Nach Gerichtsentscheidung Thüringer AfD sagt Wahlparty ab – #Loserpartei #singmeinensong

Die AfD wollte das RedaktionsNetzwerk Deutschland und andere Medien von ihrer Wahlparty am Abend der Landtagswahl in Thüringen ausschließen. Das Landgericht Erfurt beschließt nach mündlicher Verhandlung erstmals in einem solchen Fall: Das darf sie nicht. Die AfD sagt daraufhin die Wahlparty ab. (…) Auch eine Einladung zur Wahlparty der gesichert rechtsextremen AfD Thüringen ist für viele Menschen vermutlich nichts, über das sie sich freuen würden. Für Journalisten liegt der Fall naturgemäß etwas anders, sie müssen über die Landtagswahlen am 1. September umfassend berichten. Die AfD hat nach allen Umfragen der vergangenen Monate sehr gute Chancen, erstmals stärkste Partei im Freistaat zu werden. Die Wahlveranstaltung der Partei an dem Abend ist traditionell der Ort, an dem sich das Spitzenpersonal der AfD sowie andere Kandidierende und Mitglieder mit der Presse über das Ergebnis austauschen. Wie geht es weiter? Welche Gespräche werden die Parteien miteinander aufnehmen – wer strebt Regierungsverantwortung an und wer gerade nicht? Da der Platz bei einer Wahlveranstaltung oft begrenzt ist, hat das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) bereits am 1. August, also einen Monat vor der Wahl, eine Mail an den Thüringer AfD-Pressesprecher Torben Braga geschickt mit der Frage, ob man sich anmelden könne. In der Journalistensprache heißt das Akkreditierung. Zuvor hatte die AfD Sachsen an jenem Tag über ihren Presseverteiler eine Einladung zu ihrer Dresdner Wahlparty verschickt. Aus Thüringen kam folgende knappe Antwort: „Nein, eine Akkreditierung ist nicht möglich.“ (…) Was Braga in seinen knappen Mails nicht erwähnt hat: Auch die AfD Thüringen hat über ihren Presseverteiler eine Einladung zu ihrer Wahlparty verschickt, und zwar am 7. August mit einer Frist bis zum Ablauf des 21. August. Diese Einladung aber erreichte weder das RND noch andere Medien wie den „Spiegel“, die „taz“ oder „Welt“ und „Bild“ – trotz der frühzeitigen Anfrage. Auf Nachfrage bestätigte Braga bereits am 13. August, dass nicht alle Medien von der Wahlveranstaltung ausgeschlossen seien: „Es werden mehrere Pressevertreter anwesend sein“, schrieb er per Mail. (…) Warum bestimmte Medien, darunter das RND, trotz der frühzeitigen und mehrfachen Bitte um Akkreditierung ausgeschlossen wurden, verschweigt die Partei. Fest steht inzwischen: Hierbei handelte es sich nach Ansicht des Landgerichts Erfurts um einen willkürlichen Eingriff in die Pressefreiheit nach Artikel 5 und den Gleichbehandlungsgrundsatz nach Artikel 3 des Grundgesetzes. (…) Am Samstag gab es nun die Verhandlung vor dem Landgericht. Wieder entschieden die Richter: Die AfD muss die klagenden Presseorgane zulassen. Die Partei sagte daraufhin am Samstagabend lieber die Wahlparty ab, als dem Urteil Folge zu leisten. Bewerten kann das jeder, wie er mag.

via rnd: Nach Gerichtsentscheidung Thüringer AfD sagt Wahlparty ab

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Die Fantastischen Vier rocken in Jamel gegen Rechtsextremismus

Das Festival “Jamel rockt den Förster” in Nordwestmecklenburg hat am Freitag mit einem Auftritt von Olli Schulz und den Fantastischen Vier begonnen. Wer spielen würde, blieb bis zum letzten Moment geheim. 3.500 Musikfans waren angereist. Sie waren wohl die größte Überraschung des Abends: Die Fantastischen Vier. Bei ihrem rund einstündigen Bühnenprogramm lobte die Hip-Hop-Gruppe immer wieder das Veranstalter-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer. “Vielen Dank an die Familie Lohmeyer, dass sie Liebe verbreiten in Zeiten der Dunkelheit”, sagte Rapper Michi Beck begleitet von starkem Applaus der Besucherinnen und Besucher. Der Auftritt in Jamel habe für sie eine große politische Bedeutung. “Es geht um nichts weniger als um die persönliche Freiheit, die verloren geht. In Jamel kann man das besichtigen.” Sie begeisterten rund 3.500 Musikfans. Olli Schulz: “Man muss sein Leben nicht mit Hass erfüllen” Vor den Fantastischen Vier standen die Chemnitzer Popband Tränen und der Hamburger Songwriter Olli Schulz auf der Bühne. “Es ist ein Glück zusammenzuleben. Dieses eine Leben zusammenzuleben und warum willst du dieses Leben mit Hass füllen? Und ich hoffe, die Kinder von diesen Typen da drüben hören das auch alles und merken irgendwann in was für einer scheiß kleinen Blase sie leben”, sagte der 50-jährige Schulz. Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher waren am Freitag beim Festival “Jamel rockt den Förster”. Die Familie Lohmeyer hofft, ihre Botschaft gegen Fremdenhass übermitteln zu können. Die Lohmeyers wollen ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. “Für dieses Festival gibt es wirklich keinen anderen Spielort als das Dorf Jamel, weil es eben genau den Rechtsextremen und Faschisten zeigen soll, die hier ja leben, zu hauf – nicht nur in diesem Dorf, sondern auch in den umliegenden Dörfern-, dass wir mehr sind”, sagte die Veranstalterin Birgit Lohmeyer. Mehr Demokraten, die eine offene Gesellschaft wollen und die “gegen all diese faschistischen Strömungen, die wir jetzt überall erleben was entgegensetzen”, betont sie. Genau das haben die rund 3.500 Besucher in Jamel getan: Sie haben sich zusammen mit den Musikern klar, laut und deutlich gegen Rechtsextremismus positioniert. Das Festival dauert zwei Tage.

via ndr: Die Fantastischen Vier rocken in Jamel gegen Rechtsextremismus

‘Fascists’: Jack White threatens to sue Trump campaign over use of music

White Stripes singer angered after Trump aide shares social media post using clip of band’s hit Seven Nation Army, The White Stripes singer Jack White called Donald Trump’s campaign “fascists” and threatened to sue after an aide apparently used a clip of the band’s hit Seven Nation Army on a pro-Trump social media post. Trump’s deputy director of communications, Margo Martin, shared a brief 10-second video clip of Trump boarding a plane to campaign events with the music as a background soundtrack. The move clearly angered White, who rapidly became the latest in a long line of musicians to take umbrage at their art being used as a soundtrack to Trump’s bid to retake the White House. On Instagram White wrote: “Don’t even think about using my music you fascists. Law suit coming from my lawyers about this (to add to your 5 thousand others.) Have a great day at work today Margo Martin.’

via guardian: ‘Fascists’: Jack White threatens to sue Trump campaign over use of music

Polizei beendet rechtspopulistisches Konzert in Bad Bevensen

Die Polizei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Konzert von zwei Deutsch-Rappern in Bad Bevensen im Landkreis Uelzen aufgelöst. Die kommerzielle rechtspopulistische Musikveranstaltung auf dem Gelände eines ehemaligen Krankenhauses sei nicht angemeldet gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nach Angaben eines Sprechers war das Konzert war zunächst für die Region Salzwedel in Sachsen-Anhalt angekündigt und im Internet beworben worden.

via ndr: Polizei beendet rechtspopulistisches Konzert in Bad Bevensen

Trump spielt »My Hero« – die Foo Fighters protestieren

Bei einem Wahlkampfauftritt nutzte Donald Trump einen Foo-Fighters-Hit – ohne Einverständnis der Band. Die will sich nun dagegen wehren. Mögliche Einnahmen sollen an Kamala Harris gehen. Die Rockband Foo Fighters scheint von Donald Trump nicht allzu viel zu halten. Das verrät zumindest ihre Reaktion darauf, dass der Präsidentschaftskandidat ihren Song »My Hero« im Wahlkampf genutzt hat. Auf die Frage eines X-Nutzers, ob die Foo Fighters ihm das erlaubt hätten, antwortete die Band schlicht und einfach: »No«. Später teilte sie einen Screenshot des Kommentars  mit der Überschrift »Let us be clear« (»Damit wir uns richtig verstehen«). (…) Eine Sprecherin der Foo Fighters sagte dem Onlinemagazin »Billboard« , die Band sei dafür nicht gefragt worden. »Wenn sie um Erlaubnis gebeten worden wären, hätten sie sie nicht erteilt«, hieß es weiter. Nun würden »angemessene Maßnahmen« ergriffen werden. Etwaige Einnahmen aus juristischen Schritten sollen der Kampagne der Demokratin Kamala Harris und des Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Walz zugutekommen.

via spiegel: Trump spielt »My Hero« – die Foo Fighters protestieren

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Ex-Präsident klaut Musik – #Beyoncé droht #Trump-Wahlkampagne mit #Unterlassungsklage

Ein Sprecher von Donald Trump hat Beyoncés Song “Freedom” für ein Video genutzt. Die Sängerin droht der Wahlkampfkampagne des Republikaners nun mit einer Unterlassungsklage. Der amerikanische Superstar Beyoncé (42) reiht sich offenbar in die Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern ein, die gegen die unrechtmäßige Nutzung ihrer Songs durch Donald Trumps (78) Wahlkampagne vorgehen. Dabei geht es um ihren Song “Freedom” aus dem Album “Lemonade” (2016), den auch Demokratin Kamala Harris (59) – mit Erlaubnis – bei ihren Wahlkampfauftritten nutzt. Donald Trumps Sprecher Steven Cheung hatte laut “Rolling Stone” am Dienstag ein Video des ehemaligen US-Präsidenten auf der Plattform X (früher Twitter) geteilt, in dem er zu “Freedom” aus einem Flugzeug steigt. Beyoncés Team soll der Trump-Wahlkampagne daraufhin mit einer Unterlassungsklage gedroht haben. Inzwischen ist das Posting nicht mehr auf Cheungs Account zu finden. Im Juli hatte Beyoncé der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, genehmigt, den Song “Freedom” für ihre Kampagne zu verwenden. Erst am Montag veröffentlichte die Kampagne der derzeitigen Vizepräsidentin und ihrem Vizekandidaten Tim Walz (60) eine neue Wahlwerbung mit dem Track

via queer: Ex-Präsident klaut Musik Beyoncé droht Trump-Wahlkampagne mit Unterlassungsklage

„Genau so funktioniert Radikalisierung“: AfD-Songs fluten TikTok

Zahlreiche TikTok-Sounds verherrlichen Heimatliebe und Ausländerfeindlichkeit. Dahinter könnte die AfD selbst stecken. „Wir sind AfD, wir stehen bereit für Tradition und Kultur. Wir kämpfen weit und breit, deutsche Fahnen hoch“, singt eine rauchige Stimme zu einer poppigen Melodie mit hartem elektronischem Beat. Titel: „Wir sind die AfD“. Auf TikTok tauchen plötzlich viele solcher Sounds auf, die die AfD feiern. Manche klingen nach deutschem Schlager, manche nach Techno Trance. Sounds nennt man auf der Plattform kurze Song-Ausschnitte, die im Hintergrund von Videos laufen. Wo kommen sie her? Rechtsextremismus-Experte Lorenz Blumenthaler von der Amadeu Antonio Stiftung vermutet, dass hinter den Sounds in Teilen die AfD selbst stecken könnte. Im Fall von „Wir sind die AfD“ scheint es die AfD-Politikerin Samantha Flak zu sein. Sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Stadtvertretung Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein und stellvertretende Vorsitzende der Jungen Alternativen in Südholstein. Ein Video zu dem TikTok-Sound kommentierte sie mit den Worten „Habe ich selbst gemacht“. „Wir sind die AfD“ singt eine Männerstimme. Flak kann offensichtlich nicht die Sängerin sein. Blumenthaler geht davon aus, dass sie den Sound mit Künstlicher Intelligenz erstellt hat. Zum Beispiel könnte sie das Gratis-Programm „Sumo“ genutzt haben. Für unsere Recherche haben wir es aufgefordert, einen Schlagerhit mit dem Satz „Wir sind die AfD“ zu erstellen – und erhalten einen Song, der ähnlich klingt. (…) Der TikTok-Forscher Marcus Bösch erklärte BuzzFeed News Deutschland, dass TikTok-Sounds Ohrwürmer auslösen können. „Sie bleiben ungewollt im Kopf“, sagt auch Blumenthaler. „Es geht darum, Identität zu stiften und neue Zielgruppen in die Lebenswelten Rechtsextremer hineinzuziehen. Genau so funktioniert letzten Endes Radikalisierung.“

via fr: „Genau so funktioniert Radikalisierung“: AfD-Songs fluten TikTok