Rechtsextremisten, Querdenker und BSW-Anhänger haben am Karfreitag den Kampf für den Frieden für sich reklamiert. Zahlreiche Prominente wie Uwe Steimle beteiligten sich. Unter der Überschrift „Frieden kennt keine Brandmauern“ haben sich am Karfreitag Tausende Menschen auf dem Postplatz versammelt, um von dort aus in einer „Friedensprozession“ durch die Altstadt zu laufen. Angemeldet und geleitet wurde die Versammlung von Marcus Fuchs, dem Kopf der Dresdner Querdenker-Bewegung, der im Januar für die Verbreitung von russischer Propaganda verurteilt worden war. Er steht den rechtsextremen „Freien Sachsen“ nahe, deren Flaggen nun auch im Dresdner Regen zwischen Friedens- und Deutschlandfahnen geschwenkt wurden. Schlagersängerin Ebstein sagt kurzfristig ab Zu den Rednern auf der Bühne gehörten der sächsische Kabarettist Uwe Steimle, der einstige Talkmaster Jürgen Fliege sowie die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Die ebenfalls angekündigte frühere Schlagersängerin Katja Ebstein hatte dagegen kurzfristig abgesagt. Wie Fliege später auf der Bühne mitteilte, habe die Sängerin ihm gesagt, sie habe sich immer als links verstanden und könne daher nicht auf einer Veranstaltung auftreten, die als „Rechten-Demo“ eingeordnet wurde. So habe sie das am Abend zuvor auf „Sächsische.de“ gelesen. Tausende andere hatten dagegen offensichtlich kein Problem damit, Seite an Seite mit Rechtsextremen auf die Straße zu gehen. Der Bundesvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla, und der Landesvorsitzende Jörg Urban wurden auf der Bühne als Teilnehmer explizit genannt. Anwesend waren zudem führende Köpfe der Partei „Heimat“, wie sich die NPD inzwischen bezeichnet. Der Dirigent Justus Frantz sagte in einem auf dem Postplatz übertragenen Statement, ihm sei es „scheißegal“, ob hier gemeinsam mit Rechten demonstriert werde (…) Uwe Steimle grüßte seinen „Freund“ Chrupalla und stimmte nach der „Kleinen, weißen Friedenstaube“ auch die DDR-Hymne an, der frühere Linke-Politiker Dieter Dehm sang eine umgedichtete Version der Nationalhymne, die mit „Deutschland, Deutschland über alles“ beginnt. Ulrike Guérot forderte am Ende, die einseitigen Schuldzuweisungen an Russland zurückzuziehen
via t-online: „Friedensprozession“ mit großem Zulauf Tausende demonstrieren mit Rechten in Dresden
siehe auch: “Was ist mit ihm passiert?” Dieter Hallervorden spricht auf rechtsextremer Demonstration. Der Kabarettist Dieter Hallervorden wurde während der Friedensprozession in Dresden in einem fragwürdigen Rahmen als Redner zugeschaltet. Für seinen Auftritt gibt es Kritik. Kulturelle Aneignung, Rassismus oder andere politische Minenfelder scheinen Dieter Hallervorden anzuziehen. Der 89-Jährige sorgte erst kürzlich für Aufregung, als er seinen “Palim, Palim!”-Sketch vorführte. In einer abgewandelten Version verwendete er das “N-Wort” und das “Z-Wort”. Mit seiner rassistischen Bezeichnung für Schwarze und der früher in Deutschland gebräuchlichen Bezeichnung für Sinti und Roma, die heute als diskriminierend gilt, löste er eine Debatte aus. Jetzt erregte Hallervorden wieder Aufmerksamkeit. Am Karfreitag wurde er als Redner auf der Dresdner Friedensprozession zugeschaltet. Dabei handelt es sich um eine Demonstration, zu der sich vor allem sogenannte Querdenker und Rechtsextremisten angemeldet hatten, wie die “Sächsische Zeitung” vorab berichtet. Unter anderem waren Flaggen der vom Verfassungsschutz als Neonazis eingestuften “Freien Sachsen” bei der Demonstration dabei. Außerdem sprach der mehrfach vorbestrafte Neonazi Christian Klar auf der Veranstaltung in Dresden. Berichten zufolge soll auch ein verurteiltes Mitglied der rechtsterroristischen “Gruppe Freital” an der Veranstaltung teilgenommen haben. Hallervorden wurde bei dieser Kundgebung von Diether Dehm zugeschaltet. Der Liedermacher, Autor und Ex-Linken-Politiker gilt selbst als umstritten, textete während der Corona-Pandemie Songs mit Zeilen wie “Worauf reimt sich Covid? Auf jeden Fall auf Profit.”; „Maskottchen der Rechtspopulisten“ – Didi Hallervorden hält Rede auf umstrittener Demo und erntet heftige Kritik. Am Karfreitag trat Didi Hallervorden neben vielen Querdenkern und Rechtsextremen auf einer Friedensprozession in Dresden auf. Im Netz wird der Schauspieler dafür stark kritisiert. Dieter Hallervorden erntet nach dem N-Wort-Eklat vor wenigen Tagen erneut heftige Kritik. Am Karfreitag fand in Dresden eine Friedensprozession unter dem Titel „Frieden kennt keine Brandmauern“ statt, zu der sich im Vorfeld einige Rechtsextreme und Querdenker angemeldet hatten. Unter anderem gehörte der vorbestrafte Neonazi Christian Klar zu den Rednern bei der Demo (…) Auf x.com wird Hallervorden jedoch selbst für seinen Auftritt auf der Demo neben Querdenkern und Rechtsextremen in die Mangel genommen. „Hallervorden bei Dehm – tiefer geht es nicht mehr“ oder „Von Hallervorden hätte ich nie angenommen, dass er sich von solchen Leuten vereinnahmen lässt. Was ist mit ihm passiert?“, heißt es unter anderem im Netz. Ein weiterer User schreibt: „Gestern noch mit ‘Palim-Palim’ in der ARD, heute schon mit Dieter Dehm bei den Querdenkern in Dresden: Dieter Hallervorden wird zum Maskottchen der Rechtspopulisten.“