Mediation gescheitert: Streit um Gedenkstätte eskaliert

Der Streit um das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof ist eskaliert: Mehrere Opferverbände sind aus dem Schlichtungsverfahren mit Investor und Kulturbehörde ausgestiegen. Sie lehnen den Einzug der Firma Wintershall Dea, die eine ausgewiesene Nazivergangenheit hat, in das Gebäude in der Hafencity strikt ab. Das Auschwitz-Komitee, die Roma und Cinti Union und der Landesverein der Sinti sowie die Jüdische Gemeinde, die Liberale Jüdische Gemeinde und die Stolperstein-Biographie-Gruppe haben erklärt, nicht weiter an dem Mediationsverfahren teilzunehmen. Der Öl-Konzern Wintershall-Dea, für den Investor ein attraktiver Mieter, ist für die Hinterbliebenen der Nazi-Opfer ein Profiteur von Ausbeutung und Arisierung. „Wir erwarten, dass die Hansestadt Hamburg und ihre Vertragspartner geschlossene Verträge einhalten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Opferverbände. Kulturbehörde und Investor hatten im Jahr 2017 für die Gedenkstätte ein 200-jähriges Dauernutzungsrecht vereinbart. Unter einer Bedingung: Der Investor darf das Gebäude nicht so nutzen, dass es „in der Wahrnehmung der Opfer des Nationalsozialismus im Konflikt steht mit dem Zweck des Dokumentationszentrums.“ Genau das ist in den Augen der Hinterbliebenen nun aber passiert. Am Lohseplatz, dem ehemaligen Vorplatz des Hannoverschen Bahnhofs, wird ein Dokumentationszentrum entstehen, zum Gedenken an die mehr als 8000 Juden, Sinti und Roma, die von hier aus zwischen 1940 und 1945 in Ghettos und Konzentrationslager deportiert wurden. Dass über der Dauerausstellung ausgerechnet ein Konzern seine Büros beziehen soll, der die Nazis nach Kräften unterstützte, sei „eine Zumutung für die Überlebenden und ihre Angehörigen und eine Missachtung der Millionen Ermordeten“, so Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano.

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Roland.h.bueb” title=”User:Roland.h.bueb”>Roland.h.bueb</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link

80 Jahre Barbarossa – ein beispielloser Vernichtungskrieg

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann unter dem Decknamen “Unternehmen Barbarossa” ein beispielloser Vernichtungskrieg, dessen Brutalität alle bis dahin gekannten Grenzen sprengte. Der Überfall auf die Sowjetunion begann mit einer Lüge. Stalin habe das Deutsche Reich bedroht, es galt folglich – so die Nazipropaganda – präventiv zu handeln. Die Wehrmacht sei somit “nur” einem russischen Angriff zuvorgekommen und “in den gewaltigen Aufmarsch der feindlichen Kräfte hineingestoßen”, ließ Hitler in einer Filmreportage der UfA Wochenschau dementsprechend verbreiten. Darin verbreitete Hitler den Irrglauben, es gäbe eine Verschwörung zwischen London und Moskau gegen Deutschland. “Ich habe mich entschlossen das Schicksal und das Leben des Deutschen Reiches wieder in die Hände unserer Soldaten zu legen.” Proklamation von Adolf Hitler, verlesen von Joseph Göbbels in der UfA Wochenschau vom 22.06.1941
Führer-Weisung Nr. 21. Grundlage für den Überfall auf die Sowjetunion stellte die von Hitler verfügte Weisung Nr. 21 (Fall Barbarossa) vom 18. Dezember 1940. Ein streng geheim gehaltenes Dokument, in dem ein halbes Jahr vor dem Angriff Punkt für Punkt festgelegt wurde, auf welche Weise die Vorbereitungen der Oberkommandos zu treffen sind. Die Deutsche Wehrmacht – so das zentrale Argument in dem Papier – müsse darauf vorbereitet sein, auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrussland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen. “Die im westlichen Russland stehende Masse des russischen Heeres soll in kühnen Operationen unter weitem Vortreiben von Panzerkeilen vernichtet, der Abzug kampfkräftiger Teile in die Weite des russischen Raumes verhindert werden.” (Auszug aus der Führer-Weisung Nr. 21) Der unerklärte Vernichtungskrieg Als am 22. Juni 1941 Soldaten aus Deutschland, Finnland, Italien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn die Sowjetunion überfallen, ist die Moskauer Führung überrumpelt. Schnell bewegt sich die Front zunächst nach Osten und erreicht im Juli 1941 bereits das Gebiet von Smolensk.
Der gewaltige Feldzug war von Anfang an als Vernichtungskrieg geplant. Hitler wollte möglichst schnell den gesamten europäischen Teil der Sowjetunion erobern. Die politische und militärische Führungsschicht sowie große Teile der Zivilbevölkerung sollten ermordet werden. Mit massenhaften Vertreibungen wollten die Nationalsozialisten die eroberten Gebiete für deutsche Siedler öffnen. Es begann ein bis dahin beispielloser Kampf um den vermeintlichen “Lebensraum im Osten”. Hitlers rassenideologischer Vernichtungskrieg Die als spontan dargestellte angebliche Präventivaktion wurde lange zuvor unter dem Decknamen “Unternehmen Barbarossa” minutiös vorbereitet. Der auf totale Unterwerfung, wirtschaftliche Ausbeutung und insbesondere auf komplette Vernichtung ethnischer, religiöser sowie gesellschaftlicher Schichten abzielende Überfall auf die Sowjetunion war von Hitler als rassenideologischer Vernichtungskrieg geplant. Was unter anderem aus seinen Anweisungen an den Chef des Wehrmachtsführungsstabes deutlich wird: “Dieser kommende Feldzug ist mehr als nur ein Kampf der Waffen; er führt auch zur Auseinandersetzung zweier Weltanschauungen. Die jüdisch-bolschewistische Intelligenz, als bisheriger ‘Unterdrücker’ des Volkes, muss beseitigt werden.” (Anweisung vom März 1941) (…) Der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, ließ beim Überfall auf die Sowjetunion, ähnlich wie im Polenfeldzug, spezielle “Einsatzgruppen” zusammenstellen, die besonders brutal handelten. Einheiten, die schätzungsweise allein über eine halbe Million Juden, Sinti und Roma sowie kommunistische Funktionäre ermordeten. Das größte Massaker begingen sie Ende September 1941 in der Schlucht von Babyn Jar, als sie innerhalb weniger Tage fast 34.000 Juden aus Kiew ermordeten. An den Massenerschießungen sollen direkt und indirekt auch Wehrmachtsoldaten beteiligt gewesen sein. Nur vereinzelt regte sich deren Reihen Widerstand gegen Hitlers Vernichtungsfeldzug und die damit verbundenen Kriegsverbrechen. Die sowjetischen Verluste im von Stalin ausgerufenen “Großen Vaterländischen Krieg” werden auf 27 Millionen Todesopfer geschätzt, darunter 14 Millionen Zivilisten. Etwa elf Millionen Rotarmisten, also Angehörige der Roten Armee, ließen im Kampf ihr Leben. Ungefähr drei Millionen Kriegsgefangene starben in deutschen Lagern.

via br: 80 Jahre Barbarossa – ein beispielloser Vernichtungskrieg

#Gericht: 96-jährige frühere #KZ-Sekretärin ist verhandlungsfähig – #neverforget #lockherup #nichtsundniemandistvergessen

Die Frau war Sekretärin des Kommandanten des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat die Seniorin wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen angeklagt. Eine wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen angeklagte 96 Jahre alte ehemalige KZ-Sekretärin ist nach Ansicht des Landgerichts Itzehoe verhandlungsfähig. Davon gehe die Kammer nach einem Gutachten aus, sagte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag. Zuerst hatte der »Spiegel« darüber berichtet. Über die Eröffnung des Verfahrens muss noch entschieden werden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat die Seniorin wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen angeklagt. Sie war zwischen 1943 und 1945 Sekretärin des Kommandanten des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig. Nach Überzeugung der Anklagebehörde leistete sie einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Lagers. Die Frau lebt heute in einem Altenheim im Kreis Pinneberg.

via jüdische allgemeine: Gericht: 96-jährige frühere KZ-Sekretärin ist verhandlungsfähig

Horrors of Britain’s Nazi concentration camps revealed: Report details how hundreds of Russian, French, German and Jewish prisoners were starved or beaten to death in hidden Alderney camps

Crimes were detailed in report compiled by intelligence officer Captain Theodore Pantcheff in 1945. A complete copy of the report was being held in the Russian archives and has only just come to light. The largest group sent to concentration camps on Alderney were Russian, Polish and Ukrainian prisoners. French Jews and German and Spanish political prisoners were also imprisoned on the island. The Channel Islands were occupied by the Nazis after Britain deemed them not important enough to defend. A shocking report reveals how hundreds of Jews and political prisoners were starved or beaten to death by the Nazis’ during their occupation of the Channel Islands in the Second World War. The memo, titled Report on Atrocities Committed in Alderney, 1942-1945, was written by intelligence officer Captain Theodore Pantcheff for the British Government after the island was liberated in 1945 following Nazi Germany’s defeat. It has come to light after the Sunday Times obtained a rare copy which was being held in the Russian archives. Pantcheff obtained the testimonies of 3,000 witnesses, including former prisoners of war, German soldiers and civilians. The officer uncovered evidence of mass graves as well as horrific stories of how SS troops who were guarding inmates were given bonuses of extra leave for ‘every five dead prisoners’. The largest group sent to the two concentration camps set up on the island – Lager Sylt and Lager Norderney – were Russian, Polish and Ukrainian prisoners of war and civilians, along with French Jews and German and Spanish political prisoners. In total, at least 700 people died at the labour and concentration camps on Alderney, and more died travelling to or from them. (…) Despite the horrors detailed in the report, only a small number of Germans were ever punished for their crimes in the Channel Islands. Pantcheff’s report included a list of Nazis’ names and the crimes they had been accused of, but the UK did not bring prosecutions. Whilst the contents of the report are now mostly available in the National Archives, they are spread across a number of individual documents. It is rumoured that a full version of the report held by the British Government was thrown away years ago to create storage space. The Plantcheff report gives further detail to what was previously known about war crimes committed by the Nazis in the Channel Islands.

via dailymail: Horrors of Britain’s Nazi concentration camps revealed: Report details how hundreds of Russian, French, German and Jewish prisoners were starved or beaten to death in hidden Alderney camps

Lageplan Konzentrationslager Aldeney B.jpg
By <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Apeto” title=”User:Apeto”>Andree Stephan</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY 3.0, Link

Mass grave of women and children unearthed at ex-Nazi concentration camp

The remains of 500 people have been unearthed at a former Nazi concentration camp called Dulag-191 in Russia’s Voronezh region. A gruesome mass grave of murdered women and children has been unearthed at a former Nazi concentration camp in Russia. The remains of some 500 victims have been found, many showing gunshot wounds and evidence of torture. Other inmates are believed to have died from malnutrition and disease. Some 64 state investigators and search volunteers are currently working at the macabre and long-suspected site, part of a sinister hell camp system called Dulag-191 in Voronezh region. Harrowing video footage shows diggers unearthing skulls and body parts in an area occupied by Hitler’s forces during the Second World War. “The estimated death toll is about 500 people,” said Mikhail Segodin, head of the Don search volunteer squad, referring to this specific mass burial. The Mirror’s newsletter brings you the latest news, exciting showbiz and TV stories, sport updates and essential political information. The newsletter is emailed out first thing every morning, at 12noon and every evening. “The main contingent of the camp was made up of women and children” Archives suggest that overall some 8,500 people perished at Dulag-191, he said. The current search for human remains concentrates on 15 pits – mass graves each containing between 30 and 100 remains in the vicinity of Lushnikovo village, Ostrogozhsky district. “Judging by the remains unearthed so far we see shot wounds, blunt traumas, in other words, broken bones,” said Mr Segodin. “The site is complicated because it was a camp for women and children.” The human remains are in a poor state, he said.

via mirror: Mass grave of women and children unearthed at ex-Nazi concentration camp

Florida Holocaust Museum Defaced with Neo-Nazi Graffiti

In the city of St. Petersburg, officials discovered neo-Nazi graffiti scrawled on the outside wall of the Florida Holocaust Museum. It’s believed the vandals defaced the museum during the overnight hours between Wednesday and Thursday this week. Entrance to the Florida Holocaust Museum in St. Petersburg. The words “Jews are Guilty” were scrawled in big, black letters along with an equally big swastika to punctuate the statement.

via jewishpress: Florida Holocaust Museum Defaced with Neo-Nazi Graffiti

#Rechtsextremismus-Verdacht – #Berliner #ElsengrundSchule droht Aufhebung der Unterrichts-Genehmigung – #FreigeistSchule #anthroposiophie

Nach dem Vorwurf der rechtsextremen Unterwanderung einer freien Schule in Berlin-Mahlsdorf sollten dort umfassende Reformen beginnen. Doch Lehrkräfte und Eltern stellen sich gegen die Pläne der neuen Geschäftsführung. Zur “Freigeist-Schule” hat sich die vormalige Schule am Elsengrund in Berlin-Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf) inzwischen umbenannt. Doch hinter der neuen Fassade sei der Geist der rechtsextremen Unterwanderung an der Schule nicht auszutreiben. Das ist der zentrale Vorwurf, den führende Mitarbeiterinnen der Schule in E-Mails an Parlamentarierinnen und die Senatsverwaltung für Bildung erheben. Die Schreiben liegen rbb24 Recherche vor. Zur Erinnerung: Vor einem halben Jahr berichtete der WDR [ardmediathek.de] über die damalige Freie Schule am Elsengrund. Die Schulleitung soll Kontakte zum Holocaustleugner Bernhard Schaub gepflegt haben, was sich auch im Schulalltag widergespiegelt haben soll. So soll beispielsweise rechtes Gedankengut in den Geschichtsunterricht eingeflossen sein. Die Schule bestritt damals die Vorwürfe. Nach massivem öffentlichem Druck traten im März dann Schulleitung und Geschäftsführung zurück, eine neue Geschäftsführerin übernahm. Sie wollte den Reform- und Entwicklungsprozess der Schule einleiten. So kündigte sie beispielsweise einem Lehrer, der der rechtsextremen “Identitären Bewegung” nahestehen soll. Wenn man den Hilferufen der Mitarbeiter*innen der Schule Glauben schenken darf, wollen nicht alle an der Schule diesen Reformprozess fortsetzen. In den Mails heißt es: “Das Kollegium reflektiert sich nicht, sieht sich in der Opferrolle. Es übernimmt niemand die Verantwortung für das Wegsehen über Jahre.” (…) In der zuständigen Senatsverwaltung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sind die Vorgänge bekannt. Die Pläne der Geschäftsführung, mithilfe eines externen Beraters die Schule weiterzuentwickeln, sah man dort bislang positiv. Sie würden “kontinuierlich geprüft und begleitet”, erklärt ein Sprecher der Senatsverwaltung auf Anfrage von rbb24 Recherche. Auch wenn die Senatsverwaltung eigentlich nicht in interne Vorgänge eines freien Trägers eingreifen darf, heißt es weiter: “Die Aufhebung der Genehmigung der Ersatzschule kann nur durch Abhilfe der festgestellten Mängel vermieden werden.” Die aktuell betriebene Ablösung der Geschäftsführung dürfte da wenig hilfreich sein. Die Schulaufsicht sähe es dabei dezidiert lieber, wenn die rund 150 Schulplätze erhalten bleiben könnten. Dafür sei “die begonnene Neubesetzung der Schulträgergesellschaft und des Kollegiums mit anschließender schriftlicher Vereinbarung zum Schulentwicklungsprozess” für die nächsten Jahre erstrebenswert.

via rbb: Rechtsextremismus-Verdacht – Berliner Elsengrund-Schule droht Aufhebung der Unterrichts-Genehmigung