“Die haben etwas gegen Muslime” – Rangelei auf AfD-Parteitag: Gründung neuer rechter Partei

Nach einem Handgemenge auf einem AfD-Parteitag tritt Ferhat Sentürk aus der Partei aus und gründet eine neue rechtskonservative Partei in Aachen. (…) Auf der Sitzung des AfD-Kreisverbandes in einem Hotel am Europaplatz wurden am Sonntag sowohl Delegierte für kommende Parteitage als auch die Direktkandidaten für die Aachener Wahlbezirke zur vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 gewählt. Auf dieser Sitzung war auch Sentürk anwesend – aber lediglich als Gast, wie ein Sprecher des AfD-Kreisverbandes auf Nachfrage von t-online mitteilt. Und er war kein besonders willkommener Gast: Denn gegen den Aachener lief zu diesem Zeitpunkt noch ein Parteiausschlussverfahren, weil er gegen die “Grundsätze der AfD” verstoße, heißt es in einer früheren Pressemitteilung der Partei. AfD schließt Ferhat Sentürk nach Abstimmung aus – der wehrt sich Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Veranstaltung der Antrag gestellt, Ferhat Sentürk von der Veranstaltung auszuschließen. Da dieser sich das nach eigenen Angaben “nicht gefallen lassen wollte”, musste der ehemalige AfD-Politiker mithilfe von Securitymitarbeitern von der Veranstaltung entfernt werden (…) Dann sei es zum Handgemenge und zur Rangelei gekommen, etwa zehn Leute seien involviert gewesen. Darunter laut Ferhat seine eigenen “Unterstützer”, die Security-Mitarbeiter, die Polizei sowie andere AfD-Mitglieder. (…) m Montag hat er die “Alternative für Deutschland” verlassen. Seine Begründung: “Diese Alternative ist keine Alternative mehr.” Innerhalb der Partei herrsche in weiten Teilen eine “Diktatur”, die ihre eigenen Mitglieder diffamiere und als Feinde abstemple, sobald es Meinungsunterschiede gebe. Und für Sentürk gebe es zudem auch ein privates Problem mit der Partei: “Die haben etwas gegen Muslime.” Das ist laut seiner Aussage auch der Grund, aus dem sich einige Parteimitglieder auf ihn eingeschossen hätten. Ferhat Sentürk möchte aber auch weiterhin rechtskonservative Politik machen. Deswegen hätten er und etwa 50 Unterstützer (einige davon sind dafür bereits aus der AfD ausgetreten, andere würden es laut Sentürk noch tun) jetzt eine neue Partei gegründet: Die “Bürgerliche Allianz für Deutschland” (BAD).

via t-online: “Die haben etwas gegen Muslime” Rangelei auf AfD-Parteitag: Gründung neuer rechter Partei

Agrarinfluencer Anthony Lee – Rechtsaußen-Bauernführer Lee verlässt Freie Wähler

Der Agrarinfluencer Anthony Lee verlässt die Freien Wähler. Er hatte zuvor für eine Koalition der CDU mit der extrem rechten AfD geworben. Ich habe doch keinen Bock, bei so einer Scheiße mitzumachen“ – gewohnt selbstgerecht und vulgär hat Agrar-Influencer Anthony Lee seinen Austritt aus der Partei Freie Wähler erklärt. Die „Scheiße“, die er meint, ist die Abgrenzung von der rechtsextremen AfD. Dass die Freien Wähler eine Kooperation mit ihr ausschließen, fand der 48-jährige Wortführer der Bauernproteste des vergangenen Winters schon lange falsch. Dass der EU-Wahl-Kandidat jetzt öffentlich für ein Bündnis der CDU mit der AfD plädiert hat, hat für seine Partei das Fass zum Überlaufen gebracht. „Herr Lee kommt mit seinem Austritt einer Parteiordnungsmaßnahme zuvor“, teilte Eike Jan Brandau, Bundespressesprecher der Freien Wähler, am Montag der taz mit. Der Landwirt aus dem niedersächsischen Rinteln habe am 8. November als Hauptredner an der Demonstration „Bielefeld steht auf. Gegen den Volksbankrott. Lichterspaziergang“ teilgenommen. Zu der Veranstaltung hätten mehrere „problematische“ Organisationen, darunter „Querdenken“, eingeladen. „Herr Lee hat dort für eine schwarz-blaue Koalition aus CDU und AfD geworben“, so Brandau. Daraufhin hätten die Freien Wähler ein Ordnungsverfahren gegen Lee eröffnet. (…) Lee war Beisitzer im Landesvorstand Niedersachsen der Freien Wähler. Bis Juni 2024 war er Bundessprecher der Bauernprotestbewegung „Landwirtschaft verbindet Deutschland“ (LSV). Den Posten musste er abgeben, nachdem er gegen die Agrarsoziologin Janna Luisa Pieper vor Gericht verloren hatte. Lee wollte ihr die Äußerung verbieten lassen, dass er durch „rechts­extreme bis hin zu rechtspopulistischen Aussagen aufgefallen“ sei.

via taz: Agrarinfluencer Anthony Lee Rechtsaußen-Bauernführer Lee verlässt Freie Wähler

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By Stefan Krause, GermanyOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Agent for Russia and UK-based Bulgarian planned ‘honeytrap’ for journalist, court hears

Pair chatted on Telegram about plot to target Christo Grozev, known for his investigations into Russian espionage. An agent for Russia and a Bulgarian based in Britain discussed setting up a “honeytrap” for an investigative journalist, the Old Bailey has heard. Jan Marsalek, the agent, chatted on Telegram with Orlin Roussev in September 2021 about a plot to target the award-winning journalist Christo Grozev, known for his investigations into Russian espionage, prosecutor Alison Morgan KC said. Roussev suggested to Marsalek that Vanya Gaberova, 30, could “move slowly to romance” and “push for a date” with Grozev, 64, after the journalist was “very quick” to accept a Facebook friendship request from her. They said the London-based beautician would be too “strongly independent” to fall for him. Grozev “seems hooked and in love with Vanya”, Roussev claimed in correspondence read out in court, and he had started “liking” pictures and posts she had made, creating what he said was a possibility for a fake romance. Marsalek queried whether she “would be up for that” and suggested: “Let’s wait a little, let’s not underestimate the guy and his paranoia.” Roussev, however, said he believed the plot could work because Gaberova was “red hot”. In response, Marsalek voiced a degree of uncertainty, writing in a communication between the two men disclosed in court: “True. I hope she does not fall in love with him. I had that problem before with a honeytrap.”

via guardian: Agent for Russia and UK-based Bulgarian planned ‘honeytrap’ for journalist, court hears

“Degenerate” Queers and “Chadsexual” Sapphics: Anti-LGBTQ+ Rhetoric in the Incelosphere

This insight contains references to homophobic and transphobic slurs and violence against women.   Introduction At present, our understandings of misogynist inceldom centre around cisheterosexual men and women, failing to account for how queer and non-binary identities are targeted and delegitimised through users’ male supremacist rhetoric. The most extensive work engaging with constructions of queerness in the misogynist incelosphere are from Kelly and Aunspach (2020) and Vallerga (2024), whose analyses centre on compulsory (hetero)sexuality and the disparaging of lesbians within the main misogynist forum, respectively. This Insight explores the queer roots of contemporary misogynist inceldom, juxtaposing this with the community’s staunch stance against queer identities. Drawing on results from my doctoral work tracing identity-based harm across three forums for self-identified incels, this Insight explores how LGBTQ+ identities are constructed as degenerate, deviant, and duplicitous, connecting these narratives to wider trends in anti-LGBTQ+ extremism.  Inceldom and its Queer Roots  Despite its preoccupation with heterosexual gender relations, the contemporary misogynist inceldom has its roots in queerness. Originally coined by a queer Canadian woman named Alana, the term and its subsequent identity stems from an early peer-support website and email listserv aimed at people struggling with involuntary celibacy she created in 1997. While its userbase skewed male and straight, Alana’s Involuntary Celibacy Project afforded LGBTQ+ users space to discuss the interplay between their queerness and inceldom. The website explicitly recognised these intersections, with hyperlinks on the site’s landing page directing users to articles titled “Gay? Lonely? Or Both?” and “The Secret Closet”, both written by Alana herself. While the most visible and vocal incel communities continued to amass userbases of predominantly cisheterosexual men, some queer people still participated within larger community forums, but were likely to face down-voting or bans for discussing their own experiences. Other LGBTQ+ users carved out their own spaces to discuss the unique intersections of queer identities and inceldom. Though many of these spaces are now defunct, subreddits like r/Gaycels and r/TransgenderIncels, alongside active incelosphere-adjacent spaces like r/LGBTForeverAlone, centred the nuances of dating while queer, providing empathetic discussions that users felt were often missing in cishet incel spaces.

via gnet research: “Degenerate” Queers and “Chadsexual” Sapphics: Anti-LGBTQ+ Rhetoric in the Incelosphere

«Sieg Heil»-Rufe – Basler Kader-Polizist wegen Rassismus und sexueller Belästigung im Dienst freigestellt – #polizeiproblem

Weil er mehrfach gegen das Gesetz verstiess, wurde ein Basler Polizist vom Stellvertreter der Ressortleitung zum Wachtmeister degradiert. Seine Beschwerde blieb erfolglos. Sexuelle Belästigung einer Mitarbeiterin, rassistische Beschimpfungen, «Sieg Heil»-Rufe und Aufforderung zu Racial Profiling: Wegen mehrerer Vorfälle hatte die Kantonspolizei Basel-Stadt einen Mitarbeiter zunächst versetzt. Das Verwaltungsgericht hat einen Rekurs des Wachtmeisters abgelehnt, wie im Urteil steht, das am Freitag publiziert wurde. Der Rekurrent habe «seine gesetzlichen, vertraglichen und personalrechtlichen Pflichten vielfach verletzt», heisst es im Urteil. Der vormalige Ressortleiter-Stellvertreter war per 17. April 2023 auf eine Wachtmeisterstelle versetzt worden, mit einer Bewährungsfrist bis am 30. April dieses Jahres. Mit Schreiben vom 4. Mai 2023 auferlegte die Kantonspolizei die Auflagen «sexuelle Belästigungen im Dienst sowie an Betriebsfeiern zu unterlassen und rassistische Äusserungen, insbesondere den Hitlergruss, im Dienst und an Betriebsfeiern zu unterlassen». Daraus kann geschlossen werden, dass das Verhalten des Rekurrenten notorisch war. Der betreffende Mitarbeiter ist inzwischen freigestellt, wie die Basler Kantonspolizei auf Nachfrage dieser Redaktion mitteilte. Man habe Mitte Oktober Kenntnis erlangt vom Urteil des Appellationsgerichts. Der Kommandant habe dann entschieden, den Mitarbeiter per sofort freizustellen. (…) Das Verwaltungsgericht erachtet es etwa als erstellt, dass der Polizist eine ihm unterstellte Kollegin auf einem Teamausflug gegen ihren Willen auf den Mund geküsst hat. Dies wertet das Gericht als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. (…) Im Dienst habe der beschuldigte Polizist einmal sein Team aufgefordert, jeden Schwarzen auf einer (im Urteil nicht genannten) kilometerlangen Strasse zu kontrollieren. Damit habe er gegen das Diskriminierungsverbot verstossen, heisst es im Urteil. Zudem habe er in der Freizeit in einer Diskothek eine dunkelhäutige Person rassistisch beschimpft und sowohl auf dem Posten als auch ausserhalb des Dienstes mehrmals den nationalsozialistischen Gruss «Sieg Heil» gerufen. Das ist kein Einzelfall: Ein anderer Polizeiangehöriger war wegen eines antisemitischen Vorfalls vor der Synagoge ebenfalls freigestellt worden. Er hatte den Hitlergruss während einer Patrouillenfahrt im Herbst 2022 gezeigt.

via BaZ: «Sieg Heil»-Rufe Basler Kader-Polizist wegen Rassismus und sexueller Belästigung im Dienst freigestellt

siehe auch: Kollegin gegen ihren Willen geküsst Basler Polizist wegen Rassismus und sexueller Belästigung freigestellt Skandal bei der Basler Kantonspolizei: Ein Polizist wird wegen sexueller Belästigung, rassistischen Äusserungen und Nazi-Parolen freigestellt. Das Verwaltungsgericht hat seinen Rekurs abgelehnt und bestätigt die vielfachen Pflichtverletzungen des Beamten. Sexuelle Belästigung einer Mitarbeiterin, rassistische Beschimpfungen, «Sieg Heil»-Rufe und Aufforderung zu Racial Profiling: Wegen mehreren Vorfällen hat die Kantonspolizei Basel-Stadt einen Mitarbeiter freigestellt. Dies sagte ein Polizeisprecher am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

#Löbau : AfD-Mitglied (73) kommt mit #Pistole zum #Parteitag

Schreck bei der Mitgliederversammlung der sächsischen AfD in Löbau. Rund 500 Partei-Mitglieder waren zur Abstimmung über die Listenplätze zur Bundestagswahl gekommen. Einer brachte eine scharfe Waffe mit. Anja Leuschner (37), Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz (Sachsen): „Wir können bestätigen, dass während der Einlasskontrolle zu der Veranstaltung im Rucksack eines 73-Jährigen eine Waffe ohne Munition gefunden wurde. Polizisten stellten diese sicher und nahmen die Personalien des Deutschen auf. Er erhielt eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Eine Festnahme gab es nicht.“

via bild: Löbau : AfD-Mitglied (73) kommt mit Pistole zum Parteitag

Alice Weidel hat Angst vor Drogen-Falle im Wahlkampf – „Komplett paranoid“

Sie geht als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf: Alice Weidel. Die AfD-Chefin verbreitet nun im Vorfeld eine Verschwörungstheorie. AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel befürchtet offenbar, im Wahlkampf diskreditiert zu werden. Dabei unterstellt sie sogar den Beamtinnen und Beamten vom Verfassungsschutz, sie in eine Falle locken zu können. Ihre wilde Verschwörungstheorie vor der Bundestagswahl 2025 breitete sie jüngst im Interview mit dem österreichischen Rechtsaußen-Sender AUF1 aus. (…) „Der argentinische Präsident, der hat sich durchleuchten lassen über einen Privatdetektiv. Was man eigentlich so bei ihm finden könnte. Da war nichts, er hatte keine Leichen im Keller. Aber er wurde komplett paranoid. Der wollte seinen Wagen nicht mehr stehen lassen, weil er Angst gehabt hat, dass ihm da irgendwelche Sachen, ich sag jetzt mal, Drogen oder Geldscheine dort platziert werden können. Um ihm irgendwas unterzuschieben. Und damit wird einfach gearbeitet. Es ist wirklich ekelhaft. Aber wir haben nun mal einen völlig korrumpierten Inlandsgeheimdienst, den Verfassungsschutz, der sich auch solche Sachen mit ausdenkt. Denken könnte, ich muss das ja ganz rechtlich einwandfrei und hypothetisch sagen.“

via westen: Alice Weidel hat Angst vor Drogen-Falle im Wahlkampf – „Komplett paranoid“