Maximilian Märkl, Anführer der Identitären Bewegung, ist seit Jahren AfD-Mitglied. Dass die Mitgliedschaft geheim blieb, hat mit einem bemerkenswerten Wechsel zu tun. Nun hat er Konsequenzen gezogen. Ein ehemaliges Autohaus an einer Autobahn wurde Ende Januar Schauplatz eines kleinen Medienspektakels. Auf der Bühne im brandenburgischen Vetschau sollten Martin Sellner und Lena Kotré sprechen – er der Rechtsextremist und Kopf der Identitären Bewegung (IB), sie die AfD-Politikerin mit starkem Hang nach Rechtsaußen. Der gemeinsame Auftritt schlug Wellen, vielen galt er als weitere Grenzverschiebung der Partei Richtung Extremismus. Was niemand ahnte: Ein 29-jähriger Mann, der als „Vorprogramm“ zu Sellner und Kotré auftrat, hatte diese Grenze längst eingerissen: Maximilian Märkl. Der Augsburger ist Chef der IB in Deutschland – und war über Jahre AfD-Mitglied, trotz Unvereinbarkeitsbeschluss. Am Donnerstagabend hat Märkl Konsequenzen aus der nun aufgedeckten Affäre gezogen. Wie Stephan Protschka, Vorsitzender der Bayern-AfD, mitteilte, sei IB-Chef Märkl einem Rauswurf aus der AfD zuvorgekommen und habe seine Mitgliedschaft in der Partei gekündigt.
via augsburger allgemeine: Identitären-Chef kommt AfD-Rauswurf zuvor: Das Versteckspiel des Rechtsextremisten Märkl