Abermals mischt sich André Thierig in den Wahlkampf um die Betriebsratswahlen ein und droht bei Sieg der IG Metall mit Konsequenzen aus der US-Zentrale. Gegenüber der dpa verwies Thierig darauf, dass es dieses Jahr eine “Entgelterhöhung im einschlägigen Tarifvertrag von zwei Prozent” gegeben habe. “Wir konnten, weil wir in einer anderen wirtschaftlichen Situation sind als die gesamte Industrie, die Entgelte um das Doppelte – um vier Prozent – anheben. Seit Produktionsbeginn waren es damit mehr als 25 Prozent Entgelterhöhung in weniger als vier Jahren”, erklärte der Werksleiter. Dagegen hält die IG Metall, die sich selbst die weltweit größte organisierte Arbeitnehmervertretung nennen darf. Bezirksleiter Jan Otto argumentierte: “Ohne Tarifvertrag bleibt die Bezahlung bei Tesla deutlich unter dem Niveau in anderen Autowerken in Deutschland zurück.” Laut Otto rede die Tesla-Geschäftsführung den Tarifvertrag schlecht, indem sie dessen niedrigste Entgeltgruppe heranzieht. In Automobilwerken seien die untersten beiden Entgeltgruppen aber gar nicht vergeben. Auch eine Arbeitszeitverkürzung, die die Gewerkschaft fordert, lehnte Thierig abermals ab. “Die Diskussion um eine 35-Stunden-Woche ist für mich eine rote Linie, die werden wir nicht überschreiten”, erklärte er.

via standard: Tesla-Werksleiter in Grünheide lehnt Tarifvertrag ab und warnt vor mehr Arbeitnehmerrechten

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