In Hollabrunn, einem beschaulichen Städtchen mit 12.000 Einwohnern im niederösterreichischen Weinviertel, herrscht derzeit Aufruhr: In der Nacht auf Sonntag schoss ein Täter auf die Moschee des Vereins der Albanischen Muslime. Das Projektil durchschlug den Rahmen der Eingangstür, ging durch einen Raum und eine Doppelglasscheibe und kam im Innenhof zu liegen – in den Räumlichkeiten befand sich niemand mehr. Am Montag wurde dann bekannt, dass am Wochenende auch auf das Parteilokal der Hollabrunner Grünen sowie auf ein geparktes Auto in der Stadt geschossen wurde. Das Parteilokal war zu dem Zeitpunkt ebenfalls leer, erklärt ein Sprecher der Grünen auf STANDARD-Anfrage. Die Partei habe selbst erst durch die Polizei von den zwei Schüssen erfahren. Ob die drei Fälle zusammenhängen, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Vorgesehen ist eine kriminaltechnische Untersuchung der sichergestellten Projektile. Polizei hat erste Ermittlungsansätze Am Dienstag bestätigte die Polizei, dass sie “ersten konkreten Ermittlungsansätzen” nachgehe. Federführend ist dabei weiter das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung. In Richtung Bevölkerung sprach die Polizei eine Entwarnung aus. “Aus derzeitiger Sicht besteht kein Anlass zur Beunruhigung der Bevölkerung”, betonte Polizeisprecher Johann Baumschlager. Zudem wurde bekannt, dass in der Weinviertler Bezirksstadt auch Schaukästen der ÖVP und SPÖ beschädigt worden sind. Diesbezüglich seien ebenfalls Ermittlungen im Gang, sagte Baumschlager.

via standard: HOLLABRUNN Polizei sieht nach Schüssen auf Moschee und Grünes Parteilokal “keinen Grund zur Beunruhigung”