As Election Nears, Kelly Warns Trump Would Rule Like a Dictator

John Kelly, the Trump White House’s longest-serving chief of staff, said that he believed that Donald Trump met the definition of a fascist. Few top officials spent more time behind closed doors in the White House with President Donald J. Trump than John F. Kelly, the former Marine general who was his longest-serving chief of staff (…) He said that, in his opinion, Mr. Trump met the definition of a fascist, would govern like a dictator if allowed, and had no understanding of the Constitution or the concept of rule of law. He discussed and confirmed previous reports that Mr. Trump had made admiring statements about Hitler, had expressed contempt for disabled veterans and had characterized those who died on the battlefield for the United States as “losers” and “suckers” — comments first reported in 2020 by The Atlantic.

via ny times: As Election Nears, Kelly Warns Trump Would Rule Like a Dictator

siehe auch: “Increasingly unhinged and unstable”: Harris blasts Trump for alleged Hitler praise. Vice President Kamala Harris called former President Trump “increasingly unhinged and unstable” on Wednesday, warning voters two weeks before the election of his desire for “unchecked power.” Vice President Kamala Harris called former President Trump “increasingly unhinged and unstable” on Wednesday, warning voters two weeks before the election of his desire for “unchecked power.” The big picture: Harris’ comments come after the New York Times published a report a day earlier with John Kelly’s allegation that the former president on multiple occasions praised Adolf Hitler and said the Nazi leader “did some good things.” Kelly, Trump’s longest-serving White House chief of staff, also raised concerns that Trump would rule like a dictator if elected next month and said he believes the GOP presidential nominee meets the definition of a fascist. What she’s saying: “This is a window into who Donald Trump really is, from the people who know him best,” Harris said at the Naval Observatory in Washington, D.C., in response to Kelly’s comments. She called it “deeply troubling and incredibly dangerous that Donald Trump would invoke Adolf Hitler.” She also addressed Trump’s recent comments labeling political opponents as the “enemy from within.” “Anyone who refuses to bend a knee or dares to criticize him would qualify in his mind as the enemy within, like judges, like journalists, like nonpartisan election officials,” she said; ‘Trump is descending into this madness’: In Racine, Walz decries Trump’s reported Hitler remarks. In a Wisconsin campaign stop, Democratic vice presidential candidate Tim Walz slammed former President Donald Trump over published reports that the Republican presidential nominee had spoken admiringly during his term in office of Adolf Hitler and his generals. “As a 24-year veteran of the military, that makes me sick as hell, and it should make you sick,” Walz said to the crowd at Memorial Hall in Racine on Tuesday night. “The guardrails are gone. Trump is descending into this madness.”  The Minnesota governor made the remarks during the second of two stops in Wisconsin and after an earlier rally in Madison with former President Barack Obama. With less than two weeks left in the presidential race, polling shows a narrow race between Trump and Democratic candidate Kamala Harris.

#SachsenAnhalt : „Irrweg der Moderne“ – AfD attackiert Bauhaus

Kommendes Jahr feiert Dessau 100 Jahre Bauhaus – die rechtsextremistische AfD sieht im Unesco-Weltkulturerbe „Einheitsbrei“ und historische Bausünden. 2025 feiert das Bauhaus in Dessau sein 100-jähriges Bestehen – und pünktlich startet die AfD-Fraktion einen Angriff auf das Bauhaus-Erbe, das weltweit als Ikone der modernen Architektur bewundert wird. In einem Antrag, der am Freitag im Landtag in Magdeburg debattiert werden soll, fordert die AfD-Fraktion die Landesregierung auf, die konzeptionelle Ausrichtung des Jubiläums der Bauhausschule am Standort Dessau neu zu bewerten und eine „einseitige Glorifizierung“ des Bauhaus-Erbes zu verhindern. Zuerst hatte die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. Unter dem Titel „Irrweg der Moderne“ ist in dem Antrag die Rede von historischen Bausünden und fragwürdigen Werten. Die pauschale Reduktion auf das Funktionale könne „als Entfremdung des Menschen von seiner Umwelt gewertet werden“. Der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Landesverband beklagt weiter eine Nähe der Bauhaus-Bewegung zum Kommunismus und stellt in dem Antrag die Frage, „inwieweit eine solche Ideologisierung von Kunst und Architektur langfristig negative gesellschaftliche Auswirkungen hatte und weiterhin haben könnte“. Die Bauhaus-Bauten in Dessau sind eine touristische Attraktion Die Nationalsozialisten hatten das Bauhaus 1932 in Dessau geschlossen und viele Werke als „entartete Kunst“ geächtet. In der Stiftung Bauhaus Dessau wird seit Jahren wissenschaftlich sowohl die Verfolgung als auch die Verstrickung von Bauhaus-Künstlern in den Nationalsozialismus eingeordnet. (…) Als Teil des Unesco-Weltkulturerbes werde diesen Bauten ein hoher Wert zugesprochen. Die AfD beklagt in ihrem Antrag dagegen, die internationale Verbreitung des Bauhaus-Stils führe zu „Einheitsbrei“ und sei letztlich der kulturellen Vielfalt abträglich

via sz: Sachsen-Anhalt : „Irrweg der Moderne“ – AfD attackiert Bauhaus

siehe auch: “Irrweg der Moderne”: Bauhaus Dessau wehrt sich gegen Attacke der AfD. Das Bauhaus in Dessau ist ein zentraler Ort der modernen Architektur. Im kommenden Jahr feiert die weltbekannte Kunst-Schule ihr 100-jähriges Bestehen – ein Anlass für die AfD in Sachsen-Anhalt, das Bauhaus zu attackieren. Die Landtagsfraktion fordert mit einem Antrag eine “kritische Auseinandersetzung” mit dem Bauhaus-Erbe. Die Stiftung Bauhaus Dessau hat vor dessen Debatte im Landtag dazu Stellung bezogen.

#MÖRFELDEN-#WALLDORF – Muslimin mit Kopftuch wird bei #KZ-#Gedenkstätte rassistisch angegriffen

In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf wurde eine junge Muslimin, die dort als Führerin beschäftigt ist, von einem Mann rassistisch angegriffen. Kein Einzelfall. In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf kam es zu einem rassistischen Vorfall, als eine junge Muslimin während einer Führung von einem Teilnehmer verbal angegriffen wurde, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Die 22-jährige, die ein Kopftuch trägt, führte eine Gruppe von etwa 20 Personen durch die Gedenkstätte, als sie von einem Mann mit seinen Fragen verbal angegriffen wurde. Er machte abfällige Bemerkungen über ihr Kopftuch und stellte ihre Berechtigung infrage, an einem Ort zu arbeiten, der den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Der Mann ging so weit, dass er der jungen Muslimin den Weg versperrte und auf das Kopftuch zeigte, um seine Abneigung zu verdeutlichen. Versuche, die Situation zu erklären und die Bedeutung Tragens des Kopftuchs darzulegen, wurden von ihm ignoriert. Die Muslimin fühlte sich durch die körperliche Nähe und die bedrohliche Haltung des Mannes eingeschüchtert. Besonders belastend für sie war die Untätigkeit der übrigen Gruppenmitglieder; lediglich eine Frau versuchte, ihr beizustehen, wurde jedoch ebenfalls abgewiesen. Die Leiterin des Horváth-Zentrums, Cornelia Rühlig, äußerte sich erschüttert über das Verhalten des Mannes und wandte sich an die Antidiskriminierungsstelle. Ein Gespräch mit der Gewerkschaftsgruppe fand statt, bei dem sich die Verantwortlichen entschuldigten, während der Mann keinerlei Einsicht zeigte und seine Kritik sogar verschärfte.

via islamq: MÖRFELDEN-WALLDORF Muslimin mit Kopftuch wird bei KZ-Gedenkstätte rassistisch angegriffen

siehe auch: „Was soll das Ding?“: Verbaler Angriff wegen Kopftuch bei Gedenkstätten-Führung. Mehr als jeder zweite schwarze Mensch erlebt Rassismus in Deutschland – Muslime ebenfalls betroffen. In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf attackiert ein Mann eine junge Muslimin, die seine Gruppe durch die Anlage führt. Antimuslimischer Rassismus ist kein Einzelfall. Mörfelden-Walldorf – Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus haben drastisch zugenommen. Die Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit Claim meldete im Juni einen bundesweiten Anstieg von 114 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau beobachtet eine Zunahme, wie Büroleiterin Sedef Yildiz und Nilüfer Aldmeri von der dazugehörigen Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus bestätigen: „Die Menschen auf der Straße fühlen sich freier, sich rassistisch zu äußern.“ Ein solcher Fall ist Khalila B. (Name von der Redaktion geändert). Die 22-Jährige arbeitet in der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf und studiert Gymnasiallehramt. Meistens führt sie Schülergruppen über den Waldlehrpfad und in das Margit-Horváth-Zentrum. Diesmal habe es sich um eine 20-köpfige Gewerkschaftsgruppe gehandelt, berichtet B. der Frankfurter Rundschau. Ein Herr sei durch besonders hartnäckige Fragen zu Details der Rollbahn des Frankfurter Flughafens aufgefallen, die von jüdischen Zwangsarbeiterinnen gebaut worden war. „Ich hatte das Gefühl, dass er mich vorführen will“, sagt B. Sie ist gläubige Muslima, trägt auch ein Kopftuch. „Ich stand mit dem Rücken an der Brüstung“ Als die Gruppe in der Gedenkstätte angekommen ist, attackiert der Mann sie. „Ich stand mit dem Rücken an der Brüstung und er versperrt mir den Weg, und legte eine Hand neben mich an das Geländer“, erinnert sie sich. Er habe auf das Kopftuch gedeutet und gefragt: „Was soll denn das Ding? Sie haben doch aufgeklärt gewirkt, und nun tragen Sie das?“ Ob sie nicht wisse, dass Frauen in islamischen Ländern manipuliert werden würden. Als sie ihm erklären will, was das freiwillige Tragen des Kopftuchs für sie bedeutet, wiegelt er ab, er wisse Bescheid. B. fühlt sich durch die körperliche Nähe und Größe des Mannes bedroht. Noch schlimmer empfindet sie jedoch, dass keiner aus der Gruppe ihr hilft. Nur eine Frau habe versucht, sich neben sie zu stellen, doch der Mann habe die Frau weggewiesen. Anfeindungen, zum Beispiel dass sie dahin gehen solle, woher sie komme, erlebe sie immer wieder, sagt Khalila B. Doch diesmal sei es ihr besonders nah gegangen, weil es an ihrem Arbeitsplatz geschah.

https://twitter.com/IslamiQde/status/1847290420272709714

Most Teens Believe Conspiracy Theories, See News as Biased. What Can Schools Do?

The world is flat. Aliens exist. The 2020 election was stolen. The NFL playoffs last season were rigged to help Taylor Swift’s boyfriend—and ultimately President Joe Biden’s reelection efforts. The COVID-19 vaccine is dangerous. An overwhelming majority of teenagers not only encounter these sorts of conspiracy theories online, they believe at least one similarly unfounded story, according to a report released Oct. 21 by the News Literacy Project, a nonprofit organization that works on media literacy. Eighty percent of teens see conspiracy theories on social media—and about half reported seeing them at least once a week. Of the teens who reported seeing conspiracy theories, 81 percent said they believed at least one, the report found. The findings are just the latest evidence that teenagers—like adults—struggle to recognize accurate, unbiased information in a chaotic digital media landscape. Conspiracy theories have long been appealing, said Peter Adams, the News Literacy Project’s senior vice-president of research and design. That’s because they give “people simple explanations for complex, incomprehensible events,” he said. A generation ago, such untruths were spread slowly in living rooms or by “people handing out fliers on the street,” he said. With the internet, and especially social media, he said, “there’s a way for these ideas to fester. There’s a lot more sharing of digital content that’s passed off as evidence, some of which is authentic, some of which is fabricated or doctored or just out of context.” Teens may find these stories credible, in part, because they have trouble judging the accuracy, and even the intent, behind information they encounter in the digital world, the report found. Many teens also struggle to distinguish between advertisements and opinion, independently reported news and digital marketing campaigns, the survey found. And most think professional news organizations are just as biased as other content creators, according to the survey that formed the basis for the report. That survey was conducted in May and included a nationally representative sample of 1,110 teenagers aged 13 to 18. Teens are “inheriting the largest, most complex, most frenetic information environment in human history, and they’re getting information in streams that actually impede” their understanding of it, Adams said. “Ads and user-generated content and posts from Reuters look the same on Instagram or TikTok. You just scroll, scroll, scroll.”

via edweek: Most Teens Believe Conspiracy Theories, See News as Biased. What Can Schools Do?

Neonazi-Führer geht in Berufung – Haftstrafe wegen Hakenkreuz-Zeigens?

Drei Monate Gefängnis, für drei Jahre ausgesetzt zur Bewährung: Gegen dieses Amtsgerichts-Urteil – wegen verbotener Symbole bei einer Demo in der Fußgängerzone – legt der Zweibrücker Neonazi-Führer Berufung ein. Detlef Walk, Kameradschaftsführer des rechtsextremistischen „Nationalen Widerstands Zweibrücken“ (NWZ), hat durch seinen Saarbrücker Rechtsanwalt Peter Richter gegen das jüngste Urteil des Amtsgerichts Zweibrücken beim Landgericht Zweibrücken Berufung einlegen lassen, wie am Dienstag auf Merkur-Nachfrage aus der Justizbehörde zu hören war. Der 58-Jährige war am Mittwoch vor einer Woche wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt worden, die Strafrichterin Helen Klotz für drei Jahre zur Bewährung aussetzte. Um nicht doch hinter Gitter zu landen, muss der Neonazi zudem alsbald 1000 Euro – gerne auch in Raten – an den Pfälzischen Verein für Soziale Rechtspflege zahlen oder 80 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Das war der Stein des Anstoßes: Am Samstag, 27. Januar, hatten Walk und sieben Mitglieder seines NWZ und der Neonazi-Partei „Die Rechte“ die rund 800 Teilnehmer der von der Partei „Die Partei“ organisierten großen Kundgebung „Demokratie first“ (Demokratie zuerst) provoziert. Als die Demonstranten an der rechtsextremistischen Gruppierung, die sich in der Fußgängerzone an der Einmündung zur Poststraße aufgestellt hatte, vorbeiliefen, zeigte deren Anführer Walk eine auf einem von ihm hochgehaltenen Plakat abgebildete Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz – obwohl ihm das vom Ordnungsamt vorher in Form einer Versammlungsauflage ausdrücklich untersagt worden war. Was seinerzeit eine Strafanzeige wegen Verwendens verbotener verfassungswidriger Symbole und letztlich die aktuelle Hauptverhandlung am Amtsgericht zur Folge hatte. Dort wurde auch ein Video zum Gegenstand gemacht, das eine Bürgerin dem Merkur übermittelt hatte. Es zeigte eine laute Auseinandersetzung zwischen den Rechtsextremen und einigen Demonstrierenden, die seinerzeit von der gerade beendeten Kundgebung auf dem Hallplatz kommend an den Neonazis vorbeiliefen

via pfälzischer merkur: Neonazi-Führer geht in Berufung Haftstrafe wegen Hakenkreuz-Zeigens?

Neo-Nazis Mobilisations Are Becoming Normalised on Australian Streets

“When you dare stand up against the people that are destroying not just this town but this country, when you stand up against BlackRock and international finance, they come after your family, they come after your bank accounts, they firebomb you, they assault you,” Thomas Sewell, leader of the National Socialist Network (NSN), said at a rally in the southwestern NSW regional town of Corowa. Footage of the event last Saturday, which comprised of Sewell and fifty-odd black clad neo-Nazis in line formation standing before the local war memorial, appeared online, and while it’s not apparent how many locals stopped to hear what the far-right actors, who’d come across the border from Victoria, had to say, the jeering, which include “Shut up, Dickhead”, didn’t suggest a great reception. But the fact that neo-Nazis have become so emboldened, as to now be mobilising on behalf of workers’ rights should be raising alarm bells, as Labor and the Liberal opposition have been consumed by rising antisemitism and the Nazi doctrine led to the extreme prejudice of the Holocaust in World War II. Both New South Wales premier Chris Minns and his Victorian counterpart Jacinta Allan condemned the rallies. Yet, their response to the issue of neo-Nazis publicly demonstrating now across four jurisdictions, has been decidedly lowkey compared to the dramatic way in which both premiers and many other pollies have been condemning pro-Palestinian demonstrators over the past 12 months. Indeed, with the first public demonstration of neo-Nazis, as Nazi adherents and not simply as far-right white supremacist actors, having taken place on the steps of Victorian parliament in March 2023, the black clad white men have been mobilising in public periodically ever since, with varying receptions coming from state police, to the point that neo-Nazi rallies are becoming normalised.

via sydneycriminallawyers: Neo-Nazis Mobilisations Are Becoming Normalised on Australian Streets

Hitlers SS als Vorbild: Undercover-Videos enthüllen Pläne von AfD-nahem Influencer – #ErikAhrens

Erik Ahrens versucht, pseudowissenschaftliche Rassentheorien massentauglich zu machen. Sein Netzwerk reicht bis nach Österreich und zur FPÖ. Als Erik Ahrens erklärt, Deutschlands nächster Führer werden zu wollen, sitzt er gerade bei einem Teller Fischsuppe in einem feinen Seafood-Restaurant in Athen. “Meine Vision ist, eines Tages in Deutschland zur Wahl anzutreten, wie Trump es getan hat”, erklärt der rechtsextreme Influencer und damalige Social-Media-Einflüsterer der AfD, sein Löffel ruht in der Suppe, mit den Händen gestikuliert er mal, mal ruhen sie auf der weißen Tischdecke. “Eine populistische Bewegung rund um eine Person, das gab es seit 100 Jahren nicht.” Und er sagt weiters: “Wahrscheinlich werde ich diese Rolle übernehmen müssen.” Vor hundert Jahren war Adolf Hitler Vorsitzender der NSDAP. Allerdings sieht Ahrens Probleme voraus: Die deutsche Regierung, prognostiziert er, werde versuchen, ihn anzugehen, das sei unvermeidlich, daher brauche er dann “ein internationales Netzwerk, das weiterhin Geldmittel generiert”. Dieses müsse wie eine Spinne funktionieren: Wenn ein Bein wegfalle, gebe es noch weitere. (…) Die Videos geben tiefe Einblicke in eine von pseudowissenschaftlichen und zutiefst rassistischen Ansichten getragene Welt, in der die SS als Vorbild dient und die weiße Rasse mindestens die Geschicke Europas bestimmen soll. Und sie enthüllen, dass ein US-Multimillionär bereit ist, eine zutiefst rassistische Organisation mit einer siebenstelligen Summe zu finanzieren. An diesem Abend in Athen sitzt außer dem angeblichen Investor und Ahrens nur noch sein britischer Geschäftspartner am Tisch. Meist führt Ahrens das Wort. An diesem Abend wird er ernst sagen, sich inzwischen voll und ganz dieser “ultimativen Schlacht” verschrieben zu haben, er wolle “all-in” gehen und habe sich nach sechs Jahren Beziehung von seiner Freundin getrennt. Er müsse jetzt viel reisen, ein Netzwerk aufbauen, da störe ein normales Leben zu Hause einfach. Tatsächlich ist Ahrens umtriebig, er war ein beliebter Redner bei rechtsextremen Treffen und hat den EU-Kandidaten der AfD, Maximilian Krah, auf Social Media groß gemacht. Wegen seines Erfolgs in moderner Propaganda wurde er zum “Tiktok-Strategen” der AfD hochstilisiert. Er selbst verglich sich mit Trumps Ex-Chefstrategen Steve Bannon. Ahrens’ Firma in Wien Ahrens’ Spuren führen auch nach Wien. Dort hat er diesen Juni die Firma Gedankensturm FlexCo eintragen lassen. Eingemietet hat sich der amtsbekannte Rechtsextremist laut Firmenbuch in einem Haus, das der Vereinigung Kriminaldienst Österreich gehört, in deren Vorstand hochrangige Ermittler des Bundeskriminalamts sitzen. Die Adresse ist im Impressum der App Blitzwissen angegeben, die Inhalte rechtsrechter Bücher kompakt zusammenfasst. Eine von Anwendungen wie Blinkist abgekupferte Idee, ausgerichtet auf die identitäre Zielgruppe. (…) Auch im deutschen Cottbus und in Belgien hat Ahrens Unternehmen gegründet. Zuvor hatte der rechtsextreme Influencer bereits das “Projekt Gegenuni” aufgesetzt, bei dem man für ein paar Euro pro Monat Onlinekursen von überwiegend AfD-Personal und identitärem Nachwuchs lauschen kann. Der Landesverfassungsschutz Hessen analysierte, dass die “Gegenuni” “typisch rechtsextremistische Denkmuster verbreitet”. Intensiv beworben hat die “Gegenuni” auch Identitären-Kopf Martin Sellner, der dort als Referent auftrat und sich jahrelang bestens mit Ahrens verstanden haben dürfte. Die beiden nahmen gemeinsam Podcast-Folgen auf und nahmen an Drill- und Schulungslagern, sogenannten Sommerlagern, der Identitären teil. Auch im Freilich-Magazin, dem Nachfolgemedium der Aula, das den Freiheitlichen Akademikerverbänden in der Steiermark und Salzburg gehört, wurde Ahrens’ Projekt promotet. FPÖ-Chef Herbert Kickl bezeichnete das Medium als “politisch tiefgründig”. Camps in den Alpen Doch Ahrens hat noch viel mehr vor: Bei einem von mehreren mitgeschnittenen Videocalls präsentieren Ahrens und sein Geschäftspartner Ende November 2023 ein paar Folien, die grob den Aufbau der Organisation zeigen sollen, auf die sie hinarbeiten: das “Neo-Byzantium”. Ganz oben ist das Board, in dem er selbst alias “Schmitt” und sein Geschäftspartner sitzen sollen, darunter der “inner circle”, der “outer circle” und ganz unten die breite Öffentlichkeit. In den “inner circle” komme man nur per Einladung, dort soll sich die Elite versammeln. Die “Inner circle”-Mitglieder – Ahrens denkt offenbar vor allem an Männer – sollen aber nicht nur ideologisch geformt sein, sondern auch physisch. Für sie werden exklusive “private Strategie Camps” organisiert – die Rede ist etwa davon, ein Haus in den Alpen zu mieten und dort ein Trainingscamp zu organisieren. “Das wäre großartig”, sagt er, “stell dir vor, 50 Jungs, (…), Boxen, Schießen.”

via standard: Hitlers SS als Vorbild: Undercover-Videos enthüllen Pläne von AfD-nahem Influencer

siehe auch: Influencer aus AfD-Umfeld involviert Verdeckte Aufnahmen enthüllen internationales rassistisches Netzwerk. Heimlich aufgenommene Videos zeigen, wie eine internationale Gruppe von Fanatikern pseudowissenschaftliche Rassentheorien massentauglich machen will. Mittendrin: ein Influencer aus dem Umfeld der AfD. (…) Die im Laufe des Jahres 2023 entstandenen Videos geben tiefe Einblicke in die Gedankenwelt von Ahrens und den Menschen, mit denen er versucht, ein weltweites Propagandanetzwerk aufzubauen, eine Internationale der Rassisten sozusagen. Einige von ihnen treten unter Pseudonym auf, Ahrens etwa nennt sich mitunter »Erik Schmitt«. In ihren Gesprächen und Texten argumentieren sie mit pseudowissenschaftlichen Thesen zu Genetik und Eugenik und zu vermeintlichen Unterschieden zwischen den »Rassen«. Um ihre Ideen international zu verbreiten, hat das Netzwerk Ende 2022 in den USA eine Firma gegründet, die Human Diversity Foundation (HDF). Sie wurde im Bundesstaat Wyoming registriert, was einen Vorteil hat: Wegen der dortigen Gesetze können Eigentümer von Unternehmen vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Die verdeckt aufgenommenen Videos bringen nun etwas Licht ins Dunkel. Demnach hat das Netzwerk zum Zeitpunkt der Aufnahmen wohl bereits einen potenten Geldgeber gefunden: den US-Multimillionär Andrew Conru aus Seattle, der einst mit Dating-Seiten wie »Adult Friend Finder« reich geworden ist. Laut der Videos soll er rund 1,3 Millionen Dollar in die HDF gesteckt haben. In Deutschland ist Erik Ahrens damals eine zentrale Figur des Netzwerks. Der Aktivist, so behauptet zumindest dessen Mitstreiter Frost in einem der Gespräche, sei als »Director of Operations and Marketing« angeheuert worden. Ahrens ist in rechtsextremen Kreisen wohlbekannt . Der 30-Jährige gilt als derjenige, der den AfD-Politiker Maximilian Krah  in sozialen Netzwerken groß gemacht hat. Ahrens schnitt Videos für TikTok, in denen der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl im Juni Sätze sagt wie »Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher« oder »Echte Männer sind rechts«. Sie wurden millionenfach aufgerufen. Schnell galt Ahrens als »TikTok-Stratege« der Neuen Rechten und hielt Vorträge zu dem Thema im AfD-Umfeld. Auf TikTok könne man in die Gehirne von Millionen Jugendlichen »reinsenden«, schwärmte er beim Institut des rechtsextremen Verlegers Götz Kubitschek, einem Freund des AfD-Hardliners Björn Höcke. Großspurig verglich sich Ahrens mit Trumps Ex-Chefstrategen Steve Bannon.