VG Trier entlässt Beamten aus dem Dienst – Poli­zist macht Mil­lionen als Auto­händler

Ein Polizist soll sich über Jahre mit dem Verkauf von Autos ein zweites Standbein aufgebaut und auch hinter dem Tresen gestanden haben, während er beim Dienstherrn krankgemeldet war. Nun hat ihn das VG Trier aus dem Dienst entlassen. Ein Polizist soll jahrelang neben seiner Beamtentätigkeit als Autohändler gearbeitet haben. Jetzt ist er seinen Job als Polizeibeamter los, ein Gericht hat ihn aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Die nicht genehmigte Nebentätigkeit habe seine Gehorsams- und Hingabepflicht verletzt und zu einer “irreparablen Ansehensbeeinträchtigung” geführt, begründete das Verwaltungsgericht (VG) Trier die Entscheidung (Urt. v. 18.07.2024, Az. 4 K 732/24.TR).   Der Mann aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz soll auch in Zeiten, in denen er als Polizist krankgeschrieben war, für seinen privaten Autohandel tätig geworden sein. Mit dem Unternehmen habe er jährlich Umsätze von mehreren Hunderttausend Euro, in der Spitze sogar bis zu zwei Millionen Euro, erzielt. Teilweise soll der Polizist auch seine dienstliche Stellung und Telefonnummer zur Ausübung seines Nebenjobs genutzt haben. Das VG Trier sah darin ein schweres Dienstvergehen, denn Beamte sind dazu verpflichtet sich etwaige Nebentätigkeiten grundsätzlich vorab genehmigen zu lassen (§ 99 Abs. 1 Bundesbeamtengesetz* (BBG)). Der Polizist habe sich das Betreiben seines Autohandels aber weder genehmigen lassen noch sei die Betätigung als Autohändler überhaupt eine genehmigungsfähige Nebentätigkeit, so das Gericht. Vielmehr sei es dem Ansehen der öffentlichen Verwaltung abträglich, wenn ein Beamter sich – wie im vorliegenden Fall – durch eine einem Zweitberuf gleichende Betätigung ein zweites wirtschaftliches Standbein aufbaue, so das Gericht. Die Tätigkeit kann somit nach § 99 Abs. 2 BBG* untersagt werden.

via lto: VG Trier entlässt Beamten aus dem Dienst Poli­zist macht Mil­lionen als Auto­händler

Tommy Robinson ‘arrested under anti-terrorism laws’ following London march

Tommy Robinson has been arrested under anti-terror laws, according to his supporters, after a protest at which a film was allegedly screened in contempt of court. His detention was made public in a post on his verified X account and follows a march led by Mr Robinson and a counter-protest in central London on Saturday which attracted thousands of people. A complaint was later made over a film which was allegedly shown to the crowd in breach of a High Court order, with police saying officers were making further inquiries. Mr Robinson, whose real name is Stephen Yaxley Lennon, also on Saturday afternoon posted a one hour 45 minute film on X, in which he said he had previously avoided publishing the video because he was “scared”. A post on his X account on Sunday said: “We can confirm that Tommy Robinson has been detained by police using powers afforded to them under the Terrorism Act 2000. “That’s right, you read that correctly, Tommy is being held by police using counter terrorism legislation.

via standard.co.uk: Tommy Robinson ‘arrested under anti-terrorism laws’ following London march

siehe auch: Nine arrests at Tommy Robinson demonstration after thousands march in London More than 1,000 Met Police officers were mobilised in London to ‘keep the peace’ between three protests. At least nine people have been arrested following a Tommy Robinson march which saw clashes between demonstrators, counter-protesters and emergency workers in London. Around 1,000 police officers were mobilised to “keep the peace” in the capital on Saturday as three marches made up of thousands of people took place simultaneously. The events included a Stand Up To Racism march, a “Uniting The Kingdom” demonstration organised by far-right activist and English Defence League founder Mr Robinson, and a Trans Pride protest. In an updated report late on Saturday, the Metropolitan Police said two men had been arrested on suspicion of grievous bodily harm (GBH) after a participant of the Stand Up To Racism protest was assaulted by two suspects and suffered a head injury.

Antisemitische Parolen: Polizei beendet Gartenparty in Chemnitz

In einer Kleingartenanlage in Altchemnitz feiern mehrere Personen. Nachbarn hören antisemitische Parolen und verständigen die Polizei. Die ermittelt nun wegen Volksverhetzung. Am späten Samstagabend wurde die Polizei in Altchemnitz in eine Kleingartenanlage gerufen. Ein Anwohner hatte aus einem Grundstück am Pfarrhübel lautstarke antisemitische Parolen vernommen und die Beamten verständigt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, feierten in dem Schrebergarten eine Frau (45) und vier Männer (42, 46, 48, 55) ausgelassen. Bei der Befragung der fünf Deutschen verneinten diese das Wahrgenommene des Zeugen. Die Beamten fanden jedoch eine Playlist, auf welcher sich rechtsgerichtete Musik befand.

via sächsische: Antisemitische Parolen: Polizei beendet Gartenparty in Chemnitz

Mecklenburg-Vorpommern: Polizei löst offenbar völkisches Jugendcamp an der Ostsee auf

In Mecklenburg-Vorpommern sollen Rechtsextreme ein völkisches Jugendcamp abgehalten haben. Als der Grundstückseigentümer davon erfuhr, ließ er das Gelände räumen. Die Polizei hat im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns ein offenbar rechtsradikales Kinder- und Jugendlager beendet. Der Eigentümer des Grundstücks in der Gemeinde Kalkhorst habe die Beamten am Donnerstag zur Durchsetzung seines Hausrechts gerufen, teilte die Polizei mit.  Demnach hatte der Besitzer Hinweise erhalten, dass es sich bei der Veranstaltung um eine “völkisch-national ausgerichtete” Veranstaltung handeln könnte und daraufhin die Genehmigung zum Campen auf dem Grundstück zurückgezogen. Nach Angaben der Polizei nahmen an dem Camp 34 Menschen teil, die meisten davon Kinder und Jugendliche.

via zeit: Mecklenburg-Vorpommern: Polizei löst offenbar völkisches Jugendcamp an der Ostsee auf

siehe auch: Völkische Siedler in MV Polizei löst bei Wismar rechtsextremes Kinder- und Jugendfest auf. Völkische Nationalisten haben in Kalkhorst bei Wismar ein Kinder- und Jugendfest veranstaltet. Die Polizei löste die Veranstaltung am Donnerstag (25. Juli) auf. Was zu den Rechtsextremisten bekannt ist. (,…) Nach Angaben der Polizei war das Fest bereits einige Tage im Gange. Insgesamt 34 Personen nahmen daran teil – überwiegend Kinder und Jugendliche. Die Personen kamen der Aufforderung der Beamten nach und bauten ihre Zelte ab. Die Polizei konnte in diesem Zusammenhang keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten feststellen. Veranstalter sind völkische Siedler vom sogenannten „Freibund“ Die Veranstalter gehören laut Polizei zum sogenannten Freibund. Dieser ist die Nachfolgeorganisation des „Bundes Heimattreuer Jugend“,

Notorious Australian white supremacist Jacob Hersant arrested at Melbourne neo-Nazi demonstration

The prominent white supremacist was questioned by police after about 30 masked men all dressed in black stormed a Melbourne train station. Furious demand on Aussie evil Murder charge after major police search Bomb explodes in kidnapper’s hands: cops Victorian Police are looking to charge a notorious Australian neo-Nazi Jacob Hersant for “grossly offensive public conduct” after about 30 masked men descended on Melbourne’s Flinders Street station. Officers arrested the 24-year-old North Melbourne man at the scene on Saturday where he was interviewed for “grossly offensive public conduct”. Hersant, who in 2023 became the first Victorian charged with allegedly performing a Nazi salute in public after a crackdown on state laws, was released with intent to summons, and will appear in court at a later stage. He is also expected to appear at the Melbourne Magistrates Court in September for the 2023 charges.

via news.com.au: Notorious Australian white supremacist Jacob Hersant arrested at Melbourne neo-Nazi demonstration

Kundgebung der rechten Szene nach „Compact“-Verbot

Aus der rechten Szene kamen mehr als 300 Menschen im thüringischen Gera zusammen. Es gab bei dem Treffen auch Anspielungen auf das „Compact“-Verbot. Mehrere Verfahren wegen Verdachts auf Straftaten seien aufgenommen worden. Anzeige Nach dem Verbot des rechtsextremen Magazins „Compact“ durch das Bundesinnenministerium hat sich die rechte Szene im thüringischen Gera getroffen. Die Polizei berichtete von etwa 320 Teilnehmern einer Kundgebung am Samstag, die unter dem Motto „Wir für Frieden und Freiheit“ angemeldet und von der Ostthüringer Stadt genehmigt war. Es gab bei dem Treffen Anspielungen auf das „Compact“-Verbot. Die Polizei sprach von einem „Verstoß gegen das Vereinsgesetz im Zusammenhang mit dem Verbot des „Compact-Magazins““. Mehrere Verfahren wegen Verdachts auf Straftaten, darunter Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie eine Ordnungswidrigkeit seien aufgenommen worden. Im Nachbarland Sachsen-Anhalt war ein Sommerfest mit Bezug zu dem Verbot des Magazins verboten worden. In den sozialen Medien sind Videos mit einem Auftritt des Herausgebers des seit Juli verbotenen Monatsmagazins, Jürgen Elsässer, und des österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner in Gera zu sehen. Die Polizei machte dazu auf Nachfrage keine Angaben. Laut Polizei schloss sich an die Kundgebung der rechten Szene ein Aufzug mit etwa 180 Teilnehmern durch die Innenstadt von Gera an.

via welt: Kundgebung der rechten Szene nach „Compact“-Verbot

Rassistengruß, Handschellen, Gewahrsam: So stoppte die Polizei Berlin einen Neonazi-Trupp beim CSD

Neonazis hatten sich zu Aktionen und Attacken gegen den CSD Berlin verabredet. Doch die Polizei Berlin reagierte schnell – und vermieste den braunen Gesellen den Tag. Sie hatten ein Megafon dabei, ein Banner, die meisten waren unter 21 Jahre alt – und sie hatten einen Plan: Attacken gegen den Christopher Street Day (CSD) in Berlin am Sonnabend. Doch die Berliner Polizei hat Aktionen der Neonazi-Gruppe gegen CSD mit einem massiven Aufgebot unterbunden. Die braune Truppe von mehr als zwei Dutzend Rechtsextremisten hatte sich am späten Vormittag im nördlichen Tilla-Durieux-Park in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz getroffen – Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene. Nach Tagesspiegel-Informationen sollen sie Aktionen und Attacken gegen den CSD und Teilnehmer geplant haben – nach dem Start des CSD und beim Passieren des Aufzugs am Potsdamer Platz. Gegen Mittag rückte die Polizei mit fast 50 Beamten von Einsatzhundertschaften an. Auch Beamte des für politische Straftaten zuständigen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt (LKA) waren dabei. Der Einsatz zog sich über fast vier Stunden hin. (…) Am Nachmittag gegen 15.45 Uhr wurden den Neonazis Handschellen angelegt, mit Gefangenentransportern wurden sie in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers befanden sich am Abend noch 29 Neonazis in Gewahrsam. Zwei weitere Personen, ein Junge und ein Mädchen unter 14 Jahren, wurden bereits am Potsdamer Platz auf freien Fuß gesetzt.

via tagesspiegel: Rassistengruß, Handschellen, Gewahrsam: So stoppte die Polizei Berlin einen Neonazi-Trupp beim CSD