Das ist richtig hart – #Kölner #Kinderchor singt bei #Böhmermann neuen Aufreger-Song – #covidioten

Erinnern Sie sich noch an den „Umweltsau“-Song? Über den diskutierte im Dezember 2019 ganz Deutschland: In einem satirischen Videobeitrag ließ der WDR einen Kinderchor den Liedtext „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“ singen… Die Wellen schlugen hoch: WDR-Intendant Tom Buhrow musste sich entschuldigen, sogar NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kritisierte den Satire-Beitrag. Und was machte Lästerzunge Jan Böhmermann in seinem „ZDF Magazin Royal“ im Jahresrückblick? Er legte am Freitag (18. Dezember 2020) noch einmal so richtig nach und präsentierte einfach eine Neuauflage des „Umweltsau“-Songs. „Damit der Fluch des Jahres 2020 gebrochen werden kann, beenden wir das Jahr so, wie es angefangen hat: mit dem WDR-Kinderchor”, erklärte Jan Böhmermann vorab. „Damit das nächste Jahr besser wird.” (…) ur Anti-Corona-Demo in Berlin hieß es: „Meine Oma stürmt in schwarz-weiß-rot den Reichstag, den Reichstag, den Reichstag. Damit da oben endlich einer mal Bescheid sagt. Meine Oma hustet jetzt im Widerstand.“ Ganz klar: Corona stand im Fokus des neuen Songs. „Meine Oma weiß, es gibt gar kein Corona, Corona, Corona. Sie glaubt nicht mehr an Tagesthemen und ans MoMa. Meine Oma hat das Spiel schon früh durchschaut.“ Die Wendung kommt dann aber zum Schluss: „Meine Oma liegt seit vorgestern im Koma, im Koma, im Koma. Mit nem Plastikschlauch in ihren Tracheostoma. Pandemie vorbei und meine Oma auch.“

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https://www.youtube.com/watch?v=aX4jdVlfefg

Happy Birthday, Esther Bejarano

„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt. Ihr müsst alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.“

Mutig, selbstständig, weiblich: Die Roma-Band “Pretty Loud”

Damit ihr Wunsch nach Freiheit und Gleichheit so weit wie möglich gehört wird, haben sechs junge Roma-Frauen in Serbien eine Band gegründet. “Pretty Loud” ist auch ein wichtiges soziales Projekt. Bei “Pretty Loud” aus Serbien singen und tanzen Frauen zwischen 15 und 27 Jahren. “Wir wollen zeigen, dass jede Frau mutig, stark und selbstständig sein und selbst Entscheidungen treffen kann”, sagt die 19-jährige Živka Ferhatović. Die junge Roma-Frau – auf Romanes, der Sprache der Minderheit, heißt das “Romni” – aus der serbischen Hauptstadt Belgrad gehört zu den Mitgliedern von “Pretty Loud”. In der Band, die seit 2014 besteht, singen und tanzen Roma-Musikerinnen zwischen 15 und 27 Jahren. “Pretty Loud” wurde mit dem Ziel gegründet, jungen Romnija gleiche Rechte und Freiheiten zu bieten, wie männlichen Angehörigen der Roma. “Frauen haben in unserer Tradition kein Recht auf eigene Entscheidungen, sondern sind gezwungen, Dinge gegen ihren Willen zu tun”, sagt die 27-jährige Zlata Ristić. Die Mitglieder von “Pretty Loud” aber tun, was sie wollen: singen, tanzen und reisen. Živka ist seit vier Jahren dabei. “Jedes Mädchen, das für Frauenrechte kämpfen will und Frauen durch Musik unterstützen möchte, kann Teil unserer Gruppe sein”, betont sie im Gespräch mit der DW. “‘Pretty Loud’ kämpft für alle Frauen dieser Welt, nicht nur für Romnija”, unterstreicht auch die 23jährige Silvia Sinani. Sie ist ebenfalls Mitglied der Band. “Wir kämpfen für mehr Selbstvertrauen für die Frauen. Wir möchten, dass sie an sich glauben und nicht daran zweifeln, dass das, was sie tun, nicht gut ist und sich nicht auszahlt.” Das Musikprogramm von “Pretty Loud” ist eine Kombination aus Pop und Rap mit traditioneller Roma-Musik. Die Bandmitglieder singen in drei Sprachen: Romanes, Serbisch und Englisch. In ihren Texten beschäftigen sie sich mit Themen wie Kinderehen oder der Ungleichheit von Frauen und Männern. Ihr bisher größter Erfolg war die Teilnahme am diesjährigen “Women of the World”-Festival in London.

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Roter Teppich für Reichsbürger in Spandau? Xavier Naidoo darf weiter in der Zitadelle Berlin auftreten

Auftritte der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ wird es nicht mehr geben. Doch der Bezirk sieht keine Möglichkeit, ein Konzert von Xavier Naidoo zu verbieten. Der Sänger Xavier Naidoo lobte im April einen Reichsbürger und ehemaligen NPD-Kader als “wahren Helden”. Seinen Juryplatz bei “Deutschland sucht den Superstar” hat er verloren. In der Zitadelle in Spandau wird er aber weiterhin auftreten. In der dortigen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) führt dies immer wieder zu Diskussionen. Besonders, da im letzten Jahr ein Auftrittsverbot für die Punkband Feine Sahne Fischfilet ausgesprochen wurde. Allerdings erst nach dem Konzert und nicht für die Band, sondern für deren Konzertveranstalter Festsaal Kreuzberg, da es angeblich zu Beschädigungen durch Aufkleber und Flaschen in der Zitadelle gekommen war. Ein Veranstaltungsverbot für den Festsaal kommt einem Verbot der Band gleich, da diese immer wieder betont hat, nur mit dem Festsaal als Veranstalter dort aufzutreten. Am Mittwoch zur BVV Spandau wurde Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) von der SPD zur Rede gestellt: “Rollt Spandau Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern den roten Teppich aus?” Hanke stellte klar, dass er persönlich “diesem fragwürdigen Musiker” keine Räume vermieten würde. Allerdings werden die Konzerte auf der Zitadelle von “Trinity Music” eigenverantwortlich ausgewählt, als Stadtrat habe er hier keine Möglichkeit, diese zu untersagen, er werde auch nicht gefragt, welche Musikerinnen und Musiker auftreten sollen. Er würde allerdings auch nicht eingreifen: (…) Würde das Bezirksamt den Auftritt von Naidoo verbieten, könnte der Konzertveranstalter Schadensersatzklagen stellen – bis zu eine Millionen Euro, schätzt Hanke. Eine andere Frage sei, ob strafrechtlich gegen Naidoo vorgegangen werde. Dies müssten jedoch die Ordnungsbehörden entscheiden. Sollten Kunstschaffende gegen das Gesetz verstoßen haben, könnten Ämter unter Umständen einen Auftritt untersagen.

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NPD-Funktionär soll Einsatz in Eisenach bezahlen

Im Juli 2019 wollten Neonazis in Eisenach ein Konzert veranstalten. Sie hatten das Ganze als eine private Party deklariert. Doch die Polizei spielte nicht mit und löste die Veranstaltung auf. Jetzt stellt sie dem Organisator den Einsatz in Rechnung. Es sollte eine feuchtfröhliche Party mit rechtsextremistischem Liedgut werden. Am 20. Juli 2019 pilgerten rund 70 Neonazis aus ganz Deutschland nach Eisenach. In der NPD-Landeszentrale “Fliederhaus” wollte man zusammen feiern und ein Konzert veranstalten. Die Party war eine Ausweichveranstaltung für ein Rechtsrockkonzert, das erst in Kloster Veßra im Kreis Hildburghausen stattfinden sollte. Als die Behörden es dort verboten, zogen die Rechtsextremisten kurzerhand nach Eisenach. In aller Kürze war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Noch bevor auch nur ein Ton gespielt wurde, ließ der Polizeiführer das Ganze auflösen. Hintergrund: Die Neonazis hatten es als eine private Party deklariert, doch die Polizei und die Ordnungsbehörden sahen darin eine öffentliche Veranstaltung. Da für die aber jegliche Anmeldung fehlte und auch keine Auflagen eingehalten wurden, lösten die Beamten die Zusammenkunft auf. Über ein Jahr später, im Oktober 2020, flatterte dem NPD-Funktionär Sebastian Schmidtke ein Kostenbescheid der Thüringer Landespolizeidirektion (LPD) ins Haus. In dem Bescheid wird ihm erklärt, dass er für den Einsatz 25.804,77 Euro zu zahlen hat. Zur Begründung teilte die Landespolizeidirektion MDR THÜRINGEN mit, dass “der Veranstalter um die Anzeige- und Erlaubnispflicht wissen musste, er die formalen Voraussetzungen der Durchführung einer derartigen Veranstaltung dennoch nicht erfüllte und gerade deshalb für den Polizeieinsatz verantwortlich ist”. Das will NPD-Mann Schmidtke abwenden und hat Klage beim Verwaltungsgericht Meiningen eingereicht. Ein Gerichtssprecher bestätigte MDR THÜRINGEN den Eingang der Klage, wollte sich aber zum Fortgang des Verfahrens bisher nicht äußern. “Es müssen noch die Schriftsätze der Gegenseiten abgewartet werden”, sagte er. Auch Schmidtke selber werde sich derzeit nicht äußern, teilte sein Anwalt Andreas Wölfel auf Anfrage mit. (…) Das Ganze gründet auf dem Thüringer Verwaltungskostengesetz von 2005, das wiederum die Grundlage für die allgemeine Verwaltungskostenordnung ist. In der steht, dass geprüft werden muss, ob ein Polizeieinsatz dem Verursacher in Rechnung gestellt werden kann oder die Allgemeinheit, also der Steuerzahler, das begleichen muss. Zudem ist festgelegt, was im Falle einer Einsatzrechnung ein Polizeibeamter kostet. Das bemisst sich nach Wert pro Viertelstunde. Demnach werden für Beamte im mittleren Dienst rund zwölf Euro, für Beamte im gehobenen Dienst rund 15 Euro und Beamte im höheren Dienst etwas 19 Euro pro Viertelstunde veranschlagt. Dazu kommen Verpflegungs- und Fahrkosten. Das alles wird auf den gesamten Einsatz hochgerechnet und so sind dann auch die gut 25.800 Euro für die Veranstaltung in Eisenach zusammengekommen

via mdr: NPD-Funktionär soll Einsatz in Eisenach bezahlen

AfD-Parteitag: Meuthens Wut, Weidels Abbruch – und ein Liederabend mit Folgen

Die AfD gibt sich geräuschlos ein Sozialkonzept, geredet wird aber über ganz andere Themen.
Parteichef Jörg Meuthen fordert Disziplin, das lässt eine alte Debatte eskalieren. Und ein Meuthen-Unterstützer muss sich fragen lassen, warum er einem Liederabend mit einem Neonazi lauschte. Die Delegierten auf dem AfD-Bundesparteitag im niederrheinischen Kalkar stehen unter Beobachtung – von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamts, die streng darauf achten, dass die Maskenpflicht eingehalten wird. Von den Medien, die dieses Mal meist vor dem Livestream sitzen, weil Redaktionen die Reise zu einem potenziellen Superspreaderevent mitten in der Pandemie lieber sein ließen. Und auch der Verfassungsschutz schaut bei der Veranstaltung auf dem früheren Atomgelände sehr genau hin. Der Parteitag ist das letzte große AfD-Ereignis vor der Entscheidung, die Gesamtpartei als Verdachtsfall einzustufen. Das eigentliche Thema war schnell und fast geräuschlos abgehandelt: Mit rund 88 Prozent nahm der Parteitag den Leitantrag zur Renten- und Sozialpolitik an. (…) Bereits am Vortag war der Konflikt im Bundesvorstand hochgekocht. Dabei ging es um einen heiklen Kontakt eines Meuthen-Unterstützers. Nach RND-Informationen sollte der Hamburger Fraktionsvorsitzende Alexander Wolf schriftlich zu einem gemeinsamen Foto mit dem rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke Stellung nehmen. Beide hätten sich vor circa zehn Jahren bei einem Liederabend bei der rechtsextremen Hamburger Burschenschaft Germania getroffen. Wolf ist Alter Herr der völkischen Burschenschaft Danubia in München.

via rnd: AfD-Parteitag: Meuthens Wut, Weidels Abbruch – und ein Liederabend mit Folgen