations of all political ideologies are regularly sharing PDFs or archives of military and insurgency skills primed for do-it-yourself terrorism. (…) Notably, while IS said it did not direct the terrorist attack in New Orleans, it did claim that their online propaganda and content had inspired the attacker. And these instructional terror guides are highly specific: everything from picking the target, to tailoring the best type of attack to that target, to the weapons and operational security to carry it out, are inside many of these digital resources. It’s not only IS and other jihadist terror groups spreading these kinds of manuals. At its inception, neo-Nazi terror group the Base hosted an entire digital trove of documents on guerrilla warfare, US Marine training, interrogation tactics, counter-surveillance techniques, bomb making and chemical weapons creation. More recently, Terrorgram, a proscribed white supremacist terrorist entity, seeded assassination lists across multiple platforms and frequently released guides outlining how to attack critical infrastructure, carry out mass shootings, bomb cell towers, derail trains and carry out broader hate crimes. “Damaging railroads, the veins of the beast system, is no casual affair and is time/labor intensive,” said one of the Terrorgram guides obtained by the Guardian. “It would likely require a decent chunk of explosives.” Cody Zoschak, a senior analyst at the Institute for Strategic Dialogue, said he finds instructional manuals created by terrorist groups themselves the mos
Edgar Maddison Welch, 36, of Salisbury, N.C., who was sentenced to four years in prison for the 2016 shooting at a Washington restaurant, was fatally shot after he pointed a gun at an officer during a traffic stop, the police said. A man in North Carolina who fired a rifle inside a Washington restaurant in 2016 because he wrongly believed an internet conspiracy known as Pizzagate was fatally shot by the police in North Carolina over the weekend when he pulled out a gun during a traffic stop, the authorities said. The man, Edgar Maddison Welch, 36, of Salisbury, N.C., was a passenger in a car on Saturday night when an officer with the Kannapolis Police Department recognized him from a prior arrest and believed there was an outstanding warrant over a felony probation violation, Chief Terry L. Spry of the Kannapolis Police Department said in a statement on Thursday. When the officer confirmed his suspicion and went to arrest him, Mr. Welch pulled out a handgun and pointed it at the officer, the police said. The police officer and a second officer ordered Mr. Welch to put his gun down. When he did not comply, they shot at him, the department said. Mr. Welch died on Monday at a hospital in Charlotte as a result of his injuries. (…) The shooting at Comet Ping Pong, a pizza parlor in Washington came amid a frenzy of false online rumors and accusations during the 2016 presidential campaign that the restaurant was holding children as sex slaves as part of a child-abuse ring led by Hillary Clinton. The conspiracy theory was started after people misinterpreted emails from the account of John Podesta, the chairman of Mrs. Clinton’s campaign, that were released by WikiLeaks. On Dec. 4, 2016, Mr. Welch, who went by Maddison, drove six hours from Salisbury to Comet Ping Pong in Northwest Washington to investigate the claims. He brought several guns with him and, shortly after he arrived at the restaurant, fired an assault-like AR-15 rifle inside the restaurant. No one was harmed in the shooting and Mr. Welch surrendered to the police. He later pleaded guilty in federal court to gun charges and received a four-year prison term.
Die Ankündigung der Facebook-Mutter Meta, Faktenchecks in den USA zu beenden und die Regeln zu Beleidigungen und Hassrede zu lockern, sorgt auch firmenintern für breite Kritik. US-Medien zitieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von „totalem Chaos“ berichten. Unterdessen ist in internen Dokumenten zu lesen, wie herabwürdigend Äußerungen auf Facebook künftig sein dürfen – Grenzen gibt es auf den ersten Blick praktisch keine. Neue internationale Kritik an Metas Vorgehen gab es auch am Freitag. Am Montag kündigte Meta-Chef Mark Zuckerberg an, zu den „Wurzeln beim Thema Redefreiheit“ zurückkehren zu wollen. Konkret schaffe man „eine Reihe von Beschränkungen zu Themen wie Migration, Genderidentität und Geschlecht ab, die häufig Gegenstand politischer Diskussionen und Debatten sind“, hieß es in einem Blogeintrag des Konzerns (…) Intern ist dieser Kurswechsel mehr als umstritten, wie ein Bericht des Portals 404 Media zeigt, vor allem bei Angestellten aus betroffenen Gruppen. Denn erlaubt ist nun etwa, LGBTQ-Personen nachzusagen, dass sie eine „psychische Krankheit“ hätten – obwohl sich die Forschung seit Jahrzehnten einig ist, dass das nicht der Fall ist und etwa Homosexualität 1990 aus der ICD, der Internationalen Klassifikation von Krankheiten, gestrichen wurde (…) Doch an die Öffentlichkeit geratene interne Dokumente zeigen, dass mit den neuen Regeln ganz offensichtlich Beleidigungen und Hassrede deutlich erleichtert werden. Wie die Investigativplattform The Intercept berichtet, werden in diesem Trainingsmaterial konkrete Kommentare gezeigt, die künftig auf Facebook erlaubt sind. Dabei werden teils absurd anmutende rote Linien gezogen. Aussagen, die bestimmte Bevölkerungsgruppen als „schmierige, dreckige Scheißkerle“ oder „Freaks“ bezeichnen, sind den Dokumenten zufolge explizit erlaubt. Auch einige homophobe und transphobe Ausdrücke bzw. herabwürdigende Bezeichnungen für Bevölkerungsgruppen sind für Meta künftig in Ordnung. Absurd anmutende Unterscheidungen Bei Pauschalisierungen gibt es teils widersprüchlich wirkende Regeln, laut The Intercept werden dabei vor allem Angriffe auf Migranten und Flüchtlinge noch am ehesten zugelassen, während etwa die Verunglimpfung von Männern, die einer bestimmten Religion angehören, als „nutzlos“ unzulässig sei. Transphobe Äußerungen, die sich auf das Bild einer Minderjährigen beziehen, sind laut Meta nicht erlaubt, Aufrufe, Transpersonen „aus meiner Schule zu schaffen“, schon.
siehe auch: LEAKED META RULES: USERS ARE FREE TO POST “MEXICAN IMMIGRANTS ARE TRASH!” OR “TRANS PEOPLE ARE IMMORAL” Under Meta’s relaxed hate speech rules, users can now post “I’m a proud racist” or “Black people are more violent than whites.” META IS NOW granting its users new freedom to post a wide array of derogatory remarks about races, nationalities, ethnic groups, sexual orientations, and gender identities, training materials obtained by The Intercept reveal. Examples of newly permissible speech on Facebook and Instagram highlighted in the training materials include: “Immigrants are grubby, filthy pieces of shit.” “Gays are freaks.” “Look at that tranny (beneath photo of 17 year old girl).” The changes are part of a broader policy shift that includes the suspension of the company’s fact-checking program. The goal, Meta said Tuesday, is to “allow more speech by lifting restrictions.” (…) While general comparisons to animals are still against the rules, many other kinds of broad, hateful stereotyping is now allowed. “ALL behavioral statements (qualified and non-qualified)” are also now no longer against Meta’s rules, the document reads, allowing sweeping generalizations connecting entire races or ethnic groups to criminality or terrorism. The document offers as examples of acceptable racial generalizations: “These damn immigrants can’t be trusted, they’re all criminals,” “I bet Jorge’s the one who stole my backpack after track practice today. Immigrants are all thieves,” and “Japanese are all Yakuza.” It notes, however, that the statement “Black people are all drug dealers” remains prohibited under the new rules. Other sections of the materials provide examples of forbidden “insults about sexual immorality,” such as “Jewish women are slutty.” But the document also provides ample examples of newly permissible insults aimed at specific gender identities or sexual orientations, including “Gay people are sinners” and “Trans people are immoral.” A post stating “Lesbians are so stupid” would remain prohibited as a “mental insult,” though “Trans people are mentally ill” is marked as allowed.
Meta will Inhalte auf seinen Plattformen künftig weniger kontrollieren – Brasiliens Regierung will bis Montag wissen, wie das zu ihren Gesetzen passt. Kurz nachdem Meta-Chef Mark Zuckerberg das Ende der Inhalts-Moderation auf seinen Plattformen angekündigt hat, reagiert Brasilien mit einem 72-Stunden-Ultimatum: Bis Montag solle der US-Konzern mitteilen, wie der deutlich lockerere Kurs bei der Kontrolle von Inhalten mit den brasilianischen Gesetzen zu vereinbaren ist. Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte kürzlich mitgeteilt, dass er eine Zeitenwende auf den Plattformen Facebook, Instagram und Threads einleiten will. Kontroverse und insbesondere politische Themen sollen demnach künftig von automatischen Filtern und Moderatoren weniger eingeschränkt werden. Zudem werde Meta die Zusammenarbeit mit sogenannten Faktencheckern zunächst in den USA einstellen, kündigte Zuckerberg am Dienstag auf Instagram an. Stattdessen werde Meta für seine Plattformen eine Form der Community Notes nach dem Vorbild von X (ehemals Twitter) einführen. Die brasilianische Justiz reagierte schnell darauf: Wie Generalstaatsanwalt Jorge Messias am Freitag mitteilte, habe seine Behörde eine außergerichtliche Anfrage an Meta eingereicht. Meta soll demnach darlegen, wie der Konzern Kinder und Jugendliche, Frauen sowie kleine Unternehmen, die die Plattform als Geschäftsmodell nutzen, künftig schützen will. Metas Kurs “sehr besorgniserregend” Dass eines der wichtigsten sozialen Netzwerke ankündigt, Inhalte nicht mehr zu kontrollieren, bezeichnete Messias als “sehr besorgniserregend”. Dies habe große Auswirkungen auf die brasilianische Gesellschaft. Besonders im Hinblick auf unangemessene Inhalte, Informationen im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten, ethnischen Konflikten und Hassrede sei die Regierung sehr besorgt darüber, dass Kontrollen gegen die Verbreitung von Fake News nicht mehr bestehen. Brasilien habe strenge Gesetze zum Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen und werde es nicht zulassen, dass Metas Netzwerke sich in einen Ort für “digitales Gemetzel oder Barbarei verwandeln“, betonte Messias.