Dutzende mussten ihre Häuser verlassen: 82-Jähriger stirbt nach Explosion in Neukölln – drei Wohnungen weiter gesperrt

In Gropiusstadt hören Anwohner in der Nacht zu Sonntag eine heftige Explosion und alarmieren Feuerwehr und Polizei. Rettungskräfte können einen älteren Mann nur noch tot bergen. In Gropiusstadt im Bezirk Neukölln ist ein 82-jähriger Mann nach einer Explosion in seiner Wohnung gestorben. Wie die Berliner Polizei mitteilte, rief eine Anwohnerin des Hauses in der Ringslebenstraße gegen 0.15 Uhr den Notruf, weil sie einen heftigen Knall und einen ausgelösten Rauchmelder hörte. Rettungskräfte konnten den Bewohner der Wohnung im dritten Obergeschoss nur noch tot bergen. Der Mann wurde laut Polizei „durch die Wucht der Explosion eines gefährlichen Gegenstandes“ getötet. Um was für einen Gegenstand es sich gehandelt hat, ist noch unklar.

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Umstrittene US-Software – Justizministerin sieht Einsatz von #Palantir skeptisch – #rasterfahndung

Mehrere Bundesländer nutzen sie bereits, der Innenminister lässt sie prüfen: die Sicherheitssoftware des US-Konzerns Palantir. Justizministerin Hubig hat jedoch Bedenken und mahnt zur Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze.Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sieht den Einsatz der Analyse-Software des US-Unternehmens Palantir bei deutschen Sicherheitsbehörden mit Argwohn. Es sei zwar “wichtig, dass unsere Ermittlungsbehörden über zeitgemäße Instrumente verfügen, um schwere Straftaten aufzuklären und Gefahren abwehren zu können”, sagte die SPD-Politikerin der Süddeutschen Zeitung. Klar sei aber auch: “Es können nur solche Mittel genutzt werden, die mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar sind.” Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) lässt prüfen, ob die Software bundesweit eingesetzt werden soll. Mehrere Bundesländer nutzen sie bereits. Nach Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen soll nun auch die Polizei in Baden-Württemberg unter bestimmten Bedingungen darauf zurückgreifen können, wie diese Woche bekannt wurde. Das Unternehmen Palantir wurde 2003 in den USA gegründet – unter anderem von Tech-Milliardär Peter Thiel. Er ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien. In Europa sehen viele Thiel deshalb kritisch. Auch Datenschützer kritisieren die Software.

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siehe auch: Palantir für deutsche Polizei? Das sagt der Digitalminister. Der Einsatz der Überwachungssoftware bei der deutschen Polizei sorgt für Diskussionen. (…) Sehen, was anderen verborgen bleibt – und so Taten verhindern, bevor sie passieren. Das verspricht auch das Unternehmen Palantir, das 2003 unter anderem vom in Frankfurt am Main geborenen Tech-Milliardär und Politik-Strippenzieher Peter Thiel gegründet wurde. Die Firma, die von Thiels Freund und Mitgründer Alex Karp geleitet wird, hat mächtige Kunden, darunter das US-Militär und den Geheimdienst CIA. Heute ist Palantir an der Börse knapp 360 Milliarden US-Dollar schwer (rund 311 Millionen Euro). Kein deutsches Unternehmen bringt eine so hohe Marktkapitalisierung mit. Palantirs Analysesoftware kann große Datenmengen aus verschiedensten Quellen miteinander verknüpfen und aufbereiten. (…) Der Programm-Code ist ein Geschäftsgeheimnis von Palantir, ob es versteckte Hintertüren gibt, ist unklar, auch wenn bei einer ersten Überprüfung in Deutschland durch das Darmstädter Fraunhofer-Institut nichts gefunden wurde. Hinzu kommt: Die Software verarbeitet auch Daten von unschuldigen Personen, die fälschlicherweise verdächtigt werden könnten, monieren Datenschützer. Dritter Kritikpunkt: Wieder macht man sich von einem großen US-Tech-Unternehmen abhängig, dieses Mal in einem hochsensiblen Sicherheitsbereich. Auf der anderen Seite wird die Software für ihre Funktionen bei der Polizei geschätzt. (…) Allein 75 Prozent der Cloud-Lösungen, die derzeit genutzt würden, kämen von großen US-Tech-Konzernen. Es müsse darum gehen, „selbst unsere Talente zu nutzen, um an den riesigen Wachstumsfeldern zu profitieren“.

siehe dazu auch: Verfassungsbeschwerde:  Das Problem heißt nicht nur Palantir Bayern fängt sich wegen der automatisierten Datenanalyse im Polizeigesetz eine Verfassungsbeschwerde ein. Dass es ausgerechnet die Software des rechten Milliardärs Peter Thiel sein muss, ist dabei nicht der Kern des Problems, sondern das Zusammenführen und heimliche Rastern einer großen Datenfülle aus verschiedensten Polizeisystemen. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte es hat wieder getan: In einer heute veröffentlichten Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht legt sie im Namen von acht Beschwerdeführern dar, wo das bayerische Polizeiaufgabengesetz über die Grenzen des Erlaubten hinausreicht. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich der Gesetzgeber im Freistaat nicht ausreichend an die bereits detailliert vorliegenden Vorgaben aus Karlsruhe gehalten hat. Denn die GFF hatte bereits im Jahr 2023 ein Urteil des Bundesverfassungsgericht erkämpft, das damals ähnliche gesetzliche Befugnisse aus Hamburg und Hessen für verfassungswidrig erklärte. Diesem Urteil Geltung zu verschaffen, aber auch „klarere Grenzen für den Einsatz von Data-Mining-Software“ zu ziehen, ist das erklärte Ziel der Beschwerde. Es geht also wieder um die automatisierte Datenanalyse durch die Polizei, die ihren Wildwuchs von Datenbanken nicht nur zähmen, sondern vor allem die Daten darin erschließen will. Dafür setzt sie aktuell auf das Softwareprodukt Gotham des US-Konzerns Palantir. Mit dieser Software werden in großem Umfang personenbezogene Polizeidaten aufbereitet und analysiert. Millionen Datenhäppchen über Menschen, die mit der Polizei irgendwann Kontakt hatten, fließen in diese Schattendatenbanken hinein. Oft diskriminierte Gruppen sind besonders betroffen und selbst Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Journalisten oder Ärzte werden nicht verschont und können mitgerastert werden. (…) Das Zusammenführen und die Analyse von Daten aus polizeilichen Verbunddateien, aus großen Polizeidatenbanken und aus den verschiedenen Fallbearbeitungs- und Auskunftssystemen darf nicht dazu führen, dass aus bloßen praktischen Erwägungen oder weil im konkreten Fall ohnehin niemand genau weiß, wie die Palantir-Software arbeitet, wichtige rechtlichen Schranken wegfallen. Denn es ist nicht nur eine heimliche, sondern eben auch eine gefährliche Ermittlungsmaßnahme, wenn hinter den Rücken der Menschen die Daten aus den Polizei-Datenbanken gerastert und analysiert werden, die im Vertrauen darauf an die Behörden gegeben wurden, dass mit ihnen sorgsam umgegangen wird. Tritt etwa ein Zeuge eines Diebstahls an die Polizei heran oder wird ein Verkehrsunfall polizeilich aufgenommen, dann sollte niemand der Beteiligten Angst haben müssen, automatisiert in Analysewerkzeugen zu landen, die ihn später mit anderen Straftaten in Verbindung bringen und ihm Überwachungsmaßnahmen bescheren können.

„Diese Lippen“: Trump lässt anzügliche Kommentare zu seiner Pressesprecherin los – #sugardaddy

Stramm konservativ, linientreu, schlagfertig, normschön – wenn das Kriterien waren, nach denen US-Präsident Donald Trump seine Pressesprecherin auswählen wollte, dann passt Karoline Leavitt ziemlich genau. Die 27-Jährige ist die jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses. Und bislang die einzige in Trumps zweiter Amtszeit. Kurzer Rückblick: In seiner ersten besetzte Trump die Position dreimal neu – zum ersten Mal bereits im Juli 2017. Doch auch ein halbes Jahr nach ihrem Start auf dem Posten scheint der US-Präsident diesmal noch begeistert von seiner Wahl zu sein. In einem Interview mit Newsmax-Moderator Rob Finnerty geriet Donald Trump regelrecht ins Schwärmen. Finnerty fragte den US-Präsidenten am Freitag (1. August) explizit, was er an Karoline Leavitt schätze. Und fügte hinzu: „Wenn Sie das nicht beantworten wollen – ich wusste nicht, dass sie auch anwesend ist, aber sie ist auf meiner Liste.“ Donald Trump lobt Karoline Leavitts „Gesicht, Grips, Lippen“ Doch Trump zögerte nicht, in einen – hauptsächlich oberflächlichen – Lobgesang auf Leavitt auszubrechen. „Sie ist ein Star geworden. Es ist dieses Gesicht, es ist dieser Grips, es sind diese Lippen, wie sie sich bewegen – sie bewegen sich, als wäre sie ein Maschinengewehr“, schwärmt Trump mit einem verträumten Lächeln auf dem Gesicht. (…) Wie Karoline Leavitt auf die explizite Bewertung ihres Chefs, der mit 79 Jahren ihr Großvater sein könnte, reagierte, war zunächst nicht bekannt. Doch generell steht die überzeugte Republikanerin voll und ganz hinter ihrem Präsidenten.

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Mehr Rechtsextremismus an Schulen – Hakenkreuze im Klassenchat

Die Zahl rechtsextremer Vorfälle an Schulen steigt. Das bestätigen Beratungsstellen und Kultusministerium. Wie lässt sich dieser Trend erklären und was können Bildungseinrichtungen dagegen tun? Von Thomas Radlmaier Anhören Merken Teilen Feedback Drucken Ein Hitlergruß in der Sportumkleidekabine, eine rassistische Beleidigung an der Bushaltestelle oder das Vorsingen eines nationalsozialistischen Kampfliedes im Musikunterricht – rechtsextreme Vorfälle an Schulen nehmen zu, auch in Bayern. Das bestätigen das Kultusministerium, Beratungsstellen oder der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) am Schuljahresende übereinstimmend. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann sagt: „Hakenkreuze oder andere rechtsextreme Symbole gab es an Schulen in einzelnen Fällen schon immer. Aber jetzt tauchen sie vermehrt auf.“ Bei diskriminierenden oder extremistischen Vorkommnissen können sich bayerische Schulen an 26 sogenannte Regionalbeauftragte für Demokratie und Toleranz wenden. Wie das Kultusministerium mitteilt, werden die Regionalbeauftragten am häufigsten wegen rechtsextremistisch motivierten Vorfällen zu Rate gezogen. Was neben der steigenden Anzahl auffällt: „Die Kinder, die solche Taten begehen, werden immer jünger“, sagte Silke Hatzinger, eine der Regionalbeauftragten, kürzlich im Interview mit der SZ. „An der Grundschule gibt es Beleidigungen gegenüber Schülern mit Migrationshintergrund, auch unter verschiedenen Migrationsgruppierungen. Viert- und Fünftklässler zeigen schon den Hitlergruß.“ Eine im April veröffentlichte Umfrage des Stern unter den Landeskriminalämtern kam zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl rechtsextremer Straftaten an deutschen Schulen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Doch wirklich belastbare Statistiken gibt es derzeit nicht. Das liegt einerseits an hohen Anforderungen an den Datenschutz und Fürsorgepflichten. Andererseits fehlen bundesweit einheitliche Erfassungskriterien für politisch motivierte Kriminalität an Schulen. Ende 2026 soll ein für die Länder gemeinsamer Tatörtlichkeitskatalog eingeführt werden soll. Bis dahin will die bayerische Polizei auf Anweisung des Innenministeriums keine Zahlen zu rechtsextremen Straftaten an Schulen herausgeben. Doch dass ihre Anzahl steigt, scheint unbestritten zu sein.

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TikTok – Wie mit KI-Videos Rassismus verbreitet wird

TikTok wird mit KI-generierten Videos überschwemmt: In vermeintlichen Straßenumfragen werden Schwarze und Migranten als Kriminelle dargestellt. Das erreicht teils Millionen Menschen. Ein Video aus der Vorstadtidylle: Ein schwarzer Mann sitzt auf einer Bank im Park und genießt eine Tafel Schokolade. Ein Polizist kommt zu ihm und sagt lachend: “Vorsichtig! Nicht, dass du in deinen Finger beißt.” Ein weiteres Video: Eine schwarze Mutter ruft ihre Kinder. “Los, Leute. Wir müssen eure Cousins treffen.” In der nächsten Szene steht die Familie im Zoo vor einem Affenhaus und winkt durch die Scheibe.Verbreitet werden diese Videos vor allem auf der beliebten Social-Media-Plattform TikTok oder bei Instagram. Sie werden immer wieder anonym gepostet und benutzen rassistische und antisemitische Stereotype. “Wir werden mit so vielen Inhalten in kurzer Zeit konfrontiert, dass wenig Raum zur bewussten Verarbeitung bleibt”, sagt Pia Lamberty. Sie forscht zu Desinformation im Netz. “Insofern können solche problematischen Inhalte unbewusst auch ihre Wirkung entfalten, weil wir zu wenig Pausen zum Reflektieren haben.” Diese Clips erreichen teils millionenfach Zuschauer und verbreiten Vorurteile in großer Reichweite. “Je stärker die Inhalte verbreitet werden und die Desinformationsblase verlassen, desto größer ist die Wirkung.” Die Affen in diesen Videos würden zur Entmenschlichung schwarzer Menschen genutzt.Es sei eine Reproduktion kolonialer Stereotype getarnt als satirischer und angeblich humorvoller Clip. “Die Menschen, die sowieso schon eine ähnliche Haltung haben, werden darin bestärkt. Darüber hinaus macht hier auch die Dosis das Gift: Je mehr solcher Narrative auf Social Media stattfinden, desto mehr tragen sie zur Normalisierung von Hass und Hetze bei und können Einstellungen verändern.” In einem anderen KI-Clip steht ein angeblicher Journalist neben einem jungen, schwarzen Mann mit löchrigem T-Shirt: “Möchten Sie den Deutschen die Jobs wegnehmen?”, fragt der Reporter. “Nein, ich nehme Bürgergeld und Mercedes”, so die Antwort. Die Kommentare auf das Videos zeigen, dass nicht alle Nutzer verstehen, dass es sich um KI-Videos handelt. “Ab ins Schlauchboot. Schickt ihn nach Hause”, schreibt ein Nutzer. Eine andere Nutzerin: “Was ist nur los mit unsere Deutschland?” Die Videos transportieren ein Gefühl der Angst, so Pia Lamberty. Sorge vor Überfremdung, vor Migration und Abstieg.”Solche Fake-Umfragen sind oft dazu da, um Ressentiments zu schüren und an Ängsten und Wut der Bevölkerung anzudocken, um diese dann weiter zu verstärken”, sagt Lamberty. Die Aussagen und die Umfragen scheinen echt, sind aber frei erfunden. “Eine gespaltene Gesellschaft ist labiler gegen Bedrohungen. Insofern wird versucht, solche Prozesse zu verstärken.” Diese Umfrage-Videos sind keine Seltenheit. Sie sind aber nur ein kleiner Teil der großen Masse an KI-generierten Videos. Viele der Clips sollen lustig sein oder unterhalten. Doch auch die menschenverachtenden Clips werden gezeigt und weltweit verbreitet.

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Gewerkschaft oder nicht? AfD-naher Verein klagt gegen VW

Bisher ist „Zentrum“ nicht bei VW vertreten. Doch der AfD-nahe Verein will im Werk Isenbüttel bei Gifhorn Vertrauensleute wählen lassen – und dafür Zugang zum Werk. Der Volkswagen-Konzern blockt ab. Nun muss das Arbeitsgericht Braunschweig entscheiden. Die AfD-nahe Arbeitnehmerorganisation „Zentrum“ will bei VW Fuß fassen und verlangt nun vor Gericht Zugang zum Betrieb. Vor dem Arbeitsgericht Braunschweig klagt der Verein, der sich selbst als „alternative Gewerkschaft“ bezeichnet, gegen die VW-Tochter Volkswagen Group Services. Eine Einigung gab es beim Kammertermin am Donnerstag nicht. Ein Urteil soll am 21. August fallen, wie Richter Ingo Hundt am Ende der ergebnislosen Verhandlung ankündigte. Zentrum will bei Volkswagen Group Services am Standort Isenbüttel (Landkreis Gifhorn) gewerkschaftliche Vertrauensleute wählen lassen und verlangte dafür Zugang zum Betrieb. Die Organisation will für die Abstimmung werben, Infomaterial verteilen und die Wahl dann auch im Betrieb durchführen. Doch VW stellte sich quer und verwehrte den Zugang. Begründung: Der Verein sei keine in dem Betrieb vertretene tariffähige Gewerkschaft. Daher könne er sich auch nicht auf die gesetzlichen Sonderrechte einer Gewerkschaft berufen. Zudem gebe es Zweifel, ob Zentrum überhaupt Mitglieder in dem Betrieb hat. VW fertigt dort Achsen. Der Verein hat eigenen Angaben zufolge sechs Mitglieder an dem Standort mit knapp 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eine entsprechende Mitgliederliste wurde beim Kammertermin vorgelegt. Vertrauensleute sind Ansprechpartner einer Gewerkschaft im Betrieb und gelten als Bindeglied zwischen Belegschaft und Gewerkschaft. Anders als beim Betriebsrat ist ihre Wahl nicht gesetzlich geregelt. Erster Aufschlag bei Volkswagen Bei Volkswagen ist es das erste Mal, dass die Gruppe eigene Vertrauensleute wählen lassen will. „Wir haben in verschiedenen Betrieben bereits erfolgreich Vertrauensleutewahlen durchgeführt“, teilte Zentrum-Gründer und Vorstandsvorsitzender Oliver Hilburger auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Im Volkswagen-Konzern planen wir derzeit erstmals eine solche Wahl, was für uns ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau unserer gewerkschaftlichen Präsenz ist.“

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“Fernab von allen, was ich mir vorstellen kann”: Vermieter wird AfD nicht los

Die AfD hat ihre Parteizentrale im Norden Berlins. Der Eigentümer hat der Partei zum Ende März die Räume fristlos gekündigt – trotzdem bleibt die AfD dort. Dem österreichischen Immobilienmakler Lukas Hufnagl ist verärgert. Grund dafür ist eine Immobilie in Berlin, die er an die „Alternative für Deutschland“ (AfD) vermietet hat. Hufnagel soll nach einem Bericht der Süddeutsche Zeitung (SZ) der AfD schon Anfang März fristlos gekündigt haben, „aber die Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla und ihr Parteiapparat weigern sich auszuziehen.“ Dadurch bewege sich seine Firma Quercus Grund GmbH, der das Gebäude gehört, am Rand der Zahlungsunfähigkeit. Hufnagl finde keine Bank mehr, die ihm einen neuen Kredit geben will für ein Gebäude, „in dem der Hauptmieter eine Partei ist, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer ‚Verdachtsfall‘ geführt wird“. Auch ein Verkauf des Gebäudes scheint sich schwierig zu gestalten.  „Das mit der AfD ist fernab von allem, was ich mir habe vorstellen können“, sagt der Immobilienmakler. AfD-Wahlparty bringt Fass zum Überlaufen Laut Hufnagl sind im Vorfeld einige Dinge passiert. Ein Brandanschlag auf die AfD-Parteizentrale, versuchte Anschläge auf ihn selbst und in jüngster Zeit die Party der AfD am Abend der Bundestagswahl am 23. Februar, worüber er einen Bericht im Fernsehen gesehen haben will. „Da war ich stinksauer“, erzählt der Österreicher (…) Hufnagel wirft der AfD, sich nicht an die Vereinbarung im Mietvertrag gehalten zu haben. Außenwerbung sei untersagt gewesen. Auch habe die Partei die AfD den Innenhof nicht mit gemietet und damit die Außenfläche für ihre Party unerlaubt genutzt. Als Folge der Feierlichkeiten habe die Polizei das Gebäude abgesperrt, wodurch andere Mieter das Haus nicht betreten können. „Die Fortsetzung des Mietvertrags mit einem solchen Mieter, der sich über alle vertraglichen Absprachen und jegliche guten Sitten hinwegsetzt, Hausfriedensbruch und Vermögensgefährdung zulasten seines Vermieters und Nötigung gegenüber allen anderen Mietparteien des Hauses begeht, der also völlig rücksichtslos nur eigene Interessen verfolgt, ist unzumutbar“, wird der Anwalt von Hufnagel in dem Bericht zitiert.

via fr: “Fernab von allen, was ich mir vorstellen kann”: Vermieter wird AfD nicht los