Schulbuchverlag verzichtet auf “Indianer”-Bezüge

Der Klett-Verlag überarbeitet eine Serie von “Indianer”-Übungsheften. Eltern hatten sich über die rassistischen Stereotype beschwert. Nun soll es keinen Bezug mehr zur indigenen Bevölkerung geben. Eltern von Schülern einer Hamburger Grundschule waren über den Titel einer Übungsheftreihe gestolpert: “Mein Indianerheft” stand darauf. Das sei rassistisch und nicht mehr zeitgemäß, kritisierten die Eltern. Nun will der Ernst Klett Verlag die Reihe in der bisherigen Form einstellen. Die Übungshefte sollen visuell anpasst werden, künftig werde auf jegliche Bezüge zur indigenen Bevölkerung verzichtet, teilte der Verlag mit. Zuerst hatte das “Hamburger Abendblatt” darüber berichtet. “Wir teilen die Ansicht, dass sich Schülerinnen und Schüler heute kritisch mit den Themen (Post-)Kolonialismus, Rassismus, Diversität und Migration auseinandersetzen müssen”, heißt es in der Stellungnahme des Verlags. Dazu gehöre auch die Ausbildung eines Bewusstseins für historische (Sprach-)Bilder, die auf kolonialen Weltbildern basieren. Dem Schulbuchverlag sei es wichtig, dass die Klett-Materialien “die Vielfalt gesellschaftlicher Lebensformen und Entwicklungen diskriminierungsfrei und vorurteilsfrei präsentieren und dazu beitragen, dass tolerantes Denken und Verhalten entstehen beziehungsweise gefestigt werden können”. Der Verlag betonte in seiner Erklärung, er habe bereits vor längerer Zeit den Namen der Bücher geändert und die Übungshefte in “Meine Anoki-Übungshefte” umbenannt. Anoki heißt der kleine Junge, der durch die Hefte führt.

via spiegel: Schulbuchverlag verzichtet auf “Indianer”-Bezüge

#Razzia bei Berliner #Neonazi – Verdächtiger für #Neuköllner #Anschläge soll illegal #Corona-Hilfe kassiert haben – #schauhin #antisozial #betrüger #terror

Der Neonazi Sebastian T. soll nicht nur Anschläge verübt, sondern auch betrogen haben. Die Firma, für die er 5000 Euro erhielt, ist wohl nur eine Luftnummer. Einer der Hauptverdächtigen im Fall der rechtsextremen Anschläge in Berlin-Neukölln hat möglicherweise auch versucht, illegal von der Coronakrise zu profitieren. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach Informationen des Tagesspiegels gegen den Neuköllner Neonazi Sebastian T. wegen des Verdachts, unrechtmäßig 5000 Euro Corona-Soforthilfe für Soloselbstständige beantragt und erhalten zu haben. Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen die Wohnung von T. sowie weitere Objekte. Der 34 Jahre alte Rechtsextremist soll das Geld bei der Investitionsbank Berlin (IBB) für seine Garten- und Landschaftsbaufirma eingestrichen haben (…) Der Neonazi wird auch verdächtigt, zusammen mit dem Neuköllner Rechtsextremisten Tilo P. (37) und womöglich weiteren Komplizen für die Serie von Anschlägen in Neukölln verantwortlich zu sein. Seit 2016 wurden im Bezirk mehr als 70 Angriffe verübt, darunter 23 Brandstiftungen. Die Attacken trafen vor allem Linke.

via tagesspiegel: Razzia bei Berliner Neonazi Verdächtiger für Neuköllner Anschläge soll illegal Corona-Hilfe kassiert haben

siehe auch: Verbindungen zu Anschlagsserie Rechtsextremist in Neukölln soll Corona-Hilfen erschlichen haben. Für eine fiktive Firma soll ein 34-Jähriger in Berlin Corona-Soforthilfen erhalten haben. Am Mittwochfrüh wurde seine Wohnung in Neukölln durchsucht. Der Mann ist zugleich einer der Hauptverdächtigen der rechtsextremen Anschlagsserie in dem Bezirk. (…) Durchsucht wurden am Mittwochmorgen zwei Objekte, darunter eine Wohnung im Käthe-Dorsch-Ring in der Nähe von Gropiusstadt. Wie die Generalstaatsanwaltschaft inzwischen dem rbb bestätigt hat, handelt es sich bei dem 34-Jährigen um den Neuköllner Rechtsextremisten Sebastian T. Er wird verdächtigt, gemeinsam mit Komplizen für die Serie von Anschlägen in Neukölln verantwortlich zu sein. T. wird nun auch vorgeworfen, dass er eine Corona-Soforthilfe in Höhe von 5.000 Euro für eine Gartenbaufirma beantragt habe, die es nicht gibt.

#TikTok announces ‘zero tolerance’ for anti-Semitism, hate speech, bigotry

“These policies are all great on paper, but we need to see the tech companies proactively enforcing [them] to protect their users. Social-media companies have to do more than just pay lip service to fighting extremism on their platforms,” said Josh Lipowsky of the Counter Extremism Project. The video-sharing social-networking service TikTok has expressed that it has “a zero tolerance stance” on accounts linked to anti-Semitism and other forms of bigotry. “We have a zero tolerance stance on organized hate groups and those associated with them, like accounts that spread or are linked to white supremacy or nationalism, male supremacy, anti-Semitism and other hate-based ideologies,” said the company in an Aug. 20 blog post on its website. “In addition, we remove race-based harassment and the denial of violent tragedies, such as the Holocaust and slavery,” continued TikTok (…) He said that TikTok’s “comprehensive and specific hate-speech policies … are a step in the right direction for social media,” as “Twitter, Facebook, and other platforms have also instituted policies forbidding hate speech and symbols based on race, religion, sex, and other protected criteria.” “These policies are all great on paper, but we need to see the tech companies proactively enforcing [them] to protect their users,” he stressed. “TikTok and other social-media companies have to do more than just pay lip service to fighting extremism on their platforms. They need to quickly and uniformly enforce their policies to protect against the abuse of their platforms. These are private platforms and the companies that own them have a responsibility to the public to ensure that extremists are not abusing their sites.”

via jns: TikTok announces ‘zero tolerance’ for anti-Semitism, hate speech, bigotry

#TikTok battles to remove video of livestreamed #suicide

TikTok is battling to remove a graphic video of a livestreamed suicide, after the footage was uploaded to the service on Sunday night from Facebook, where it was initially broadcast. Although the footage was rapidly taken down from TikTok, users spent much of Monday re-uploading it, initially unchanged, but later incorporated into so-called bait-and-switch videos, which are designed to shock and upset unsuspecting users. One such video, for instance, begins with a conventional video of an influencer talking to camera, before cutting without warning to the graphic footage. Some TikTok users began warning their followers to look out for the opening frames of the video, which feature a man with long hair and a grey beard, and instantly scroll away if they see the footage. But many reported being curious about the footage as a result, and seeking it out, only to be left distraught and upset by what they saw. TikTok confirmed that it is taking down the footage as it finds it. “On Sunday night, clips of a suicide that had originally been livestreamed on Facebook circulated on other platforms, including TikTok,” a spokesperson said. “Our systems, together with our moderation teams, have been detecting and blocking these clips for violating our policies against content that displays, praises, glorifies, or promotes suicide. We are banning accounts that repeatedly try to upload clips, and we appreciate our community members who’ve reported content and warned others against watching, engaging, or sharing such videos on any platform out of respect for the person and their family.

via guardian: TikTok battles to remove video of livestreamed suicide

Auto von Götz Kubitschek in Dresden beschädigt

In der Nacht auf Montag wurde ein Auto in der Dresdner Neustadt beschädigt, wie die Polizei heute mitteilte. Es soll sich dabei um das Fahrzeug des extrem rechten Verlegers Götz Kubitschek gehandelt haben, gab die Polizei bekannt. Dabei sollen sowohl die Reifen zerstochen, als auch die Front- und eine Seitenscheiben zerstört worden sein. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen bisher nicht vor. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Götz Kubitschek ist einer der bekanntesten Vertreter der sogenannten Neuen Rechten. Auf seinen Rittergut in Schnellroda werden immer wieder Schulungen für rechte Akteur:innen veranstaltet. Darüber hinaus publiziert der 50jährige Kubitschek in seinem „Antaois Verlag“ Bücher von bekannten Mitgliedern der „Identitären Bewegung“ (IB) und bringt selbst die Zeitung „Sezession“ heraus. Neben Kubitschek, der in der Vergangenheit immer wieder Redner auf Demonstrationen von PEGIDA war, hat seine Frau Ellen Kositzka zusammen mit der rechten Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen ein Youtube-Format, in dem sie unter dem Titel „Mit Rechten lesen“ gemeinsam Bücher besprechen. Nicht die einzigen Verbindungen in die Stadt, so wohnt eine Tochter zusammen mit ihrem Lebensgefährten und Kind in Dresden.

via addn: Auto von Götz Kubitschek in Dresden beschädigt

Heidelberg – Ist die #Normannia ein Treffpunkt der rechtsextremen Szene? – #burschenschaft #noIB #antisemitismus #terror

Ein Ex-Mitglied der Burschenschaft meldete sich bei der RNZ. Zudem äußerten sich nun auch Polizei und Staatsanwaltschaft öffentlich zu dem antisemitischen Übergriff auf dem Haus der Normannia. Bislang gibt es acht Beschuldigte. Nachdem der antisemitische Übergriff in den Räumen der Burschenschaft Normannia zu Heidelberg am Montag öffentlich wurde, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag weitere Details bekannt: Aktuell läuft ein Ermittlungsverfahren gegen acht Personen, darunter eine Frau, die im Verdacht stehen, einen 25-jährigen Mann körperlich misshandelt und antisemitisch beleidigt zu haben. Demnach soll der Geschädigte in der Nacht auf Samstag, 29. August, gegen 1 Uhr beleidigt, mit Münzen beworfen und mit Gürteln auf die Beine sowie gegen den Rücken geschlagen worden sein, nachdem er angegeben hatte, dass er jüdische Vorfahren habe. Am 2. September wurde laut Polizei bei einer Hausdurchsuchung umfassendes Beweismaterial sichergestellt. Insgesamt wurden bislang 27 Teilnehmer der Feierlichkeit ermittelt, von denen 8 Personen beschuldigt werden, an den Straftaten beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittlungen werden länderübergreifend geführt, unter anderem im Saarland und in Nordrhein-Westfalen, heißt es weiter vonseiten der Staatsanwaltschaft. Bereits am Montagabend hatte sich ein ehemaliges Mitglied der Burschenschaft Normannia bei der RNZ gemeldet und glaubwürdig berichtet, dass dem Altherrenverband bereits in der Vergangenheit Informationen darüber vorlagen, dass das Verbindungshaus Treffpunkt der örtlichen rechtsextremen Szene sei. Auch soll dem Altherrenverband seit über einem Jahr bekannt gewesen sein, dass es schon früher im Verbindungshaus zu antisemitischen Äußerungen und dem Zeigen des “Hitlergrußes” gekommen sei. Ferner, dass die rechtsextreme “Identitäre Bewegung” regelmäßig Stammtische im Verbindungshaus abhalte und dort politische Aktionen plane.

via mz: Heidelberg – Ist die Normannia ein Treffpunkt der rechtsextremen Szene?

siehe auch: Jüdische Vorfahren: Burschenschafter schlagen Gast mit Gürteln. Die Normannia-Aktivitas wird nach 130 Jahren aufgelöst – Grund ist ein antisemitischer Angriff auf einen jüdischen Gast. Die Normannia zu Heidelberg ist eine Burschenschaft mit langer Tradition. Beziehungsweise, sie war es. Denn der studentische Verein mit dem Motto »Ehre, Freiheit, Vaterland« wurde am 3. September teilweise aufgelöst, und das 130 Jahre nach seiner Gründung. Auf der Website der schlagenden Verbindung steht seitdem über einem Foto schneebedeckter Bergen der knappe Satz: »Die Burschenschaft Normannia zu Heidelberg gibt hiermit die Auflösung ihrer Aktivitas bekannt!« In der Aktivitas sind die studierenden Mitglieder des Vereins zusammengeschlossen. Der Altherrenverband der Normannia soll dagegen bestehen bleiben. JUDE Mutmaßlicher Anlass für die Auflösung der studentischen Gruppe ist nach Berichten verschiedener Medien ein antisemitischer Vorfall in der Nacht vom 28. auf den 29. August. Im Haus der Verbindung, der noblen Villa Stückgarten, die direkt neben dem weltberühmten Heidelberger Schloss gelegen ist, sollen gleich mehrere Normannia-Mitglieder einen Gast von der »Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania« in Heidelberg tätlich angegriffen und mit antisemitischen Beschimpfungen traktiert haben. Zu dem Vorfall kam es offenbar, als der 25-Jährige den übrigen Anwesenden mitteilte, er habe jüdische Vorfahren (…) Bei dem Angriff seien möglicherweise auch Mitglieder anderer Burschenschaften, darunter von der Ghibellinia zu Prag aus Saarbrücken und der Kölner Germania beteiligt gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht momentan von acht Tatbeteiligten aus. Einige von ihnen seien bereits namentlich bekannt. Insgesamt hätten sich in der Villa am fraglichen Abend 27 Personen aufgehalten.

GLS-Konto für Ken Jebsen: Auch zum Coronaleugner sozial

Die GLS-Bank bewirbt sich als besonders ethisch, bietet aber dem Verschwörungs­ideologen Ken Jebsen ein Konto – und beantwortet dazu keine Fragen. Mit ihrem ethischen Anspruch wirbt die Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS) gern auf allen Kanälen. „Geld ist für die Menschen da“, lautet der Hauptwerbespruch des Kreditinstituts mit Hauptsitz in Bochum. Offensiv wirbt die Bank mit von ihr finanzierten Projekten etwa aus den Bereichen Ökolandwirtschaft, erneuerbare Energien oder klimaneutrales Bauen. „Ausschließlich sozial und ökologisch“ wirke die Eröffnung eines Kontos bei der GLS, verspricht die Bank auch in den Schaufenstern ihrer Geschäftsstellen – ein Kontowechsel sei schlicht eine Frage der „Haltung“. Wenig Haltung zeigt die Bank dagegen bei einem ihrer bekanntesten Kunden: Ausgerechnet dem Verschwörungstheoretiker und Coronaleugner Ken Jebsen bietet die GLS eine Geschäftsverbindung. Jebsen, dessen Sendung „KenFM“ nach Antisemitismusvorwürfen schon 2011 aus dem Radioprogramm des RBB geworfen wurde und der seitdem im Internet weitermacht, bittet offensiv um Spenden für sein wirres Nachrichtenportal – am besten sei ein „monatlicher Dauerauftrag“ auf ein Konto bei der GLS, heißt es auf seiner Website. (…) Umso unverständlicher bleibt, dass ausgerechnet die ökosoziale GLS Jebsen Unterstützung bietet. Zwar gibt es daran in Netzwerken wie Twitter schon seit Monaten Kritik, zwar bestätigt ein Banksprecher das Bestehen der Kontoverbindung. Warum diese nicht gekündigt wird, bleibt dagegen offen: Einen zehn Punkte umfassenden Fragenkatalog der taz ließ das Kreditinstitut trotz mehrfacher Nachfrage unbeantwortet: „Zu dem Sachverhalt äußern wir uns nicht“, heißt es aus der GLS-Zentrale lediglich.

via taz: GLS-Konto für Ken Jebsen: Auch zum Coronaleugner sozial

https://twitter.com/derrechterand/status/1303413896326381568