Olivier Botteron – Nach Rassismus-Skandal – Lausanner Polizeichef geht frühzeitig

Der Kommandant der Stadtpolizei, Olivier Botteron, will per 1. Juli 2026 frühzeitig in den Ruhestand treten. Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Skandale und anstehender Reformen. Botteron musste sich in den letzten Monaten mit Rassismus und Antisemitismus in Whatsapp-Gruppen von Polizeibeamten und Todesfällen bei Festnahmen auseinandersetzen. «Die kommenden Monate werden es dem Polizeichef ermöglichen, die Weichen zu stellen, damit sein Nachfolger die langfristig geplanten Reformen fortsetzen kann», schreibt die Stadt Lausanne in einer Medienmitteilung. Der 59-jährige Botteron leitet die Polizei von Lausanne seit 2018. In den letzten Monaten musste sich der Kommandant mit mehreren Krisen innerhalb seines Korps auseinandersetzen. Ende August hatte die Stadtverwaltung von Lausanne die Existenz von zwei Whatsapp-Gruppen aufgedeckt, in denen rassistische, sexistische, antisemitische oder diskriminierende Nachrichten zwischen Lausanner Polizisten ausgetauscht wurden. Daraufhin wurden acht Suspendierungen ausgesprochen. Die Lausanner Polizei stand auch nach Todesfällen im Zusammenhang mit Festnahmen in der Kritik. Im Mai dieses Jahres starb ein 39-jähriger Nigerianer in den Räumlichkeiten der Stadtpolizei, kurz nachdem er wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen worden war. Im Jahr 2018 starb ein weiterer 39-jähriger Nigerianer nach seiner Festnahme bei einer gewaltsamen Drogenrazzia in der Nähe des Bahnhofs von Lausanne. Die sechs beteiligten Polizisten, denen fahrlässige Tötung vorgeworfen wurde, wurden in erster und zweiter Instanz freigesprochen. Es wurde jedoch Berufung beim Bundesgericht eingelegt.

via srf: Olivier Botteron – Nach Rassismus-Skandal – Lausanner Polizeichef geht frühzeitig

AfD holt sich Unterstützung in Washington – Beatrix von Storch heimlich im Weißen Haus empfangen

Die queerfeindliche AfD-Politikerin Beatrix von Storch pilgert nach Washington und wird dort offenbar mit offenen Armen empfangen. Die AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch stattet dem Weißen Haus im Washington in dieser Woche einen Überraschungsbesuch ab. Wie “Politico” berichtet, hebe der Besuch die “aufkeimende Beziehung” zwischen der rechtsextremen deutschen Partei und der Trump-Regierung hervor. An ihrer Seite ist der rheinland-pfälzische AfD-Landtagsabgeordnete Joachim Paul, der kürzlich vom Wahlausschuss als Kandidat für die Wahl des Ludwigshafener Oberbürgermeisters ausgeschlossen worden war. Grund war, dass das Landes-Kommunalrecht festlegt, dass Bürgermeisterinnen “jederzeit” für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintreten müssten – und bei Paul Zweifel bestünden, etwa wegen seiner Nähe zu extremistischen “Remigrations”-Konzepten. Die Entscheidung wurde letzten Monat vom Oberverwaltungsgericht Koblenz bestätigt. Der 55-Jährige geht dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht vor. Die AfD nutzt den Fall, um sich international als Opfer der “Altparteien” zu präsentieren. Die beiden Rechtsextremen kamen laut “Politico” mit Vertreterinnen des Nationalen Sicherheitsrats der USA und des Büros von US-Vizepräsident JD Vance zusammen – sie hätten den Trump-Vize aber nicht persönlich angetroffen. In den nächsten Tagen seien weitere Treffen geplant, etwa im US-Außenministerium. Bei den bisherigen Gesprächen sei es nach Angaben von Quellen aus der AfD und des Weißen Hauses um demokratische Teilhabe und Wahlverfahren in Deutschland gegangen. Ein AfD-Vertreter habe anonym erklärt, die US-Regierung habe in den Gesprächen deutlich gemacht, dass sie Einschränkungen der Redefreiheit, die es angeblich in Deutschland gebe, nicht akzeptieren würde.

via queer: AfD holt sich Unterstützung in Washington Beatrix von Storch heimlich im Weißen Haus empfangen

#Razzia bei Neonazis – Polizei findet #Waffen bei Rechtsextremen vom „#Nordbund“ – #terror

Acht Rechtsradikale sollen eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Die Polizei durchsuchte am Dienstag 14 Objekte in 3 Bundesländern. Sie haben Sprengmittel und scharfe Waffen gefunden: Spezialkräfte der Polizei durchsuchten am Dienstag 14 Objekte in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die richterlichen Beschlüsse ergingen gegen insgesamt acht Beschuldigte zwischen 32 und 57 Jahren. Sie sollen eine rechtsradikale bewaffnete Gruppe gebildet haben. Die Ermittler fanden laut einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag mehrere scharfe Kurz- und Langwaffen, Munition unterschiedlichen Kalibers, Bargeld, sowie Gegenstände, die als Sprengmittel geeignet sind. Ursprünglich hatten sie auch nach unerlaubte Kriegswaffen und andere vollautomatische Schusswaffen gesucht. (…) Nach Informationen der taz stehen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit der rechten Gruppierung „Nordbund“. Unter anderem wurde auch ein Tattoostudio des bekannten Neonazis Johannes K. in Hildesheim durchsucht. K. war Bundeswehrsoldat, Söldner und ehemals Wortführer der verbotenen Vereinigung „Blood & Honour“ in Niedersachsen. Die Gruppe gehörte zur Unterstützerstruktur des NSU-Terrornetzwerkes. Der Beschuldigte verfügt über weitreichende internationale Kontakte: zu Militärs, ins kriminelle Rocker-Milieu der „Hells Angels“, zu der 2023 verbotenen völkischen „Artgemeinschaft“. Bereits Ende der 1990er Jahre hatte er eine Schule für „Wehrsportübungen“ gegründet, lehrte Schießtechniken und Messerkampf. Spätestens 2017 bildete sich laut antifaschistischen Recherchen um K. herum dann die Gruppe „Nordbund“ – ein Zusammenschluss auch aus aktiven Soldaten. MAD ermittelt gegen Feldjäger Im Jahr 2022 wurden Ermittlungen des „Militärischen Abschirmdienstes“ (MAD) bekannt, der mehrere Feldjäger – Personenschützer auch für Generäle und Staatssekretäre des Bundesverteidigungsministeriums – zu ihren mutmaßlichen Aktivitäten in dem rechtsextremen Netzwerk Nordbund befragte. In mehreren Kasernen in Niedersachsen kam es zu Durchsuchungen

via taz: Razzia bei Neonazis Polizei findet Waffen bei Rechtsextremen vom „Nordbund“

siehe auch: Polizei sucht Kriegswaffen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten. Die Sicherheitsbehörden vermuten, dass Rechtsextremisten in Niedersachsen eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Am Dienstag gab es umfangreiche Durchsuchungen. Anhören Merken Teilen Drucken Die Sicherheitsbehörden haben am Dienstagmorgen in mehreren Bundesländern Durchsuchungen bei insgesamt acht Personen durchgeführt, die eine bewaffnete rechtsextremistische Gruppe gebildet haben sollen. Vier der Beschuldigten sollen zudem unerlaubt Kriegswaffen und weitere vollautomatische Schusswaffen besessen haben. Das Verfahren wird vom niedersächsischen Landeskriminalamt (LKA) und der Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft Celle geführt. Die acht Beschuldigten sind zwischen 32 und 57 Jahre alt. Die Durchsuchungen fanden in insgesamt 13 Objekten statt. Ziel sei es gewesen, Waffen zu finden und sicherzustellen sowie die Aktivitäten der Gruppe und ihre möglicherweise geplanten Aktionen aufzuklären, teilten die Behörden mit. An den Durchsuchungen, die in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen stattfanden, waren auch Spezialkräfte mehrerer Landespolizeien beteiligt. Der Schwerpunkt der Aktion lag offenbar im Raum Hannover und Hildesheim; Razzia an 14 Orten Ermittler finden Waffen bei mutmaßlich rechtsradikaler Gruppe Bei der Razzia, die am Dienstag bei einer mutmaßlich rechtsextremen Gruppe durchgeführt wurde, fanden die Ermittler unter anderem Munition. Nach SPIEGEL-Informationen sind auch Bundeswehrsoldaten unter den Beschuldigten. Bei einer Razzia gegen eine mutmaßliche bewaffnete Gruppe aus dem rechtsradikalen Milieu haben Ermittler umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle mit. Unter anderem entdeckten die Fahnder den Angaben zufolge mehrere scharfe Kurz- und Langwaffen, Munition unterschiedlichen Kalibers, Bargeld sowie »Gegenstände, die als Sprengmittel geeignet sind«. (…) Nach SPIEGEL-Informationen sind zwei aktive sowie zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten unter den Beschuldigten, außerdem ein Bundespolizist. Die Razzia steht nach Angaben aus Sicherheitskreisen im Zusammenhang mit früheren Ermittlungen im Umfeld der rechtsextremen Gruppe »Nordbund«.

Razzia bei Personen aus Umfeld der rechtsextremen Gruppierung „Nordbund“ mit Schwerpunkt Niedersachsen (Raum Hannover) wegen u.a. Verdacht auf illegale Waffen. Würde mich nicht wundern, wenn am Ende des Tages unter den Durchsuchten auch aktive/ehemalige Polizisten, Soldaten und Reservisten sind.

Martina Renner (@martinarenner.bsky.social) 2025-09-16T08:56:06.713Z

Mann beleidigt Frau mit Kind in Murnau wegen Hautfarbe mit rechtsextremer Parole – Zeugen gesucht

Ein 27-jähriger, amtsbekannter Mann beleidigte am gestrigen Montag (15. September) eine Frau mit Kleinkind in einem Murnauer Reformhaus aufgrund der Hautfarbe des Kindes. Die Polizei sucht Zeugen. (…) Nachdem die Frau ihn zur Rede stellte, soll er im Weggehen laut „Heil Hitler“ gesagt haben, so die Polizei. Der Mann war mit einem weißen T-Shirt und einer braunen, leicht karierten Hose bekleidet. Er hat kurzgeschorene, blonde Haare. Er konnte nach einer Fahndung von Kräften der Polizeiinspektion Murnau ermittelt und vernommen werden. Er räumte den Sachverhalt weitgehend ein, leugnet aber den rechtsextremistischen Spruch. Der Mann ist amtsbekannt.

via merkur: Mann beleidigt Frau mit Kind in Murnau wegen Hautfarbe mit rechtsextremer Parole – Zeugen gesucht

DUNJA HAYALI HAT RECHT: SO RECHTSEXTREM & MENSCHENFEINDLICH WAR CHARLIE KIRK

Abtreibungen seien schlimmer als der Holocaust, prominente schwarze Frauen hätten nicht die nötige „Gehirnkapazität“, um ernst genommen zu werden, und müssten einer „weißen Person den Platz stehlen“, um Erfolg zu haben, der rechtsextreme Verschwörungsmythos des „Great Replacement“ sei real: Charlie Kirk war ein rechtsextremer Aktivist, der sich menschenfeindlich äußerte. Jemand mit Einstellungen, die Teile der AfD moderat erscheinen lassen, wie der Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi anmerkte. Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali stellte das lediglich sachlich fest, und verurteilte gleichzeitig seine Ermordung. Für den Ausspruch dieser Wahrheit – dass man den Mord an Kirk verurteilen kann, ohne sein Leben zu feiern oder zu verharmlosen, wird sie durch eine rechtsextreme Online-Hetzkampagne massiv bedroht – Morddrohungen inklusive – und muss sich jetzt aus der Öffentlichkeit zurückziehen.  Annika Brockschmidt hat die Ansichten und das Geschäftsmodell von Charlie Kirk analysiert – und wie er zum Märtyrer gemacht werden soll. (…) Bereits als Schüler schrieb Kirk einen Artikel für das rechtsradikale Medium Breitbart. Er bewarb sich bei der Militärakademie West Point – ohne Erfolg. Kirk behauptete, sein Platz sei durch Affirmative Action (Maßnahmen, die Nachteilen für marginalisierte Gesellschaftsgruppen und Diskriminierung entgegenwirken sollen) an eine weniger qualifizierte Person gegangen, „die ein anderes Geschlecht oder Überzeugung hatte“. Es ist eine Geschichte, die so wahrscheinlich nicht stimmt, erklärt Boedy. Aber auf diesem Narrativ baute Kirk seine Karriere auf: Es verschaffte ihm Zugang zu Fox News, lieferte ihm Aufmerksamkeit bei Tea-Party-Events und schließlich von Republikanischen Großspendern, so Boedy. 2012 gründete Kirk im Alter von 18 Jahren mit dem Ex-Geschäftsmann und Tea-Party-Aktivisten Bill Montgomery TPUSA. Heute hat TPUSA mehr als 850 Ortsgruppen an Universitäten landesweit, mit einer Präsenz an 3500 Campussen. GEZIELTE PROVOKATIONEN – GETARNT ALS „DEBATTE“ Kirk trat mit TPUSA an Universitäten auf, von denen er behauptete, sie seien linksradikale Hochburgen, an denen Studierende indoktriniert würden – eine beliebte Erzählung der US-Rechten. Bei seinen Auftritten setzte er auf Konfrontation. Die Videos der Debatten, die Kirk veröffentlichte, gingen viral: „Das Modell TPUSA war von Beginn an auf Clickbait und Outrage ausgerichtet“, sagt der Kultur- und Medienwissenschaftler Simon Strick von der Universität Potsdam: „Kirk und TPUSA haben auf digitale Provokationsformate gesetzt, die schon vorher in der Netzkultur populär waren. Speziell war es das Change-my-mind- oder Prove-me-wrong-Format, das viele rechte Youtuber wie Steven Crowder in den 2010er Jahren popularisierten.” Kirk habe dieses Format professionalisiert: „Er ging auf irgendeinen Unicampus mit vorbereiteten Provokationen – Abtreibung ist Holocaust, Islam ist anti-amerikanisch, Kirche und Staat sollen nicht getrennt werden, Schwarze haben niedrigeren IQ, etc. – und sendete dann seine besten Momente als Youtube-Video – jene, wo er meist jüngere, unvorbereitete oder einfach höflichere Menschen mit Schnellsprechen und Scheinargumenten überrannt hatte.“ Die Videos tragen reißerische Titel wie „Charlie Kirk zerstört Woke Lügen“. DIE LÜGE, DASS KIRK DEBATTEN LIEBTE – ES WAR VERZERRUNG Nach seiner Ermordung wurde Kirk von J.D. Vance, aber auch dem Demokraten Gavin Newsom, als Verteidiger der politischen Debatte gelobt. Das habe wenig mit Kirks Vorgehen zu tun, sagt Strick: „Das Geschäftsmodell ist nicht Debatte, sondern das Vorführen Anderer in einem unfairen Austausch für die besten Momente, die dann die Richtigkeit der Ideologie bezeugen sollen.” Das falle zwar unter Meinungsfreiheit, sagt Strick, „andererseits ist es eine Radikalisierungsmethode. Bei Kirk waren das, im Trend der zunehmenden Faschisierung, immer extremere Positionen. Das Kirksche Geschäftsmodell bestand im Kern darin, rechtsextreme oder rassistische Punkte als „Debatte“ darzustellen. Sein Geschäft war die Verzerrung“, so Strick. Kirk selbst radikalisierte sich zunehmend: 2016 war er als Assistent von Trumps Sohn Don Jr. tätig, TPUSA wurde Teil der MAGA-Bewegung und mobilisierte auch im Wahlkampf 2024 für Trump. Während er am Anfang seiner Karriere noch als säkularer Neokonservativer auftrat, wandte er sich 2019 dem Christlichen Nationalismus zu, sagt Brad Onishi, Religionswissenschaftler und Autor des Buches „Preparing for War: The Extremist History of Christian Nationalism“, dem Volksverpetzer: „2022 begann er darüber zu sprechen, dass es so etwas wie eine Trennung von Kirche und Staat nicht gibt.“ Kirk passte auch die Vermarktung seiner Organisation an: DER CHRISTLICH-NATIONALISTISCHE SCHWENK „Er änderte das Unternehmensleitbild, sodass sie nun eher eine traditionalistische Organisation für ‚Familienwerte‘ als eine libertäre Organisation war“, so Onishi. Kirk bekannte sich zum „7 Mountains Mandate“ – der theokratischen Überzeugung, dass Christen alle Bereiche der Gesellschaft unter ihre Kontrolle bringen müssen. Das Re-Branding sei eine „enorme Geschäftsmöglichkeit“ gewesen, betont Boedy: „Dadurch wurde das Publikum von TPUSA auf alle Bevölkerungsgruppen und Altersklassen ausgeweitet. Als COVID ausbrach, wurden Unis geschlossen. Also ging Charlie in die Kirchen.” Kirks christlich-nationalistische Wende war für ihn von Erfolg gekrönt: „Seine Hinwendung zum Christentum steigerte seine Popularität und Reichweite”, sagt Onishi: „Mit der Gründung von TPUSA Faith 2023 gelang es ihm, tausende von Pastoren und Kirchen zu erreichen”. Politische Mobilisierung von der Kanzel – eine moderne Version dessen, was der evangelikale Prediger Jerry Falwell mit seiner 1979 gegründeten Organisation „Moral Majority“ erreicht hatte. KIRK WAR AUCH UNTER ANDEREN RECHTEN VERHASST Kirk war kein Verteidiger der Meinungsfreiheit, sondern er stellte Andersdenkende an den Online-Pranger: TPUSA führt eine „Professor Watchlist”, auf der linkes oder liberales Lehrpersonal an Universitäten gemeldet werden kann. Die Betroffenen wurden zum Ziel von Gewalt- und Morddrohungen.

via volksverpetzer: DUNJA HAYALI HAT RECHT: SO RECHTSEXTREM & MENSCHENFEINDLICH WAR CHARLIE KIRK

DAS SPAHN-NETZWERK – Wie Jens Spahn hunderte Millionen Euro verbrannte

Als Gesundheitsminister hat CDUler Spahn viel öffentliches Geld verschwendet. Neue Recherchen von CORRECTIV enthüllen einen besonders sinnlosen Deal: für hunderte Millionen Euro eingekaufte Covid-Arzneien mussten entsorgt werden. Diese hunderte Millionen Euro schwere Bestellung von Jens Spahn ging in Flammen auf: Im Winter 2020/2021 ließ der damalige CDU-Gesundheitsminister zehntausende Dosen monoklonaler Antikörper gegen Covid-19 im Feuer vernichten. Die Medikamente waren abgelaufen – und hatten ohnehin kaum Patienten geholfen. CORRECTIV-Recherchen zufolge lösten sich mit der Entsorgung auch zugleich hunderte Millionen Euro Steuergelder in Rauch auf: Bekannt war bislang nur, dass Spahn im Januar 2021 monoklonale Antikörper-Arzneien für 400 Millionen Euro einkaufte. Doch hinzu kamen noch knapp 200 Millionen Euro für weitere Dosen derselben Arznei und für weitere Wirkstoffe, die die Bundesregierung bestellte. Erstmals bestätigte das Gesundheitsministerium gegenüber CORRECTIV, dass die meisten Dosen nie genutzt wurden – und die Vernichtung der unbrauchbaren Medikamente weitere Tausende Euro kostete. Wie viel insgesamt kann das Ministerium nicht einmal benennen. Damit hat der heutige CDU-Fraktionschef Spahn in seiner Amtszeit als Gesundheitsminister neben den viel beachteten Maskendeals eine weitere große Summe unbedarft ausgegeben. Ende Januar 2021 rühmte sich Spahn noch, die Antikörper-Arzneien bestellt zu haben – obwohl Fachleute schon damals warnten, dass die Datenbasis unzureichend sei. Es war unklar, wie gut sie wirken würden und wer sie überhaupt nehmen kann. Zudem war die Arznei nicht einmal in der EU zugelassen. (…) Profitiert von dem Auftrag hat (unter anderem) ein Freund von Spahn, der Milliardär Christian Angermayer. Darüber berichteten wir bereits im ersten Teil unserer Serie über das Netzwerk eines der einflussreichsten Männer der Berliner Regierung. Neu ist allerdings die tatsächliche Höhe des Deals mit den Antiviren namens Bamlanivimab, Sotrovimab sowie Casirivimab und Imdevimab. Und damit auch die Höhe der Verluste. Sie übertreffen alle bisherigen Annahmen. Dabei hätte Spahn gewarnt sein können. Der Begriff „mono“ zeigt es bereits: Diese Medikamente docken nur an einer Stelle an. Mutiert das Virus, verlieren sie ihre Wirkung. Corona-Arznei: „Spahn hat Warnungen ignoriert“ „Jeder Fachmann weiß, dass monoklonale Antikörper nur kurzfristig einsetzbar sind“, erklärt der Pharmaexperte Theo Dingermann. Der emeritierte Pharmakologe der Frankfurter Goethe-Universität ist ein gefragter Arzneimittel-Experte. Er kritisiert, Spahn habe die wissenschaftlichen Warnungen ignoriert. Es habe täglich aktualisierte Tabellen gegeben, die die Mutationen dokumentierten – für jeden war ersichtlich, dass ein so spezifisches Medikament kaum genutzt werden kann. „Angesichts der kurzen Haltbarkeit hätte Spahn nur geringe Mengen kaufen dürfen“, so Dingermann. Das Gesundheitsministerium betont auf Nachfrage, Spahn habe sich umfassend beraten lassen, unter anderem vom Robert-Koch-Institut (RKI). Doch das RKI schreibt: Die Entscheidung zur Beschaffung und Menge von monoklonalen Antikörpern wurde vom Bundesministerium für Gesundheit getroffen, so eine Sprecherin auf CORRECTIV-Anfrage. Das RKI habe nur Daten geliefert. Damit bestellte Spahn für viele hunderte Millionen Euro ein Arzneimittel, das in der EU nicht einmal zugelassen war und in den USA nur eine sogenannte Notfallzulassung erhalten hatte. Unseren Recherchen zufolge kaufte offenbar kein anderes EU-Land vergleichbare Mengen – Frankreich etwa nur einige Tausend Dosen. Schon sieben Tage nach seinem Einkauf stellte der hochrangig besetzte, deutsche Corona-Krisenstab laut einem Protokoll fest, dass einer der drei Antikörper-Arzneien für viele Patienten nicht mehr hilfreich ist

via correctiv: DAS SPAHN-NETZWERK Wie Jens Spahn hunderte Millionen Euro verbrannte

Mehrheit offenbar mit Verbindungen zur AfD: Verfassungsschutz in Thüringen sieht steigende Zahl an Rechtsextremisten

Die Sicherheitsbehörden im Freistaat sehen sich mit einer zunehmenden Zahl an Extremisten konfrontiert. Besonders stark ist dem Landesverfassungsschutz zufolge das Wachstum im rechten Spektrum. Die Zahl der Rechtsextremisten in Thüringen ist gestiegen. Ihr Personenkreis wuchs gegenüber dem Vorjahr von 2880 auf rund 3300 Personen, wie aus dem von Landesinnenminister Georg Maier (SPD) und Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer vorgelegten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2024 hervorgeht. Demnach werden davon allein etwa 2050 der im Freistaat als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD zugerechnet. Unvermindert halte die Partei am ethnischen Volksbegriff fest. Immer häufiger richte sich der Fokus der rechtsextremistischen Strukturen auf die Gewinnung von Jugendlichen. Auch das Personenpotenzial des parteiunabhängigen rechtsextremen Spektrums erhöhte sich den Angaben zufolge auf etwa 440. Über vermeintlich bürgerliche Themen oder die Verächtlichmachung einzelner Bevölkerungsgruppen, verbunden mit teils aggressiver rechtsextremistischer Agitation, würden „immer jüngere Personen ideologisch geködert“ und radikalisiert, hieß es.

via tagesspiegel: Mehrheit offenbar mit Verbindungen zur AfD: Verfassungsschutz in Thüringen sieht steigende Zahl an Rechtsextremisten