AfD-Fraktion lehnt „sämtliche Sanktionen“ gegen Russland ab

Die AfD lehnt „sämtliche Sanktionen“ gegen Russland wegen des Vorgehens in der Ukraine ab. Solche Maßnahmen hätten in der Vergangenheit noch nie das bewirkt, was sie eigentlich bewirken sollten, sagte Partei- und Fraktionschef Chrupalla. Mit Sanktionen wie dem vorläufigen Stopp der deutsch-russischen Ostsee-Erdgaspipeline Nord Stream 2 werde die Energiesicherheit Deutschlands in große Mitleidenschaft gezogen, führte er aus. Man sehe das Vorrücken Russlands in die Ostukraine zwar „absolut kritisch“, hoffe aber, dass gleichwohl auf der anderen Seite von der Nato-Seite keine weiteren Provokationen stattfänden. Chrupalla sprach sich für eine Volksabstimmung in den Gebieten Luhansk und Donezk aus, die heute Mittag vom russischen Parlament als Volksrepubliken anerkannt worden sind.

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siehe auch: PUTIN ENTSENDET TRUPPEN – WIE REAGIERT DIE RECHTE SZENE? Russlands Präsident Putin hat die Entsendung von Truppen in die Ostukraine angeordnet – quasi eine Kriegserklärung. Die alte Rechte wie auch die „neue“ Rechte scheinen sich auf der Seite der Ukraine zu positionieren. Die „Freien Sachsen“ gratulieren hingegen Russland, Elsässer wünscht sich eine Friedensbewegung wie 2014 und Martin Sellner? Der hat Angst vor Flüchtlingen.

KOMMUNALPOLITIK – Landratswahl Salzwedel: SPD-Kandidat wehrt sich gegen AfD-Unterstützung

Die AfD hat für die Landratswahlen am 6. März im Altmarkkreis Salzwedel keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Nun hat die Partei per Facebook-Ankündigung eine Wahlunterstützung für den SPD-Kandidaten abgegeben. SPD-Mann Steve Kanitz hält die Angelegenheit für einen schlechten Witz. Vor der Landratswahl in Altmarkkreis Salzwedel hat der AfD-Politiker Sebastian Koch seine Unterstützung für den SPD-Kandidat Steve Kanitz öffentlich gemacht. Die SPD sieht darin eine gezielte Provokation und lässt die Aktion juristisch prüfen. (…) So gern Kanitz neuer Landrat werden will, so ungern will er die Unterstützung der AfD. “Das Ganze ist absurd”, sagt er. “Das kann ich nicht ernst nehmen.” Am Freitag hatte Sebastian Koch bei Facebook die Unterstützung der AfD für den SPD-Kandidaten öffentlich gemacht. Der 35-jährige Koch ist AfD-Kreisvorsitzender im Altmarkkreis Salzwedel und führt im Kreistag auch die AfD-Fraktion an. (…) Eine Facebook-Nutzerin hatte Koch “massive Werbung” für den Kandidaten Ingolf Arndt vorgeworfen. Koch hatte daraufhin geantwortet: “Weißt du was ich jetzt mache, ich rufe öffentlich dazu auf, dass die AfD Herrn Kanitz unterstützt. Nationalisten und Sozialisten haben ja bekanntlich eine traditionsreiche Vergangenheit.” Eine Formulierung, die von weit rechtsaußen kommt. Im Übrigen taucht Sebastian Koch im Prüfbericht des Verfassungsschutzes im Jahre 2019 auf, wo es um die mögliche Verfassungsfeindlichkeit der Partei geht. Es wird darauf hingewiesen, dass Koch in der Vergangenheit in “neonazistischen Zusammenhängen in Erscheinung getreten” sei. Also inhaltlich sehr weit weg von der SPD ist.      

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#BodoSchiffmann: #Spenden-#Skandal – #Querdenker gibt #Ahrtal-Gelder an ominösen Verein

Bodo Schiffmann hat nach der Flut-Katastrophe im Ahrtal fast 700.000 Euro Spendengelder gesammelt, die bislang nicht angekommen sind. Nun hat er die Summe an einen Verein gespendet. Nach der Hochwasser-Katastrophe, die im Juli 2021 in Teilen Westdeutschlands gewaltigen Schaden angerichtet hat, ist die Solidarität in der Bevölkerung groß. Menschen fahren extra ins Flutgebiet, um dort mit anzupacken, oder spenden Geld. Auch Bodo Schiffmann und die Querdenker-Bewegung betonen immer wieder, wie wichtig die Hilfe ist, und versuchen sich in den Gebieten als Retter aufzuspielen – wenn auch nicht immer mit legalen Mitteln. (…) Verschwörungsideologe Bodo Schiffmann, der vor kurzem Bundeskanzler Olaf Scholz als „Nazi“ beschimpft hat, beginnt nach der Katastrophe damit, einen sogenannten „Moneypool“ auf PayPal einzurichten. Die Spenden, die darauf eingehen, sollen zu „100 Prozent“ an die Flutopfer gespendet werden. Ganz so einfach ist aber nicht, die fast 700.000 Euro an den Mann oder die Frau zu bekommen. Denn Schiffmann stellt die Forderung, dass Bauunternehmen, die mit ihm zusammenarbeiten wollen, groß Werbung für die Querdenker und deren Demos machen sollen. Zudem würden Bürgermeister sein Geld ablehnen, da sie nichts mit ihm oder den Querdenkern zu tun haben wollten. Wäre es Schiffmann wirklich um die Menschen vor Ort gegangen, hätte er das Geld bestimmt auch anonym spenden können – dann bleibt allerdings der große Ruhm aus, den sich der Mediziner mittlerweile auf Telegram aufgebaut hat, indem er dort Verschwörungsmythen und Fake-News teilt.

via mannheim24: Bodo Schiffmann: Spenden-Skandal – Querdenker gibt Ahrtal-Gelder an ominösen Verein

“THE RIGHT STUFF” – Peter Thiel investiert in Dating-App für Rechtskonservative

Milliardäre im Umfeld von Donald Trump arbeiten an einer eigenen Echokammer abseits von Facebook, Youtube und Co. Dass die etablierten Techkonzerne wie Meta, Twitter, Youtube und Amazon vielen Rechtskonservativen in den USA ein Dorn im Auge sind, ist nicht erst seit der Sperre von Donald Trump auf Twitter und Facebook klar. Mit Unterstützung zahlungskräftiger Milliardäre und diversen Anknüpfungspunkten zum abgewählten US-Präsidenten entsteht so langsam, aber sicher ein digitales Paralleluniversum mit eigenen Social-Media-, Messenger- und Video-Plattformen. Wer bei der Partner- oder Partnerinnensuche buchstäblich nicht mit dem politischen Feind im eigenen Bett aufwachen will, wird auch dies über eine entsprechende App tun können. “The Right Stuff” heißt die Dating-App, die vom ehemaligen Trump-Berater John McEntee ins Leben gerufen wurde und “Konservative auf einfache Weise verbinden will”. Interessierte können sich bereits per E-Mail vormerken. In der Anfangsphase kann die App nur mittels Einladung verwendet werden. Für Rechtskonservative in liberalen Städten Für den anvisierten Start im Sommer scheint jedenfalls alles angerichtet. Mit Peter Thiel ist auch einer der einflussreichsten Tech-Investoren an Bord. Der neue Arbeitgeber von Sebastian Kurz verließ zuletzt den Facebook-Konzern, um Trumps Agenda noch stärker unterstützen zu können. Durch seine erfolgreichen Investitionen in Paypal und Facebook verfügt er auch über das nötige Kleingeld. Laut “New York Times” und dem Polit-Blog Axios soll er 1,5 Millionen Dollar für die konservative Dating-App beigesteuert haben.

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#ElonMusk vergleicht Justin #Trudeau mit Adolf #Hitler – #dumbhead

Der Tesla-CEO postete ein Meme als Reaktion auf die kanadischen Trucker-Proteste. Elon Musk kann es einfach nicht lassen. Der Tesla- und SpaceX-CEO, der in der Vergangenheit wiederholt auf Twitter ausfällig geworden ist, hat am Donnerstag mit einem geschmacklosen Hitler-Meme für Aufregung gesorgt. Auf einen Beitrag des Kryptoblogs Coindesk, in dem die Sperre von Wallet-Adressen kanadischer Protesttrucker thematisiert wurde, postete er ein Hitler-Bild, das an den kanadischen Premierminister Justin Trudeau adressiert ist. Der Spruch auf dem Hitler-Porträt lautet: “Hör auf, mich mit Justin Trudeau zu vergleichen – ich hatte ein Budget.” Damit spielt das Meme offenbar auf die wiederholten Probleme des kanadischen Premiers an, ein Staatsbudget vom Parlament bzw. der Regierung absegnen zu lassen. Die Verneinung des Vergleichs tut natürlich genau das und lässt durchblicken, dass Musk die politische Rolle Trudeaus rund um die kanadischen Trucker-Proteste mit Hitler vergleicht.

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Forschende behaupten, #QAnon-Gründer identifiziert zu haben – #LockHimUp

Unabhängig voneinander untersuchten Wissenschafter aus der Schweiz und Frankreich den Schreibstil von “Q” – und fanden Hinweise auf den Urheber. QAnon ist eine der reichweitenstärksten Verschwörungserzählungen in den USA. Anhängerinnen und Anhänger glauben zum Beispiel an den Mythos, dass mächtige Politikerinnen in Wirklichkeit “Reptiloiden” seien – und eine satanistische Weltelite Jagd auf Kinder mache. Auch während des gewaltsamen Sturms auf das US-Kapitol schmückte das Logo der Bewegung zahlreiche Flaggen der Demonstrierenden. Um die Frage, wer QAnon gegründet haben könnte, ranken sich seit der Gründung im Jahr 2017 zahlreiche Gerüchte. Zuletzt behauptete der Filmemacher Cullen Hoback, das Geheimnis um “Q” im Rahmen der Dokuserie “Q: Into the Storm” gelüftet zu haben. Demnach soll sich der US-amerikanische Verschwörungsideologe und Betreiber des Imageboards 8kun Ron Watkins während eines Interviews verplappert haben. Mit seiner Annahme könnte Hoback zumindest teilweise richtig liegen. Die wahre Identität des Gründers wollen nun zwei unabhängige Forschungsgruppen aus der Schweiz und aus Frankreich mithilfe von Machine Learning aufgedeckt haben, wie die “New York Times” berichtet. Unter dem Pseudonym “Q” trat laut ihnen als allererstes der südafrikanische Softwareentwickler Paul Furber auf. Erst später habe auch Watkins Botschaften als “Q” geteilt. Anfangs in Kollaboration mit Furber, später dann eigenständig und auf 8kun.

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Virginia 2nd Amendment Rally (2020 Jan) - 49416341132.jpg
By Anthony Crider – <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”https://www.flickr.com/photos/16086041@N00/49416341132/”>https://www.flickr.com/photos/16086041@N00/49416341132/</a>, CC BY 2.0, Link

Musiker aus Mittelhessen – Bonhoeffer-Lied bei Querdenker-Demos: Komponist wehrt sich

Judenstern und Anne Frank – Impfgegner schwingen oft die ganz große Keule, wenn es um ihre Lage geht. Immer öfter singen sie ein Lied mit Zeilen von Dietrich Bonhoeffer. Dessen Komponist aus Mittelhessen will das verbieten lassen. Eigentlich freut sich Komponist Siegfried Fietz aus Greifenstein-Allendorf (Lahn-Dill), wenn Menschen seine Lieder anstimmen. Vor allem sein “Von guten Mächten wunderbar geborgen” erfreut sich reger Beliebtheit. Aber dass es nun ausgerechnet immer öfter auf Querdenker-Demos gegen die Corona-Maßnahmen angestimmt wird, freut Fietz überhaupt nicht. Der 75-Jährige hat darin ein Gedicht des Theologen Dietrich Bonhoeffer vertont, der im Widerstand gegen das NS-Regime kämpfte. “Es war der letzte Text, den Bonhoeffer 1944 im Gefängnis schrieb, ehe er von den Nationalsozialisten ermordet wurde”, erzählt Fietz. Obwohl er das Lied schon vor rund 50 Jahren komponiert hatte, wurde es gerade zum Kirchenlied des Jahres 2021 gewählt. Ein Video, das ihn am Klavier zeigt, während er das Stück spielt, verzeichnet auf Youtube mehr als neun Millionen Aufrufe. Aber so recht kann der Musiker aus Mittelhessen den Erfolg nicht genießen.  “Eine Verdrehung der Tatsachen” Den Komponisten empört, dass zunehmend Impfgegner das Lied für sich entdecken. “Das ist eine Verdrehung der Tatsachen! Es kann nicht angehen, dass Menschen bei solchen Veranstaltungen sagen: Ich fühle mich wie die Menschen damals auf dem Weg ins KZ”, betont Fietz. Die Situation damals sei mit der heutigen nicht zu vergleichen. Fietz will sich mit der Vereinnahmung seines Werks durch die seiner Ansicht nach falsche Seite nicht abfinden. Er will sich dagegen wehren. Gemeinsam mit seinem Sohn mahnt er Videos im Internet ab, in denen sein Lied im Querdenker-Kontext zu hören ist – beispielsweise in Videos von Demos. “Das ist meine Möglichkeit, etwas zu tun”, sagt Fietz. Mit Erfolg, wie er sagt: Viele der Videos seien verschwunden.

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