Verhaltensscanner im Mannheim:  Hier wird die Überwachung getestet, die so viele Städte wollen

Viele deutsche Städte wünschen sich Videoüberwachung mit KI-gestützter Verhaltenserkennung. Die wird seit sieben Jahren in Mannheim getestet. Ein Besuch der überwachten Orte zeigt, was diese Form der Überwachung mit den Menschen in einer Stadt macht – und wie schlecht die Technologie funktioniert. (…) 70 Kameras filmen den öffentlichen Raum in Mannheim. Bei 46 dieser Kameras untersucht eine Software die Bewegungsmuster der überwachten Menschen. Dafür verwandelt sie die Personen in Strichmännchen mit Knotenpunkten an den Gelenken und erfasst, wie sich die Gliedmaßen bewegen. So soll die Software vor allem Schläge, Tritte, Schubse, Rempler und Würgegriffe erkennen, aber auch andere Bewegungen wie Stehen, Gehen, Rennen, Rad- und Rollerfahren, Taumeln, Tanzen, Sitzen, etwas Tragen und jemanden Umarmen. Auch aggressive oder defensive Körperhaltungen soll die Software detektieren, so die Mannheimer Polizei. „Mannheimer Modell“ haben die Verantwortlichen das Projekt genannt, das seit 2018 im Einsatz ist. Die Software soll dabei nicht nur Bewegungsmuster von mutmaßlich kriminellen Handlungen erfassen, sondern auch „Normalsituationen“, so die Mannheimer Polizei. Das sei erforderlich, „um diese von den polizeilich relevanten Sachverhalten abzugrenzen.“ Eine sogenannte KI schaut also mit 46 Augen permanent zu, was Menschen in Mannheim so treiben. Die Stadt ist ein Reallabor – und Passant*innen wie Svenja sind so etwas wie Labormäuse. (…) Zwei Erweiterungen des Mannheimer Modells sind bereits geplant: Die Software soll in Zukunft bestimmte Gegenstände, etwa Waffen, erkennen. Und wenn sie eine mutmaßliche Straftat entdeckt, können die gefilmten Gesichter bald vom Landeskriminalamt durch eine Gesichtersuchmaschine gejagt werden. Im September 2024 hat die Landesregierung beschlossen, Lizenzen für eine solche Software zu kaufen. Das Mannheimer Modell ist auch nach sieben Jahren weit von einem evidenzbasierten Betrieb entfernt. Die Vision seiner Fans sind schwarze Bildschirme, die nur anspringen, wenn die Software einen Alarm generiert. Tatsächlich wird dieses Konzept in der Mannheimer Videoüberwachungszentrale bisher nur auf einem einzelnen Bildschirm erprobt. Daneben gibt es zahlreiche weitere Monitore, auf denen weiter Beamt*innen das Geschehen in der Stadt beobachten. Der versprochene Vorteil für die Privatsphäre ist in der Praxis also nicht gegeben. Die Mannheimer Polizei kann oder will auf Anfrage zudem nicht sagen, wie oft die Software angeschlagen hat und wie oft dadurch eine strafbare Handlung entdeckt wurde. „Der für das Projekt ablesbare Erfolg besteht in der stetigen Weiterentwicklung des Systems und kann zum derzeitigen Projektstand nicht mit Kennzahlen dargestellt werden“, schreibt sie. Zu Beginn des Projekts hoffte die Mannheimer Polizei noch, das System könne irgendwann auch die Bewegungen bei einem Drogendeal oder Taschendiebstahl erkennen. Das zeigt die auf dem Kanal der Filmakademie Baden-Württemberg veröffentlichte Dokumentation „all eyes on you“. Heute schreibt die Polizei: „Ob das Ziel der Detektion von feinmotorischen Handlungsweisen erreicht werden kann, kann derzeit nicht beantwortet werden.“

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Waffenfunde in Schleswig-Holstein Wieso die Behörden über radikalisierte Jugendliche schweigen – #terror

Bei vier Jugendlichen finden Po­li­zis­t*in­nen mehrere Waffen und Chemikalien. Zum politischen Hintergrund wollen die Behörden aber nichts sagen. Sie sind noch jung – und offenbar so radikal wie anschlagsbereit gewesen: In Schleswig-Holstein musste die Polizei vergangene Woche gegen vier Jugendliche vorgehen. Bei den Durchsuchungen in den elterlichen Wohnungen der Verdächtigen im Alter von 15 bis 17 Jahren fanden die Po­li­zei­be­am­t:in­nen scharfe Waffen und Waffenbauteile, verschiedene Chemikalien sowie technische Geräte. Zwei der Verdächtigen stehen deshalb im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Straftat geplant zu haben, sagt der Flensburger Oberstaatsanwalt Thorkild Petersen-Trö der taz. Bei den zwei anderen Verdächtigen werde geprüft, ob sie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Dass die vier Jugendlichen „die gefundenen Gegenstände auch zum Einsatz bringen“ wollten, bestätigt Petersen-Trö. Inwieweit aber schon konkrete Anschlagsziele anvisiert wurden, lässt er auf Nachfrage offen. Ebenso offen lässt er, ob ein politisch motivierter Hintergrund vorliegt. Dies sei möglich, vorerst wolle er diesen aber auf Nachfrage der taz nicht weiter erläutern. Auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten allerdings antwortete Petersen-Thrö mit einer bemerkenswerten rhetorischen Frage: „Wenn Personen so viel zusammenbasteln und nicht ganz gesellschaftskonforme Einstellungen besitzen, stellt sich die Frage, was wollen die damit?“. Mit der Erwähnung von „nicht gesellschaftskonformen“ Einstellungen werden Spekulationen geweckt: Was ist gesellschaftskonform und was „nicht ganz“? Die Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein (RBT) warnen deshalb vor einer Bagatellisierung der verdächtigten Jugendlichen und ihrer geplanten Taten. „In den Ermittlungen findet sich ein Ton der Verharmlosung – die Jugendlichen haben aber Waffen und Chemikalien zusammengetragen“, sagt RBT-Leiter Torsten Nagel.

via taz: Waffenfunde in Schleswig-Holstein Wieso die Behörden über radikalisierte Jugendliche schweigen

Ελεύθερος ο 18χρονος που εμπλέκεται στο αμερικανικό δίκτυο πορνογραφίας ανηλίκων « #764 »

Ισχυρίστηκε πως ο 21χρονος συλληφθέντας χρησιμοποιούσε το κινητό του και το WiFi του για να εισέρχεται στις επίδικες ιστοσελίδες. Ελεύθερος με περιοριστικούς όρους αφέθηκε, μετά την απολογία του στην 6η τακτική ανακρίτρια Θεσσαλονίκης, ο 18χρονος που κατηγορείται ως μέλος διεθνούς κυκλώματος σεξουαλικής εκμετάλλευσης ανηλίκων και διακίνησης υλικού παιδικής πορνογραφίας, με την επωνυμία δίκτυο «764» και έδρα τις ΗΠΑ. Για την ίδια υπόθεση κρίθηκε προφυλακιστέος, την περασμένη Παρασκευή, ένας Ελληνοαμερικανός, 21 ετών, που φέρεται ως ηγετικό στέλεχος του συγκεκριμένου κυκλώματος. (…) Μάλιστα, τον 21 ετών βασικό κατηγορούμενο της υπόθεσης, ζητούσαν οι ΗΠΑ με διεθνές ένταλμα, αλλά λόγω της ελληνικής ιθαγένειάς του αποφασίστηκε να μην εκδοθεί. Οι ελληνικές δικαστικές αρχές τον κατηγορούν για ένταξη σε εγκληματική οργάνωση, σωματικές βλάβες σε βάρος αδύναμων ατόμων, πορνογραφία ανηλίκων και εκδικητική πορνογραφία. Για τις ίδιες πράξεις, που φαίνεται να τελέστηκαν το διάστημα από τα τέλη του 2023 έως τον Απρίλιο του τρέχοντος έτους, κλήθηκε να απολογηθεί και ο 18χρονος που φέρεται ως συνεργός του Ελληνοαμερικανού. Ο ίδιος, κατά πληροφορίες, απολογήθηκε ότι ήταν φίλοι και συμμαθητές με τον 21 ετών συγκατηγορούμενό του και ότι ο τελευταίος χρησιμοποιούσε το δικό του κινητό τηλέφωνο και WiFi για να εισέρχεται στις επίδικες ιστοσελίδες, χωρίς να γνωρίζει όμως το περιεχόμενό του.

via skai: Ελεύθερος ο 18χρονος που εμπλέκεται στο αμερικανικό δίκτυο πορνογραφίας ανηλίκων «764»

Gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten vor Asylwerberunterkunft in #Irland

Polizisten wurden mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Ziegelsteinen angegriffen. Sechs Personen wurden festgenommen. Bei Protesten vor einer Unterkunft für Asylwerber in Dublin ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Polizisten seien mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Ziegelsteinen angegriffen worden, auch ein Polizeifahrzeug sei vor dem Hotel bei Saggart südwestlich von Dublin in Brand gesetzt worden, teilte die irische Polizei Gardaí mehreren Medienberichten zufolge mit. Sechs Menschen wurden demnach am Dienstagabend festgenommen. Das Hotel wurde als Asylwerberunterkunft genutzt, ob sich zum Zeitpunkt des Protests dort Schutzsuchende aufhielten, war zunächst unklar. Der irische Regierungschef Micheál Martin verurteilte die gewaltsamen Angriffe auf die Beamten aufs Schärfste: Es gebe keine Rechtfertigung für die “abscheulichen” Übergriffe, “die alle richtig denkenden Menschen schockieren”, teilte der Taoiseach in einem X-Beitrag mit. Etwa 2.000 Menschen versammelten sich laut dem irischen öffentlich-rechtlichen Sender RTÉ bei dem Protest. Zum Anlass für die Ausschreitungen hatten sie laut Medien einen sexuellen Übergriff auf ein Mädchen in der Gegend genommen. RTÉ zitierte den Einsatzleiter der Polizei, wonach es sich um eine Versammlung handelte, “die in sozialen Medien von unterschiedlichen Gruppen organisiert wurde, die Hass und Gewalt säen und andere dazu ermutigen, sich zu beteiligen”. Demnach stellte sich die Polizei bereits Stunden vor dem Protest auf gewalttätige Ausschreitungen ein

via standard: Gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten vor Asylwerberunterkunft in Irland

siehe auch: 6 arrested after protesters clash with police outside Dublin hotel housing asylum seekers Some attacked police who stood between them and the hotel, with attempts to charge the police line with horse-drawn carts. Six people were arrested after a crowd outside a hotel housing migrants near Dublin threw bricks, bottles and fireworks at officers and burned a police van, Ireland’s national police force said Wednesday. One police officer was treated for a foot injury, said the force, the Garda Siochana. Hundreds of people, many waving Irish tricolor flags, gathered outside the CityWest Hotel in Saggart, on the fringes of Dublin, on Tuesday evening after reports of a sexual assault in the area. Some attacked police who stood between them and the hotel, with attempts to charge the police line with horse-drawn carts. Police used pepper spray as they tried to disperse the crowd. Police Commissioner Justin Kelly condemned what he called “thuggery” by “a mob intent on violence.” Prime Minister Micheál Martin said there was “no justification” for the disorder. Hotels housing asylum-seekers have attracted protests in Ireland, as well as in neighboring Northern Ireland and Britain, often spurred by reports of crimes committed by residents and stoked by anti-immigration and far-right campaigners.

NARRENFREIHEIT – #MAGA-Richter: Trumps Social-Media-Postings darf man nicht ernst nehmen – #shitposting

KI-Videos und Verschwörungstheorien: Die von Trump ernannten Richter geben dem US-Präsidenten einen Freifahrtschein in sozialen Netzwerken. König Donald sitzt mit goldener Krone auf dem Kopf und schlecht sitzender Maske in einem Kampfjet und wirft Fäkalien über den Demonstrantinnen und Demonstranten der No-Kings-Proteste vom vergangenen Wochenende ab. Gepostet vom US-Präsidenten selbst, der damit zeigt, was er vom Recht der Versammlungsfreiheit hält. Früher wäre es noch unvorstellbar gewesen, dass ein US-Präsident so etwas in den sozialen Medien postet. Alles nicht so schlimm, meinen Trumps treue Richter. Man dürfe Social Media Postings des Präsidenten eben nicht so ernst nehmen. (…) In der Berufung sahen es zwei von Trump ernannte Richter aber anders: In ihrer Begründung schrieben sie sinngemäß, dass man Trumps Postings nicht ernst nehmen könne. “Das Bezirksgericht hat sich geirrt, indem es den Aussagen des Präsidenten in den sozialen Medien zu viel Gewicht beigemessen hat”, heißt es da. Die einzige Gegenstimme kam von einer von Ex-Präsident Bill Clinton ernannten Richterin. Die Trump-freundlichen Richter entschuldigten die bizarren Posts des Präsidenten. “Auch wenn der Präsident das Ausmaß des Problems in den sozialen Medien übertrieben darstellen mag, ändert dies nichts daran, dass andere Fakten eine haltbare Grundlage zur Untermauerung der gesetzlichen Anforderungen bieten”, schrieben die von Trump ernannten Richter. Bei Gizmodo ist man entsetzt: Ein US-Präsident habe eine andere Verantwortung als ein beliebiger Shitposter im Teenageralter, heißt es da. “Wenn die mächtigste Person des Landes etwas auf Truth Social verbreitet, sollte man erwarten, dass es ernst genommen wird. Doch Trumps Verteidiger geben sich größte Mühe, zu versichern, dass seine Online-Verlautbarungen keine Rolle spielen – selbst wenn sie erwiesene Lügen sind.”

via standard: NARRENFREIHEIT MAGA-Richter: Trumps Social-Media-Postings darf man nicht ernst nehmen

Warum ÖVP und SPÖ die FPÖ als “rechtsextrem” bezeichnen

Seit Herbert Kickl die Freiheitlichen anführt, wurden 168 sogenannte Einzelfälle gezählt. Wie andere Parteien damit umgehen Unter Herbert Kickl hat sich die FPÖ spürbar verändert – nicht nur inhaltlich, sondern auch im Ton. Der frühere Innenminister, mittlerweile Parteichef, prägt die Freiheitlichen wie kaum ein anderer vor ihm. Für die ÖVP ist Kickl der Grund, die FPÖ als rechtsextrem zu bezeichnen. Im August vergangenen Jahres, mitten im Wahlkampf, überschritt die Volkspartei eine bis dahin geltende Schwelle – und bezeichnete die FPÖ erstmals offiziell als “rechtsextrem”. Es war Christian Stocker, damals noch Generalsekretär, heute ÖVP-Chef und Bundeskanzler, der die Linie vorgab. Die Freiheitliche Partei unter Kickl, sagte Stocker, habe sich “zu einer rechtsextremen Partei entwickelt”. Bei dieser Aussage blieb er, als er mit der FPÖ in Koalitionsverhandlungen trat – die jedoch scheiterten. Auch der ehemalige ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer spricht bei öffentlichen Auftritten von einer “rechtsextremen” FPÖ unter Kickl. “Herbert Kickl treibt die Radikalisierung der Bundes-FPÖ offensichtlich weiter voran.” Bis heute hat sich an der ÖVP-Sichtweise wenig geändert. Die Volkspartei bleibt dabei: “Dass der rechtsextreme Verschwörungstheoretiker Martin Rutter das neue ‘Pin-up-Girl’ der FPÖ-Herbsttour ist, schwächt diese Feststellung aus 2024 jedenfalls nicht ab. Herbert Kickl treibt die Radikalisierung der Bundes-FPÖ offensichtlich weiter voran”, heißt es aus der Volkspartei zum STANDARD. Zuvor war bekannt geworden, dass das freiheitliche Bildungsinstitut “Corona-Stammtische” organisiert – mit Rutter als angekündigtem Redner. Trotzdem reagiert die ÖVP mit der FPÖ in gleich mehreren Bundesländern – in der Steiermark als Juniorpartner. Die ÖVP-Pressestelle bescheinigt auch den Freiheitlichen in den Bundesländern, dass diese “wiederkehrend einen anderen Kurs fahren und andere Töne anschlagen”. Das “verdient allerdings auch unsere Aufmerksamkeit”.

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Thüringens Innenminister verdächtigt AfD, für Russland zu spionieren

Verkehrsinfrastruktur, Bundeswehr: Die AfD hat im thüringischen Parlament Dutzende Anfragen zu sicherheitsrelevanten Themen gestellt. Es wirke wie eine »Auftragsliste des Kreml«, sagt Innenminister Georg Maier. Die Partei reagiert empört. Thüringens Innenminister Georg Maier wirft der AfD vor, möglicherweise für Russland zu spionieren. »Schon seit geraumer Zeit beobachten wir mit zunehmender Sorge, dass die AfD das parlamentarische Fragerecht dazu missbraucht, gezielt unsere kritische Infrastruktur auszuforschen«, sagte der SPD-Politiker dem »Handelsblatt« . Auch auf Bundesebene gebe es zahlreiche parlamentarische Anfragen dieser Art. »Es drängt sich geradezu der Eindruck auf, dass die AfD mit ihren Anfragen eine Auftragsliste des Kreml abarbeitet.« Er verwies auf AfD-Politiker, die »enge Kontakte zu autoritären Staaten« pflegten. Es sei zu vermuten, dass sicherheitsrelevante Informationen abflössen. Der »landesverräterische Aspekt« sollte im Rahmen eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens stärker berücksichtigt werden. Der Vorwurf bezieht sich vor allem auf das Vorgehen der AfD in Thüringen. Nach Angaben des Innenministers wurden in den vergangenen zwölf Monaten 47 entsprechende Anfragen zur Infrastruktur gestellt – mit »steigender Intensität und Detailtiefe«. Betroffen seien etwa die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Wasserversorgung, digitale Infrastruktur und Energieversorgung. »Besonderes Interesse zeigt die AfD für polizeiliche IT und Ausrüstung, etwa im Bereich der Drohnendetektion und -abwehr«, fügte Maier hinzu. Auch die Ausstattung im Bevölkerungsschutz, im Gesundheitswesen und Aktivitäten der Bundeswehr seien Gegenstand von zahlreichen Anfragen. Die AfD ist vom Verfassungsschutz in Thüringen als »gesichert rechtsextrem« eingestuft

via spiegel: Thüringens Innenminister verdächtigt AfD, für Russland zu spionieren

siehe auch: Thüringens Innenminister wirft AfD Ausforschung von Infrastruktur vor Georg Maier vermutet hinter sich mehrenden Anfragen der AfD zu kritischer Infrastruktur eine Verbindung nach Russland. Die Partei weist das als “irrwitzig” zurück. Der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) wirft der AfD den Missbrauch des Fragerechts im Parlament vor – und stellt eine mögliche Verbindung zu Russland in den Raum. “Schon seit geraumer Zeit beobachten wir mit zunehmender Sorge, dass die AfD das parlamentarische Fragerecht dazu missbraucht, gezielt unsere kritische Infrastruktur auszuforschen”, sagte der Politiker dem Handelsblatt.  “Es drängt sich geradezu der Eindruck auf, dass die AfD mit ihren Anfragen eine Auftragsliste des Kremls abarbeitet”, sagte Maier. Es sei zu vermuten, dass sicherheitsrelevante Informationen abflössen, sagte er und verwies auf AfD-Politiker, die mutmaßlich “enge Kontakte zu autoritären Staaten” pflegten. Das sollte Maier zufolge im Rahmen eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens stärker berücksichtigt werden. (…) Auch auf Bundesebene gebe es zahlreiche parlamentarische Anfragen der Art, sagte Maier. Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums im Bundestag, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem Handelsblatt, er teile die Einschätzung des Ministers. “Russland macht seinen offenkundigen Einfluss im Parlament, insbesondere in die AfD, natürlich geltend, um zu spionieren und sensible Informationen abzugreifen”, sagte er.  In der Vergangenheit hatten Abgeordnete anderer Parteien immer wieder die Befürchtung geäußert, dass die AfD mit ausländischen Geheimdiensten kooperieren könnte. Zuletzt wurde ein früherer Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah wegen Spionage für einen chinesischen Geheimdienst verurteilt; SPIONAGE-VORWURF: Warum interessiert sich die AfD für Drohnen und militärische Transporte? Nutzt die AfD ihr parlamentarisches Fragerecht, um detaillierte Informationen über Militär und kritische Infrastruktur zu erfahren, die sie etwa an das Putin-Regime weiterleitet? Diesen Verdacht hat Thüringens Innenminister Georg Maier nun öffentlich geäußert. „Man muss annehmen, dass die AfD als verlängerter Arm und Handlanger Putins agiert“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der F.A.Z. Zuvor hatte er sich schon im „Handelsblatt“ geäußert. „Die Häufung von Anfragen aus der AfD, die sich auf sensible Sicherheitsthemen richten, ist sehr auffällig“, sagte Maier. Sie erschließe sich nicht aus dem allgemeinen Informationsbedürfnis der Abgeordneten. Die AfD bedrohe nicht nur die innere Sicherheit Deutschlands, sondern auch die äußere Sicherheit. „Das gilt es für ein mögliches AfD-Verbot in den Blick zu nehmen“, sagte Maier weiter, der ein Verbot befürwortet. Es gebe Anfragen, die nahelegten, dass die AfD eine Liste des Kremls abarbeite. Maier stützt seine Äußerungen auf Kleine Anfragen im Thüringer Landtag, wie etwa jene mit der Nummer 8/1419, die der Thüringer AfD-Abgeordnete Ringo Mühlmann am 18. September an die Landesregierung in Erfurt gestellt hatte. In ihr will der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion wissen, welche militärischen Transporte seit 2022 durch Thüringen stattgefunden haben, aufgegliedert nach Jahren, „Art des Transports (Straße/Schiene), Anzahl der Durchfahrten und bekannten Haltepunkten“. Auch will er erfahren, wie sich Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei und weitere Behörden absprechen, um die Transporte zu sichern, und ob Drohnen im Zusammenhang mit Transporten gesichtet wurden. 47 detaillierte Anfragen in einem Jahr Zu Drohnen hat Mühlmann schon Ende Juli gleich drei Kleine Anfragen an die Landesregierung gestellt, die jeweils zehn bis zwölf Einzelfragen umfassen. In der Kleinen Anfrage 8/1189 heißt es etwa: „Welche aktiven Szenarien bewertet die Thüringer Polizei aktuell als vorrangig für die Notwendigkeit einer operativen Drohnenabwehr?“