Landgericht Berlin: Rechtsextremer „#Volkslehrer“ zu Bewährungsstrafe verurteilt – #LockHimUp

Der ehemalige Grundschullehrer und Blogger verbreitete Verschwörungstheorien, äußerte sich antisemitisch und leugnete den Holocaust. Nun wurde Nikolai N. schuldig gesprochen. Lehrer, rechtsextremer Blogger, Holocaustleugner und mittlerweile ein vermeintlich geläuterter Familienvater – der Steckbrief des Angeklagten, der an diesem Freitag zum wiederholten Mal in einer der Gerichtssäle des Kriminalgerichts Moabit sitzt, liest sich wie ein wirr verfasster Roman. „Ich will diese Zeit hinter mir lassen“, sagt Nikolai N. im Verlauf der Berufungsverhandlung. Immer wieder betont der wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und weiteren Delikten vor Gericht stehende Angeklagte, dass er sich verändert habe. Mit seinem Alter Ego, dem Volkslehrer, der antisemitische Parolen verbreitet und den Hitlergruß zeigt, habe er nichts mehr zu tun. Aber je länger die Verhandlung andauert, desto deutlicher zeigt sich, dass der 44-Jährige seine begangenen Straftaten nur bedingt bereut. Angesichts der Tatsache, dass die Forderung einer Haftstrafe von elf Monaten im Raum steht, eine gewagte Inszenierung. Schließlich fällt das Gericht ein überraschendes Urteil.

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“DOKTOR TOD” – Wie Aribert Heim, der “Schlächter von Mauthausen”, der Verfolgung entging

Erst 1962 wurde ein deutscher Haftbefehl gegen den steirischen Ex-SS-Arzt ausgestellt. Als die Suche nach dem hundertfachen Mörder intensiviert wurde, war es zu spät. Als 1947/48 der Eishockey Club Bad Nauheim deutscher Vizemeister wurde, war die Freude groß, nicht zuletzt auch beim österreichischen Teammitglied Aribert Heim. Bereits als Schüler war Heim steirischer Meister im Diskuswurf gewesen, und als Medizinstudent spielte er Eishockey im Wiener Club EK Engelmann. Mit diese Mannschaft wurde er sogar zweimal österreichischer Meister sowie 1939 deutscher Meister und bekam in diesem Jahr die Sportehrennadel der Stadt Wien verliehen. Wenigen fiel bei den Feiern in Bad Nauheim auf, dass Heim kamerascheu war. Niemand wusste damals, dass er Gründe dafür hatte: Der damals 34-jährige Eishockeyspieler und Arzt hatte sich nur wenige Jahre zuvor als “Doktor Tod” und “Schlächter von Mauthausen” zwei grausame Beinamen erworben. Womöglich mehr als hundert Menschen Menschen waren im Konzentrationslager Opfer seiner sadistischen Brutalität geworden. Nach 1945 kam er dennoch so gut wie unbehelligt davon. Und als man endlich ernsthaft nach ihm zu fahnden begann, war es längst zu spät. Als Jungarzt bei der Waffen-SS Aribert Ferdinand Heim wurde 1914 in Radkersburg in der Steiermark geboren. Er studierte Medizin – zunächst in Wien und dann in Rostock. 1935 wurde er noch in Österreich illegales Mitglied der österreichischen NSDAP und der SA. Im April 1940 meldete er sich freiwillig zur Waffen-SS, bei der er 1944 den Rang eines SS-Hauptsturmführers erreichte. Ab August 1940 war er bei dem Sanitätsersatzbataillon der SS-Verfügungstruppe in Prag stationiert. Wenig später wurde er Lagerarzt im KZ Sachsenhausen und ab Juni 1941 im KZ Buchenwald. Im Juli 1941 kam er schließlich in das KZ Mauthausen bei Linz, wo der 27-jährige Jungarzt – sein Studium hatte er erst im Jänner 1940 an der Uni Wien beendet – wegen seiner Grausamkeit schnell gefürchtet war. Zu Übungszwecken führte er mindestens 243 medizinisch nicht indizierte Operationen an Häftlingen aus, oft sogar ohne Narkose. 53 seiner Opfer starben postoperativ. Gemeinsam mit Erich Wasicky tötete er hundertfach Juden durch diverse Injektionen direkt ins Herz. Die beiden wollten auf diese Weise herausfinden, welches Gift am schnellsten zum Tode führte (…) Der Fall Heim zeigt, wie es mit viel Glück und etwas Geschick seitens des Flüchtigen, sowie erheblichen Unzulänglichkeiten seitens der internationalen Fahndung, vielen Naziverbrechern gelingen konnte, ihrer Strafe zu entgehen. Bei genauerer Betrachtung zeigt er aber auch weitaus Bedenklicheres. Unter uns leben wohl immer Personen, deren korrupte Moral es erlaubt, in menschenverachtender Weise bestialische Untaten zu verüben. Dass solche Verbrecher auch unter Ärzten zu finden sind, die doch nach ethischen Prinzipien handeln sollten, ist bedrückend.

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NSDAP, SS und Militärrichter – Alice Weidel will nichts von der NS-Karriere ihres Großvaters gewusst haben

Alice Weidels Großvater Hans war Mitglied von NSDAP und SS, arbeitete während des Krieges als Militärrichter. Die AfD-Chefin sagt, das sei nie Thema in ihrer Familie gewesen. Sie habe keinen Kontakt zu ihrem Opa gehabt. Der Jurist Hans Weidel (1903–1985) stieg im NS-Staat schnell auf. Er hatte als Nationalsozialist im Kreis und der Stadt Leobschütz, dem heutigen Głubczyce, wichtige Ämter und Funktionen inne. Während des Zweiten Weltkriegs war er Militärrichter bei der Kommandantur Warschau. Das geht aus Recherchen der »Welt am Sonntag« hervor, die Dokumente des Bundesarchivs und des polnischen Staatsarchivs ausgewertet hat. Hans Weidel war der Großvater der heutigen Fraktionsvorsitzenden der AfD, Alice Weidel. Sie will von der Karriere ihres Großvaters zu NS-Zeiten nichts gewusst haben, wie sie ihren Sprecher der »Welt« ausrichten ließ, nachdem sie mit den Ergebnissen der Recherche konfrontiert worden war. »Aufgrund familiärer Dissonanzen, gab es weder Kontakt zum Großvater, der bereits im Jahr 1985 starb, noch war er Gesprächsthema in der Familie.« Den Vorwurf, die AfD würde die NS-Zeit weitgehend ausblenden und verharmlosen, wies Weidel, die beim Tod ihres Opas sechs Jahre alt war, demnach zurück. Der NSDAP war Hans Weidel 1932 beigetreten, kandidierte im März 1933 als Stadtverordneter und wurde laut der Recherchen »Fraktionsführer der NSDAP«. Mitglied der SS war Weidel ausweislich von Dokumenten ab Januar 1933. Zugleich stieg er zum Kreisgruppenführer des Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes auf. Dieser verstand sich als »Hüter und Wahrer von völkischen Lebensgesetzen« und propagierte den »Kampf gegen das Judentum im Recht«. Insgesamt gehörte Weidel zehn verschiedenen NS-Organisationen an.

via spiegel: NSDAP, SS und Militärrichter Alice Weidel will nichts von der NS-Karriere ihres Großvaters gewusst haben

Far-Right Extremist Candace Owens Refused Entry To Australia – #KickHerOut

“Australia’s national interest is best served when Candace Owens is somewhere else,” the country’s immigration minister said. Far-right conspiracy theorist Candace Owens won’t be taking her speaking tour to Australia after her visa was denied due to her hateful rhetoric. “From downplaying the impact of the Holocaust with comments about [Nazi physician Josef] Mengele through to claims that Muslims started slavery, Candace Owens has the capacity to incite discord in almost every direction,” Australian immigration minister Tony Burke, a member of the center-left Labor government, told local media over the weekend. “Australia’s national interest is best served when Candace Owens is somewhere else.” Shadow immigration minister Dan Tehan, of the center-right Liberal Party, had also said in August that the government should block Owens’ visa on character grounds to prevent the spread of “hateful messages.” In July, Owens suggested on her podcast that the gruesome experiments Mengele conducted on twins at Holocaust death camps never happened, saying “that just sounds like bizarre propaganda.”

via huff: Far-Right Extremist Candace Owens Refused Entry To Australia

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Von Elekes AndorEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

AfD-Infostand am Tag der Reichspogromnacht auf Danziger Platz?

Es ist eine Idee, die einem die Zornesröte ins Gesicht treibt. Ausgerechnet am 9. November, dem Datum der Reichspogromnacht, plant die zumindest in großen Teilen rechtsextreme AfD einen Infostand mit Glühwein und Würstchen auf dem Danziger Platz in Landau. Danzig ist die Stadt, von der aus die Nazis mit dem Angriff auf ein polnisches Munitionsdepot auf der Westerplatte den Zweiten Weltkrieg starteten. Man könne Tag und Ort – auch in Kombination – für Absicht halten, sagt Ordnungsdezernent Lukas Hartmann. Er jedenfalls tue das. Und weil er befürchtet, dass er oder die Mitarbeitenden der Stadt gefragt werden könnten, warum sie das zulassen, geht er in die Offensive und weist aktiv auf den Termin hin, den die Partei beim Ordnungsamt angemeldet hat. Die AfD sei keine verbotene Partei, auch wenn es seiner Ansicht nach ausreichend Gründe gebe, ein Verbotsverfahren zu starten. Aber: Die AfD dürfe für ihr Programm werben. Auch wenn zu dem Programm unter anderem gehöre, zehn Millionen Deutsche des Landes zu verweisen, das Sozialsystem zu demontieren und das Land an Russland zu verkaufen. Trotz allem: Man habe rechtlich schlicht keine Möglichkeit, den Infostand zu verhindern. Und an Recht und Gesetz müsse sich die Verwaltung halten.

via rheinpfalz: AfD-Infostand am Tag der Reichspogromnacht auf Danziger Platz?

siehe dazu auch: HOLOCAUST IN LANDAU Tod und Vertreibung. Am Abend des 9. November 1938 brennt die Synagoge in LandauFoto: Stadtarchiv Landau hochgeladen von Roland Kohls Jüdisches Leben. Bereits vor der Pogromnacht floh die Hälfte der jüdischen Bürger aus Landau. Nach den Gewaltexzessen dieser Nacht wurden fast alle vertrieben. Wer dann noch da war, wurde im Oktober 1940 nach Gurs verschleppt. Viele fanden dort oder später in den Vernichtungslagern der Nazis den Tod. Das Haus der SA lag unweit der Landauer Synagoge. Nachdem der Befehl von der Gestapo aus Neustadt am Abend des 9. November 1938 kam, lief ein SA-Trupp zur Synagoge, besorgte sich an der gegenüberliegenden Tankstelle Benzin, brach das Gotteshaus auf, goss das Benzin über die Einrichtung und zündete es an, so die Leiterin des Landauer Stadtarchivs Christine Kohl-Langer. Die Feuerwehr schaute zu und passte nur auf, dass das Feuer nicht auf andere Gebäude übergriff. Dann zogen die SA-Männer durch die Stadt, demolierten jüdische Geschäfte und Häuser. Die jüdischen Haushaltsvorstände wurden verhaftet, in den Betsaal in der Schützengasse verbracht, wo sie gezwungen wurden, eine Generalvollmacht zur Abtretung ihres Grundbesitzes zu unterzeichnen. Dann wurden sie ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, so die Historikerin. Wer zusicherte seine Heimat zu verlassen, durfte zurück nach Landau, um es schleunigst zu verlassen. Die Synagoge wurde einige Tage später „aus Sicherheitsgründen“ gesprengt. Am damaligen Standort an der Ecke Friedrich-Ebert-/Reiterstraße erinnert seit 1968 ein Mahnmal an die Synagoge.

screenshot website; archive is Ilukv

#MÖRFELDEN-#WALLDORF – Muslimin mit Kopftuch wird bei #KZ-#Gedenkstätte rassistisch angegriffen

In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf wurde eine junge Muslimin, die dort als Führerin beschäftigt ist, von einem Mann rassistisch angegriffen. Kein Einzelfall. In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf kam es zu einem rassistischen Vorfall, als eine junge Muslimin während einer Führung von einem Teilnehmer verbal angegriffen wurde, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Die 22-jährige, die ein Kopftuch trägt, führte eine Gruppe von etwa 20 Personen durch die Gedenkstätte, als sie von einem Mann mit seinen Fragen verbal angegriffen wurde. Er machte abfällige Bemerkungen über ihr Kopftuch und stellte ihre Berechtigung infrage, an einem Ort zu arbeiten, der den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Der Mann ging so weit, dass er der jungen Muslimin den Weg versperrte und auf das Kopftuch zeigte, um seine Abneigung zu verdeutlichen. Versuche, die Situation zu erklären und die Bedeutung Tragens des Kopftuchs darzulegen, wurden von ihm ignoriert. Die Muslimin fühlte sich durch die körperliche Nähe und die bedrohliche Haltung des Mannes eingeschüchtert. Besonders belastend für sie war die Untätigkeit der übrigen Gruppenmitglieder; lediglich eine Frau versuchte, ihr beizustehen, wurde jedoch ebenfalls abgewiesen. Die Leiterin des Horváth-Zentrums, Cornelia Rühlig, äußerte sich erschüttert über das Verhalten des Mannes und wandte sich an die Antidiskriminierungsstelle. Ein Gespräch mit der Gewerkschaftsgruppe fand statt, bei dem sich die Verantwortlichen entschuldigten, während der Mann keinerlei Einsicht zeigte und seine Kritik sogar verschärfte.

via islamq: MÖRFELDEN-WALLDORF Muslimin mit Kopftuch wird bei KZ-Gedenkstätte rassistisch angegriffen

siehe auch: „Was soll das Ding?“: Verbaler Angriff wegen Kopftuch bei Gedenkstätten-Führung. Mehr als jeder zweite schwarze Mensch erlebt Rassismus in Deutschland – Muslime ebenfalls betroffen. In der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf attackiert ein Mann eine junge Muslimin, die seine Gruppe durch die Anlage führt. Antimuslimischer Rassismus ist kein Einzelfall. Mörfelden-Walldorf – Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus haben drastisch zugenommen. Die Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit Claim meldete im Juni einen bundesweiten Anstieg von 114 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau beobachtet eine Zunahme, wie Büroleiterin Sedef Yildiz und Nilüfer Aldmeri von der dazugehörigen Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus bestätigen: „Die Menschen auf der Straße fühlen sich freier, sich rassistisch zu äußern.“ Ein solcher Fall ist Khalila B. (Name von der Redaktion geändert). Die 22-Jährige arbeitet in der KZ-Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf und studiert Gymnasiallehramt. Meistens führt sie Schülergruppen über den Waldlehrpfad und in das Margit-Horváth-Zentrum. Diesmal habe es sich um eine 20-köpfige Gewerkschaftsgruppe gehandelt, berichtet B. der Frankfurter Rundschau. Ein Herr sei durch besonders hartnäckige Fragen zu Details der Rollbahn des Frankfurter Flughafens aufgefallen, die von jüdischen Zwangsarbeiterinnen gebaut worden war. „Ich hatte das Gefühl, dass er mich vorführen will“, sagt B. Sie ist gläubige Muslima, trägt auch ein Kopftuch. „Ich stand mit dem Rücken an der Brüstung“ Als die Gruppe in der Gedenkstätte angekommen ist, attackiert der Mann sie. „Ich stand mit dem Rücken an der Brüstung und er versperrt mir den Weg, und legte eine Hand neben mich an das Geländer“, erinnert sie sich. Er habe auf das Kopftuch gedeutet und gefragt: „Was soll denn das Ding? Sie haben doch aufgeklärt gewirkt, und nun tragen Sie das?“ Ob sie nicht wisse, dass Frauen in islamischen Ländern manipuliert werden würden. Als sie ihm erklären will, was das freiwillige Tragen des Kopftuchs für sie bedeutet, wiegelt er ab, er wisse Bescheid. B. fühlt sich durch die körperliche Nähe und Größe des Mannes bedroht. Noch schlimmer empfindet sie jedoch, dass keiner aus der Gruppe ihr hilft. Nur eine Frau habe versucht, sich neben sie zu stellen, doch der Mann habe die Frau weggewiesen. Anfeindungen, zum Beispiel dass sie dahin gehen solle, woher sie komme, erlebe sie immer wieder, sagt Khalila B. Doch diesmal sei es ihr besonders nah gegangen, weil es an ihrem Arbeitsplatz geschah.

https://twitter.com/IslamiQde/status/1847290420272709714

Serbia celebrated the 80th anniversary of the liberation of Belgrade from the Nazis

Serbia honored the memory of Soviet soldiers on the occasion of the 80th anniversary of the liberation of Belgrade from Nazi invaders. This is reported by RIA Novosti. The solemn ceremony took place on Mount Avala, near the Serbian capital, with wreaths being laid at the monument to fallen Soviet soldiers. The ceremony was led by the Minister of Labor, Social Security and Veterans Affairs. Nemanja Starovic and Minister of Defense Bratislav Gasic with the participation of representatives of the military department, leaders of the embassies of Russia, Belarus, Kazakhstan and Azerbaijan. Then the wreath-laying ceremony took place at the monument to the Liberators of Belgrade. Representatives of the Russian and Belarusian embassies attended the event, with the formation of an honor guard and the singing of the republican anthem.

via topbuzztimes: Serbia celebrated the 80th anniversary of the liberation of Belgrade from the Nazis

Oslobođenje Beograda, pobeda.jpg
By Unknown author – https://znaci.org/00001/245.htm, Public Domain, Link