Das Festival “Jamel rockt den Förster” in Nordwestmecklenburg hat am Freitag mit einem Auftritt von Olli Schulz und den Fantastischen Vier begonnen. Wer spielen würde, blieb bis zum letzten Moment geheim. 3.500 Musikfans waren angereist. Sie waren wohl die größte Überraschung des Abends: Die Fantastischen Vier. Bei ihrem rund einstündigen Bühnenprogramm lobte die Hip-Hop-Gruppe immer wieder das Veranstalter-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer. “Vielen Dank an die Familie Lohmeyer, dass sie Liebe verbreiten in Zeiten der Dunkelheit”, sagte Rapper Michi Beck begleitet von starkem Applaus der Besucherinnen und Besucher. Der Auftritt in Jamel habe für sie eine große politische Bedeutung. “Es geht um nichts weniger als um die persönliche Freiheit, die verloren geht. In Jamel kann man das besichtigen.” Sie begeisterten rund 3.500 Musikfans. Olli Schulz: “Man muss sein Leben nicht mit Hass erfüllen” Vor den Fantastischen Vier standen die Chemnitzer Popband Tränen und der Hamburger Songwriter Olli Schulz auf der Bühne. “Es ist ein Glück zusammenzuleben. Dieses eine Leben zusammenzuleben und warum willst du dieses Leben mit Hass füllen? Und ich hoffe, die Kinder von diesen Typen da drüben hören das auch alles und merken irgendwann in was für einer scheiß kleinen Blase sie leben”, sagte der 50-jährige Schulz. Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher waren am Freitag beim Festival “Jamel rockt den Förster”. Die Familie Lohmeyer hofft, ihre Botschaft gegen Fremdenhass übermitteln zu können. Die Lohmeyers wollen ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. “Für dieses Festival gibt es wirklich keinen anderen Spielort als das Dorf Jamel, weil es eben genau den Rechtsextremen und Faschisten zeigen soll, die hier ja leben, zu hauf – nicht nur in diesem Dorf, sondern auch in den umliegenden Dörfern-, dass wir mehr sind”, sagte die Veranstalterin Birgit Lohmeyer. Mehr Demokraten, die eine offene Gesellschaft wollen und die “gegen all diese faschistischen Strömungen, die wir jetzt überall erleben was entgegensetzen”, betont sie. Genau das haben die rund 3.500 Besucher in Jamel getan: Sie haben sich zusammen mit den Musikern klar, laut und deutlich gegen Rechtsextremismus positioniert. Das Festival dauert zwei Tage.

via ndr: Die Fantastischen Vier rocken in Jamel gegen Rechtsextremismus

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