Das AfD-Ehepaar Lena und Steffen Kotré treibt die internationale Vernetzung von Rechtsextremen für die AfD voran. Ende April tritt Lena Kotré auf einer „Remigration Conference“ in Großbritannien auf. Veranstalter ist die nationalistische Homeland Party. Die AfD sucht sich radikale Freunde im europäischen Ausland: Ende April will die Brandenburger AfD-Politikerin Lena Kotré zu einer Konferenz der weit rechten Homeland Party in die englischen East Midlands reisen: Die britische Partei sieht in der AfD nach eigener Darstellung eine „Blaupause“ für Großbritannien und versucht, den Erfolg der in Teilen rechtsextremen deutschen Partei zu kopieren. Die Landtagsabgeordnete Kotré scheut offenbar keine Kontakte zu Extremisten am rechten Rand. Wie CORRECTIV berichtete, traf sie sich bereits im Dezember in der Schweiz unter anderem mit Mitgliedern der in Deutschland verbotenen Neonazi-Bewegung „Blood-and-Honour“ und der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Auf eine Anfrage von CORRECTIV zu den Motiven ihrer Teilnahme an der Konferenz in Großbritannien antwortete Lena Kotré nicht. Kotré forderte eine Abschiebe-Industrie mit DNA-Tests und Sprachanalysen Die Konferenz der Homeland Party wird im Internet offen beworben und Kotré, innenpolitische Sprecherin der AfD-Brandenburg, ist als Gast angekündigt. Das Thema: „Remigration“, also massenhafte, systematische Vertreibung von Menschen. Seit dem Bundestagswahlkampf setzt die AfD offensiv auf diesen Begriff. Lena Kotré tritt in Brandenburg offiziell als „innen- und remigrationspolitische Sprecherin“ ihrer Fraktion auf. Was sie darunter versteht, stellte sie bei dem Treffen in der Schweiz klar: Sie forderte eine privatisierte Abschiebe-Industrie und will mithilfe von DNA-Proben und Sprachanalysen von Smartphones Regionen bestimmen lassen, aus der Geflüchtete vermeintlich stammen.
via correctiv: AfD unterwegs in Großbritannien: Ziemlich rechte Freunde
